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Türkische Presse Türkei

06.09.2011 – Erdoğan, Israel, Mavi Marmara, Somalia, Davutoğlu, Ägypten

Die Themen des Tages sind: König von Bahrain besucht die Türkei; Erdoğan und Davutoğlu sind zusammengekommen; Türkei-Spanien Gipfeltreffen; Erdoğan besucht Ägypten; Davutoğlu-Schaab Treffen; Stanley Fischer: “Der Preis könnte sehr hoch sein”; Ehud Olmert:”Die Türkei ist kein Feind”; Türkei besiegt den Favoriten Spanien

VONBYEGM, TRT

DATUM6. September 2011

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RESSORTTürkische Presse Türkei

QUELLE Die “Türkische Presse Türkei” wird MiGAZIN von der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara und der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World) zur Verfügung gestellt und unverändert übernommen.

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Presseschau der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara

König von Bahrain besucht die Türkei
Der König von Bahrain, Hamad bin Isa al-Khalifa ist zu Kontakten in die Türkei eingetroffen und kam mit Staatspräsident Abdullah Gül zusammen. Gestern besuchte der König von Bahrain, Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan in Istanbul. Das Treffen im Büro des Ministerpräsidiums im Dolmabahçe Palast begann um 13:20 Uhr. Das Gespräch wurde der Presse geschlossen geführt.

Die Beziehungen zwischen der Türkei und dem Königreich von Bahrain, die jüngste Situation in Bahrain sowie regionale Entwicklungen waren auf der Tagesordnung des Gesprächs.

Erdoğan und Davutoğlu sind zusammengekommen
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan und Außenminister Ahmet Davutoğlu sind gestern zusammengekommen. Davutoğlu ist nach seinem Gespräch mit dem Sondervertreter des palästinensischen Präsidenten Mahmut Abbas, Nebil Schaab im Hauptquartier der AKP mit Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan zusammengekommen. An dem Treffen nahmen auch Außenpolitische Vertreter von Erdoğan teil. Das Gespräch dauert circa 1 Stunde.

Es wurde erläutert, dass bei dem Gespräch über die Sanktionsbeschlüsse der Türkei gegen Israel gesprochen wurde.

Türkei-Spanien Gipfeltreffen
Das dritte Gipfeltreffen zwischen der Türkei und Spanien wird heute in Ankara stadtfinden. Nach der Vereinbarung zwischen Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan und Ministerpräsident von Spanien, José Luis Rodríguez Zapatero kommen jedes Jahr Funktionsträger der türkischen und spanischen Regierung zusammen, um die Beziehungen der beiden Länder zu bearbeiten.

Spanische Außenministerin Trinidad Jiménez und Infrastrukturminister José Blanco López werden den spanischen Ministerpräsidenten Zapatero bei dem Gipfeltreffen begleiten. Neben Erdoğan werden Außenminister Ahmet Davutoğlu und Transportminister Binali Yıldırım an dem Treffen teilnehmen. Bilaterale wirtschaftliche und politische Beziehungen, der türkische EU-Mitgliedschaftsprozess, Zypern und die Globalwirtschaft stehen auf der Tagesordnung des Treffens.

Erdoğan besucht Ägypten
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan wird nächste Woche Ägypten besuchen. In Kairo soll Erdoğan mit dem ägyptischen Ministerpräsidenten Essam Sharaf und dem Vorsitzenden des Militärrats, Mohammed Hussein Tantawi zusammenkommen. Ferner wird Erdoğan Zusammenarbeitsabkommen in den Bereichen Militär und Wirtschaft unterschreiben.

Davutoğlu-Schaab Treffen
Der Sondervertreter des palästinensischen Präsidenten Mahmut Abbas, Nebil Schaab befindet sich derzeit in Ankara. Nebil Schaab ist gestern mit Außenminister Ahmet Davutoğlu zusammengekommen. Bei dem Gespräch wurden vor allem das Gaza-Embargo sowie die Anerkennung des palästinensischen Staates erörtert. Im Palmer-Bericht war die Gaza-Blockade für legitim erklärt worden, was zu großen Reaktionen der Türkei führte.Außenminister Ahmet Davutoğlu bewertete das Embargo als illegal. Nach einem bilateralen Gespräch sagte Davutoğlu auf einer Pressekonferenz, dass sie auf internationalem Bereich ihren juristischen Kampf fortführen werden, damit die illegale Praxis in Gaza beendet wird. Außerdem sagte Außenminister Davutoğlu auch, dass sie umgehend die Anerkennung des palästinensischen Staates verlangen. “Eine Anerkennung des palästinensischen Staates ist keine Gefälligkeit. Eine Anerkennung ist ein natürliches Recht des palästinensischen Volkes.“

Stanley Fischer: “Der Preis könnte sehr hoch sein”
Der Präsident der israelischen Zentralbank, Stanley Fischer hat auf der Wirtschaftskonferenz in Tel Aviv eine Rede gehalten. “Die türkische Wirtschaft ist grösser und in einem viel besseren Zustand als die israelische Wirtschaft. Die türkische Wirtschaft hat die israelische Wirtschaft weit überholt. Die Türkei wächst in einem sehr schnellen Tempo. Die Türkei besitzt ausgezeichnete Unternehmer und hochwertige Arbeitskräfte. Der Preis für keinen Handel mit der Türkei könnte für uns sehr hoch sein”, so Fischer bei seiner Rede auf der Konferenz.

