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Türkische Presse Türkei

05.09.2011 – Davutoğlu, Mavi Marmara, Türkei, Israel, NATO, OIC, Gaddafi

Die Themen des Tages sind: Davutoğlu in Polen; Stationierung von NATO Raketenschild; Wir werden den UN-Bericht nicht anerkennen; Entführte Ingenieure frei; In Israel sind die Menschen aufgebracht; Letzter Akt für Gaddafi; Taifun „Talas“ hat Japan verwüstet; Ägypten fordert das Mubarak-Vermögen zurück

VONBYEGM, TRT

DATUM5. September 2011

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RESSORTTürkische Presse Türkei

QUELLE Die “Türkische Presse Türkei” wird MiGAZIN von der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara und der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World) zur Verfügung gestellt und unverändert übernommen.

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Presseschau der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara

Davutoğlu in Polen
Außenminister Ahmet Davutoğlu hat dieses Wochenende an dem EU-Außenministertreffen in der polnischen Stadt Sopot teilgenommen. Die Zukunft der Europäischen Union und internationale Entwicklungen waren auf der Tagesordnung des informellen Treffens. Bei dem Treffen machte Davutoğlu auf die jüngsten Entwicklungen im Mittleren Osten und auf den israelischen Angriff auf die Gaza Hilfsflotte aufmerksam. Nach seiner Rückkehr äußerte sich Davutoğlu bei einem Gespräch mit Journalisten über Themen die er bei dem Treffen auf die Tagesordnung gebracht hatte. Davutoğlu sagte: „Der Angriff auf die Gaza Hilfsflotte ist nicht nur ein türkisch-israelisches Problem, sondern ein Problem zwischen Israel und der internationalen Gesellschaft.“

Ferner hatte Davutoğlu erklärt, dass der Angriff auf das Schiff „Mavi Marmara“ vor den Internationalen Gerichtshof gebracht wird.

Stationierung von NATO Raketenschild
Nach der Entscheidung über die Stationierung des Raketenabwehrsystems auf dem Nato-Gipfel in Lissabon im vorigen Jahr, wird ein Raketenfrühwarnradar in der Türkei stationiert. Es wird berichtet, dass ein Raketenfrühwarnradar in Diyarbakır stationiert wird. Ziel des Systems sei die Schaffung von Beiträgen zur Abschreckung von möglichen ballistischen Raketenabgriffen, teilte das Außenministerium in einer schriftlichen Erklärung mit.

Wir werden den UN-Bericht nicht anerkennen
Die Sanktionen der Türkei gegen Israel haben im internationalen Bereich ihre erste Unterstützung bekommen. OIC-Generalsekretär Ekmeleddin İhs¬a¬noğlu sagte, dass sie den UN-Bericht nicht anerkennen werden. Die Orga¬ni¬sa¬tion der Isla¬mi¬schen Kon¬fe¬renz (OIC), die aus 57 Staaten besteht, bezeich¬nete den UN-Bericht als »inak¬zep¬tabel«. Die Blo¬ckade sei eine »unbe¬rech¬tigte kol¬lek¬tive Strafe«, und Israel müsse gezwungen werden, das Embargo auf¬zu¬heben, sagte der tür¬ki¬sche OIC-Generalsekretär Ekme¬leddin Ihs¬a¬noğlu.

Entführte Ingenieure frei
Vier türkische Ingenieure, die im vergangenen Dezember in der ost-afghanischen Provinz Paktia entführt wurden, wurden nach mehr als acht Monaten freigelassen. Es wurde berichtet, dass der Stammesführer Haci Zahir die türkischen Ingenieure an die Delegation des Internationalen Roten Kreuzes in der Nähe der Stadt Gazni übergeben hat. Der Stammesführer erklärte, die entführten Türken seien nicht gegen Lösegeld freigelassen worden.

“Wir wurden vor achteinhalb Monaten von der Taliban entführt. Anlässlich des Ramadan-Endes wurden wir freigelassen. Wir wurden auch nicht gefoltert.”, so einer der Ingenieure.

Nach Berichten der Anadolu Nachrichtenagentur, haben Außenminister Ahmet Davutoğlu und seine Ehefrau Sare Davutoğlu die Familien der entführten Ingenieure angerufen.

Presseschau der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World)

In Israel sind die Menschen aufgebracht
Milliyet berichtet „in Israel sind die Menschen aufgebracht“, die seit 50 Tagen anhaltenden Proteste gegen die hohe Lebenshaltungskosten und soziale Ungerechtigkeit in Israel hätten einen Höhenpunkt erreicht. Bei der größten Demonstration seit der Staatsgründung seien 450 000 Menschen auf die Straßen gegangen und hätten gegen die Regierung protestiert. Die israelische Regierung, die wegen dem Angriff auf das Schiff „Mavi Marmara“ in einer Krise mit der Türkei stecke, erlebe im Landesinneren mit den eigenen Bürgern schwierige Tage. Dem Blatt zufolge sei die Atmosphäre der größten Demonstration in der Geschichte des Landes von dem Protestführer Yonatan Levy Yonatan Levy mit einem „zweiten Unabhängigkeitstag“ verglichen worden.

Letzter Akt für Gaddafi
Star meldet unter der Schlagzeile „letzter Akt für Gaddafi“, die Oppositionellen in Libyen hätten den Gaddafi-Anhängern in der Stadt Bani Walid, in der Gaddafi angeblich untergetaucht sein soll, ein Ultimatum gestellt. Den Gaddafi-Getreuen sei eine 24-stüngie Frist gestellt worden, um sich zu ergeben. Ein Funktionär der nationalen Übergangsregierung habe erklärt, die Zeit für Verhandlungen sei abgelaufen. Die Regimetreuen Stammesführer müssten entweder die weiße Flagge hissen und sich ergeben oder die Stadt werde gestürmt. Die Opposition sei bereit die Stadt aus dem Norden, Westen und Osten anzugreifen.

Ägypten fordert das Mubarak-Vermögen zurück
In Yeni Safak lesen wir unter der Schlagzeile „Ägypten fordert das Mubarak-Vermögen zurück“, um das in Großbritannien und der Schweiz eingefrorene Vermögen des nach den am 25. Januar begonnenen Protesten zurückgetretenen ägyptischen Ex-Machthaber Husni Mubarak an Ägypten zurückzuerstatten werde auf das Ende des Prozesses gegen Mubarak gewartet. Dem Blatt zufolge gebe es bei der Rückerstattung des Vermögens in der Schweiz einige juristische Probleme. Weiter heißt es in dem Artikel der Zeitung, die Schweiz werde ein Expertenteam nach Kairo entsenden und die ägyptischen Funktionäre über die juristische Prozedur informieren.

Taifun „Talas“ hat Japan verwüstet
Aus Sabah erfahren wir unter der Schlagzeile „Taifun „Talas“ hat Japan verwüstet“, der Taifun habe vor allem in westlichen und mittleren Regionen Japans gewütet. Bisher habe „Talas“ mindestens 20 Menschenleben gefordert. Ferner würden mindestens 20 weitere Menschen vermisst. Der Taifun habe auf der Insel Shikoku im Westen und der Insel Honshu im Westen den größten Schaden angerichtet. Zudem habe der Taifun zu Überschwemmungen und Erdrutschen geführt. In den betroffenen Regionen seien 460 000 Bewohnern empfohlen worden, ihre Häuser zu verlassen.

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