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Türkische Presse Türkei

16.09.2011 – Erdoğan, Israel, TRNZ, Ban Ki Moon, Türkei, Besiktas

Die Themen des Tages sind: Erdoğan kritisiert Israel; Erdoğan reist nach Libyen weiter; Atalay besucht TRNZ; Erdölsuche im Mittelmeer; Ban Ki Moon besorgt über Den Türkisch-Israelischen Konflikt; Syrische Oppositionelle in Istanbul; Arabische Frühlingstour; Europa Liga: Besiktas Istanbul 5-1 Maccabi Tel Aviv; Erdölsuche im Mittelmeer

VONBYEGM, TRT

DATUM16. September 2011

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RESSORTTürkische Presse Türkei

QUELLE Die “Türkische Presse Türkei” wird MiGAZIN von der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara und der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World) zur Verfügung gestellt und unverändert übernommen.

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Presseschau der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara

Erdoğan kritisiert Israel
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan übte bei seinem Besuch in Tunesien erneut Kritik über Israel. Erdoğan sagte, dass Israel wissen müsse, dass es im Mittelmeerraum nicht tun könne, was es wolle. Die Türkei werde angesichts des israelischen Verhaltens nicht nur Zuschauer in der Region sein. “Unsere Schnellboote, Fregatten werden im Mittelmeer sein”. so Erdoğan.

Das Verhältnis der einstigen Verbündeten hat sich deutlich abgekühlt, seit bei einem Angriff israelischer Soldaten auf ein Schiff der Gazahilfsflotte im vergangenen Jahr neun Türken getötet worden waren. Israel weigerte sich zunächst, sich für die Todesfälle zu entschuldigen. Die Türkei legte daraufhin die militärische Zusammenarbeit mit Israel auf Eis und wies ranghohe israelische Diplomaten aus. Israel verteidigte die Razzia und erklärte, israelische Soldaten seien von Mitgliedern der Hilfsflotte angegriffen worden.

Die Türkei verlangt von Israel eine Entschädigung der Opfer und ein Ende der Seeblockade. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan besuchte im Rahmen seiner Kontakte in Tunesien auch den historischen Basar. Auch hier wurde Erdoğan mit großer Begeisterung empfangen.

Erdoğan reist nach Libyen weiter
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan wird heute im Rahmen seiner Tour durch die Staaten des „arabischen Frühlings“ nach Libyen weiterreisen. Erdoğan wird hier mit dem Vorsitzenden des Nationalen Übergangsrats Mustafa Abdulschalil und mit anderen federführenden Funktionären zusammen kommen. Es wird erwartet, dass Erdoğan auch hier eine Rede hält und am Freitagsgebet teilnimmt.

“Die Menschen in dieser Region mögen Herrn Erdoğan und die Türkei sehr. Die Menschen in Libyen sind sehr erfreut über den Besuch von Ministerpräsident Erdoğan. Erdoğan ist eine ganz andere Persönlichkeit. Die Haltung von Erdoğan gegenüber allen Muslimen, gegenüber der Seeblockade gegen Gaza und die Bemühungen der Türken in Somalia haben immer große Aufmerksamkeit erweckt. Dies wurde von allen Muslimen sehr geschätzt. Dies wird für das libysche und türkische Volk eine historische Visite”, so der Vorsitzende des Nationalen Übergangsrats Mustafa Abdulschalil.

Erdoğan wird nach seinen Kontakten in Tripolis nach Bengasi weiterreisen und anschließend seine Rückkehr antreten.

Atalay besucht TRNZ
Stellvertretender Ministerpräsident Beşir Atalay besuchte gestern die Türkische Republik Nordzypern (TRNZ). Atalay wurde von Staatspräsident Derviş Erdoğlu empfangen und kam mit dem TRNZ Ministerpräsident İsren Küçük zusammen. Im Rahmen seiner TRNZ Reise beantwortete Atalay die Fragen der Journalisten und wiederholte die türkische Unterstützung für die TRNZ.

Erdölsuche im Mittelmeer
Die Türkei und die Türkische Republik Nordzypern (TRNZ) sind angesichts der neuen Haltung der inselgriechischen Administration über die Erdölsuche im östlichen Mittelmeer zur Tat übergegangen.

Funktionäre der Abteilung für Luft- und Seewesen im Außenministerium der Türkischen Republik Nordzypern und der Abteilung für Geologie sind gestern in Ankara mit Funktionären der Abteilung Zypern zusammen gekommen. Die Delegierten einigten sich über die Ausarbeitung eines Abkommens zur Begrenzung des Festlandsockels.

Ferner wird eine Gruppe unter der Führung des stellvertretenden Staatssekretärs des Ministeriums für Energie und Bodenschätze die TRNZ besuchen.

