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Migration und Integration in Deutschland

Wenn ich mir die Hauptschulen in Ballungszentren anschaue, sehe ich es als zentralen bildungspolitischen Auftrag für diese Schulart, dass sie […] Schülern ein niederschwelliges Bildungsangebot macht […]. Gerade für Jugendliche mit Migrationshintergrund.

Präsident der Kultusministerkonferenz Ludwig Spaenle (CSU), taz, 20. Januar 2010

TV-Tipps des Tages

20.07.2011 – Islam, Christentum, Sowjetunion, Russen, Kosovo, Integration

TV-Tipps des Tages sind: Terra X – Morgenland; Unerkannt durch Freundesland-Verbotene Reisen in das Sowjetreich; Hinschauen, wo’s weh tut; Gesichter des Islam; Schätze der Welt – 1765 lässt Sultan Sidi Mohamed Ben Abdellah an der marokkanischen Atlantikküste eine Stadt bauen

VONÜmit Küçük

DATUM20. Juli 2011

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Terra X – Morgenland
1/3, Ein Prophet verändert die Welt – Vor über 1300 Jahren trat im heutigen Saudi-Arabien ein Mann namens Mohammed auf und verkündete eine neue Religion. Nur wenige Generationen später wehte das Banner des Propheten auf drei Erdteilen.

Der Islam entfaltete eine Dynamik, die das Gesicht der Welt veränderte und die Welt noch heute in Atem hält. Aber Islam und Christentum, Morgenland und Abendland müssen nicht in Konfrontation erstarren. Die Kulturen haben gemeinsame Wurzeln. (09:00-09:45 • PHOENIX)

Unerkannt durch Freundesland
Verbotene Reisen in das Sowjetreich – Für einige Abenteurer in der DDR hieß die Marschrichtung nicht „Go West“, sondern umgekehrt: immer ostwärts, hinein in das Reich des großen Bruders.

Heute fast vergessen: Die rigorosen Reisebeschränkungen der DDR-Behörden galten nicht nur für das westliche Ausland, für Rucksacktouristen war die Sowjetunion ebenso Tabuzone. Die sechs Abenteurer, die der Film porträtiert, nahmen dennoch das Wagnis auf sich und setzten sich über alle Verbote hinweg. (20:15-21:00 • PHOENIX)

Mit 80.000 Fragen um die Welt
Dennis sucht die russische Seele – Als satirischer Weltreporter reist Dennis Gastmann um den Globus, im Gepäck die besten Fragen der Zuschauer. Diesmal ist er auf der Suche nach der russischen Seele.

In ihrem Auftrag hat er alles gegeben, zwischen Moskau und St. Petersburg: auf staubigen Landstraßen, in der selbst gebauten Sauna und vor den Toren des Kreml. Er war zu Gast bei der Kommunistischen Partei, machte sich mit russischen Trinkgewohnheiten vertraut und traf Schüler, die im Unterricht Kalaschnikows zusammenbauen. Auch der Inlandsgeheimdienst FSB ließ es sich nicht nehmen, Dennis endlich persönlich kennen zu lernen.

Die Fragen der Zuschauer – etwa „Sind alle Russen korrupt?“ oder „Wie patriotisch sind die Russen?“ – weckten offensichtlich auch das Interesse der lokalen Ordnungshüter. Die freundlichen Herren wollten sogar Abdrücke der Finger und Handflächen des Weltreporters – dafür hat er gerne fünf Stunden Drehzeit geopfert. Den denkwürdigsten Abend aber verdankt Dennis Gastmann der Frage: „Wie voll sind tausend Russen?“ Sie führte den Reporter auf die Datscha von Oleg Malinovski und ein in die Kunst des Wodka-Trinkens. Liegt Russlands Seele also im Hochprozentigen? Der Weltreporter sagt: „Ja, da auch. Ein Zuschauer hatte mich gefragt – wie viel Glas Wodka muss ich trinken, um Russisch zu verstehen? Ich weiß jetzt: Es sind genau vier.“ (23:35-00:05 • NDR Hamburg, NDR Mecklenburg-Vorpommern, NDR Niedersachsen, NDR Schleswig-Holstein)

Hinschauen, wo’s weh tut
Dokumentation (Gesellschaft – Gesellschaftliche Problematik/Soziale Brennpunkte) – Film von Claus Strigel

