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Migration und Integration in Deutschland

Wenn die deutsche Gesellschaft die Muslime toleriert, hat das noch nichts mit Gleichberechtigung zu tun.

Prof. Dr. Hans-Peter Großhans, MiGAZIN, 20. Januar 2010

TV-Tipps des Tages

30.06.2011 – Philippinen, Ausländer, Zypern, Europa, Türkei, Immigranten, Migration

TV-Tipps des Tages sind: Eine Nanny aus Manila; Kinder Europas: Wir kommen aus Zypern; Die Girls vom FC Bethlehem; Welt in Bewegung: Frauen und Kinder unterwegs; Sarah Wiener in Marrakesch: Länder-Menschen-Abenteuer – Thema „Marokko“

VONÜmit Küçük

DATUM30. Juni 2011

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Eine Nanny aus Manila
Dokumentation – Philippinische Frauen sind in Europa und den USA sehr beliebt, wenn es darum geht, ein Kindermädchen für wenig Geld zu finden. Sie sprechen Englisch, sind katholisch, fürsorglich, intelligent und fügsam.

Die Dokumentation porträtiert das Leben einer philippinischen Familie zwischen London und Manila. Emma arbeitet seit einigen Jahren als Kindermädchen in London, während ihre eigenen Kinder Hannah (16) und Tsino (7) in der philippinischen Hauptstadt geblieben sind. Zum regelmäßigen Austausch bleiben ihnen nur Telefon und SMS.

Wie wird diese Liebe auf die Probe gestellt bei denen, die zurückbleiben? Wie schafft es Emma, über die Distanz Einfluss auf die Erziehung ihrer eigenen Kinder zu nehmen? Hannah ist mit 16 Jahren in einer schwierigen Lebensphase, und der kleine Tsino wird auf den Philippinen ebenfalls von wechselnden Nannys betreut. Wie Emma müssen fast alle Frauen, um im Ausland auf anderer Menschen Kinder rund um die Uhr aufzupassen, die eigenen bei Großeltern oder entfernten Verwandten zurücklassen.

Eindrücklich erzählt die Dokumentation, was diese jahrelange Trennung für eine Familie bedeutet, wie sie die Familienstruktur beeinflusst und wie Emma unter dieser Trennung, auch wenn sie sie seit Jahren gewohnt ist, leidet. Dennoch hält sie durch, um ihren Kindern eine Ausbildung und ein besseres Leben finanzieren zu können. (10:00-10:50 • arte )

Kinder Europas
Wir kommen aus Zypern – Marianna und Mehmet sind neun Jahre alt. Sie leben beide auf Zypern, aber wenn sie sich besuchen möchten, müssen sie eine Grenze überqueren. Zypern ist ein geteiltes Land. Mehmet lebt im türkischen Norden, Marianna im griechischen Süden.

30 Jahre lang gab es kaum Möglichkeiten, von einem Teil in den anderen zu reisen. Aber im April 2003 wurde die Grenze geöffnet. Menschen, die lange getrennt waren, können sich nun wieder besuchen. Die Großväter von Marianna und Mehmet verabreden sich am Grenzübergang. Gemeinsam mit ihren Enkelkindern machen sie einen Ausflug in den Süden. Zu viert fahren sie ans Meer und in die Berge. Sie bummeln durch alte Städtchen und essen in einer Taverne zu Mittag. Die Kinder staunen, wie viel sie gemeinsam haben. Sie mögen die gleichen Spiele, haben dieselben Lieblingsessen und am Abend tanzen sie gemeinsam zu zypriotischer Musik. Marianna und Mehmet hoffen, dass die Griechen und Türken Zyperns sich bald wieder ganz versöhnen und dass die Grenze dann eingerissen wird. (11:45-11:55 • BR-alpha)

Die Girls vom FC Bethlehem
Dokumentation (Gesellschaft – Fußball) – Film von Bruno Moll – Bethlehem ist ein Stadtteil der Schweizer Bundeshauptstadt Bern. Immigranten aus über 30 Nationen haben sich dort niedergelassen. Entsprechend unterscheiden sich die Fußballerinnen vom FC Bethlehem in Hautfarbe, Religion, Herkunftsland und Charakter. Doch sie haben auch viele Gemeinsamkeiten: Sie alle sind Migrantinnen, stecken inmitten der Berufswahl und essen gerne Pizza. Trainiert werden die 15- und 16-Jährigen von Gianluca De Febis, selbst ein „Secondo“ – ein Kind von Einwanderern. Für ihn steht der respektvolle Umgang unter den Mädchen im Zentrum, und bei den Turnierspielen kommt es ihm nicht auf das Resultat an, sondern auf den Teamgeist. Im Mittelpunkt des Films „Die Girls vom FC Bethlehem“ stehen die Juniorinnen des Vereins: Agime, Alessandra, Daria, Elmaze, Marie, Natasa, Rosa, Tiziana und Yolanda. Sie denken laut nach über Themen wie das Leben im Quartier, Fußball, Berufswünsche, Heimat, Rassismus, die Liebe, den Glauben und Freundschaft. (13:15-14:05 • 3sat)

