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Migration und Integration in Deutschland

Die Qualität einer freiheitlichen Gesellschaft bewährt sich nicht zuletzt darin, wie mit Minderheiten umgegangen wird und wie sich Minderheiten in einer Gesellschaft fühlen.

Wolfgang Schäuble, Rede zur Amtseinführung des Beuauftragten für Auslandsdeutsche, Februar 2006

TV-Tipps des Tages

17.09.2011 – Migranten, Islam, Integration, Russisch, Türkei, Terror

TV-Tipps des Tages sind: Cosmo TV; Deutsch Klasse – Sprachprogram: Migranten in ihrem Alltag; Russisch, bitte!; Jugendgeschichten: 3/4, Die verlorenen Illusionen; Mit offenen Karten: Türkei – Rückkehr zum Orient?; Stoppt das Attentat!

VONÜmit Küçük

DATUM17. September 2011

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Cosmo TV
„Mein Kind kann mehr.“ – Eltern im Kampf gegen die Schulempfehlung BONN. Kaum auf der Grundschule legen die Lehrer von Gülzade ihren Eltern nahe, ihre Tochter auf die Sonderschule zu schicken. Für die Eltern der jungen Türkin unverständlich. Sie halten ihre Tochter für normal und intelligent. Es geht bis vor das Gericht. Um ihrer Tochter die Unannehmlichkeiten zu ersparen, schicken ihre Eltern sie auf eine Schule in der Türkei. Ihre Noten sind gut, sie erreicht sogar Realschulniveau. Immer mehr Eltern mit Migrationshintergrund nehmen den Kampf gegen Lehrer und Schulen auf, die eine falsche Empfehlung aussprechen und den Kindern damit Zukunftschancen nehmen. Cosmo TV erzählt die Geschichte von Gülzade.

Der Islam in Deutschland: erst exotisch, dann fremd, schließlich gefürchtet
KÖLN. Der Islam kam mit den türkischen Gastarbeitern Anfang der 60er Jahre. Deutschland und die Muslime waren nicht aufeinander vorbereitet. Die Muslime trafen sich zum Gebet zunächst in Wohnungen. 10 Jahre später bildeten sich die ersten islamischen Vereine – sie gründeten Gemeinden, errichteten Gebetsräume und holten Prediger nach Deutschland. In den 90er Jahren begann die deutsche Öffentlichkeit sich mit dem Islam zu beschäftigen. Im Jahre 2001 folgte mit den Anschlägen von New York eine historische Zäsur. Die Attentäter: Muslimische Studenten aus Deutschland. Angst vor dem Islam macht sich seitdem breit. Cosmo TV fragt nach, wie viel Dialog zwischen Muslimen und deutscher Gesellschaft heute möglich ist.

Nach 9/11: „Früher war ich Türkin – heute bin ich eine Muslima“
BERLIN. Die Schriftstellerin Hatice Akyün beschreibt zehn Jahre nach dem 11. September, wie sich das Bild von Muslimen verändert hat – aus der Sicht einer Muslimin. „Meine Religion wurde als Bedrohung abgestempelt, mein Glaube als Gefahr dargestellt, meine Mitbürger islamischen Glaubens unter Generalverdacht gestellt.“ In ihren Augen war sie als Arbeitertochter türkischer Eltern nach dem 11. September in erster Linie eine Muslima. Cosmo TV geht mit Hatice Akyün durch Berlin und zieht eine Bilanz, wie sich unsere Gesellschaft verändert hat. 09:00-09:30 • WDR

Deutsch Klasse – Sprachprogramm
9/13, Einsichten – In der Fernsehserie begleiten wir Migranten in ihrem Alltag – vom Arbeitsamt bis zum Zahnarzt. In der didaktischen Fassung (Sprachprogramm) erklären die Hauptdarsteller der Serie spielerisch die deutsche Sprache. 09:00-09:15 • BR-alpha

Russisch, bitte!
4/30, Ein Sprachkurs für Anfänger – Russisch lernen vom Fernsehsessel aus! Eine nützliche Einführung beispielsweise für Touristen, die nach Russland reisen wollen. 13:45-14:15 • BR-alpha

Jugendgeschichten
3/4, Die verlorenen Illusionen – Das Erwachsenwerden ist für Jugendliche eine schwierige und oft undankbare Phase. Die neue Welt, in der sie sich behaupten müssen, ist voller Gefahren und Entdeckungen, voller Träume und harter Realitäten. Die sieben, bald 16-jährigen Jugendlichen erleben ihr erstes großes Glück, sind aber auch mit allen Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens konfrontiert. Der erste Flirt, die erste sexuelle Erfahrung, der erste Job, all das beschäftigt sie psychisch und physisch. Von jetzt an versuchen sie, inmitten anderer Jugendlicher heranzureifen – in sicherem Abstand von den Eltern, die ihrer Meinung nach vom Leben der Teenies überhaupt keine Ahnung haben. Xavier, Aurélie, Thys, Mélanie, Jordann und Rachel entwickeln sich in Höchstgeschwindigkeit weiter, und zwar auf eine Art und Weise, wie man es von ihnen als Zwölfjährige nicht erwartet hätte.

Die dokumentarische Langzeitbeobachtung porträtiert die Familie unserer Zeit – desorientiert und gefährdet – in einer Gesellschaft ohne feste Bezugspunkte. Eine oft lustige, manchmal schonungslose, aber immer aufrichtige und ehrliche Dokumentarfilmreihe über Liebe und Sex, Alkohol und Drogen, Schule und Beruf, Streit mit den Eltern und das Bedürfnis nach Unabhängigkeit.

