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Migration und Integration in Deutschland

Er [ein Paß] kommt auch nicht auf so einfache Weise zustand wie ein Mensch. Ein Mensch kann überall zustandkommen, auf die leichtsinnigste Art und ohne gescheiten Grund, aber ein Paß niemals. Dafür wird er auch anerkannt, wenn er gut ist, während ein Mensch noch so gut sein kann und doch nicht anerkannt wird.

Bertolt Brecht, Flüchtlingsgespräche, 1940

Norddeutscher Rundfunk

Migranten auf allen Ebenen unterrepräsentiert

Im Norddeutschen Rundfunk (NDR) sind Migranten auf allen Ebenen unterrepräsentiert. Das geht aus einer Antwort des Hamburger Senats auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion hervor.

In Hamburg sind knapp 500.000 Einwohner mit Migrationshintergrund zu Hause. Das sind circa 27 Prozent aller Einwohner. In den norddeutschen Flächenländern ist der Anteil zwar niedriger aber nicht unbedeutend. So beträgt die Quote der Menschen mit Migrationserfahrung in Niedersachsen 16,6 Prozent und in Schleswig-Holstein 12,6 Prozent.

Der Anteil der Migranten an der Gesamtbevölkerung spiegelt sich in den Medien aber nicht wieder. Das gilt auch für die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Auch sie hinken der gesellschaftlichen Realität hinterher, wie der Hamburger Senat jetzt mitteilt. Auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion in der Hamburger Bürgerschaft erklärt der Senat, „dass der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund im NDR unterrepräsentiert ist“. Das gilt sowohl für die Zusammensetzung des Rundfunkrats, der Mitarbeiter als auch der Auszubildenden.

Die Zusammensetzung des NDR Rundfunkrats ist im Staatsvertrag über den Norddeutschen Rundfunk abschließend geregelt. Dort ist im Einzelnen festgelegt, welche Organisationen und Gruppen wie viele Mitglieder in das Gremium entsenden. Dort sitzen unter anderem Vertreter der Parteien, der christlichen, evangelischen und jüdischen Religionsgemeinschaften, der Verbraucherzentrale, des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der Handelskammer, der Bildenden Kunst usw. Unter den insgesamt 58 Ratsmitgliedern befindet sich mit der Vertreterin des niedersächsischen Integrationsrates lediglich eine einzige Repräsentantin der Migranten – Quote 1,7 Prozent.

Nach Auskunft des NDR würden aber in allen Direktionen Menschen mit Migrationshintergrund arbeiten. Es würden allerdings keine Daten hinsichtlich der Anzahl von NDR Mitarbeitern mit Migrationshintergrund erfasst. Dies entspreche den Vorschriften des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG).

Auf den Nachwuchs scheint das Gesetz keine Anwendung zu finden. Die Zahl der Auszubildenden ist akribisch erfasst – auch nach Berufsgruppen. Von den insgesamt 276 Auszubildenden können gerade einmal 17 oder 6,2 Prozent Migrationserfahrung aufweisen (Stand: Ende 2010). Die höchste Quote ist unter den Volontären (9,7 Prozent) und Informationselektronikern zu finden (9 Prozent). Es folgen Mediengestalter (6,7 Prozent), Kaufleute für Bürokommunikation (5,7 Prozent) und Aufnahmeleiter (2,9 Prozent). Im Bereich der audiovisuellen Medien, Veranstaltungstechnik gibt es keine Auszubildende mit Migrationserfahrung.

Unbeeindruckt von diesen Zahlen, teilt der Senat weiter mit, dass der NDR Wert darauf legt, „Migranten vor der Kamera, den Mikrofonen und in den Redaktionsräumen angemessen zu berücksichtigen und damit zu einer medialen Integration beizutragen und gleichzeitig einen Beitrag zur gesellschaftlichen Integration und Teilhabe zu leisten“.

