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Jeder fünfte Selbstständige mit Migrationshintergrund

In Nordrhein-Westfalen hat jeder fünfte der rund 765.000 Selbstständigen einen Migrationshintergrund. „Diese 146.000 Unternehmer beschäftigen schätzungsweise rund 300.0000 Menschen in NRW“, sagte Arbeits- und Integrationsminister Guntram Schneider (SPD) am 7. September 2011 bei einem Treffen mit Unternehmern ausländischer Herkunft in Gelsenkirchen.

Die Firmenchefs mit Zuwanderungsgeschichte leisteten einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Bruttosozialprodukts und zur Schaffung von Arbeitsplätzen in Nordrhein-Westfalen, betonte Schneider. „Sie sind inzwischen in allen Branchen vertreten – vom Obst- und Gemüsehändler über die Elektronik- und Bekleidungsindustrie bis hin zum Betonbauunternehmer reicht das Spektrum.“

Ausbildung
Allein 24.000 der Selbständigen mit ausländischen Wurzeln sind türkischstämmig. Mittlerweile steigen immer mehr Unternehmer mit Zuwanderungsgeschichte auch in die Ausbildung ein – je nach Nationalität liegt der Anteil bei bis zu 15 Prozent. „Das ist aber natürlich noch ausbaufähig“, so der Minister. „Deshalb habe ich vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres landesweit Firmenchefs mit Migrationshintergrund angeschrieben, um sie stärker als Ausbildungsbetriebe zu gewinnen“, erklärte Schneider.

Auch für das neue Übergangssystem von der Schule in den Beruf, das die Landesregierung schrittweise ab Herbst umsetzt, möchte Minister Schneider mehr ausländische Unternehmer gewinnen. Im Rahmen des neugestalteten Übergangssystems sollen Arbeitsagenturen, Kammern und Unternehmen an die Schulen gehen und Kinder schon ab der Klasse 8 mit der Berufswelt vertraut machen. (etb)