Mal ergreifen die Filmemacher Partei für die Jugendlichen, mal für die Eltern. Und bis zum Schluss ist der Zuschauer gespannt auf die Veränderungen, die die Jugendlichen durchmachen. Die Dokumentarfilmreihe beantwortet Fragen über das Erwachsenwerden, auch solche, die man sich vielleicht nicht zu stellen traut.

Die Reihe – im Originaltitel „Romans d’ados“ – lief auf zahlreichen Festivals unter anderem bei den Visions du Réel oder dem Locarno Film Festival in der Schweiz (2010). Außerdem wurden die Filme 2010 und 2011 auf weiteren Dokumentarfilmfestivals in Brasilien, der Türkei, Italien, Frankreich und China gezeigt.

Zahlreiche Videos zeigen das Casting der Jugendlichen, Interviews, Porträts, Gespräche mit den Eltern, Psychologen und dem Regisseur der Reihe. 16:10-17:45 • arte

Mit offenen Karten
Türkei – Rückkehr zum Orient? – Die Türkei betreibt eine pragmatische Außenpolitik. Sie kombiniert ihre traditionell pro-westliche Haltung mit einer Öffnung in Richtung Nahost. Dies steht jedoch nicht im Widerspruch zu ihrem lang gehegten Wunsch, der EU beizutreten.

Das Magazin „Mit offenen Karten“ bietet immer samstags um 19.15 Uhr einschlägige Erklärungen und Hintergrundinformationen zur geopolitischen Situation in verschiedenen Ländern dieser Erde. Die Sendung ist ein wahrer Fundus an Informationen und weist auf weiterführende Literatur zum jeweiligen Thema hin. 19:15-19:30 • arte

Stoppt das Attentat!
1/2, FRANKREICH 2006 – Paris ist das geplante Ziel eines Terroranschlags: Um die Täter zu finden, rekrutiert der französische Geheimdienst Leon, einen inhaftierten Bankräuber, der unter Aufsicht von Kommissarin Nathalie eine Terrorzelle unterwandern soll.

Karatschi – ein amerikanischer Agent erfährt von einem Informanten, dass in Paris ein Terroranschlag von gewaltigem Ausmaß geplant ist. Die Spur führt zu Bilal, dem Kopf einer islamistischen Terrorgruppe, der für seine Mission französisch sprechende Kombattanten sucht. Doch bevor der Agent mehr erfahren kann, kommt er bei einem Attentat ums Leben.

Kurz darauf beginnt die Anti-Terror-Einheit im französischen Innenministerium fieberhaft nach einer Strategie zu suchen, um die Katastrophe abzuwenden. Schnell wird entschieden, dass die Terrorgruppe um Bilal von einem Informanten unterwandert werden muss, der in Bilals Suchprofil passt. Die resolute und attraktive Kommissarin Nathalie wird mit der Mission, die unter dem Codewort „DP“ läuft, beauftragt. Zusammen mit ihrem Kollegen Maxence sucht Nathalie in der Strafanstalt Dünkirchen nach dem passenden Mann. Nach einigen unkooperativen und ungeeigneten Kandidaten treffen sie schließlich auf Leon, einen inhaftierten Bankräuber. Auch er lehnt eine Kooperation anfangs strikt ab, ändert aber seine Meinung, als Nathalie ihm im Gegenzug seine Freiheit anbietet. Es bleibt nur kurze Zeit um Leon so schnell wie möglich auf seine Aufgabe vorzubereiten. Denn Bilal, der finanziell und logistisch vom pakistanischen Geheimdienstdirektor Hussein al-Mohammed unterstützt wird, ist bereits in Brüssel um das weitere Vorgehen seiner Mission zu planen.

Mit neuer Identität knüpft Leon – alias Kader – schnell Kontakte im islamistischen Milieu. Er täuscht vor, für „die Sache“ kämpfen zu wollen und bekommt die Aufgabe, nach Brüssel zu fliegen, um einem Unbekannten ein Ticket zu überreichen. Am geplanten Treffpunkt, dem Brüsseler Flughafen, trifft er schließlich auf Bilal, der ihn in seine Terrorzelle aufnimmt. Die Mission „DP“ scheint ihrem Ziel ganz nah zu sein. Doch auch der israelische Geheimdienst hat einen Agenten in die Terrorgruppe eingeschleust, der Leons Identität zur eigenen Tarnung verraten soll. Leons Leben steht auf dem Spiel …

Der zweite Teil des Fernsehfilms folgt am kommenden Samstag, den 24. September gegen 21.50 Uhr. 22:00-23:30 • arte

Cosmo TV
Integration geht jeden etwas an, ob im Beruf, in der Schule oder unter Nachbarn. Deshalb ist Cosmo TV ein Magazin für alle, Zugewanderte und Deutsche. 06:40-07:10 • HR, 07:30-08:00 • SWR BW, SWR RP, SWR SR

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    Begründung der Jury: "Über Migranten und Migration wird in Deutschland viel gesprochen. Vor allem von Deutschen. Im Chor der vielen und oft sehr lauten Stimmen fehlen aber zumeist die der Migranten. Und genau diese Lücke füllt das MiGAZIN mit qualitativ hochwertigen Texten und verständlicher Berichterstattung." Weiter ...