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Migration und Integration in Deutschland

Wenn die deutsche Gesellschaft die Muslime toleriert, hat das noch nichts mit Gleichberechtigung zu tun.

Prof. Dr. Hans-Peter Großhans, MiGAZIN, 20. Januar 2010

TV-Tipps des Tages

20.08.2011 – Islam, Migranten, Türkei, Juden, Ausländer, Moschee, Christen

TV-Tipps des Tages sind: Gesichter des Islam: Männer und Frauen; Deutsch Klasse: In der Fernsehserie begleiten wir Migranten in ihrem Alltag – vom Arbeitsamt bis zum Zahnarzt; Denker des Abendlandes; Die Geschichte der Juden in Europa steht vor allem im Mittelalter in enger Verbindung zum Christentum

Gesichter des Islam
Männer und Frauen – „Gesichter des Islam“ ist eine vierteilige filmische Reise durch die Welt von 1,5 Milliarden Muslimen – Begegnungen mit Menschen und ihrem Glauben zwischen Tradition und Moderne.

„Gesichter des Islam“ zeigt überraschende Einblicke in Lebensalltag und Überzeugungen muslimischer Gemeinschaften.

„Männer und Frauen“ zeigt Musliminnen und Muslime und das Selbstverständnis der Geschlechter in Marokko, Deutschland und Saudi-Arabien. In der Königsstadt Fés erlebt das Filmteam eine traditionelle Hochzeit, die Ehe gilt nach wie vor als verpflichtende islamische Lebensform. In Duisburg verblüfft Zerah Yilmaz, Leiterin der Begegnungsstätte der neuen Moschee in Marxloh, mit offenen Worten. In Saudi-Arabien analysiert die Studentin Maram Taibah scharfsinnig die Rolle der Frauen zwischen Ausgrenzung und Neudefinition, während im neuen Dialogzentrum des Königs junge Männer und Frauen in vorsichtigen Kontakt treten. Beim Jahrestreffen der Muslimischen Jugend Deutschland diskutieren junge Leute im hessischen Bad Orb Fragen von Beziehung und Religion. Der Islamwissenschaftler Tariq Ramadan spricht in London über die Rolle von Frauen und Männern im Islam. In Fés erlebt das Filmteam beim Hammelmarkt und in einem Stadthaus das traditionelle Opferfest, hört vom ersten Studiengang für weibliche Seelsorger, „Mourchidas“, begleitet die junge Designerin Faouzia Choukri als Chefin von sechs Männern und als gehorsame Tochter. Unweit der 1.000 Jahre alten Moschee lassen die HipHopper der Gruppe F’assi – gläubige und in ihre Familien integrierte junge Leute – ihre Beats durch die Gassen schallen. In einem Haus für ledige Mütter in Casablanca zeigt sich eine besonders harte Seite der Lebensrealität muslimischer Frauen. (08:30-09:00 • BR)

Deutsch Klasse
5/13, Hello Africa – Planet Schule – In der Fernsehserie begleiten wir Migranten in ihrem Alltag – vom Arbeitsamt bis zum Zahnarzt. In der didaktischen Fassung (Sprachprogramm) erklären die Hauptdarsteller der Serie spielerisch die deutsche Sprache. (09:30-10:00 • BR-alpha)

Denker des Abendlandes
3/43, Die Naturphilosophen aus Milet – Das antike Milet war eine große Hafenstadt in Kleinasien – in der heutigen Türkei. In Milet hatte die europäische Philosophie ihr erstes Zentrum! Alles begann im sechsten bis fünften Jahrhundert v. Chr. mit Thales von Milet.

Er war der erste Philosoph in unserem modernen Sinn.

In der Sendereihe „Denker des Abendlandes“ dürfen wir faszinierende Gespräche belauschen: Der Physiker Harald Lesch und der Philosoph Wilhelm Vossenkuhl vermitteln in leicht verständlicher Weise das geistige Erbe Europas. (13:15-13:45 • BR-alpha)

Die Juden – Geschichte eines Volkes
4/6, Tod oder Taufe – Moderation: Meinhard Schmidt-Degenhard – Die Geschichte der Juden in Europa steht vor allem im Mittelalter in enger Verbindung zum Christentum. In vielen Ländern leben die Glaubensrichtungen zunächst in friedlicher Koexistenz. Doch Vorurteile und Misstrauen gewinnen die Oberhand.

Aufgrund ihrer überregionalen Kontakte spielen die Juden eine bedeutende Rolle für den Aufbau von Handelsbeziehungen und den Wissenstransfer im mittelalterlichen Europa. Doch während der Kreuzzüge richtet sich der Hass vieler Christen gegen alle Andersgläubigen. In den nächsten Jahrhunderten werden Tausende Juden vertrieben oder ermordet. 400 jüdische Gemeinden werden durch die Verfolgungen zerstört. Ein Konstanzer Domherr jener Zeit schreibt: „Ich vermute, dass Volk und Samen Abrahams eher jenseits des Meeres als hierzulande weiterleben. Und deshalb schließe ich das Kapitel über die Juden.“ Die deutschen Juden, die Aschkenasim, müssen sich wieder eine neue Heimat suchen.

Die sechsteilige Dokumentationsreihe folgt den Spuren historischer Figuren, die Zeugen wichtiger Ereignisse der jüdischen Geschichte wurden – von der Antike bis in die Gegenwart. Sie forscht in der Bibel und an archäologischen Stätten nach den Wurzeln des Judentums und zeigt die kulturellen Zentren und schriftlichen Zeugnisse, die das jüdische Volk in der Diaspora hervorgebracht hat. Sie geht der Rivalität zwischen Christen und Juden im mittelalterlichen Europa nach, erzählt vom blühenden kulturellen Austausch im muslimischen Spanien und lässt die goldenen Zeitalter der Juden in Venedig, Amsterdam, Krakau, Prag und Istanbul wieder aufleben. Flucht und Vertreibung sowie die Suche nach einer neuen Heimat prägen das Schicksal des jüdischen Volkes bis in die Gegenwart.

„Die Juden – Geschichte eines Volkes“ begibt sich auf eine Reise durch unzählige Länder auf mehreren Kontinenten, in denen die jüdische Kultur einen prägenden Eindruck hinterlassen hat. Mithilfe von Spielszenen, gedreht in Marokko, Tschechien und Deutschland, werden wichtige historische Ereignisse, aber auch der Alltag der Juden dargestellt. Computeranimationen und Modellbauten erwecken antike Gebäude und Städte zu neuem Leben. Neben den dokumentarischen Abschnitten erzählen episodenhafte Szenen von wichtigen Ereignissen der jüdischen Geschichte und dem Schicksal historischer Figuren. (16:30-17:00 • HR)

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