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Andreas Scheuer, CSU-Generalsekretär, PresseClub Regensburg, 15.9.2016

TV-Tipps des Tages

25.10.2011 – Ausländer, Türken, Deutsch-Türkischen Anwerbeabkommen

TV-Tipps des Tages sind: Kaffee oder Tee; Durchgestartet – Drei Deutsch-Türkinnen auf Erfolgskurs; PHOENIX RUNDE ist ein Forum für die aktuelle politische Debatte; Ein Mädchen im Ring: Fikriye Selen wurde als Türkin in Deutschland geboren und ist heute vor allem als Boxerin bekannt; Zum 50. Jahrestag des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens

VONÜmit Küçük

DATUM25. Oktober 2011

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Kaffee oder Tee
Boulevardmagazin – Themen u.a.: Tagesgespräch – Was meinen Sie; Gute Reise: Côte d’Azur; Tagesthema: Sturmschäden: Wer bezahlt wann? – Mit Arno Schubach, Rechtsanwalt; Staunen im Südwesten: Filmbeitrag: Denkmalgeschützte Toilette; Abenteuer Haushalt – Besser kochen: Rote Beete – Mit Frank Bundschu, Koch; Daheim im Südwesten – damals und heute: Ausländer im Polizeidienst – Mit Füsun Schramm, Polizeikommissarin aus Germersheim. 17:05-18:00 • SWR BW, SWR RP, SWR SR

Durchgestartet – Drei Deutsch-Türkinnen auf Erfolgskurs
Eine Rechtsanwältin, eine Gymnasiallehrerin und eine Managerin: drei Frauen, die es in ihrem Beruf geschafft haben. Alle drei tragen türkische Namen – Sibel, Nermin und Dilek.

Die Eltern stammen aus der Türkei, sie kamen als Gastarbeiter nach Deutschland. Als Kinder und als Jugendliche haben die drei Frauen oft spüren müssen, dass ihnen viele den Erfolg in der Schule oder gar im Studium nicht richtig zutrauen.

Obwohl sie gute Noten hatte, bekam Nermin Erdogan keine Empfehlung fürs Gymnasium. Heute ist sie selbst Lehrerin an einem Sportgymnasium. Ausgrenzung und Diskriminierung hat die junge Deutsch-Türkin häufig erfahren – an der Uni und später im Referendariat. „Aber das hat mich stark gemacht“, sagt sie heute.

Geschafft hat es auch Dilek Yogurtcu. Das Motto der IBM-Managerin: „Wenn sie mich vorne rausschmeißen, komme ich hinten wieder rein“. Deutsch und Geschichte hat sie an der Universität Tübingen studiert und landete bei dem international aufgestellten Unternehmen. „Hier fühle ich mich wohl, denn Vielfalt gehört zum Konzept der Firma“. Ihre Identität, beheimatet in beiden Welten, ist ein Schlüssel ihres Erfolgs.

So sieht es auch Sibel Yüksel. Als Rechtsanwältin ist sie auf Familienrecht spezialisiert und betreut sowohl deutsche als auch türkische Klienten. Ehrenamtlich liest sie jeden Freitag Kinderbücher in einem Kindergarten vor. Damit die Kinder mit Migrationshintergrund besser Deutsch lernen – aus eigener Erfahrung weiß sie, wie wichtig das ist. 21:32-22:02 • EinsExtra

PHOENIX RUNDE
Diskussion – Die PHOENIX RUNDE ist ein Forum für die aktuelle politische Debatte. Kompetente Gäste diskutieren Fragen zum politischen, wirtschaftlichen und sozialen Leben in Deutschland. Zudem widmet sich die Sendung aktuellen Ereignissen aus dem Ausland. 22:15-23:00 • PHOENIX

