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Migration und Integration in Deutschland

Warum werden sie hineingelassen? Um die Bürger des Staates von harter und unangenehmer Arbeit zu befreien?

Michael Walzer, Sphären der Gerechtigkeit, 2006

TV-Tipps des Tages

19.08.2011 – Migranten, Ausländer, Spätaussiedler, Russland, Usbekistan, Islam

TV-Tipps des Tages sind: Deutsch Klasse; Pink Taxi; Russland im Regal: Der Supermarkt der anderen Deutschen – Thema: „Russlanddeutsche; Schätze der Welt – Erbe der Menschheit; Mit dem Zug durch …Usbekistan; In aller Freundschaft; Planet Wissen Islam in Deutschland – Deutscher Islam

VONÜmit Küçük

DATUM19. August 2011

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Deutsch Klasse
5/13, Hello Africa – Planet Schule – In der Fernsehserie begleiten wir Migranten in ihrem Alltag – vom Arbeitsamt bis zum Zahnarzt. In der didaktischen Fassung (Sprachprogramm) erklären die Hauptdarsteller der Serie spielerisch die deutsche Sprache. (09:30-10:00 • BR-alpha)

Pink Taxi
Dokumentarfilm – Moskau zählt zu den schnelllebigsten und härtesten Städten der Welt. Sich hier zu behaupten, ist nicht leicht. Das müssen auch die drei Taxifahrerinnen Marina, Alla und Viktoria erfahren.

Während die russische Hauptstadt Moskau an allen Enden gleichzeitig unter Hochspannung zu stehen scheint, ist ihr „Pink Taxi“ ein Ruhepol und Mikrokosmos fröhlicher Gelassenheit. Die drei Freundinnen können gut zuhören, und das wissen ihre jungen, wohlhabenden Kundinnen zu schätzen. Sie fühlen sich bei Marina, Alla und Viktoria aufgehoben, kommen ins Plaudern über Mode, Karriere und immer wieder Männer – Männer, die bei Marina, Alla und Viktoria nicht mitfahren dürfen.

Die Männer der drei Freundinnen hat die neue Zeit nach Perestroika und Wirtschaftskrise aus der Bahn geworfen – sie haben sich entweder zu Tode getrunken oder sind mit jüngeren Frauen durchgebrannt. Ihre Kinder bringen Marina, Alla und Viktoria nun mit Taxifahren durch – Söhne, die lieber Fußballstars werden wollen, als sich kaputt zu arbeiten, und Töchter, die mit ihrer ersten Liebe hoffentlich nicht dieselben Fehler wie die Mütter machen werden.

Die Frauen, die sich auf dem Rücksitz des „Pink Taxi“ zurücklehnen, scheinen in einem anderen Russland zu leben – modern, erfolgreich, unbelastet. Ihre Träume seien eigentlich alle wahr geworden, und die große Liebe haben sie auch schon gefunden – erzählen die Kundinnen. Marina, Alla und Viktoria freuen sich mit ihnen, bringen sie sicher durch die Stadt und geben praktische Lebensberatung. Die Protagonistinnen verbinden Lebensdurst und Tatendrang, trotzdem kommt immer wieder Traurigkeit auf und Sehnsucht nach der Liebe und dem nicht gelebten Leben.

Dem Dokumentarfilm gelingt ein ganz persönlicher Einblick in das Leben der drei Frauen und ein Bild des heutigen Moskaus als Schmelztiegel aus Kommerz, Armut, Glücksrittertum, Verschwendung und Hoffnungslosigkeit. (10:15-11:45 • arte)

Russland im Regal
Der Supermarkt der anderen Deutschen – Thema: „Russlanddeutsche“ – Svetlana und Sascha Feller kamen vor vierzehn Jahren als Spätaussiedler von Kasachstan nach Berlin und eröffneten einen Supermarkt – eine russische Enklave in der deutschen Warenwelt, mitten in einer Plattenbausiedlung in Berlin-Marzahn. Svetlana führt das Geschäft und Sascha erledigt die Einkäufe: zumeist in Polen, denn die Kundschaft des „Feller Markt“ legt vor allen Dingen Wert auf niedrige Preise. Deswegen kaufen sich hier nicht nur Russen ein Stückchen Heimat, sondern es zählen auch viele Deutsche, die finanziell nicht so gut gestellt sind, zu den Stammkunden. (11:00-11:30 • BR-alpha)

Schätze der Welt – Erbe der Menschheit
Dokumentation – Moskau, Russland – Kreml und Roter Platz – Seit dem 14. Jahrhundert war Moskau das Zentrum des russischen Reiches, und der Kreml die Residenz der Zaren. Sie vergrößerten ständig ihre Festung über der Moskwa und ließen die Paläste immer glanzvoller ausstatten.

