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Konsortium Bildungberichterstattung, Bildung in Deutschland, 2006

Türkische Presse Türkei

17.08.2011 – Eurokrise, Erdoğan, Terror, PKK, Somalia, RASAT

Die Themen des Tages sind: Erdoğan…neue Ära im Kampf gegen den Terror; Erdoğan besucht Somalia; Davutoğlu: „Wir sind gegen einen Eingriff aus dem Ausland“; Türkei schickt Satellit ins Weltall; Gipfel in Paris Wirtschaftsregierung für Europa; 5000 Palästinenser aus Latakia geflohen; Afghanische Armee hat Türken befreit

VONBYEGM, TRT

DATUM17. August 2011

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RESSORTTürkische Presse Türkei

QUELLE Die “Türkische Presse Türkei” wird MiGAZIN von der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara und der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World) zur Verfügung gestellt und unverändert übernommen.

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Presseschau der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara

Erdoğan…neue Ära im Kampf gegen den Terror
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan gab bekannt, dass es bald eine neue Ära zur Bekämpfung des Terrors geben werde. Erdoğan, der sich mit Familienangehörigen der Gefallen Soldaten und Kriegsveteranen zum traditionellen “Iftar-Essen” (Fastenbrechen) anlässlich des Fastenmonat‘s Ramadan traf, hielt anlässlich des Treffens eine Rede.

In seiner Rede betonte Erdoğan, dass sie die Terrororganisation vernichten werden und sagte: „Immer wenn Frieden und das Wohl in der Türkei herrscht, versucht jemand Zwietracht zu säen und einen Chaos zu verursachen. Durch diese Hinterhältigkeit kommen unsere Bürger um. Aber diese Niederträchtigkeit und armselige Pläne werden nie ans Ziel gelangen. Wir werden auf keinen Fall zurücktreten, als Volk feststehen und den Terror und seine Protektor und Unterstützer abschaffen. Alle und jeder die hinter dieser grausamen Aktion sind, sollten sich darauf bereiten.“

Unterdessen fand das traditionelle “İftar-Essen” in Ankara statt. An dem Essen nahmen Märtyrer-Familien sowie Kriegsveteranen aus verschiedenen Provinzen der Türkei teil. Beim Treffen waren auch die Ehefrau von Erdoğan und weitere Familienangehörige anwesend.

Erdoğan besucht Somalia
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan wird morgen Abend, von der Dürre und Hungersnot betroffene Somalia einen Besuch abstatten. Am 19. August soll er in der Hauptstadt Mogadischu mit seiner Familie und sein Außenminister Ahmet Davutoğlu eintreffen.

Beim Besuch ist geplant ein Feldlazarett in Mogadischu zu eröffnen. Das Feldlazarett soll 400 Quadratmeter groß sein und mit 50 Betten ausgerichtet werden.

Insgesamt 20 Ärzte sollen in dem Krankenhaus die Menschen behandeln. Weitere 6 Feldlazarette und 120 Ärzte werden für den Fall bereit gehalten. Neben 10 Tonnen Medikamente, die letzte Woche geschickt wurden sollen jetzt weitere 18 Tonnen in das Krisengebiet geliefert.

Unterdessen wird die Organisation für islamische Zusammenarbeit OIC, sich unter der Ägide von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan heute in Istanbul versammeln. Bei der Konferenz soll die internationale Gesellschaft für die Steigerung der Hilfen aufgerufen werden.

Davutoğlu: „Wir sind gegen einen Eingriff aus dem Ausland“
Die Türkei nimmt immer mehr Stellung im Syrien-Konflikt ein. Trotz Warnungen von Außenminister Ahmet Davutoğlu an dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, die Operationen zu beenden, beschießt das Assad Regime weiter die zivil Bevölkerung. Das Bedenken der türkischen Regierung bezüglich der Lage in Syrien wächst. Davutoğlu äußerte sich über die jüngste Lage in Syrien und sagte: „Wir sind gegen einen Eingriff aus dem Ausland, jedoch werden wir die Militäroperationen gegen die zivil Bevölkerung auch nicht dulden. Davutoğlu erinnerte unterdessen auch an die Lage im Irak. Der Außenminister sagte Syrien soll nicht das gleiche Schicksal tragen wie der Irak. Die Türkei fordert, einen sofortigen und bedingungslosen Stopp der Militäreinsätze und einen demokratischen Wandel. Andernfalls werde kein Wort mehr darüber verloren, welche Schritte folgen könnten.

Unteranderem haben Davutoğlu und UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon gestern während eines Telefongesprächs die jüngsten Entwicklungen in Syrien erörtert. Nach Angaben aus diplomatischen Quellen habe Davutoğlu, Ban Ki-Moon bezüglich der Gespräche in Damaskus und über seine letzten öffentlichen Erklärungen informiert.

