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Forschungsverbund „Probleme der Ausländerbeschäftigung“, 1979

Türkische Presse Türkei

20.10.2011 – Terror, PKK, Türkei, Obama, ISEDAK, EU, Spanien

Die Themen des Tages sind: Türkische Regierung verurteilt den Angriff der PKK; Reaktionen aus dem Ausland; ISEDAK Versammlung in İstanbul; Çağlayan- El Rahman Treffen; Piri Reis unterbricht Forschungsarbeiten; EU verurteilt Terroranschläge; Obama hat den Anschlag verurteilt; Piri Reis unterbricht Forschungsarbeiten

VONBYEGM, TRT

DATUM20. Oktober 2011

KOMMENTARE1

RESSORTTürkische Presse Türkei

QUELLE Die “Türkische Presse Türkei” wird MiGAZIN von der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara und der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World) zur Verfügung gestellt und unverändert übernommen.

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Presseschau der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara

Türkische Regierung verurteilt den Angriff der PKK
Genau eine Woche nach dem Besuch von Staatspräsidenten Abdullah Gül an einem militärischen Kontrollpunkt in Hakkâri, griffen PKK-Rebellen eine Armeeunterkunft in der Stadt Çukurca in der Provinz Hakkâri an.

Staatspräsidenten Abdullah Gül schwor vor den Reportern Vergeltung für den Angriff und betonte, die Türkei werde vom Terrorismus nicht erschüttert werden. Außerdem wiederholte er die Entschlossenheit im Kampf gegen die PKK und sagte dem Terrorismus den Kampf an.

Auch Erdoğan kündigte hartes Vorgehen gegen die PKK an und sagte: „Wir werden nicht zurückweichen. Wir werden den Terrorismus und jeden bekämpfen, der ihn unterstützt – verdeckt oder offen.“ Desweiteren rief Erdoğan das Kernkabinett zu einer Krisensitzung zusammen. Bei der Krisensitzung trafen gestern Innenminister İdris Naim Şahin, Verteidigungsminister İsmet Yılmaz, Justizminister Sadullah Ergin, zweiter Generalstabschef General Hulusi Akar und Staatssekretär des Nationalen Nachrichtendienstes Hakan Fidan zusammen.

Generalstabschef Necdet Özel besuchte den Angriffsort. Erdoğan wird heute um 11.00 Uhr vor der Presse sprechen. Im Übrigen sagten die Regierungschefs wegen der Angriffe ihre geplanten Auslandsreisen ab.

Reaktionen aus dem Ausland
US-Präsident Barack Obama hat die Angriffe der Kurdenorganisation PKK auf türkische Sicherheitseinrichtungen verurteilt. Obama sprach von einem „abscheulichen Terrorangriff“ und betonte, die USA unterstützten die türkische Regierung weiterhin bei ihrem Bemühen, Frieden im Südosten des Landes zu schaffen.

NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen verurteilte die PKK-Angriffe entschieden. Das Militärbündnis sei mit der Türkei in deren Anti-Terrorkampf solidarisch. Die Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton, Maja Kocijancic sagte, dass politische Interessen niemals das Blutvergießen rechtfertigen können. Außerdem betonte sie auch, dass die EU in solchen schlimmen Zeiten an der Seite der Türkei Platz nimmt.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) verurteilte die jüngsten Anschläge auf das türkische Militär. „Ich bin bestürzt und erschüttert über die große Zahl von Opfern bei den jüngsten Überfällen“, so Westerwelle.

ISEDAK Versammlung in İstanbul
Die Konferenz des ständigen Komitees für wirtschaftliche und kommerzielle Zusammenarbeit der Islamischen Konferenz (ISEDAK) hat gestern in İstanbul stattgefunden. Die Eröffnungsrede der Konferenz machte Staatspräsident Abdullah Gül. Gül betonte, dass die Mitglieder der ISEDAK dieses Jahr zum 27.-Mal zusammenkommen und dass es für ihn eine Ehre ist, den Vorsitz der ISEDAK zu leiten. “In den letzten Jahren wurden zwischen einigen ISEDAK Mitgliedsländern die gegenseitige Visumspflicht aufgehoben. Dies ist im Hinblick auf die Freizügigkeit der Menschen ein sehr wichtiger Schritt.”

Çağlayan- El Rahman Treffen
Wirtschaftsminister Zafer Çağlayan ist mit dem ägyptischen Minister für Handel und Industrie Mahmoud Abdel Al-Rahman Eissa zusammengekommen. Nach dem Treffen äußerte sich Çağlayan gegenüber den Journalisten. “Die Türkei steht immer neben Ägypten. Es gibt türkische Arbeitsmänner, die in Ägypten Investieren. Bei dem Gespräch mit meinem ägyptischen Bruder haben wir uns bei einigen konkreten Punkten geeinigt. Eines dieser Entschlüsse ist, dass das technische Komitee des Freihandelsabkommens am 15. November für drei Tage in Kairo zusammenkommt.“

Piri Reis unterbricht Forschungsarbeiten
Das türkische Schiff Piri-Reis hat wegen den schlechten Wetterverhältnissen ihre seismologischen Forschungen, dessen zweite Etappe sie am 12. Oktober aufgenommen hatten, vorübergehend eingestellt. Die Piri Reis ging vor dem Hafen in Gazimagusa vor Anker.