Welt in Bewegung
Frauen und Kinder unterwegs – Grenzen überschreiten gehört wohl zum menschlichen Grundcharakter. Der Film zeigt, dass Migration kein männliches Phänomen ist. 95 Millionen der Migranten, also fast die Hälfte, sind weiblich. Die Reihe „Welt in Bewegung“ betrachtet die unterschiedlichen Facetten von Migration und schildert die Probleme und Risiken, aber vor allem die Chancen, die eine „Welt in Bewegung“ mit sich bringt (19:00-19:30 • BR-alpha)

Sarah Wiener in Marrakesch
Länder-Menschen-Abenteuer – Thema „Marokko“ – Im Frühherbst 2006, mit Beginn der muslimischen Fastenzeit, reiste die Berliner TV-Köchin Sarah Wiener nach Marokko. Sie begibt sich auf eine faszinierende Reise in eine Welt, die normalerweise hinter hohen Mauern verborgen bleibt.

Sarah Wiener wollte den Fastenmonat Ramadan in Marrakesch erleben, der alten Handelsstadt am Fuße des Atlasgebirges, Marokkos Touristenziel Nummer eins. Ein SWR-Fernsehteam begleitete sie.

Der Ramadan gebietet anders als die christliche Fastenzeit Enthaltsamkeit nur für die Zeit zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. In den Stunden dazwischen darf hemmungslos geschlemmt werden. Zu keinem anderen Anlass wird in muslimischen Ländern so viel gekocht, so viel gegessen, an Gewicht zugelegt und so viel Geld für Nahrungsmittel ausgegeben wie im Ramadan. 30 Tage fasten heißt 30 Tage Festessen. Für die Gastronomin Sarah Wiener eine ideale Gelegenheit also, hinter die Geheimnisse der arabischen Küche zu kommen. Die Kamera folgt ihren Streifzügen durch die Welt der Genüsse, bei denen sie nicht nur orientalische Rezepte kennen lernt, sondern auch die Rituale des islamischen Glaubens – und vor allem neugierig eintaucht in die Welt der marokkanischen Frau.

Der traditionelle Aufenthaltsort für Frauen ist in Marrakesch das Riad, das um einen baumbestandenen Hof herum gebaute, großbürgerliche Stadthaus. Wenn sich am Ende einer oft dunklen Gasse die Türen in ein Riad öffnen, dann ist es, als täte sich ein Tor zu Tausendundeiner Nacht auf: mit Mosaiken verzierte Wände und Decken, kostbare Teppiche und – nach Sonnenuntergang – reich beladene Tische. Bis vor wenigen Jahrzehnten durften marokkanische Frauen ihren Riad nicht verlassen, erst seit kurzem genießen sie größere Freiheiten.

Umso stärker ist ihre Stellung innerhalb des Hauses, hier haben sie das Sagen, zelebrieren ihre Speisen und feiern ihre Feste. Hier absolviert Sarah Wiener einen Crash- und Intensiv-Kurs in der Kultur und Küche des Orients. Hier ist alles hand- und hausgemacht, erfordert viel küchenhandwerkliches Können, die Kenntnis der überlieferten Rezepte, Hingabe und Geduld. Kaum bleibt Zeit, das zu tun, was auf dem Terminplan der traditionell lebenden marokkanischen Frau sonst noch steht: Haare färben, Hände und Füße kunstvoll mit Henna dekorieren, ins maurische Bad gehen, Moschee und Heiligengräber aufsuchen, künftige Hochzeiten einfädeln, mit anderen singen, tanzen, vieles mehr.

Von einer Marokkanerin wird Sarah Wiener zur anderen gereicht, ist im Haus einer Geschäftsfrau ebenso zu Gast wie in einer Armenküche, bei Intellektuellen und einer Familienfeier am 27. Tag des Ramadan, dem Tag, an dem der Überlieferung nach der Koran vom Himmel fiel. (19:30-20:15 • BR-alpha)

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