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Zahl der Einbürgerung auf Rekordniveau

„Damit möchte die Landeshauptstadt deutlich machen, dass Migranten Stuttgart mitprägen und unsere kulturelle Vielfalt bereichern“, so Oberbürgermeister Schuster. Im Jahr 2010 kamen die meisten Neubürger aus Serbien und dem Kosovo (364 Einbürgerungen), gefolgt von der Türkei (255 Einbürgerungen) und dem Irak (113 Einbürgerungen).

OB Schuster: „Die Einbürgerungsfeier ist Teil der Stuttgarter Willkommenskultur. Jeder, der hier lebt, ist ein Stuttgarter- unabhängig von seinem Pass. Wir wollen, dass jeder eine faire Chance bekommt – gerade auch Kinder und Jugendlichen, die wir durch eigenen städtische und ehrenamtliche Initiativen fördern.“ Eine Entscheidung für die deutsche Staatsbürgerschaft sei nicht einfach. „Ihr deutscher Pass zeigt, dass Sie sich bei uns wohlfühlen und dauerhaft hier leben wollen“, so Schuster.

10 % mehr Einbürgerungen
Im Jahr 2010 wurden zehn Prozent mehr Einbürgerungen gezählt als im Vorjahr. Dieser Trend hat sich 2011 weiter gefestigt. Bis August wurden 1.119 Einbürgerungsurkunden ausgehändigt. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung um fast ein Viertel. Die Stadtverwaltung rechnet mit 1.800 Einbürgerungen bis Jahresende.

Ein Grund für diese Entwicklung ist die von Schuster initiierte Kampagne „PASS Auf, lass Dich einbürgern!“. Gestartet ist sie 2009. Seit dem informiert die Einbürgerungsbehörde vor Ort, im Moscheeverein oder an Schulen, über die Voraussetzungen und Vorteile der Einbürgerung. Zudem motiviert der Oberbürgermeister potentielle Einbürgerungsbewerber persönlich, den deutschen Pass zu beantragen.

In diesem Jahr wurden bereits 4.000 Briefe versandt, bis zum Jahresende werden es 5.000 sein. In Stuttgart erfüllen rund 90.000 ausländische Mitbürger die Einbürgerungsvoraussetzungen. (bk)