Parlamentspräsident Çiçek startet Verfassungsrunde
Parlamentspräsident Cemil Çiçek wird Anfang der neuen Legislaturperiode am 1. Oktober eine Verfassungsrunde starten. Der Kamp gegen den Terror wird als zweites Thema auf der Tagesordnung von Çiçek sein. Der Parlamentspräsident wird demzufolge heute zuerst mit dem Vorsitzenden der Republikanischen Volkspartei (CHP) Kemal Kılıçdaroğlu zusammentreffen und am Nachmittag mit dem Vorsitzenden der Nationalistischen Bewegungspartei (MHP) Devlet Bahçeli zusammenkommen.

Unterdessen wird Çiçek den Oppositionsführern einen gemeinsamen Vermittlungsausschuss für die neue Verfassung offerieren und ihre Meinungen über das Thema nachfragen.

Ricciardone und Hosseinpour im Ministerpräsidium
Der iranische Botschafter in Ankara Bahman Hosseinpour und der US-Botschafter in Ankara Francis Joseph Ricciardone kamen gestern im Ministerpräsidium der Reihe nach mit dem stellvertretenden Ministerpräsidenten Bekir Bozdağ zu Beratungen zusammen. Laut Angaben wurden beim Treffen hauptsächlich Terror- und Sicherheitsthemen erörtert.

Türkei schickt Satellit ins Weltall
Für die Türkei ist heute ein historischer Tag. Der erste im Inland hergestellte Beobachtungssatellit RASAT wird ins Weltall geschleudert. Der von dem Wissenschafts- und Technologieforschungsrat der Türkei TÜBİTAK konstruierte Satellit ist die größte der in der Türkei hergestellten. Der Satellit wird von der russischen Föderation befindenden Jasny aus ins Weltall geschleudert. Der 100 Kilogramm schwere Beobachtungssatellit RASAT verfügt über eine 7,5 Meter schwarz-weiß und 15 Meter Multiband-Aufzeichnungskapazität.

Presseschau der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World)

Afghanische Armee hat Türken befreit
In Haber Türk lesen wir unter der Schlagzeile „afghanische Armee hat Türken befreit“, von den am 28. Juni im afghanischen Cevizcan entführten drei Türkei seien zwei befreit worden. Die afghanischen Sicherheitskräfte hätten gestern eine Operation eingeleitet und die zwei türkischen Staatsbürger aus den Händen der Entführer befreit.

Gipfel in Paris Wirtschaftsregierung für Europa
Auf den Wirtschaftsseiten von Hürriyet lesen, die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy seien gestern zu einer Krisensitzung in Paris zusammengekommen. Bei dem Gipfel seien die von den Märkten erwarteten Beschlüsse nicht getroffen worden. Aber der Weg für die Gründung einer Wirtschaftsregierung in der Eurozone sei nun geöffnet worden. Zudem hätten Merkel und Sarkozy ab September eine Finanztransaktionssteuer beschlossen, schreibt Hürriyet.

5000 Palästinenser aus Latakia geflohen
Sabah berichtet unter der Schlagzeile „5000 Palästinenser aus Latakia geflohen“, erstmals seit Beginn der Operationen gegen Oppositionelle in Syrien vor fünf Monaten hätten die Streitkräfte von Staatspräsident Baschar al-Assad in der Hafenstadt Latakia Kriegsschiffe eingesetzt. Die Bilanz der Todesopfer nehme immer größere Dimensionen an. Die Stadt werde seit vier Tagen von zwei Kriegsschiffen und zahlreichen Panzern bombardiert. Die Zahl der Opfer sei auf mindestens 35 gestiegen. Der Sprecher des Hilfswerks der Vereinten Nationen für die palästinensischen Flüchtlinge habe mit geteilt, dass mindestens 5.000 der 10.000 Bewohner des Lagers Al-Raml die Flucht ergriffen hätten.

USA haben Pakistan mit Drohne bombardiert
Dasselbe Blatt meldet unter der Schlagzeile „USA haben Pakistan mit Drohne bombardiert“, bei einem US-Drohnenangriff im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet seien vier Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. Bei dem Angriff sei eine Mädchenschule getroffen worden.

29.000 Kinder sind in drei Monaten gestorben
Star meldet unter der Schlagzeile „29.000 Kinder sind in drei Monaten gestorben“, die Weltbank habe einen erschütterten Bericht über die Menschheitstragödie in Somalia veröffentlicht. Demnach seien in Somalia in den vergangenen Monaten 29.000 Kinder unter fünf Jahren gestorben. Etwa 600.000 Kinder hingegen seien vom Hungerstod bedroht und ehr als 12 Millionen Menschen seien auf Hilfen angewiesen.

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