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Norwegens Ministerpräsident Jens Stoltenberg, Trauergottesdienst nach dem Terroranschlag im norwegischen Oslo und Utoya, 2011

TV-Tipps des Tages

24.09.2011 – Migranten, Türkei, Russisch, Juden, Türkei, Kurden, Terror

TV-Tipps des Tages sind: Deutsch Klasse – Sprachprogramm: In der Fernsehserie begleiten wir Migranten in ihrem Alltag; Mit offenen Karten – Türkei – Rückkehr zum Orient?; Russisch, bitte!; vivo: Jüdisches Leben in Deutschland heute; Tatort: Amoklauf ; Stoppt das Attentat!; Cosmo-TV Integrationsmagazin

VONÜmit Küçük

DATUM24. September 2011

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Deutsch Klasse – Sprachprogramm
In der Fernsehserie begleiten wir Migranten in ihrem Alltag – vom Arbeitsamt bis zum Zahnarzt. In der didaktischen Fassung (Sprachprogramm) erklären die Hauptdarsteller der Serie spielerisch die deutsche Sprache. 09:00-09:15 • BR-alpha

Mit offenen Karten – Türkei – Rückkehr zum Orient?
Die Türkei betreibt eine pragmatische Außenpolitik. Sie kombiniert ihre traditionell pro-westliche Haltung mit einer Öffnung in Richtung Nahost. Dies steht jedoch nicht im Widerspruch zu ihrem lang gehegten Wunsch, der EU beizutreten.

Hintergrundinformationen:
Das Magazin „Mit offenen Karten“ bietet immer samstags um 19.15 Uhr einschlägige Erklärungen und Hintergrundinformationen zur geopolitischen Situation in verschiedenen Ländern dieser Erde. Die Sendung ist ein wahrer Fundus an Informationen und weist auf weiterführende Literatur zum jeweiligen Thema hin. 11:45-12:00 • arte

Russisch, bitte!
Folge 5 von 30 – Russisch lernen vom Fernsehsessel aus! Eine nützliche Einführung beispielsweise für Touristen, die nach Russland reisen wollen. 13:45-14:15 • BR-alpha

vivo
Magazin (Gesellschaft) – In Berlin befindet sich die größte jüdische Gemeinde in Deutschland, außerdem gibt es dort eine angesagte jüdische Club- und Kunstszene. In der Hauptstadt lebt auch die weitaus größte Gruppe von Juden russischer Herkunft – mit eigener Kultur und eigenen Feier- und Gedenktagen. Sie begeht beispielsweise den 8. Mai, den Tag der deutschen Kapitulation im Zweiten Weltkrieg, nicht als „Tag der Befreiung“, sondern, wie in Russland üblich, als „Tag des Sieges“. Zumal einige ihrer Veteranen seinerzeit noch selbst in der Roten Armee gekämpft haben. Aber auch junge Juden aus Israel, den USA und vielen anderen Ländern zieht es wieder in die deutsche Hauptstadt. „vivo“-Moderator Gregor Steinbrenner ist unterwegs in Berlin. Er trifft Juden unterschiedlicher Herkunft und beleuchtet, wie jüdisches Leben heute in Deutschland aussieht. 17:30-18:00 • 3sat

Tatort: Amoklauf
Fernsehfilm – Brandner ist ein Außenseiter. Im Auftrag des Hamburger Unternehmers Hattkämper fährt er als „Schlepper“ kurdische Wirtschaftsasylanten illegal über die deutsch-dänische Grenze. Vom Honorar, das er für diese Fahrten kassiert, lebt er.

Ansonsten führt er ein zurückgezogenes Dasein in einer Fabriketage, gemeinsam mit seiner sechsjährigen Tochter Aische. Eines Tages gibt es Streit. Ein alter, herzkranker Kurde ist auf dem Transportweg im Lieferwagen gestorben. Brandner kann nichts dafür. Dennoch nennt ihn Messud, Hattkämpers rechte Hand und ebenfalls Kurde, im Zorn einen „Mörder“. Es kommt zu einem Kampf, bei dem Brandner Messud eine Stichverletzung beibringt. Messud droht, Brandners Tochter zu entführen; kurz darauf ist Aische verschwunden.

Brandner hält Messud und dessen Bruder Levent für die Täter. Er stellt den beiden ein Ultimatum: Wenn das Kind nicht binnen zwei Stunden bei ihm ist, wird er die beiden Brüder erschießen. Er ist zum Äußersten entschlossen! 20:15-21:45 • NDR Hamburg, NDR Mecklenburg-Vorpommern, NDR Niedersachsen, NDR Schleswig-Holstein

Stoppt das Attentat!
2/2 Paris ist das geplante Ziel eines Terroranschlags. Um die Täter zu finden, rekrutiert der französische Geheimdienst den inhaftierten Bankräuber Leon, der unter Aufsicht von Kommissarin Nathalie eine islamistische Terrorzelle unterwandern soll.

Der Agent und ehemalige Bankräuber Leon hat sich im Auftrag des französischen Geheimdienstes in die Brüsseler Terrorzelle um Terrorchef Bilal einschleusen können. Für das Gelingen seiner Mission fordert Bilal völlige Loyalität und Gehorsam von seinen Mitstreitern. Nur unter großer Lebensgefahr gelingt es Kommissarin Nathalie, mit Leon Kontakt aufzunehmen und ihn über den Plan des israelischen Agenten zu informieren: Dieser will einen Terroranschlag in Paris verüben. Mit Nathalies Hilfe kann Leon die wahre Identität des Israelis aufdecken. Bilal löst die Gruppe sofort auf und gibt Leon weitere Instruktionen: Er soll sich ein Mädchen in Paris suchen und auf ihn warten. In einem Café trifft Leon auf die junge Agnes, bei der er für eine Weile untertaucht. Nathalie, die sich von Leon immer stärker angezogen fühlt, fällt es schwer ihre Eifersucht zu verbergen.