Der Kreml wurde zum Abbild und Sinnbild des ungeheuren Reichtums und der fast grenzenlosen Macht des Zarenreichs. „Über der Stadt ist der Kreml, über dem Kreml ist nur Gott.“ so ein russisches Sprichwort. Auch nach der Revolution, als kein Gott mehr über ihm war und die Glocken der vielen Kathedralen innerhalb und außerhalb der Kremlmauern schweigen mussten, blieb der Kreml Machtzentrale. Wo einst Iwan der Schreckliche von seinem Elfenbeinthron das russische Reich beherrschte und später eine deutsche Prinzessin in prächtiger Robe zur Krönung schritt, um als Zarin Katharina II. neue Länder zu erobern, da herrschten 70 Jahre lang die „roten Zaren“. In dieser Zeit schien die über 2 Kilometer lange „Rote Mauer“ noch höher geworden zu sein. Über den „Roten Platz“ rollten die Panzer der Sowjetarmee.

Wie die Zarenmacht, so verging auch die Macht der Kommunisten, ein neuer Präsident zog als Hausherr in den Kreml ein. Heute können die Kirchen auf dem Kremlgelände von Touristen besichtigt werden. Vor den Ikonenwänden der Krönungskirche drängen sich Gläubige und Ungläubige, ebenso wie in der „Maria Verkündigungskathedrale“, der kaiserlichen Hauskirche und der „Erzengelkathedrale“, in der die Sarkophage der Zaren aufgestellt sind.

Für Besucher unzugänglich ist der große Kremlpalast. Die Renovierung dieser prachtvollen Säle war stets von Schmiergeldgerüchten umwittert.

Das ‚Schätze der Welt‘ – Filmteam durfte als erste Fernsehequipe die renovierten Säle aufnehmen. (11:30-11:45 • BR-alpha)

Mit dem Zug durch …Usbekistan
Wo einst Kamele durch Steppen und Wüsten zogen, liegt heute ein Schienenstrang. Und daran liegen Städte wie Buchara, Samarkand und Chiwa. Sie spiegeln mit ihren Moscheen und Basaren auch jetzt noch die Blütezeit des Mittelalters wider.

Mit dem Sonderzug geht es durch und Kirgistan, eine Reise durch Zentralasien, entlang der alten Seidenstraße mit Einblicken in das Leben der Menschen von damals und heute. (12:15-12:45 • arte)

In aller Freundschaft
Tobias Stremmer wird mit Lungenhochdruck in die Sachsenklinik eingeliefert. Wegen seiner Abneigung gegen Ausländer gerät Stremmer mit seinem russischen Zimmernachbarn Waldemar Schmidt und dessen Partnerin Olga Schirnow aneinander. Inzwischen hat Dr. Roland Heilmann herausgefunden, dass Martin Stein und Elena Eichhorn seit Wochen ein Paar sind. Roland ist über Martins Geheimniskrämerei erbost. Es kommt zwischen den beiden Freunden zum Streit, auch im beruflichen Alltag geraten Sie aneinander. Als Stremmer aufgrund des hohen Lungendrucks einen Herzanfall erleidet, macht Roland Martin indirekt dafür verantwortlich. Stremmer muss nun dringend eine neue Lunge transplantiert werden, doch es fehlt ein geeignetes Organ. Wenig später hat Waldemars Verlobte einen schweren Motorradunfall. Sie liegt im Koma. Ihr Zustand ist mehr als kritisch. Waldemar befürchtet, dass im Falle ihres Todes, ausgerechnet Stremmer ihre Lunge bekommen könnte. Darum erklärt er, dass seine Verlobte für eine Organspende nicht in Frage kommt – obwohl er weiß, dass Olga dies anders sieht.

Als die Heilmanns mitbekommen, dass Jakob eine neue Freundin hat, wollen sie sie unbedingt kennen lernen. Alle – besonders Roland – sind geschockt, als Jakob ihnen die zehn Jahre ältere, gepiercte und tätowierte Caro Strehle präsentiert. Es kommt zum Streit zwischen Vater und Sohn, während sich die anderen Familienmitglieder an Caro annähern. Zwischen Roland und Jakob eskaliert die Situation soweit, dass Jakob ausziehen will. (13:30-14:15 • WDR)

