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Migration und Integration in Deutschland

Es sei denn, man würde die Lebensverhältnisse der Ausländer in der Bundesrepublik derartig nachhaltig verschlechtern, dass ein Leben am Rande des Existenzminimums in den Herkunftsländern vorteilhafter erschiene.

Forschungsverbund „Probleme der Ausländerbeschäftigung“, 1979

KAUSA Medienpreis 2011

Medienpreis zu Migration, Integration und Bildung ausgeschrieben

Das Bildungsministerium vergibt 30.000 Euro für die besten Beiträge zu Migration, Integration und Bildung an Nachwuchsjournalisten. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 16. September.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) schreibt zum zweiten Mal den KAUSA Medienpreis aus. Der Wettbewerb richtet sich an junge Journalisten (bis 35 Jahre), die zu einer differenzierten Berichterstattung im Bereich Migration, Integration und Bildung beitragen. Nachwuchsjournalisten können sich bis zum 16. September 2011 mit Print/Online-, Hörfunk- oder TV-Beiträgen über „Bildungswege von Migranten“ bewerben. Der Preis ist mit insgesamt 30.000 Euro dotiert und wird an neun Preisträger verliehen.

In den Medien wird die Integration von Migranten oft kontrovers diskutiert. Dabei werden auch Klischees und Ressentiments bedient. So wird die Diskussion über „Migranten und Bildung“ von negativen Schlagzeilen über Schulprobleme, ausbildungsunreife Jugendliche und Arbeitslosigkeit unter Migranten bestimmt. „Auch wenn es in einigen Bereichen wie der Ausbildungsbeteiligung oder der hohen Schulabbruchquote von Jugendlichen mit Migrationshintergrund noch Verbesserungsbedarf gibt, wissen wir, dass es – auch im europäischen Vergleich – um die Bildung von Migranten in Deutschland gut gestellt ist. Wir beobachten bei Familien mit Zuwanderungsgeschichte eine bildungsbewusste Mittelschicht und immer mehr Bildungserfolge, was auch die letzte Pisa-Studie zeigt“, sagte Bundesbildungsministerin Annette Schavan.

Falsches Medienbild
Im Gegensatz zur öffentlichen Debatte ist die Mehrheit der fast 16 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund durchaus gut in der deutschen Gesellschaft integriert. Auch die 600 000 Unternehmer mit Migrationshintergrund, die mehr als 2 Millionen Arbeitsplätze zur Verfügung stellen und mittlerweile verstärkt ausbilden, sind gute Beispiele, über die es sich zu berichten lohnt. Die Unternehmer tragen ihren Teil zur Integration bei, da sie oft sozial benachteiligten Jugendlichen eine Chance geben.

Einsendeschluss ist der 16. September 2011. Informationen und Teilnahmebedingungen zum Medienpreis: www.kausa-medienpreis.de

Mit dem KAUSA Medienpreis möchte das BMBF Journalisten mehr Gehör verschaffen, die bereits jetzt schon mit gut recherchierten Artikeln und Beiträgen differenziert über Migranten in Deutschland berichten.

Der KAUSA Medienpreis wurde 2010 Jahr vom BMBF ins Leben gerufen. Organisiert wird der Wettbewerb von KAUSA, der Koordinierungsstelle Ausbildung bei Selbstständigen mit Migrationshintergrund. KAUSA, ist ein Programmbereich des Ausbildungsstrukturprogramms JOBSTARTER beim Bundesinstitut für Berufsbildung. Finanziert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds fördert JOBSTARTER die Entwicklung von Ausbildungsplätzen in allen Regionen Deutschlands.

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