Nach vier Wochen taucht Bilal wieder auf. Leon bekommt die Aufgabe, die Lüftungssysteme der Pariser Metro genau zu inspizieren. Anscheinend plant Bilal einen Giftgasanschlag, der Tausende Menschen in den Erstickungstod reißen soll. Die Lage im französischen Innenministerium spitzt sich dramatisch zu. Bei einem Staatsbesuch verlangt Pakistans Premierminister Tabani von seinem französischen Kollegen Lemercier, dass Frankreich Pakistans Kaschmirpolitik gegenüber Indien unterstützen soll. Nur dann wäre Pakistan bereit einen Terroranschlag zu verhindern. Lemercier entscheidet sich, auf den Deal einzugehen. Daraufhin verlangt der pakistanische Geheimdienst von Bilal das sofortige Ende der Anschlagsplanungen. Doch Bilal lässt sich von seiner Mission nicht abbringen, auch dann nicht, als er selbst einem Attentat nur knapp entkommt. Was für die Sache Gottes begonnen wurde, soll zu Ende geführt werden …

Hintergrundinformationen:
Mit seiner intelligent konstruierten Handlung gelingt es dem anspruchsvollen und zugleich unterhaltsamen Zweiteiler „Stoppt das Attentat!“ Spannung auf höchstem Niveau aufzubauen. Im Wettlauf gegen die Zeit stoßen nicht nur die Protagonisten an ihre persönlichen Grenzen. Auch die Geheimdienste und Politiker müssen feststellen, dass sie längst nicht alles unter Kontrolle haben. Geschickt wird der Bogen von den vermeintlich regional agierenden Terrorzellen auf die weltpolitische Ebene gespannt.

Patrick Dewolf wurde 1950 in Paris geboren. Seit 1970 wirkte er bei verschiedenen Filmprojekten als Regieassistent mit, bis er 1983 seinen ersten eigenen Kurzfilm „Les Veufs“ realisierte. In der Folgezeit schrieb Dewolf zusammen mit Patrice Leconte etliche Drehbücher, unter anderem für die Filme „Marche à l’ombre“ (1984) und „Monsieur Hire“ (1989), die in Frankreich erfolgreich im Kino liefen. In den 90er Jahren drehte Dewolf hauptsächlich abendfüllende Fernsehfilme wie zum Beispiel den fünfteiligen Thriller „Crime en Série“ (1998-2002). Zuletzt realisierte er den Fernsehfilm „Un jeu dangereux“ (2005), „La légende des 3 clefs“ (2007) – eine Mini-Fernsehserie und die Fernsehserie „Enquêtes réservées“ (2009).

Frédéric Krivine, Jahrgang 1959, arbeitet als Drehbuchautor für das französische Fernsehen und hat bereits unzählige Drehbücher verfasst. Unter anderem ist er der Autor des von ARTE France koproduzierten Films „La Faux“ (2003). Von 2003 bis 2007 war Krivine Kopräsident der „Union Guilde des Scénaristes“. Zuletzt schrieb er die Drehbücher zur TV-Serie „Un village français“ (2009).

Anne Brochet besuchte die renommierte Pariser Schauspielschule „Cours Florent“. Sie spielte in zahlreichen Filmen mit und erhielt für die Rolle der Madeleine in „Tous les matins du monde“ (1991) den César für die beste Nebendarstellerin. „Die Eleganz der Madame Michel“ (2009), „Les nuits de Sister Welsh“ (2010) und „Die Kinder von Paris“ (2010) sind ihre aktuellen Filme.

Maher Kamoun ist seit 1998 in vielen Spielfilmen zu sehen und erhielt für die Rolle des „Nadim“ in Claude d’Annas „Retrouver Sara“ (2006) den „Prix d’Interprétation Masculine“ des „Festival International du Film de Télévision de Luchon“. Aktuell ist er in Anne Villacèques „E-Love“ (2011) zu sehen. 21:50-23:25 • arte

Cosmo-TV
Integrationsmagazin – Integration geht jeden etwas an, ob im Beruf, in der Schule oder unter Nachbarn. Deshalb ist Cosmo TV ein Magazin für alle, Zugewanderte und Deutsche.

Jede Woche nimmt das Magazin dieses Zusammenleben unter die Lupe – im Guten und im Schlechten, ohne politisch korrekten Zuckerguss, kritisch und aktuell. „Cosmo TV“ ist nah dran am Leben und Lebensgefühl. Natürlich macht die Sendung auch keinen Bogen um Streitthemen wie „Rütli-Schule“, „Mohammed-Karikaturen“ oder „Ehrenmorde“. Das Besondere an „Cosmo TV“: Hier gibt es keine fertigen Meinungen, alle Seiten kommen zu Wort. „Cosmo TV“ ist vor allen Dingen neugierig und geht den Dingen auf den Grund. In der Moderation der Sendung wechseln sich die Journalisten Pinar Atalay – türkischer Herkunft – und Till Nassif – mit syrischen Wurzeln – im wöchentlichen Rhythmus ab… 06:45-07:15 • HR

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