Planet Wissen Islam in Deutschland – Deutscher Islam?
Wissensmagazin – Kopftuchmädchen, radikale Imame und Ehrenmorde. Muslimisches Leben in Deutschland wird häufig auf sehr vereinfachte Bilder reduziert. Aber warum war unser Nationaldichter Johann Wolfgang von Goethe vom Islam so fasziniert? Seit wann gibt es in Deutschland Moscheen und welche Stile werden heute gebaut? Und wie wird islamisches Leben bei uns heute gelebt? Wer sich mit der Geschichte und den Facetten des Islams in Deutschland befasst, findet Überraschendes. Davon erzählen unsere Studiogäste Prof. Dr. Bülent Ucar, Islamwissenschaftler und Professor für Religionspädagogik an der Universität Osnabrück und Bernd Ridwan Bauknecht, Lehrer für Islamkunde an Grund- und Hauptschulen und konvertierter Muslim. (15:00-16:00 • WDR)

Heimatbilder
Hans-Peter Wheeler ist Sohn eines amerikanischen Soldaten und einer deutschen Mutter und zählt somit zu den mehr als 36 Prozent der Münchner mit Migrationshintergrund.

Jeder fünfte Deutsche hat heute einen Migrationshintergrund. Die Sendung Heimatbilder porträtiert Menschen, die aus aller Welt und den unterschiedlichsten Gründen nach Bayern gekommen sind und sich hier zu Hause fühlen. (15:00-15:15 • BR-alpha)

Denker des Abendlandes
3/43, Die Naturphilosophen aus Milet – Das antike Milet war eine große Hafenstadt in Kleinasien – in der heutigen Türkei. In Milet hatte die europäische Philosophie ihr erstes Zentrum! Alles begann im sechsten bis fünften Jahrhundert v. Chr. mit Thales von Milet.

Er war der erste Philosoph in unserem modernen Sinn.

In der Sendereihe „Denker des Abendlandes“ dürfen wir faszinierende Gespräche belauschen: Der Physiker Harald Lesch und der Philosoph Wilhelm Vossenkuhl vermitteln in leicht verständlicher Weise das geistige Erbe Europas. (16:00-16:30 • BR-alpha)

Ende einer Supermacht
Dokumentation (Kultur – Zeitgeschichte ab 1989) – Am 19. August 1991 hält die Welt den Atem an: Panzer rollen auf Moskaus Straßen. Kommunistische Hardliner haben ein Notstandskomitee gebildet, den sowjetischen Staatspräsidenten Michail Gorbatschow in seiner Urlaubsvilla am Schwarzen Meer unter Hausarrest gestellt und seine Telefonverbindungen gekappt. Die Machtzentren in USA und Europa reagieren alarmiert, die Börse nervös. Als die Nachrichtenagentur TASS verbreitet, Gorbatschow sei aus „gesundheitlichen Gründen“ zurückgetreten, scheint das Ende der Perestroika nahe – mit unabsehbaren Folgen für den globalen Entspannungsprozess. Besonders groß ist die Sorge in Deutschland. In den neuen Bundesländern stehen noch knapp 300.000 sowjetische Soldaten, deren vollständiger Abzug erst für 1994 vereinbart ist. Das politische Kalkül der Putschisten war offensichtlich, der Zeitpunkt von Zeitnot geprägt. Gorbatschows Entmachtung wurde einen Tag vor der geplanten Unterzeichnung des neuen Unionsvertrages inszeniert. Doch noch während die Putschisten Gorbatschow unter Druck setzen, formiert sich der zivile Widerstand in Moskau. Die Dokumentation „Ende einer Supermacht“ des Russland-Experten Ignaz Lozo blickt auf die Ereignisse zurück und befasst sich erstmals auch mit den Vorbereitungen der Verschwörung. Sie gewährt Einblicke in die Entscheidungsabläufe innerhalb des sogenannten Notstandskomitees während der dramatischen Tage und Nächte im August 1991. Einige der führenden ehemaligen Putschisten waren erst heute – genau 20 Jahre danach – zu einem Interview bereit. Auch Michail Gorbatschow kommt zu Wort. Den Staatsstreich überlebte er zwar physisch, aber nicht politisch. Gennadi Burbulis, engster Berater und Vertrauter des 2007 verstorbenen russischen Präsidenten Boris Jelzin, schildert die Strategie des Lagers der Demokraten. Dazu, wie es in der amerikanischen und in der deutschen Regierungszentrale aussah, äußern sich der damalige US-Außenminister James Baker sowie der Bonner Kanzleramtschef Rudolf Seiters. Um 21.30 Uhr beleuchtet das 3sat-Magazin „makro“ Russlands Masterplan für eine zukunftssichere Wirtschaft. (20:15-21:00 • 3sat)

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