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Deutsche Presse

26.07.2011 – Rassismus, Sürücü, Fremdenhass, Integrationskurs, Terror, Türkei

Deutsche Spitzenpolitiker warnen vor Fremdenhass; Abrechnungsbetrug bei Integrationskursen; Ehrenmordfall Hatun Sürücü; Haus von Sinti und Roma brennt nach Anschlag nieder; Ausländerkontingente statt Personenfreizügigkeit; Norwegen nach den Anschläge; Betrugsskandal: Saisonstart in Türkei verschoben; 22 Jahre Haft für den Mörder von Hrant Dink

Die Themen des Tages sind:

Nach den Anschlägen in Norwegen haben Politiker in Deutschland parteiübergreifend ein härteres Vorgehen gegen Extremisten gefordert.

Laut der Recherchen des ARD-Magazins „Report Mainz“ wird bei staatlich geförderten Integrationskursen systematisch falsch abgerechnet.

Hatun Sürücü wurde von ihrem jüngsten Bruder hingerichtet. Sechs Jahre nach dem Ehrenmord spricht die Familie – Mitgefühl hat sie nicht.

Der türkische Theologe und Botschaftsrat der Türkei für religiöse Angelegenheiten Ali Dere ist zum neuen Ditib-Vorsitzenden ernannt worden.

Unbekannte haben nachts Brandsätze in ein von Sinti und Roma bewohntes Haus geschleudert. Die Ermittler schließen einen rechtsradikalen Hintergrund nicht aus.

Der CSU-Innenpolitiker Uhl hat die Morde von Oslo dazu genutzt, sich mit der Forderung nach Einführung einer erneuerten Vorratsdatenspeicherung und Internetüberwachung zu Wort zu melden.

Gegen Leipzigs Jugendamtsleiter Siegfried Haller sind Plagiatsvorwürfe laut geworden.

Die SVP kämpft ab Dienstag mit ihrer Begrenzungsinitiative gegen die heutige Personenfreizügigkeit. Mit dem bereits früher angekündigten Volksbegehren will die Partei Höchstzahlen und Kontingente für einwandernde Ausländer wiedereinführen.

Nach Angaben der UN sind 1,6 Milliarden Dollar nötig, um die Situation in den Ländern des von einer Hungersnot bedrohten Horns von Afrika zu verbessern.

Drei Tage nach seiner Überstellung aus Serbien ist der mutmassliche Kriegsverbrecher Goran Hadzic am Montag erstmals vor dem Uno-Kriegsverbrechertribunal für Ex-Jugoslawien in Den Haag erschienen.

Nach dem Doppelanschlag in Norwegen hat der festgenommene tatverdächtige Anders Behring Breivik bei seinem ersten Haftprüfungstermin auf „nicht schuldig“ plädiert.

In seinem „Manifest“ berief er sich Anders Behring Breivik mehrmals auf anti-islamische Blogs. Deren Autoren wittern ein „Verschwörung“ hinter der Tat. Breivik sei „angestiftet und bewaffnet worden“.

Ein türkisches Gericht hat den Mörder des armenischstämmigen Journalisten Hrant Dink zu 22 Jahren und zehn Monaten Haftstrafe verurteilt.

Das türkische Außenministerium versüßt seinem umstrittenen Botschafter Kadri Ecvet Tezcan die vorzeitige Abberufung aus Wien mit einem Spitzenposten.

Wegen des Betrugsskandals in der türkischen Süper Lig hat der nationale Fußballverband (TFF) den Saisonstart auf den 9. September verschoben.

Integration und Migration

Haus von Sinti und Roma brennt nach Anschlag nieder

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Plagiatsvorwürfe gegen Leipzigs Jugendamtsleiter Haller

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Norwegen nach den Anschlägen

Hadzic schweigt vor Uno-Tribunal

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22 Jahre Haft für den Mörder von Hrant Dink