Der NDR greife in seinen Hörfunk-, Fernseh- und Onlineangeboten die Themen Migration und Integration genreübergreifend und in den verschiedenen Formaten auf. Die gesellschaftliche Realität werde so mit dem Ziel abgebildet und widergespiegelt, Bewusstsein zu schaffen, gegenseitiges Verständnis zu fördern und kulturelle Vielfalt als Teil der Alltagsnormalität und als einen festen Bestandteil der Programmgestaltung zu etablieren.

Der Senat muss aber auch einräumen, das in der Vergangenheit „in Teilen eine einseitige Berichterstattung festgestellt“ wurde. Solche Defizite seien vom NDR aber durch interkulturelle Seminare und verschiedene Informationsveranstaltungen ausgeräumt. Seit 2009 würden im NDR Fortbildungsangebote stattfinden, in denen sich die Programmmacher auch selbstkritisch mit Fragen auseinandersetzen wie: Wie werden Migranten im Hörfunk und Fernsehen dargestellt? Welche Klischees haben wir im Kopf? (bk)

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20 Kommentare
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  1. hannibal sagt:

    Frage:

    „Der Anteil der Migranten an der Gesamtbevölkerung spiegelt sich in den Medien aber nicht wieder.“

    Wen oder was beinhaltet dieser „Anteil“ eigentlich ?

    Zählen dazu (außer den Personen mit deutscher Stattsbürgerschaft) auch Personen, die lediglich einen befristeten oder unbefristeten Aufenthaltstitel haben ? Zählen auch Personen im „Asylverfahren“ dazu ? Wie sieht es mit Personen aus, die die deutsche Sprache NICHT beherrschen ?

    @ Redaktion

    Es wäre schön, wenn Sie bei solchen Berichten auch Links zur den Quellen bereitstellen könnten. Man macht sich halt gerne SELBER einen Eindruck. Schönen Dank.

  2. Quelle sagt:

    Wofür benötigen Sie eine Quelle?

    Diese Fakten sind bereits seit den 90er Jahren bekannt.

    Vor 2 Jahren wollte man noch Bewerbungen beim Arbeitsamt auswerten und den Arbeitgebern dann zur Auswahl vorlegen. Ohne Hinweis auf Religion und Abstammung…

    Lieber mit den Händen und Füßen auf die Türkei zeigen und dort Minderheitenrechte fordern. Nur fürs eigenen Land scherrt sich die Herrenrasse nicht um Migration. Zumindest seit einem halben Jahrhundert nicht. Obwohl, seit einem ganzen Kahrhundert nicht.

  3. Lutheros sagt:

    Ihr Artikel folgt einer hochgefährlichen Argumentation:

    1. Sie nehmen den Anteil einer Gruppe in der Bevölkerung zum Maßstab und bewerten mit dieser „Quote“ den Anteil in einem Unternehmen/einer Einrichtung.
    So gemessen ist der NDR vor allem Kinderfeindlich und diskriminiert alte Menschen: Sie sind trotz ihres großen Anteils an der Bevölkerung überhaupt nicht dort vertreten.
    Tut mir leid, aber so wie Sie kann man nicht argumentieren. Vergleichsgröße kann wenn dann nur der Anteil der arbeitsfähigen Bevölkerung sein, und zwar derjenigen in Medienberufen.

    2. Und dabei begehen Sie zugleich den zweiten Fehler: Migranten in der Bevölkerung werden nach einer bestimmten amtlichen Vorgabe „definiert“. Da wird man mal Migrant auch wenn man nur eine Schweizer Oma hat. (siehe Definition des Migrantenbegriffs im erweiterten Sinne Bundesamt für Statistik).
    Dem stellen Sie aber einen Migrantenbegriff gegenüber, den der Betroffene selbst definiert, vermutlich durch Umfrage („Haben Sie Migrationserfahrung“). Ja sagen da aber andere Menschen als von der Ausgangsstatistik ermittelt. Wie können Sie beide Werte miteinander vergleichen?

    Ihr Artikel ist ein Konstrukt um eine Opfermentalität zu belegen. Es gibt sicher genügend was in der Integration nicht funktioniert, aber das hier ist nur geeignet, Diskriminierung herbeizureden.

