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TV-Tipps des Tages

23.08.2011 – Integration, Russland, Deutsche, Mähren, Türkei, Islam

TV-Tipps des Tages sind: Report Mainz; Windrose: Das Auslandsmagazin des MDR; Deutsche Spuren in Mähren; Der Heilige Krieg (3): Die Türken vor Wien; Fremd und doch vertraut – Wie Integration gelingt

VONÜmit Küçük

DATUM23. August 2011

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Report Mainz
Themen u.a.: Pflege zum Discounttarif: Angehörige kämpfen für umstrittene Billigheime; Neues Integrationsproblem: Wie abgeschottet Roma in Deutschland leben; Bundestag ohne Macht: Wie Merkel das Parlament bei Eurorettung übergeht; Staatssekretär als Werbeikone: Die absurden Blüten des Regierungssponsorings; Lisas Welt: Wer in dieser Woche anständig blieb und wer nicht Report Mainz deckt Missstände und Fehlentwicklungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auf und zeigt die Wahrheit dahinter. 09:25-09:55 • RBB Berlin, RBB Brandenburg

Windrose
Das Auslandsmagazin des MDR – Moderation: Eberhard Schneider

Leipzig, Paris, Berlin – Drei Dörfer in Russland: Russland hat ein Kleinparis. Genauer gesagt sogar zwei. Im Südural, nahe der kasachischen Grenze, gibt es russische Dörfer mit den klangvollen Namen Leipzig und Paris. Vor 170 Jahren wurden die Siedlungen Grenzposten 29 beziehungsweise Grenzposten 4 getauft. Diese Ortsnamen fanden die dort angesiedelten Kosaken verständlicherweise langweilig. Weil sie im Krieg gegen Napoleon eine entscheidende Rolle gespielt hatten, tauften sie ihre Heimat in Leipzig und Paris um. Auch ein kleines Berlin existiert in der Nähe. Mit ihren berühmten Namensgebern in Europa haben die sibirischen Dörfer aber kaum etwas gemeinsam.

Vor 170 Jahren wurden die Siedlungen Grenzposten 29 beziehungsweise Grenzposten 4 getauft. Diese Ortsnamen fanden die dort angesiedelten Kosaken verständlicherweise langweilig. Weil sie im Krieg gegen Napoleon eine entscheidende Rolle gespielt hatten, tauften sie ihre Heimat in Leipzig und Paris um. Auch ein kleines Berlin existiert in der Nähe. Mit ihren berühmten Namensgebern in Europa haben die sibirischen Dörfer aber kaum etwas gemeinsam. 10:53-11:18 • MDR Sachsen, MDR Sachsen-Anhalt, MDR Thüringen

Deutsche Spuren in Mähren
Tschechische, deutsche, österreichische Geschichte in Mähren hat sich immer vermischt. Die verschiedensten Volksgruppen haben die Jahrhunderte hindurch friedlich und zum gegenseitigen Nutzen dort zusammengelebt.

Erst der Nationalismus des 20. Jahrhunderts, der im Zweiten Weltkrieg gipfelte und unendliches Leid brachte, hat diese Lebensgemeinschaft zerstört. Lebensläufe wie der von Dora Müller, deren Vater sudetendeutscher Sozialdemokrat in Brünn war und in den 30er Jahren vielen deutschen Emigranten half, sind typisch. Sie erinnert sich an ihre Begegnungen mit Oskar Maria Graf, an den Brünner Todesmarsch und an die Zeit, als die meisten Deutschen vertrieben waren.

Der Film porträtiert aber auch die großen Geister, welche die deutsche Gemeinde in Brünn / Brno hervorbrachte: Gregor Johann Mendel, der Begründer der Gentechnik, war Abt des Augustinerklosters St. Thomas, Ernst Mach, der Entdecker der Schallgeschwindigkeit, war ein Nachbar. Der berühmte Mathematiker Kurt Gödel wurde nur ein paar Straßen weiter geboren. Aber auch in die Zukunft gerichtete Projekte werden vorgestellt: Die tschechisch-deutsche Jugendgruppe MIP restauriert alte jüdische und deutsche Friedhöfe im südmährischen Jiritce und arbeitet auf diese Weise Geschichte auf. Gleichzeitig lernen sich die Jugendlichen aus beiden Ländern kennen und verstehen. 19:30-20:15 • BR-alpha

Der Heilige Krieg (3)
Dokumentation (Kultur – Religion, Kirche) – Fünfteilige Dokumentarreihe – Die Angst, von den Osmanen unterjocht zu werden, gehörte zu den Traumata des frühneuzeitlichen Europa. Für lange Zeit schienen die Armeen des Sultans unbesiegbar. Doch wurde die „Türkenfurcht“ auch propagandistisch überhöht. Die Kirche bezeichnete die Osmanen als „Erbfeinde der Christenheit“ und „Inkarnation des Teufels“.

Der Film „Die Türken vor Wien“ schildert die lange Auseinandersetzung zwischen dem islamischen Reich der Osmanen und den christlichen Mächten Europas. Mit der Eroberung Konstantinopels 1453 durch Sultan Mehmed II. erlosch das byzantinische Reich. Für die Osmanen aber war mit der Einnahme der Stadt der Status einer Großmacht erreicht, die keinen Gegner mehr zu fürchten brauchte. 75 Jahre später stand das Osmanische Reich im Zenit seiner Macht, es war das „Goldene Zeitalter“ unter Sultan Süleyman, dem „Prächtigen“. Im Kampf um Ungarn geriet er in direkte Konfrontation mit dem Reich der Habsburger. 1529 standen die Türken zum ersten Mal vor Wien, konnten die Stadt jedoch nicht erobern. Den Gesandten Habsburgs in Konstantinopel aber ließen sie spüren, wie sehr sie sich den „ungläubigen“ Europäern gegenüber für überlegen hielten. Doch nach der Regierungszeit Süleymans begann der langsame Abstieg der osmanischen Herrschaft. 1683 unternahmen sie einen erneuten Versuch, Wien zu erobern. Noch einmal wurden „Dschihad“-Parolen laut. Ganz ähnlich reagierten die bedrohten christlichen Mächte, die eine „Heilige Liga“ zum Kampf gegen die „Ungläubigen“ gründeten. Der Showdown vor Wien im September 1683 sollte der letzte Konflikt in Europa sein, der unter dem Vorzeichen eines „Heiligen Krieges“ geführt wurde. Nach ihrer Niederlage wurden die Osmanen weit in den Balkan zurückgedrängt. Im Vertrag von Karlowitz 1699 endete eine Epoche: Ihr Reich wurde nun ein Teil des sich ständig verändernden europäischen Gleichgewichts. Die Zeit der „Glaubenskriege“ war vorbei. 20:15-21:00 • ZDF

Fremd und doch vertraut – Wie Integration gelingt
1/3, Integrationskurse – Wie Integration in Deutschland gelingt, zeigt diese dreiteilige Dokumentation des renommierten Bildungsjournalisten Paul Schwarz anhand von Integrationskursen, im Berufsleben und durch Sport. 23:00-23:30 • BR-alpha

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