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Friedrich Landwehrmann, Strukturfragen der Ausländerbeschäftigung, 1969

TV-Tipps des Tages

18.09.2011 – Türken, Europa, UNESCO, Multi-Kulti, Ausländer, Migranten

TV-Tipps des Tages sind: Der Schnurrbart: Dokumentation – Was ist für den türkischen Mann der Ausdruck von Stolz und Männlichkeit; Schätze der Welt – Erbe der Menschheit, Burgen und Schlösser in Europa; Frau Muyan singt. Das multikulturelle Altenheim „Haus am San

VONÜmit Küçük

DATUM18. Oktober 2011

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Der Schnurrbart
Dokumentation – Was ist für den türkischen Mann der Ausdruck von Stolz und Männlichkeit? Der Schnurrbart! Seine Form verrät den persönlichen Stil, die Lebenseinstellung und sogar die politische Couleur des Trägers.

Zahlreiche türkische Männer tragen Schnurrbärte. Der Schnurbart gilt ihnen als Symbol ihrer Männlichkeit. Filmemacher Belmin Soylemez hat einige seiner Landsleute beobachtet, wie sie mit stolzgeschwellter Brust über ihren Schnurrbart diskutieren. Er zeigt, dass jeder Schnurrbart in der Türkei Ausdruck eines bestimmten Stils, einer Geisteshaltung, einer Epoche oder gar einer politischen Meinung sein kann. 11:50-12:15 • arte

Schätze der Welt – Erbe der Menschheit
Dokumentation (Kultur) – Zahlreiche Burgen und Schlösser in Europa gehören zum UNESCO-Welterbe: Hoch über der Stadt Granada thront die schönste Burganlage Europas, die Alhambra. Ein Vermächtnis der Mauren, die 700 Jahre lang auf der Iberischen Halbinsel herrschten. Wer in den Südwesten Frankreichs reist, findet zwischen Montpellier und Toulouse eine der besterhaltensten Festungsanlagen Europas. Carcassonne ist eine Festungsstadt und seit dem Mittelalter unverändert. Vorbild für Märchenschlösser à la Hollywood und eines der schönsten Touristenziele Frankreichs. Ganz anders wirken die Schlösser im Loire-Tal. Sie zeugen von der Pracht und dem Repräsentationsbedürfnis der französischen Könige. Das englische Schloss Blenheim mit seinen 200 Zimmern und einem großen Park ist ein Beispiel für die Landschaftsarchitektur der englischen Romantik. Neun Burgen in Meeresnähe befinden sich in Gwynedd, im rauen Norden von Wales. Sie zeugen vom Machtanspruch der Engländer in Wales. Drottningholm, nahe Stockholm, ist der Wohnsitz der schwedischen Könige. Schloss und Gartenanlage am Mälarsee vereinen Kunst und Natur aufs Schönste. Auch Lednice-Valtice in Tschechien gehört zu den großen Gesamtkunstwerken Europas. „Spissky Hrad“ in der Slowakai, stolz und weiß wie das Travertin-Gestein, ist eine der größten Burganlagen des europäischen Kontinents. Die griechische Insel Rhodos war nach dem Rückzug der Kreuzritter aus dem Heiligen Land über 200 Jahre der östliche Vorposten der Christenheit. Der Johanniterorden hatte die Insel zu einer Festung ausgebaut. 1523 mussten sie sich der Übermacht der Osmanen beugen und die Insel verlassen. Weitere Burgen und Schlösser sind das Castel del Monte und San Marino in Italien, Bellinzona in der Schweiz sowie das Barockschloss Schönbrunn, die Residenz von Würzburg, die Schlösser Augustusburg und Falkenlust nahe Brühl, die Wartburg und Schloss Sanssouci in Deutschland. Der Film aus der Reihe „Schätze der Welt – Erbe der Menschheit“ zeigt die Vielfalt und kulturhistorische Bedeutung von Schlössern und Burgen in Europa. 13:15-18:30 • 3sat

Frau Muyan singt. Das multikulturelle Altenheim „Haus am San
Mit leichtem Schritt irrt die alte Frau durch die Flure. Dann legt sie sich plötzlich auf den Boden. Es sieht aus, als würde sie beten. Ihre Mitbewohner im Altenheim stört das nicht.

Und wenn sie mit der türkischen Pflegerin die Lieder ihrer Kindheit singt, hören auch die Deutschen gern zu.

Frau Muyan lebt im einzigen multikulturellen Altenheim Deutschlands, im „Haus am Sandberg“ in Duisburg. Ein Haus, in dem Nationalität, Sprache und Religion keine Rolle spielen. Vor 50 Jahren hatte niemand darüber nachgedacht, was aus den ausländischen Arbeitern werden würde, wenn sie einmal alt sind. Sie würden in ihre Heimat zurückkehren. Darauf bauten die Deutschen, und das hofften die Migranten. Aber wo sollen heute diese in Deutschland alt gewordenen Menschen Zuflucht nehmen, wenn sie zu krank sind und zu schwach, um in ihre alte Heimat zurückzukehren? Wenn ihre Kinder und Enkel hier in Deutschland sie nicht mehr versorgen können?

Von den 96 Bewohnern des „Hauses am Sandberg“ stammen knapp die Hälfte aus fremden Ländern und Kulturen: Deutsche, Türken, Spanier, Kroaten, Afrikaner leben in dem modernen Atriumhaus. Um das Miteinander bemühen sich 90 Pflegerinnen und Pfleger. Viele von ihnen sprechen mindestens zwei Sprachen und sind selbst Einwanderer. Der Film taucht ein in den multikulturellen Alltag dieses einzigartigen Hauses. 23:25-00:45 • BR

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