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Migration und Integration in Deutschland

Bei dem Lebensalter der ausländischen Arbeitnehmer wirkt sich das z. Z. vor allem für die deutsche Rentenversicherung sehr günstig aus, weil sie weit höhere Beiträge von den ausländischen Arbeitnehmern einnimmt, als sie gegenwärtig an Rentenleistungen für diesen Personenkreis aufzubringen hat.

Ludwig Kattenstroth, Staatssekretär im Arbeitsministerium, März 1966, Bundesvereinigung der Dt. Arbeitgeberverbände, 1966

TV-Tipps des Tages

25.09.2011 – Tunesien, Migranten, Muslime, Papst Benedikt, Bosnien, Ausländer

TV-Tipps des Tages sind: ARD-exclusiv: Zwischen Kaktus und Jasmin: Tunesien nach der Revolution; Heimatbilder: Andréa Dessoy aus München – Geschichten geglückter Integration; Vision und Wirklichkeit: Papst Benedikt in Deutschland; Waffenruhe: Der Friedhof in Potocari mit den Gräbern der im Bosnien-Krieg

VONÜmit Küçük

DATUM25. September 2011

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ARD-exclusiv: Zwischen Kaktus und Jasmin
Tunesien nach der Revolution – Film von Annekarin Lammers – In Tunesien hat sie begonnen: die Revolution der arabischen Länder. Mit ihrem Ruf nach Freiheit und Demokratie begeisterten die Tunesier die Welt, sie überraschten mit ihrem Mut und der Beharrlichkeit ihres friedlichen Protestes. Im Sommer nach diesem historischen arabischen Frühling hat sich ein Team des Hessischen Rundfunks auf den Weg durch das Land gemacht und sich von Hoffnung und Zweifeln erzählen lassen.

Lamia Farhani zum Beispiel ist Anwältin, die Schwester von Ansi Farhani. Er wurde am 13. Januar 2011 von einer Polizeikugel tödlich getroffen. Die Flucht des tunesischen Diktators Ben Ali erlebte er nicht mehr. Obwohl er für die Freiheit starb, fürchtet seine Schwester, dass die alten Kräfte wieder an Macht gewinnen. Am 23. Oktober werden die Tunesier die verfassungsgebende Versammlung ihres Landes wählen, mehr als 100 Parteien haben sich inzwischen gegründet, noch weiß keiner, wohin das führt. Bereits jetzt scheint der Erfolg der gemäßigten Islamisten absehbar: Bei etwa 30 Prozent liegt ihre Partei, die ENNAHDA, in den Schätzungen. Vor allem im Hinterland Tunesiens wächst die Ungeduld, viele werden hier für die Islamisten stimmen. „Wir haben keine Jasminrevolution gemacht, sondern eine Brotrevolution“, sagen die Menschen in Thala. Sie sind zwar stolz darauf, dass sie den Diktator gestürzt haben, doch der Hunger ist geblieben, die wirtschaftliche Lage sogar noch schwieriger geworden. Die Welt hofft auf Demokratie, aber die Touristen bleiben weg. 13:15-13:45 • Das Erste (ARD)

Heimatbilder
Andréa Dessoy aus München – Geschichten geglückter Integration

„München ist das Rio Deutschlands“, so Andréa Dessoy, die 1997 als Au-Pair-Mädchen in die Landeshauptstadt kam und seitdem zu den etwa 500.000 Münchnern mit Migrationshintergrund gehört.

Im Café „Schmalznudel“ trifft Karnik Gregorian auf die Deutsch-Brasilianerin, die bei ihrer Ankunft hier das erste Mal auf die bayerische Küche stieß. Die 32-Jährige, die ihre Familie schmerzlich vermisst, engagiert sich heute sehr im Verein „Caso Do Brasil“, um eine Brücke zwischen der deutschen und der brasilianischen Kultur zu schlagen.

Hintergrundinformationen:
Jeder fünfte Deutsche hat heute einen Migrationshintergrund. Die Sendung Heimatbilder porträtiert Menschen, die aus aller Welt und den unterschiedlichsten Gründen nach Bayern gekommen sind und sich hier zu Hause fühlen. 20:00-20:15 • BR-alpha

Vision und Wirklichkeit
Papst Benedikt in Deutschland – Die Reportage vom Besuch Papst Benedikts XVI. in Deutschland zeigt die wichtigsten Ereignisse, die schönsten Momente und Begegnungen im Umfeld der großen Programmpunkte.

Vom 22. bis 25. September besucht Benedikt XVI. zum dritten Mal als Papst sein Heimatland. Nach seiner Teilnahme am Weltjugendtag 2005 in Köln und seiner Reise durch Bayern 2006 ist dies der erste offizielle Staatsbesuch des Oberhaupts der Katholischen Kirche.

Er fällt in eine schwierige Zeit: Die Zahl der Kirchenaustritte ist hoch, die Missbrauchsfälle in der Kirche haben viele erschüttert, der Umgang mit den Piusbrüdern sorgt ebenso für Diskussionen wie der Zölibat, die Rolle der Frau in der Kirche und der Einfluss der Laien.

Drei Bistümer stehen auf dem Reiseprogramm: Berlin, Erfurt und Freiburg. In der Hauptstadt spricht Benedikt XVI. erstmals vor dem Bundestag und wird Bundespräsident Christian Wulff und Kanzlerin Angela Merkel treffen. Ein Schwerpunkt der Reise ist die Ökumene: Im Evangelischen Augustinerkloster in Erfurt, in das Martin Luther 1505 eintrat, wird der Papst Vertreter des Rats der Evangelischen Kirche in Deutschland treffen. Ebenfalls geplant sind Begegnungen mit Juden und Muslimen. In Freiburg schließlich wird der Papst mit Jugendlichen eine Gebetsvigil und am Sonntag die Heilige Messe feiern.

Die Deutschlandreise des Papstes steht unter dem Motto „Wo Gott ist, da ist Zukunft“. Viele Christen verbinden mit dieser Visite Hoffnungen und Erwartungen für die Zukunft der Kirche. Andrea Kammhuber und Elisabeth Möst begleiten die einzelnen Stationen der Papstreise und fragen nach, wie Politiker, Christen, Juden und Muslime den Papstbesuch bewerten und welche Vision sie leitet. 21:15-21:45 • BR

Waffenruhe
Der Friedhof in Potocari mit den Gräbern der im Bosnien-Krieg 1992 bis 1995 ermordeten Muslime. 20 Jahre nach dem Zerfall Jugoslawiens. 22:30-23:25 • PHOENIX

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