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TV-Tipps des Tages

31.08.2011 – Islam, CIA, Terror, Bin Laden, Türkenkiez, Juden

TV-Tipps des Tages sind: Stationen.Dokumentation: 3/4, Gesichter des Islam – Friede und Gewalt; Die Straßen des Terrors 1979 – 2001; Kreuzfahrt mit der MS Majakowski; Die rbb Reporter; Die Juden – Geschichte eines Volkes

VONÜmit Küçük

DATUM31. August 2011

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Stationen.Dokumentation
3/4, Gesichter des Islam – Friede und Gewalt – Der Film „Friede und Gewalt“ macht sich jenseits des politischen Tagesgeschäfts auf die Suche nach dem Verhältnis des Islams zur Gewalt.

Der syrisch-österreichische Publizist und Imam Tarafa Baghajati betreut extremismusgefährdete Jugendliche in Wien, während seine Frau Amina für die Muslimische Gemeinde mit Schulklassen ins Gespräch kommt.

In ihrem Istanbuler Tonstudio erhebt die Sängerin Habibe ihren Klageruf gegen die Gewalt und der Meisterkalligraf Hüseyn Kutlu erklärt die Grundaussagen des Korans anhand seiner Entstehungsgeschichte.

In Coventry stellt sich der prominente pakistanische Theologe Sheikh Tahir ul-Qadri mit der Veröffentlichung einer 600-seitigen Fatwa dem islamischen Terrorismus entgegen, während in Sheffield ein umfangreiches Programm jungen Männern gilt, die in den Extremismus abdriften.

In London berichtet der Politikwissenschaftler Maajid Nawaz, wie er in eine fundamentalistische Organisation geriet und sich wieder befreite. In Utrecht analysiert der – mittlerweile verstorbene – ägyptische Literaturwissenschaftler Nasr Abu Zaid die Expansion des Islams und den Zusammenhang von Politik und Religion.

In Indonesien besucht das Fernsehteam nach der großen Moschee von Jakarta, auf Java Schülerinnen und Schüler eines religiösen Internats, dessen Leiter sich dem indonesischen Prinzip der Toleranz und des gegenseitigen Respekts verpflichtet fühlt.

In der Sendung spiegelt sich wider, dass es in den Kirchen und zwischen den Religionen lebendig, kontrovers, bewegt und sogar widersprüchlich zugehen darf, aber eben auch besinnlich, nachdenklich und fragend.

„Gesichter des Islam“ ist eine vierteilige filmische Reise durch die Welt von 1,5 Milliarden Muslimen – Begegnungen mit Menschen und ihrem Glauben zwischen Tradition und Moderne, überraschende Einblicke in Lebensalltag und Überzeugungen muslimischer Gemeinschaften heute. 19:00-19:45 • BR

Die Straßen des Terrors 1979 – 2001 (1/2
Dokumentarfilm – Zehn Jahre sind seit dem Attentat auf das World Trade Center am 11. September 2001 vergangen – doch noch immer steht die Frage im Raum, wie es zu diesem Anschlag kommen konnte.

Der zweiteilige Dokumentarfilm „Die Straßen des Terrors 1979 – 2001“ widmet sich den Ursachen, die zu dem schrecklichen Attentat geführt haben. Mit Hilfe von Politikern, Diplomaten und Geheimdienstlern offenbart der Film, wie es radikalen Islamisten gelang, in den 80er Jahren ein gut organisiertes, internationales Terrornetzwerk zu bilden, und beleuchtet die Beziehungen zwischen Washington, den arabischen Ländern und Europa in den vergangenen 20 Jahren. Heute: Der erste Teil des Dokumentarfilms untersucht, wie sich im Schatten verschiedener weltpolitischer Ereignisse der aufkeimende islamistische Terror von 1979 bis zum ersten Attentat auf das World Trade Center am 26. Februar 1993 entwickeln konnte.