Das türkische Forschungsschiff Piri Reis hatte die zweite Etappe ihrer Forschungsarbeiten am 12. Oktober begonnen. Der Kapitän der Piri Reis Çağdaş Konuşur sagte, dass die Forschungsarbeiten der zweiten Etappe 4 bis 5 Tage gedauert haben. „Wir werden die Wetterlage verfolgen und bei besseren Wetterverhältnissen unsere Arbeiten wieder aufnehmen“, so Çağdaş Konuşur.

11. Marmarameer Festival Beendet
Um zu zeigen, dass es für das Marmarameer noch Hoffnung gibt, wurde das 11. Marmarameer Festival veranstaltet. Diesbezüglich kamen zahlreiche Taucher zusammen und schossen bildschöne Unterwasserfotos.

Aus diesem Anlass wurden sechs Kinder, die bisher noch kein Meer gesehen hatten, aus den ländlichen Gebieten nach İstanbul eingeladen, um sie mit der Meereskultur bekannt zu machen.

Presseschau der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World)

Terroranschlag in Cukurca bei Hakkari.
Zaman veröffentlicht die Erklärungen von Staatspräsident Abdullah Gül und Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan im Zusammenhang mit dem Terroranschlag in Cukurca bei Hakkari. Dem Blatt zufolge habe Staatspräsident Gül gesagt, diejenigen, die der Nation diesen Schmerz zugefügt haben, würden den mehrfachen Schmerz zurückbekommen. Diejenigen, die den Terroristen Unterschlupf gewahren, müssten ihre Lektion lernen und auf die Folgen gefasst sein. Die ganze Welt müsse wissen, dass die Türkei bis zu Letzt gegen den Terror kämpfen wird. Ministerpräsident Erdogan hingegen habe betont, Feinde der Türkei sollten wissen, dass Ankara gegen Angriff aus dem In- und Ausland nicht klein beigeben wird. Jeder, der den Terror unterstützt, sollte wissen, dass die Türkei ihnen auf den Versen ist.

EU verurteilt Terroranschläge
In Milliyet lesen wir unter der Schlagzeile „EU verurteilt Terroranschläge“, die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik Catherine Ashton habe die Terroranschläge in der Türkei scharf verurteilt. Dem Blatt nach habe Ashton den Familienangehörigen der Opfer ihr Beileid ausgesprochen und den Verletzten eine baldige Genesung gewünscht.

Obama hat den Anschlag verurteilt
Vatan berichtet unter der Schlagzeile „Obama hat den Anschlag verurteilt“, US-Präsident Barack Obama habe in einer Botschaft den Terroranschlag in Hakkari verurteilt. Dem Blatt nach habe Obama in seiner Botschaft vermerkt, der erbarmungslose terroristische Anschlag gegen die Türkei, die ein enger und starker Verbündeter der USA ist, wird aufs schärfste verurteilt.

27. Versammlung des ISEDAK
Zaman meldet über die 27. Versammlung des ständigen Komitees für wirtschaftliche und kommerzielle Zusammenarbeit der Islamischen Konferenz (ISEDAK). Staatspräsident Abdullah Gül habe in seiner Eröffnungsrede betont, der Rettungsweg mit geringem Schaden aus der wirtschaftlichen Krise führe über den Ausbau des Handelsvolumens zwischen den Mitgliedsländern. Mit Hinweis auf den „Arabischen Frühling“ rief Gül die Oberhäupter dieser Länder auf, statt sich gegen den Wandel zu wehren, eine Vorreiterrolle zu übernehmen.

Großer Preis für Bekanntmachung der Türkei
In Radikal lesen wir unter der Schlagzeile „großer Preis für Bekanntmachung der Türkei“, die Tourismuswerbung der Türkei im Ausland habe zahlreiche Preise erhalten. Die Tourismuswerbung und touristischen Kampagnen der Türkei hätten in Großbritannien, Deutschland und den Niederlanden in verschiedenen Kategorien mehrere Auszeichnungen bekommen.

Kreditwürdigkeit Spaniens herabgestuft
Hürriyet berichtet auf den Wirtschaftsseiten, die Ratingagentur Moody’s habe die Kreditwürdigkeit Spaniens um zwei Stufen von „Aa2“ auf „A1“ herabgestuft. Der Ratingsagentur zufolge bleibe der Ausblick dabei „negativ“. Dem Blatt zufolge habe es als Begründung geheißen, in Spanien sei „keine glaubwürdige Lösung der aktuellen Schuldenkrise erkennbar“. Aufgrund des langsamen Wachstums werde es für Spanien noch schwerer sein, den Staatshaushalt zu sanieren. Daher drohe mittelfristig eine weitere Herabstufung der Kreditwürdigkeit, habe Moody´s erklärt.

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Ein Kommentar
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  1. Meryem sagt:

    Mir wird übel, wenn ich immer noch Bezeichnungen wie „Rebellen“ für die PKK-Terroristen lese. Diese sind keine Interessenvertreter für die Kurden, sondern nur für sich selbst. Sie erpressen und unterdrücken die Kurden und sind dafür verantwortlich, dass dieser Terrorkrieg über die Jahrzehnte 50000 Menschenleben gekostet hat, von denen 40000 Kurden waren! Dort wo die PKK entmachtet ist, blüht die Region auf, dort wo sie und ihre legalen Ableger regieren, kommen Demokratie, Entwicklung und Wohlstand nicht an. Man vergleiche mal Adiyaman und Diyabakir!! Hakkari und vergleichbare Kleinstädte im Kurdengebiet weiter westlich. Wer will, dass die TR im Demokratisierungsprozeß vorankommt, muss den Anti-Terrorkampf unterstützen und nicht die Terroristen, wie es leider in Deutschland und Europa noch stattfindet.



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