    3. Der gefährlichste Punkt ist aber, dass Sie die Menschen einer Einrichtung/ eines Unternehmens nach ethnischen Kriterien teilen wollen. Einen „repräsentativen“ Anteil einer Ethnie kann es niemals geben, weil Jobs nach Fähigkeiten, nicht nach ethnisch rassischen Bevölkerungsanteilen ausgeübt werden. Vom NDR-Journalisten verlange ich als Zuhörer eine akzentfreie, sofort verständliche Aussprache. Welcher Ethnie er zugeordnet wird, ist genauso unerheblich wie die Farbe seiner Unterhose.
    Der Job ist die Stelle, wo die Ethnische Zugehörigkeit in den Hintergrund treten muss und darf. Wer auch immer diesen Artikel verfasst hat: Kommen Sie endlich raus aus Ihrem Loch, alles in der Welt nach ethnischen Kriterien zu definieren. Wenn Sie an ihren journalistischen Qualifikationen arbeiten würden, klappts sicher auch bald mit der Akzeptanz Ihrer Person.

  4. BiKer sagt:

    @ lutheros

    wo sind sie denn heute morgen draufgetreten. einen akzentfreien deutsch bekommen sie auch mit migrationshintergrund und haben es auch nicht immer bei biodeutschen. das dazu.

    ihr vergleich mit den kindern ist ja wohl an dummheit kaum mehr zu überbieten. das dazu.

    der ndr finanziert sich auch mit den geldern der migranten, die ebenfalls eine gegenleistung erwarten, die ihren interessen und ihrem geschmack entspricht. das ist ihr gutes recht. das dazu.

    und der artikel ist sachlich und nüchtern geschrieben und gibt nur wieder, was sache ist. von opfermentalität lese ich da nichts. ihrer logik nach müsste man auf solche dinge nicht aufmerksam machen, damit alle tun und lassen können, wie es ihnen beliebt? siehe frauenquote und die debatte dazu! das dazu.

  5. Leo Brux sagt:

    Lutheros schreibt:

    Einen „repräsentativen“ Anteil einer Ethnie kann es niemals geben, weil Jobs nach Fähigkeiten, nicht nach ethnisch rassischen Bevölkerungsanteilen ausgeübt werden. Vom NDR-Journalisten verlange ich als Zuhörer eine akzentfreie, sofort verständliche Aussprache. Welcher Ethnie er zugeordnet wird, ist genauso unerheblich wie die Farbe seiner Unterhose.
    Der Job ist die Stelle, wo die Ethnische Zugehörigkeit in den Hintergrund treten muss und darf.

    Mal angenommen, beim NDR wären 80 Prozent der dort tätigen (einschließlich der oberen Ränge) mit lauter Einwanderern und deren Nachkommen besetzt — ob Lutheros dann diese Zeilen auch geschrieben hätte?

    Und BiKers Frage nach dem Sinn der Frauenquote in den letzten Jahrzehnten sollte Lutheros bitte nicht überlesen.
    Damit die Antwort nicht abrutscht: 1+1=2. Wir sind uns schon alle einig darüber, dass das für Biodeutsche und Migranten, für Männer und Frauen, für Alt und Jung gleichermaßen gilt.

  6. Lutheros sagt:

    Herr Leo, schon die Feststellung zutreffen, dass ein Unternehmen aus ethnischen Anteilen der Gruppe A und B besteht, ist absolut verwerflich und zerstört Integration.

    Die ethnische Zuordnung kann und darf kein Klassifizierungsmerkmal sein. Integration gelingt nur dann, wenn dieses Merkmal nebensächlich und völlig unbedeutet ist. Nehmen wir ein anderes Unterscheidungsmerkmal: Wie hoch ist der Anteil der Fettleibigen Menschen an Führungskräften? Niemand interessiert sich dafür. Und das zu Recht: Weil das unerheblich ist. Integration bedeutet, einen gemeinsamen Wertekanon zu leben. Und der heisst: Leistung, Qualifikation, Fähigkeit und Erfahrung entscheiden über Job. Punkt.