Susanne Korbmacher ist Sonderschullehrerin im Hasenbergl, einer Trabantensiedlung am Rande Münchens. Dort leben auf engstem Raum Menschen unterschiedlichster Nationen: Griechen, Türken, Kosovo-Albaner, Sinti und Deutsche. Auch außerhalb der Schulstunden stehen für Susanne die Kinder dieses Viertels im Mittelpunkt: Mit ihrem Verein „Ghettokids“ kümmert sie sich um sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche. Sie hilft ihnen, ihren Selbstwert zu entdecken. „Die Stärken stärken“ ist das Grundprinzip ihrer Arbeit, auch als Lehrerin: Die Probleme ihrer Klienten kennt sie aus eigener Erfahrung: Ihre Kindheit verbrachte sie unter schwierigen Verhältnissen. In der äußerlich gutbürgerlichen Kaufmannsfamilie tyrannisiert der alkoholkranke, depressive und gewalttätige Vater Frau und Kinder. Erst ein Schüleraustauschprogramm verschafft ihr die nötige Distanz, um sich von ihrer Familie zu lösen. Der Film „Hinschauen, wo’s weh tut“ porträtiert die engagierte Sonderschullehrerin Susanne Korbmacher und begleitet sie bei ihrer Arbeit. (04:15-05:00 • 3sat)

Gesichter des Islam
(3) Frieden und Gewalt – Aus der Reihe „Horizonte“ – Wichtige muslimische Intellektuelle wie Tarik Ramadan oder der jüngst verstorbene Nasr Abu Zeyd beschäftigen sich mit historischen, sozialen und religiösen Aspekten im Verhältnis des Islams zur Gewalt.

Im Istanbuler Tonstudio erhebt die verschleierte Künstlerin Habibe ihren Klageruf gegen Gewalt, und der Meisterkalligraph Hüseyn Kutlu erklärt die Grundaussagen des Korans anhand seiner Entstehungsgeschichte. In England stellt sich Scheich Tahir-ul-Qadri mit der Veröffentlichung einer 600-seitigen Fatwa dem islamischen Terrorismus entgegen, und Streetworker arbeiten mit jungen Männern, die in den Extremismus abzudriften drohen. In Indonesien zeigt die Sendung junge Schülerinnen und Schüler eines religiösen Internats, dessen Leiter sich aus tiefstem Herzen dem indonesischen Prinzip der Toleranz und des gegenseitigen Respekts verpflichtet fühlt. (05:20-05:50 • HR)

Schätze der Welt – Erbe der Menschheit
Dokumentation – 1765 lässt Sultan Sidi Mohamed Ben Abdellah an der marokkanischen Atlantikküste eine Stadt bauen. Der Ort ist gut gewählt, die Umgebung schon über 2000 Jahre besiedelt.

Das fruchtbare Hinterland, bewirtschaftet von Berbern, garantiert den Nachschub. Ein idealer Platz für einen Hafen. Das wussten schon die Phönizier, die früher auf der benachbarten Insel Purpurschnecken gezüchtet haben. Und auch die Portugiesen, die hier Forts und Handelsstützpunkte für ihre Segler nach Afrika bauen ließen.

Sultan Sidi Mohamed wollte nicht nur den größten Hafen seines Reiches, sondern auch die modernste und sicherste Stadt. Französische und englische Architekten bauten die mächtige Festung, die Hafen und Stadt vom Meer her abschirmte. Innerhalb der Befestigung durchzog ein Kreuz schnurgerader Strassen die Stadt. Es gab nur wenige enge und dunkle Gassen wie anderswo.

Die entstanden erst später, als die Zahl der Häuser zu schnell wuchs, denn mit der Seefahrt kamen Händler und Kaufleute, neben Moslems viele Christen und vor allem Juden. Sie waren der Motor der Stadt und selten gab es Probleme zwischen den verschiedenen Religionen.

Essaouira, das bis 1956 Mogador hieß, war eine weltoffene Stadt. Und bis 1912 der einzige marokkanische Hafen, der mehr exportierte als er importierte – dann lief ihm Casablanca den Rang ab. Geblieben ist die Architektur der Medina, eine Melange aus islamischer, spanischer und europäischer Baukunst, ebenso schön wie gefährdet. (07:15-07:30 • PHOENIX)

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