Zeitzeugen, Geheimdienstler, Untersuchungsbeamten und Polizisten erläutern, wie sich von 1979 ausgehend von Pakistan, Afghanistan und Saudi-Arabien, um Osama bin Laden erste terroristische Zellen in den USA bilden konnten. Welche Rolle dabei die Ausrufung der Islamischen Republik im Iran 1979, die Geiselnahme von Pilgern in Mekka sowie der Einmarsch der Sowjets in Afghanistan im gleichen Jahr spielen, wird ebenso beleuchtet, wie die Ermordung des ägyptischen Staatspräsidenten Anwar al-Sadat 1981, der Fall der Mauer 1989 und der Erste Golfkrieg 1990/1991.

Ehemalige Führungskräfte der CIA reden offen über ihren „Pakt mit dem Teufel“ und erzählen, warum sie die Mudschaheddin um Bin Laden im Afghanistan-Krieg unterstützten.

Beamte des FBI schildern die ersten Ermittlungen gegen islamistische Terroristen in den USA, und der einzige FBI-Undercover-Agent, der je Al-Qaida infiltrierte, berichtet von seinen Erlebnissen. Außerdem wird die Geschichte des Al-Qaida-Maulwurfs Ali Mohammed thematisiert, der sich als Informant beim FBI eingeschleust hatte. 20:15-21:30 • arte

Die rbb Reporter
Die Potsdamer Straße ist eine der großen Trassen Berlins. Zwischen Kleistpark und Potsdamer Platz erstreckt sich die Magistrale als Türkenkiez, Rotlichtviertel und Tummelplatz der Kunstszene.

Nur für kurze Augenblicke, früh am Morgen, ist es still auf der Potsdamer Straße. Täglich passiert ein unaufhaltsamer Strom aus Verkehr und Menschen die Straße. Die Läden am südlichen Ende sind alle gleich: Dönerbuden, Männerklubs und Automatencasinos. Hier hält kein Bus mit Touristen. Den Glanz besserer Tage findet man auf Hinterhöfen. Aber es gibt sogar Menschen, die verlassen ihre feine Wohngegend, um hierher zu ziehen – wie die Künstlerin Susanne Riée. Zwischen Kleistpark und Potsdamer Platz erstreckt sich die Magistrale als Türkenkiez, Rotlichtviertel und Tummelplatz der Kunstszene, als Sammelbecken der Übriggebliebenen. Einer von ihnen ist der Antiquar Wolfgang Staschen. Für ihn ist die Straße ein Vielvölkergemisch, eine Gegend, die von der Vergangenheit lebt.

Autor Jean Boué erlebt einen Tag und eine Nacht ein Berliner Biotop, das Dorf und Bundesstraße ist, schön und hässlich zugleich. (Erstausstrahlung) 22:15-22:45 • RBB Berlin, RBB Brandenburg

Kreuzfahrt mit der MS Majakowski
Ganz im Norden des Urals, dicht am Polarkreis, leben die Komi-Nomaden. Sie gehören zu einer der zahlreichen ethnischen Minderheiten Sibiriens und betreiben seit jeher Rentierzucht. Zweimal im Jahr gehen sie auf Wanderschaft. Im Herbst ziehen sie über den Ural in die Taiga, wo ihre Tiere selbst bei harten Minusgraden noch Futter finden, und im Frühjahr ziehen sie über die Berge wieder zurück in die Tundra. Es ist eine Reise, die sie im Winter von Europa nach Asien führt und im Sommer von Asien nach Europa. Film von Andreas Voigt, SWR/2007 02:15-03:00 • PHOENIX

Die Juden – Geschichte eines Volkes
Folge 5 von 6 – Horizonte – Als Verfolgungen und Pogrome den deutschen Juden, den Aschkenasim, das Leben schwer bis unmöglich machen, wandern viele nach Tschechien und Polen aus. Zunächst sind sie dort willkommen und leben lange Zeit in Frieden.

Sie entwickeln eine eigene, einzigartige Kultur. Doch auch hier werden sie wieder Opfer von Verfolgungen und müssen fliehen. Amsterdam wird zum neuen jüdischen Zentrum in Westeuropa – bis in die Neuzeit. In Berlin beginnt, was für Juden in aller Welt bis heute Bedeutung hat: die jüdische Aufklärung und mit ihr die Emanzipation der Juden. Viele hoffen nun endlich auf Integration in die bürgerliche Gesellschaft. Moderation: Meinhard Schmidt-Degenhard 05:20-05:50 • HR

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