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Deutsche Presse

04.08.2011 – Rassismus, Migranten, Sarrazin, kopftuch, Türkei, Kosovo

Fremdenfeindliche Attacke auf 20-Jährigen; Bildungsbericht schlägt bei Sprachkompetenz Alarm; Mediennutzung von Migranten Deutsche Sender? Nein, danke; Karlsruhe urteilt 2012 über Kopftuch Lehrerinnen klagen gegen Verbote; Prozess gegen Husni Mubarak; Norwegen nach dem Attentat; Türkei: Recep Tayyip Erdogan, der Alleinherrscher

Die Themen des Tages sind:

Ein 20-jähriger Türke wurde am Dienstag Opfer eines offenbar fremdenfeindlichen Übergriffs. Zwei Männer pöbelten ihn an, sprühten ihm Reizgas ins Gesicht und schlugen ihn. Der Grund: Sein südländisches Aussehen.

Kinder mit Migrationshintergrund erreichen in Baden-Württemberg nach wie vor deutlich schlechtere Bildungsergebnisse als deutsche Kinder.

Lieber Super-RTL als Öffentlich-Rechtlich: Warum ein Großteil der Türken in Deutschland von der Sarrazin-Debatte nicht viel mitbekommen hat.

Das Bundesverfassungsgericht wird voraussichtlich im nächsten Jahr über Klagen zum Kopftuchverbot entscheiden. Derzeit seien zwei Fälle anhängig, sagte die Sprecherin des Karlsruher Gerichts dem Tagesspiegel.

Der 14-jährige Tigran S. aus Stockelsdorf wird nicht nach Armenien abgeschoben. Auch seine Familie darf vorerst bleiben.

Der Fastenmonat Ramadan stellt Gläubige im hohen Norden auf die Probe: Zum Essen und Trinken bleiben ihnen in der Sommerzeit nur fünf Stunden. Für Schwangere, Kinder, Alte und Kranke sind Ausnahmen zugelassen.

Kein Land in Europa ist prozentual so kinderarm wie Deutschland: Nur jeder sechste Einwohner ist unter 18 – Tendenz sinkend. Besonders im Osten kommen weniger Kinder zur Welt.

Die Regierung in NRW hat sich auf einen Schulkompromiss geeinigt. Ministerin Löhrmann (Grüne) verteidigt sich gegen Vorwürfe, sie habe die Ideale ihrer Partei verraten.

Aus Angst vor wachsendem Islamismus hat die Regierung im muslimisch geprägten Tadschikistan Jugendlichen unter 18 Jahren den Besuch von Moscheen verboten.

Ein halbes Jahr nach dem Umsturz macht Ägypten der früheren Führung um Präsident Husni Mubarak den Prozess.

Vertreter Serbiens und des Kosovos haben sich gegenseitig beschuldigt, im Norden des Kosovos Kriegshetze zu betreiben.

Ein Land tastet sich an seine Extremisten heran: Nach dem Attentat von Oslo sucht Norwegen nach Deutungsversuchen. Gleichzeitig entflammt eine Debatte zur Meinungsfreiheit.

Die militärische Bevormundung ist zu Ende, jetzt droht das Land in einen neuen Autoritarismus abzugleiten. Ob das geschieht oder nicht, liegt in Premier Erdogans Hand.

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