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Migration und Integration in Deutschland

Wenn Ausländer […] von der einheimischen Bevölkerung als Konkurrenten um Arbeitsplätze […] und als Bedrohung der Sicherheit […] wahrgenommen werden, dann erhöht die vermehrte Sichtbarkeit der Migranten dieses Gefühl […]

Forschungsverbund „Probleme der Ausländerbeschäftigung“ / 1979, 1979

Deutsche Presse

06.10.2011 – Migranten, Islam, Integrationsgesetz, Berlin, Burka, EU-Beitritt Türkei

NRW bekommt Integrationsgesetz; Jeder Fünfte stammt aus einem anderen Land; Gegen Ausweitung des Asylrechts; Erstes Zentrum für islamische Theologie startet Semesterbetrieb; Bekenntnis zum Islamunterricht; Koalitionsverhandlungen in Berlin; Islamismus: „Die Gefahr aufzeigen“; Belgien: Burka-Verbot bleibt; Erdogan: Israel ist „Bedrohung“ für den Nahen Osten

Die Themen des Tages sind:

Nordrhein-Westfalen soll als bundesweit erstes Flächenland Anfang 2012 ein Integrationsgesetz bekommen. Die gesellschaftliche Teilhabe von Migranten werde damit erstmals umfassend und verbindlich fixiert.

Deutschland und der Durchschnittsdeutsche haben sich in den vergangenen 60 Jahren stark gewandelt. Nur eins ist wie in den 50ern: Der Anteil der Migranten.

Die Bundesregierung hat Pläne der EU-Kommission für eine Ausweitung des Asylrechts abgewehrt. Bei der sogenannten Qualifikationsrichtlinie werde es im Vergleich zum geltenden Recht ‚keine grundlegenden Änderungen geben‘.

Die islamische Theologie an deutschen Universitäten steht in den Startlöchern. In wenigen Tagen will die Uni Tübingen mit ersten Vorlesungen beginnen. Bundesweit sind bis 2012 vier neue Zentren für islamische Theologie geplant.

Die Landesregierung ist bei der Einführung eines Religionsunterrichts für Muslime einen Schritt weiter. Sie hat Gutachter beauftragt, die entsprechende Anträge von muslimischen Verbänden prüfen sollen.

Baden-Württembergs Landesregierung ignoriert eine Spitzel-Affäre ihrer Vorgängerin. So gibt es weiterhin keine Antworten auf die Fragen danach, aus welchem Grund die Studenten infiltriert wurden.

Klaus Wowereit lässt in Berlin die Koalitionsverhandlungen mit den Grünen in der ersten Runde platzen. Noch am Mittwochabend bietet die SPD der CDU Gespräche an.

Politik und Polizei sind sich einig: Der radikale Islamismus ist eine Gefahr und muss streng beobachtet werden. Liberale Muslime distanzieren sich.

Bei einem Bombenanschlag in Mogadischu in Somalia sind viele Menschen getötet und verletzt worden.

Belgiens Burka-Verbot bleibt: Das Verfassungsgericht hat eine Klage zweier Muslima zurückgewiesen, die das Verbot kippen wollten.

Seit 2005 hat die Türkei Kandidatenstatus für den EU-Beitritt. In ihrem Fortschrittsbericht kritisiert die Kommission aber noch zahlreiche Probleme des Landes.

Der türkische Ministerpräsident Recep Erdogan wirft Israel vor, „Staatsterror“ zu betreiben. Das Land sei eine Gefahr, weil es eine Atombombe habe.

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