    Ethnische Herkunft muss so unbedeutend wie die Farbe Unterhose sein: jeder hat seine persönliche, aber das war es dann auch. Wenn wir jetzt anfangen, Arbeitsteams unter ethnischen Gesichtspunkten zu betrachten, werten wir das Merkmal ethnische Herkunft als wichtigen Punkt auf, der zudem überhaupt nichts mit der Arbeit zu tun hat! Dabei wollten wir doch gerade die Trennung der Menschen unter diesem Merkmal abschaffen, und jetzt sollen wir es in einem Bereich einführen indem dieses Merkmal keine Rolle spielt.

  7. Leo Brux sagt:

    Lutheros,
    da wir Menschen sind, nehmen wir Unterschiede wahr, und wir richten unser Verhalten auch danach. Wir nehmen also wahr, ob eine Frau oder ein Mann in dieser oder jener Position sitzt, einer, der jung ist oder einer, der alt ist, einer, der jovial ist oder einer, der verschlossen ist.

    Nehmen wir als Beispiel Mann und Frau. Es hat eine Ewigkeit lang eine klare Geschlechtertrennung in den meisten Aspekten des gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, rechtlichen, auch politischen Lebens gegeben – und wir haben uns vorgenommen, damit ein Ende zu machen. Was mussten wir machen? Wir mussten eine gezielte Frauenförderung betreiben, Quoten einrichten, uns eine gewisse Bevorzugung von Frauen zumuten, damit sich das rasch und radikal genug ändert. Einige Bereiche der Gesellschaft warten noch darauf, da halten sich immer noch Männerseilschaften.

    Etwas Ähnliches werden wir bei den Migranten in manchen Bereichen auch brauchen. Zum Beispiel bei der Polizei. Es ist einfach von Vorteil für die Polizeiarbeit, mit Personal arbeiten zu können, das Migrationshintergrund hat; viele Polizisten zu haben, die Türkisch oder Serbisch können, zum Beispiel, und die auch schon dadurch, dass sie als Migranten erkennbar sind, die Wirkung von Vorurteilen (in beide Richtungen) reduzieren.

    Es ist wichtig, dass sich gerade auch die Teile der Gesellschaft angenommen fühlen, deren Beteiligung in bestimmten wichtigen Bereichen noch auffallend defizitär ist. Für die Frauen werden Sie mir dies doch zugeben, oder?

    Auch, dass man die Trennung zwischen Mann und Frau nicht dadurch überwindet, dass man nicht mehr wahrnimmt, ob jemand ein Mann oder eine Frau ist. Es lebe der Unterschied! Der Punkt ist, dass man den Unterschied nicht dazu missbraucht, den anderen abzuwerten.

    Vielleicht ist das der Hintergrund für Ihre Argumentation: Das Feststellen von Unterschieden bedeutet für Sie von vorne herein eine Abwertung dessen, was anders ist. Bei mir läuft das ganz und gar nicht so. Ich bin heterosexuell, und wenn jemand, dem ich begegne, homosexuell ist, empfinde ich das in keiner Weise als negativ oder schlecht, sondern als interessant, weil es anders ist. Die Unterschiede zwischen uns Menschen sind überwiegend gut. (Es gibt schon auch mal solche, die schlecht sind.)

    Ich neige also dazu, Unterschiede hervorzuheben. Sie sind etwas Schönes, Gutes, Nützliches, Natürliches, Unterhaltsames. Etwas, bei dem man was Neues lernen kann.

  8. Europa sagt:

    @Leo Brux
    „Nehmen wir als Beispiel Mann und Frau. Es hat eine Ewigkeit lang eine klare Geschlechtertrennung in den meisten Aspekten des gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, rechtlichen, auch politischen Lebens gegeben – und wir haben uns vorgenommen, damit ein Ende zu machen. Was mussten wir machen? Wir mussten eine gezielte Frauenförderung betreiben, Quoten einrichten, uns eine gewisse Bevorzugung von Frauen zumuten, damit sich das rasch und radikal genug ändert. Einige Bereiche der Gesellschaft warten noch darauf, da halten sich immer noch Männerseilschaften. “

    Aber damit sagen sie ja genau das was Lutheros meinte, denn die Frauenquoten die eingeführt worden sind, entsprechen ja auch nicht dem Verhältnis von Frau und Mann in der Gesellschaft, sonst müsste ja überall eine Frauenquote eingeführt werden von 50%.