Ban Ki Moon besorgt über Den Türkisch-Israelischen Konflikt
UN Generalsekretär Ban Ki-moon brachte seine Besorgnisse über die gespannt Beziehung zwischen der Türkei und Israel zum Ausdruck. Vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen in der nächsten Woche veranstaltete Generalsekretär Ban Ki-moon eine Pressekonferenz. Ban Ki-moon sagte: „Die Türkei und Israel sind zwei sehr wichtige Länder in der Region. Eine harmonische Zusammenarbeit der beiden Länder ist sehr bedeutend für den Frieden und die Stabilität in der Region.“

Syrische Oppositionelle in Istanbul
Syrische Oppositionelle sind gestern in Istanbul zusammen gekommen. Die Mitglieder haben die Gründung eines nationalen Rats als gemeinsame Plattform gegen Präsident Baschar Assad verkündet. Die syrische Opposition besteht aus einer Vielzahl von Gruppen mit teilweise stark unterschiedlichem ethnischem und ideologischem Hintergrund.

Der ins Leben gerufene nationale Rat werde versuchen, ein gemeinsames Programm für den Umgang mit Assad und der Weltgemeinschaft auszuarbeiten.

Presseschau der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World)

Ein Muslim kann ein laizistisches Land regieren
Hürriyet schreibt unter der Schlagzeile, „Ein Muslim kann ein laizistisches Land regieren“ über die Worte des Ministerpräsidenten nach dem Gespräch mit dem Premier der tunesischen Übergangsregierung Beci Caid Essebsi auf der gemeinsamen Pressekonferenz.

„Wir sind ein demokratischer, laizistischer und sozialer Rechtsstaat. Eine Person kann nicht laizistisch sein, sondern die Staaten können laizistisch sein. Ein Muslim, kann ein laizistisches Land erfolgreich regieren“ habe Ministerpräsident Erdogan auf der Pressekonferenz gesagt schreibt die Zeitung.

Erdogan habe seinen Wunsch zum Ausdruck gebracht, dass Tunesien den Übergang zu einer wahren Demokratie durchlebe. Der Premier der tunesischen Übergangsregierung Essebsi habe hingegen gemeint, „Tunesien und die Türkei zeigen der ganzen Welt, dass Demokratie und Islam sich niemals widersprechen. Wir haben mit Herrn Ministerpräsidenten über den Zusammenhang zwischen der Religion und dem Staat gegenseitig Meinungen ausgetauscht. Wir sind uns darüber einig geworden, dass ein gerechter Staat, allen Glaubensbekenntnissen die Freiheit gewährt.“

Arabische Frühlingstour
Aus Sabah erfahren wir; während die „arabische Frühlingstour“ des Ministerpräsidenten weltweit auf breites Echo stößt, hätte der überraschende Libyen-Besuch des französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy und britischem Premier David Cameron auf große Verwirrung gesorgt.

Die französische Presse habe den Tripolis-Besuch von Sarkozy und Cameron einen Tag vor der Visite Erdogans, als die Früchteernte der NATO-Luftoperationen kommentiert.

UN-Generalsekretär besorgt
Sabah schreibt in einer weiteren Meldung unter der Schlagzeile, „UN-Generalsekretär besorgt“ dass Ban Ki Moon über die Verschlechterung der Beziehungen zwischen der Türkei und Israel nach der Veröffentlichung des UN-Berichts über den israelischen Mavi Marmara Angriff besorgt sei.

Die Zeitung zitiert Ban’s folgende Worte, „Die Türkei und Israel sind in der Region zwei besonders wichtige Staaten. Eine harmonische Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern wird dem Frieden und der Stabilität in der Region sehr gut tun. Ich wünsche es vom ganzen Herzen, dass die Beziehungen zwischen beiden Ländern als bald möglich sich wieder normalisieren.“

„Auch der israelische Botschafter in Jordanien hat das Land verlassen“ lautet eine Schlagzeile von Vatan. Im Detail berichtet das Blatt, das israelische Botschaftsgebäude in der jordanischen Hauptstadt Amman sei aufgrund einer Angriffs-Gefahr wie in Ägypten, evakuiert worden.

Nach dem es in Erfahrung gebracht worden sei, dass etwa drei Tausend Mitglieder des Internetportals „Wir wollen eine zionistische Botschaft nicht in unserem Land“ sich darauf vorbereiten würden, einen Angriff auf die israelische Botschaft zu verüben, hätte man das Botschaftsgebäude rasch geleert. Diese Entscheidung hätten Israels Premier Benjamin Netanjahu und Außenminister Avigdor Lieberman über Nacht beschlossen, schreibt die Zeitung.

Europa Liga: Besiktas Istanbul 5-1 Maccabi Tel Aviv
Milliyet berichtet auf den Sportseiten unter der Schlagzeile, „Freie Fahrt“ über das gestrige Spiel zwischen Besiktas Istanbul und der israelischen Mannschaft Maccabi Tel Aviv. Bei der ersten Begegnung im Rahmen der Europa Liga hätte das Spitzenteam von Bosporus den israelischen Vertreter mit einem Ergebnis von 5:1 deklassiert. Nach diesem Sieg habe Besiktas die Tabellenspitze erobert.

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