Präsident der israelischen Handelskammer Uriel Lynn hingegen sagte, dass eine Ausweitung der Krise zwischen der Türkei und Israel der israelischen Industrie großen Schaden zufügen könnte und unterstrich, dass dies zu großen Verlusten von Arbeitsplätzen beitragen könnte. “Wenn türkische Zuständige sich dazu entschließen, die Handelsbeziehungen mit Israel einzuschränken, dann werden wir einen brillanten und wichtigen Partner verlieren. Trotz der Krise wurden die Beziehungen im Handelsbereich zwischen beiden Ländern bis jetzt noch nicht beeinflusst”, so Lynn.

Wirtschaftsminister Zafer Çağlayan sagte, dass sich bei dem bilateralen Handel trotz der Krise nichts geändert hat.

Ehud Olmert:”Die Türkei ist kein Feind”
Der israelische Ex-Premier Ehud Olmert, der an einer Konferenz teilnahm sagte “Die Türkei ist kein Feind” und forderte die Regierung auf der diplomatischen Krise ein Ende zu setzen. “Wir können unsere Beziehungen mit der Türkei verbessern. Dies wäre im nationalen Interesse. Deshalb müssen wir dies auch tun. Ich kenne die Vertreter der Türkei persönlich. Die Türkei ist kein Feind von Israel und Israel ist auch kein Feind der Türkei. Die Türkei hat in der Vergangenheit bei wichtigen und empfindlichen Themen, die im Sinne unserer Interessen waren, immer eine Rolle als Brücke übernommen und die Türkei könnte dies in der Zukunft auch tun.“

Presseschau der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World)

Stanley Fischer über die türkische Wirtschaft
Hürriyet bringt die Erklärung des Gouverneurs der israelischen Zentralbank Stanley Fischer über die türkische Wirtschaft. Dem Blatt zufolge habe Fischer gesagt, die türkische Wirtschaft sei eindeutig besser als die israelische. Der Abbruch des Handels mit der Türkei, deren Wirtschaft eine rasantes Wachstum verzeichne, werde Israel teuer zu stehen kommen. Weiter schreibt Hürriyet, der Vorsitzende der israelischen Handelskammer-Föderation Uriel Linn habe betont, die weitere Vertiefung der Krise mit der Türkei könne auch der israelischen Industrie schaden. Die Krise könne zum Verlust von Arbeitsplätzen in Israel führten.

Olmert: Türkei sei nicht der Feind von Israel
Zum selben Thema veröffentlich Vatan die Aussagen des ehemaligen israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert. Dem Artikel zufolge habe Olmert gesagt, die Türkei sei nicht der Feind von Israel und die israelische Regierung aufgerufen, die diplomatische Krise mit der Türkei zu lösen. Die Normalisierung der Beziehungen mit der Türkei werde im Interesse von Israel sein, habe Olmert der Zeitung nach weiter gesagt.

Alle der Staaten sollten sich gegen die Krise vereinen
Radikal bringt auf den Wirtschaftseiten unter der Schlagzeile „alle der Staaten sollten sich gegen die Krise vereinen“, eine Erklärung der Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) Christine Lagarde. In der globalen Wirtschaft gebe es den Glauben nach einer Krise und um diesen Glauben zu brechen, müssten alle Staaten zusammenarbeiten. In einem Interview für das deutsche Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ habe die IWF-Chefin auf die Frage nach einer bevorstehenden weltweiten Stagnation betont, noch könne eine mögliche Stagnation verhindert werden. Aber für die Regierungen und Zentralbanken werde der Spielraum für geeignete Politiken immer enger, denn das meiste Pulver sei in 2009 verschossen worden. Aber wenn Regierungen, internationale Institutionen und Zentralbanken zusammenarbeiten könne seine mögliche Stagnation abgewendet werden, habe die IWF-Chefin Lagarde weiter gesagt.

Der schlimmste Dürre seit 60 Jahren in Somali
In Yeni Safak lesen wir, angesichts der schlimmsten Dürre seit 60 Jahren in Somalia seien nun zahlreiche Krankheiten in Erscheinung getreten. Neben türkischen Ärzten würden nun auch türkische mobile Krankenhäuser aus der Türkei die infizierten Menschen behandeln. In dem von Hunger und Seuchen geplagten afrikanischen Land werde eine türkische Firma ein Kinderkrankenhaus errichten, so das Blatt.

In Somalia wird sich die Hungersnot noch weiter verbreiten
Sabah berichtet unter der Schlagzeile „in Somalia wird sich die Hungersnot noch weiter verbreiten“, den Vereinten Nationen zufolge habe die Hungersnot in Somalia nun auch das südliche Bay-Gebiet beeinflusst und breite sich weiter aus. Das Bay-Gebiet stehe unter Kontrolle der radikal-islamistischen Al-Schabaab-Miliz, schreibt Sabah.

Türkei besiegt den Favoriten Spanien 65 : 57
Aus den Sportseiten von Haber Türk erfahren, im letzten Spiel der Gruppephase bei der Basketballnationalmannschaft-Europameisterschaft in Litauen habe die Türkei den Favoriten Spanien 65 : 57 besiegt und habe sich somit in die Zwischenrunde qualifiziert. Der nächste Gegner der Türkei sei nun Frankreich.

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