    Ich glaube auch, dass man jetzt nicht anfangen sollte über eine Migrantenquote zu streiten, sonst muss man bald für alles Quoten einführen. Ausserdem wäre das Einführen dieser Quote eine Einbahnstrasse, denn diese Migrantenquote würde eingeführt werden und wenn sie eines Tages wieder abgeschafft werden soll, dann wird der Verantwortliche, als Rassist und Nazi beschimpft. Nein, danke! Man soll bitte nichts einführen was man nicht mehr abschaffen kann! Das ist nur Blödsinn!

  9. Leo Brux sagt:

    Europa,
    ob man eine Quote braucht, um die Diskriminierung zu beenden, oder ob man sie nicht braucht und ein anderes Bevorzugungsverfahren etabliert, muss man von Fall zu Fall entscheiden. Wichtig ist, dass sich eine Einrichtung, in der es unbedingt mehr Frauen oder mehr Migranten oder mehr junge Leute braucht, wirklich ENTSCHEIDET, Frauen, Migranten oder junge Leute stärker zu berücksichtigen. Mit einer Quote verpflichtet man sich selbst dazu, und das kann schon helfen.

    Um da noch ein aktuelles Beispiel zu nennen: WENN die Entwicklung an unseren Schulen so weiter geht, dass die Mädchen immer noch besser werden und die Jungs immer noch schlechter, wird man sich was überlegen müssen, die offensichtliche Diskriminierung der Jungs in unseren Schulen zum Thema zu machen. WIE man das Problem dann angeht, darüber bin ich mir selber noch nicht im klaren Aber dass es nicht einfach immer weiter so laufen darf, sollte auch Feministinnen klar sein. Vielleicht geht die Entwicklung nicht so weiter, aber WENN, was machen wir dann?

    Hoffen wir, dass wir noch fairer und geschickter werden im Umgang mit Diskriminierungen. Die stärkere Berücksichtigung von Migranten gehört in vielen Teilen der Gesellschaft dazu. Mit oder ohne Quote.

  10. Lutheros sagt:

    Ich stimme mit Ihnen keine cm überein Herr Brux.
    Wer anfängt Menschen im Arbeitsteam nach ethnischen Kriterien zu unterscheiden ist ein Rassist, ob eine gut gemeinte oder ausgrenzend gemeinte Unterscheidung. Wer die Ethnie als Kriterium zur Unterscheidung der Menschen macht, zeigt dass er nicht weiss welche Kriterien für ein Arbeitsteam von Bedeuttung sind – solche Leute schmeiße ich bei mir fristlos raus.
    wir unterscheiden im Arbeitsteam nicht nach Körperform, Haarfarbe, nach Schuhgröße, nicht nach Akne-Narben, nach Aktentaschentyp, nach Einkommen der Eltern, nach Wohnadresse, nach Hobby und auch nicht nach Ethnie.
    Sie schaffen Diskriminierung dadurch, indem Sie den Blick der Menschen in einem Unternehmen auf Kriterien lenken, die überhaupt keine Rolle spielen. Jeder, der in einem Unternehmen nach Ethnien unterscheidet, ist ein Rassist. Sie und Migazin fangen erst damit an, die Menschen nach so einem Quatsch zu unterscheiden. Sie wollen Intergration stiften? Nichts davon tun Sie! Statt auf die relevanten Unterscheidungskriterien wie Fähigkeit, Kommunikationsverhalten, Flexibilität, Erfahrung einzugehen und zu fragen wie man diese erlangen kann, teilen Sie die Menschen in neue Gruppen im Unternehmen ein.
    Damit zerstören Sie die Einheit, damit tritt die Ethnie aus dem Keller der Bedeutungslosigkeit in den Mittelpunkt.
    Ich bin entsetzt.


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