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Hans-Günter Kleff, Vom Bauern zum Industriearbeiter, 1985

Türkische Presse Türkei

22.08.2011 – Erdoğan, Libyen, Davutoğlu, Ahmadinedschad, Türkei, PKK

Die Themen des Tages sind: Erdoğan: “Der Staat ist für den Schutz seiner Bürger zuständig”; Erdoğan telefoniert mit dem iranischen Staatspräsidenten Ahmadinedschad; Davutoğlu in Südafrika; Bağış: „Das Selbstvertrauen der Türkei ist stärker geworden.“; Die Türkei ist der wohltätigste Staat; Lage in Libyen; Lage in Somalia

VONBYEGM, TRT

DATUM22. August 2011

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RESSORTTürkische Presse Türkei

QUELLE Die “Türkische Presse Türkei” wird MiGAZIN von der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara und der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World) zur Verfügung gestellt und unverändert übernommen.

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Presseschau der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara

Erdoğan: “Der Staat ist für den Schutz seiner Bürger zuständig”
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan bekräftigte in seiner Rede anlässlich des traditionellen Fastenbrechens, dass sie nicht zulassen werden, dass irgendein Bürger von den Terroraktionen in Mittleidenschaft gezogen wird. Erdoğan sagte: „Wir sind für die Sicherheit und den Frieden unseres Landes zuständig. Denn der Staat hat dafür zu sorgen und wenn Nötig auch mit Hilfe von Einsätzen. Wir werden auf keinen Fall zulassen, dass sich die Geschichte was den Kampf mit dem Terror anbetrifft wiederholt. Auch nicht das der Terror uns geistig und psychisch gefangen nimmt.“

Erdoğan telefoniert mit dem iranischen Staatspräsidenten Ahmadinedschad
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan hat gestern mit dem iranischen Staatspräsidenten Mahmud Ahmadinedschad telefoniert. Bei dem Telefongespräch zwischen beiden Politikern, soll vordergründig die Lage in Syrien und die Entwicklungen in der gesamten Region thematisiert worden seien. Das Gespräch zwischen Ministerpräsident Erdoğan und dem iranischen Staatspräsident Ahmadinedschad gewinnt in Anbetracht der Meldungen der letzten Tage, dass die Nummer zwei der Terrororganisation PKK, Murat Karayılan in Iran festgenommen worden sei, -was später dementiert wurde- an Bedeutung.

Erdoğan empfing Gründer und Präsident des World Economic Forum (WEF) Klaus Schwab
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan empfing, Gründer und Präsident des World Economic Forum (WEF) Klaus Schwab in seinem Arbeitsplatz in Istanbul. An dem Gespräch nahm auch Europaminister Egemen Bağış teil. Das Gespräch, dass 50 Minuten dauerte, fand unter Ausschluss der Presse statt.

Davutoğlu in Südafrika
Nach seine offiziellen Kontakte in Südafrika gab Außenminister Ahmet Davutoğlu bekannt, dass beide Länder über die Aufhebung der Visumspflicht zu eine Konsens gekommen sind. Zudem sagte Davutoğlu, dass Ministerpräsident Erdoğan möglicherweise im kommenden Monate einen Besuch nach Südafrika abstatten werde. Bei dem Besuch kam Davutoglu mit den in Südafrika lebenden türkischen Staatsbürgern zusammen und besuchte die Nizamiye Moschee in Johannesburg.

Hochgeschwindigkeitsstrecke Ankara–Konya
Die Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Ankara und Konya, dessen Bau im Jahr 2006 begannen wurde ist endlich abgeschlossen. Diese kosten der Strecke betragen ein Milliarde türkischen Lira. Unter der Teilnahme von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan soll die Hochgeschwindigkeitsstrecke morgen eröffnet werden. Die Fahrt zwischen Ankara und Konya wird mit Aufnahme der Fahrt am Mittwoch nur noch 1.5 Stunden dauern. Die Tickets, die für die Economyklasse 25 und die der Businessklasse 35 türkische Lira pro Person kosten, werden in den kommenden 15 Tage 10 türkische Lira kosten.