Ein Mädchen im Ring
Dokumentarfilm (Dokumentarsendung/Feature – Spielfilm – Boxen) – Fikriye Selen wurde als Türkin in Deutschland geboren und ist heute vor allem als Boxerin bekannt. Als der Film entstand, machte sie gerade ihr Abitur. Danach studierte sie Internationale Betriebswirtschaft, um später einmal auch in der Türkei arbeiten zu können. Ihre Leidenschaft galt jedoch schon immer dem Boxen. In den Räumen des Vereins „Faustkämpfer“ in Köln-Kalk trainierten sie und ein deutsches Mädchen als die einzigen Frauen zwischen 30 bis 40 Männern. Viele fanden Gefallen an der schönen Fikriye, doch bald mussten sie akzeptieren, dass sie an keinem von ihnen interessiert war und das Boxen ernster nahm als die meisten von ihnen. Fikriye passt nicht zu der Klischeevorstellung von der unterwürfigen Türkin mit Kopftuch, trotzdem lebt sie sehr familienverbunden. Mit ihrem Dokumentarfilm gelang der türkischen Filmemacherin Aysun Bademsoy ein eindringliches Porträt der jungen Boxerin: Eine Woche ihres Lebens fängt sie mit der Kamera ein – in der Schule, im Elternhaus und beim Training. Ihr Selbstverständnis als Boxerin beschreibt Fikriye so: „Auf keinen Fall so etwas wie Sich-Schlagen oder Prügel-einstecken-können. Eher Disziplin, Aufopferung und Ehrlichkeit. Zwei Menschen gehen in den Ring. Beide wollen gewinnen. Es gibt keine Intrigen. Der Bessere gewinnt.“ Aysun Bademsoy wurde 1960 in Mersin/Türkei geboren. Seit ihrem neunten Lebensjahr lebt sie in Berlin, wo sie auch ihr Abitur ablegte und sich zum Studium der Publizistik an der Freien Universität einschrieb. In einer Reihe von Filmen wirkte sie als Darstellerin mit, bei Harun Farocki arbeitete sie als Assistentin. Mit dem Abschluss ihres Studiums entstand 1989 ihr erster eigener Film „Fremde Deutsche Nachbarschaft“. In „Mädchen am Ball“ (1995) begleitete sie die damals einzige türkische Frauenfußballmannschaft Europas, deren Werdegang sie auch in ihren weiteren Dokumentarfilmen „Nach dem Spiel“ (1997) und „Ich gehe jetzt rein“ (2008) porträtierte. 23:10-23:40 • ZDFkultur

Mit Nachbars Hilfe – ein türkischer Hauptschüler wird Forsch
Zum 50. Jahrestag des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens

Der Film erzählt von ungewöhnlichem Engagement und bemerkenswerter Beharrlichkeit, vom Vertrauen in andere und dem Glauben an sich selbst. „Ich hab‘ schon an dich geglaubt“, sagt Monika Schenk zu ihrem einstigen Schützling, der nun als Doktor Ozan Gökay vor ihr sitzt und Apfelkuchen isst. 13 Jahre alt war er, als sie die Vormundschaft für den türkischen Jungen übernahm, den Sohn von Fatma, die sie kennen lernte, als sie eine Putzfrau suchte – und die ihr bald zur Freundin wurde. Vom Ehemann im Stich gelassen, schuftete Fatma Gökay für ihre Kinder, die es einmal besser haben sollten in Deutschland – dann verunglückte die Familie beim Urlaub in der Türkei, die Mutter starb. Allein zurück im schwäbischen Wannweil, mussten die drei Geschwister ihren Alltag in die Hand nehmen, der Traum vom sozialen Aufstieg schien in weite Ferne gerückt. Auf der Hauptschule ermuntert der Klassenlehrer Ozan weiter zu machen, er geht auf die Berufsfachschule, dann aufs Wirtschaftsgymnasium – studiert schließlich Chemie. Finanzielle Sorgen, private Probleme und ein weiterer schwerer Schicksalsschlag werfen ihn zeitweise aus der Bahn, aber sein Wille, es zu schaffen, ist stärker. Und da sind die Menschen, die an ihn glauben, allen voran Monika Schenk, die ihn nie aufgibt. Heute arbeitet Ozan Gökay in der Krebsforschung und wird bald sein eigenes Labor aufmachen. 00:00-00:30 • SWR BW, SWR RP

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