Bağış: „Das Selbstvertrauen der Türkei ist stärker geworden.“
Europaminister Egemen Bağış, bewertete den Besuch von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan in die Kriegsregion in Somalia, als Zeichen des Selbstbewusstseins der Türkei. Bağış der zu den Terroraktionen der letzten Tage einging sagte: „Wir werden unseren Kampf gegen die PKK weiterführen. Das ist auch ein Problem der EU, das sie beachten muss.“

Die Türkei ist der wohltätigste Staat
Bei der Hilfe für die von der Dürre und Hunger heimgesuchten afrikanischen Länder, liegt die Türkei ganz vorn. Bisher hat die Türkei, Spenden in Höhe von 160 millionen Dollar gesammelt, während die USA 105 und die EU nur 100 millionen Dollar sammeln konnten. Die Türkei verpflichtet sich auch Straßen, Krankenhäuser und Schulen in Somalia zu bauen. Das ist für ein Land, die ein Jahresetat in Höhe von 100 millionen Dollar zur Verfügung hat von großer Bedeutung.

Unterdessen Heilen die türkische Ärzte weiterhin die Menschen in Somalia. Vom Gesundheitsministerium in der Hauptstadt Mogadischu errichtetes Feldlazarett werden jeden Tag hunderte von Somaliern behandelt. Die Kinder, die ihr Bewusstsein wegen Durst und Hunger verloren haben, erwachen hier zum Leben. Das größte Krankenhaus in der Stadt ist wegen mangelnder Möglichkeiten, im elenden zustand.

Türkische Juniorinnen Sind Weltmeister
Die türkische Volleyball-Nationalmannschaft der Juniorinnen besiegte die Volksrepublik China mit 3:0 Sätzen im Finale in Ankara. Sport Minister Suat Kılıç sagte, dass die Juniorinnen mit 25 Gold vom Ministerium und zusätzlich mit 25 Gold vom Ministerpräsident Erdoğan belohnt werden.

Presseschau der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World)

Lage in Libyen
Hauptthema der heutigen Tagesblätter ist die Lage in Libyen. Hierzu lesen wir in der Zeitung Haber Türk, bei dem seit sechs Monaten anhaltenden Bürgerkrieg hätten Oppositionelle 95Prozent der Hauptstadt Tripolis erobert. Nach Angaben des Regierungssprechers seien bei den Zusammenstößen 1300 Menschen getötet worden. Die Oppositionellen seien vom Westen aus, zum Grünen Platz gelangt und hätten die Kontrolle übernommen. Auch die Leibgarde von Gaddafi habe sich ergeben.

NATO Sprecherin Oana Lungescu habe gesagt, dass sich die Ereignisse in Libyen überschlagen. Das Gaddafi-Regime sei zu Ende. Wie Milliyet schreibt, seien die Söhne von Gaddafi Saif Al Islam und Mohammad festgenommen worden. Der Vorsitzende des Nationalen Übergangsrates Mustafa Abdulcelil habe bekanntgegeben, dass Saif Al Islam festgenommen worden ist. Er habe angeordnet, dass der Sohn von Gaddafi vor Gericht gestellt wird.

Überschwemmungen in Indien
Die Zeitung Sabah räumt den Überschwemmungen in Indien Platz ein. Im Artikel heißt es, heftige Niederschläge und Hochwasser hätten den Bundesstaat West Bengal beeinträchtigt. Bei den Monsunregen, die seit zwei Tagen anhalten, seien 47 Menschen ums Leben gekommen. 15 Gebiete seien stark von den Überschwemmungen beeinträchtigt worden. In vielen Orten sei es zu großen Sachschaden gekommen. Mehrere Tausend Menschen hätten ihre Wohngebiete verlassen. 67 Tausend Menschen seien in 413 Lagern untergebracht worden.

Lage in Somalia
In der Zeitung Vatan lesen wir einen Artikel über die Lage in Somalia. Im Artikel wird über den Einsatz von türkischen Ärzten in Somalia berichtet. Türkische Ärzte behandelten im Hodan Lager Menschen, die schwer verletzt sind. Jeden Tag würde das türkische 21köpfige Gesundheitspersonal mehr als 500 Menschen behandeln. Von der Hungersnot seien vor allem Kinder betroffen.

Türkische Volleyballmannschaft der Juniorinnen ist Weltmeister
Auf ihrer Sportseite berichtet die Zeitung Yeni Safak über den Sieg der türkischen Volleyballmannschaft der Juniorinnen gegen China. Die türkischen Volleyballerinnen hätten ihren starken Gegner besiegt. Die Türkei habe gegen die Auswahl aus der Chinesischen Volksrepublik mit 3:0 Sätzen gewonnen und sich den WM-Titel gesichert. Die türkischen Juniorinnen wurden zum ersten Mal in ihrer Volleyballgeschichte Weltmeister.

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