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Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU), Deutsche Presse-Agentur (18.01.2013)

TV-Tipps des Tages

25.06.2011 – Emirat Dubai, Russisch, Nazan Eckes, Türkei, Ausländer, Islam

Die TV-Tipps des Tages sind: Kleider & Leute – Die Kleiderordnung im Emirat Dubai; Russisch, bitte! Ein Sprachkurs für Anfänger; Nazan Eckes; Berliner Ecken und Kanten; Mit offenen Karten; Vera – Die Frau des Sizilianers (1/2)

VONÜmit Küçük

DATUM25. Juni 2011

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Kleider & Leute
Die Kleiderordnung im Emirat Dubai – In jedem Golfstaat tragen die Männer den traditionellen Thawb, das lange weiße Gewand, auf eigene Art. So auch in Dubai, wo man es Kandura nennt.

Aber in dem Emirat sind nur fünf Prozent der Gesamtbevölkerung Emirati, und man muss schon genau hinschauen, um sie auszumachen. Omar möchte sich für den Winter seine goldfarbenen Kanduras sogar maßschneidern lassen.

Scheich Zayed hat eine neue Ghutra-Mode in Umlauf gebracht: lässig gewunden, passt das typisch arabische Kopftuch bestens zum Dreitagebart.

Abseits der luxuriösen Shopping-Malls sieht man völlig anders gekleidete Menschen. So tragen einige Arbeiter Uniformen mit aufgedruckter Berufsbezeichnung. Und während Raschid und Mohammed wahrscheinlich als einzige Emirati das ganze Jahr über einen Anorak anziehen, ist für die Frauen in Dubai die Abaya ein Statussymbol. Manche von ihnen leisten sich den Schleier sogar aus Massivgold. (12:00-12:30 • arte)

Russisch, bitte!
Ein Sprachkurs für Anfänger – Russisch lernen vom Fernsehsessel aus! Eine nützliche Einführung beispielsweise für Touristen, die nach Russland reisen wollen. (13:45-14:15 • BR-alpha)

Nazan Eckes
höchstpersönlich – Film von Jan Vogelgesang – Nazan Eckes gehört zu den bekanntesten deutschen Moderatorinnen. Die 34-Jährige mit türkischen Wurzeln moderiert nicht nur ein tägliches Magazin, sondern machte auch als Gastgeberin des Erfolgsformates „Let’s dance“ an der Seite von Hape Kerkeling eine gute Figur.

Ihre Karriere beginnt mit einem Volontariat beim Musiksender VIVA. Durch Ehrgeiz und Talent wird sie kurz darauf beim Kölner Sender RTL zur Wetterfee und darf schon bald eigene Formate präsentieren.

Aber Nazan Eckes ist nicht nur ein attraktives TV-Gesicht, sie setzt sich auch politisch ein – mit ihrem grade erschienenen Buch „Guten Morgen, Abendland“ beschreibt sie das Leben ihrer Familie, einer türkischen Einwandererfamilie.

Auch soziales Engagement ist der Deutsch-Türkin wichtig: Sie engagiert sich für kranke Kinder. Das „höchstpersönlich“-Team begleitet Nazan Eckes in ihre „zweite Heimat“ Istanbul: Hier hat ihr Lebensgefährte Julian Kohl, ein österreichischer Maler, eine wichtige Ausstellung. Außerdem zeigt uns die Moderatorin einige ihrer Lieblingsplätze in der pulsierenden Stadt: „Istanbul und meine erste Heimat Köln sind zwei Welten, aber ich fühle mich in beiden Städten zu Hause. Gerade der Unterschied zwischen den Traditionen und dem Lebensgefühl bereichert mich immer wieder“, so die 35-Jährige.

Der Radio-Bremen-Film zeigt eine junge moderne Frau „zwischen zwei Welten“ – eine Boulevardmoderatorin, die aber auch politisch nicht mit ihrer Meinung hinter dem Berg hält und sowohl Deutschland als auch die Türkei in ihrem Herzen trägt. (15:03-15:30 • Das Erste (ARD))

Berliner Ecken und Kanten
Potsdamer Straße – Zwischen Kleistpark und Potsdamer Platz erstreckt sie sich, als Türkenkiez, als Sammelbecken der Übriggebliebenen, als Rotlichtviertel und Tummelpunkt der Kunstszene.

Für den Wirt ist sie eine in die Tage gekommene Schönheit. Für den Makler ein Kiez, der viel zu billig ist. Und der Schriftsteller ist sich sicher: Die lebt nur noch von ihrer Vergangenheit.

Was für die einen ein Albtraum ist, ist für die anderen ein Dorf, aus dem sie nie weg wollten. 16.000 Autos fahren täglich durch die , die durch ihre Ausstrahlung und Bebauung einzigartig ist. Der Film von Jean Boué erzählt von der in Berlin und ihren Bewohnern, die den Zustand ihrer geliebten „Potse“ spiegeln (17:10-17:55 • RBB Berlin, RBB Brandenburg)

Mit offenen Karten
Komplexer Islam – „Mit offenen Karten“ liefert einen Überblick über die verschiedenen geopolitischen Konstruktionen im Verlauf der langen Geschichte der einflussreichen Kultur des Islam als monotheistische Offenbarungsreligion.

Jede Woche liest Jean-Christophe Victor „die politischen Kräfteverhältnisse in der ganzen Welt“ aus detaillierten geografischen Karten. Sein Credo: „Die Karten zum Sprechen bringen.“ Und das beherrscht er wie kein anderer.

Das Magazin „Mit offenen Karten“ bietet immer samstags um 19.15 Uhr einschlägige Erklärungen und Hintergrundinformationen zur geopolitischen Situation in verschiedenen Ländern dieser Erde. Die Sendung ist ein wahrer Fundus an Informationen und weist auf weiterführende Literatur zum jeweiligen Thema hin. (19:15-19:30 • arte)

Vera – Die Frau des Sizilianers (1/2)
Spielfilm – Nach einer wahren Begebenheit erzählt der große TV-Zweiteiler die ergreifende Geschichte einer Frau, die sich über Vorurteile und Diskriminierungen hinwegsetzt, um mit der Liebe ihres Lebens glücklich zu werden.

Deutschland, in den 60er Jahren: Die bildhübsche Vera (Lara Joy Körner) ist Anfang 20, lebt bei ihren Großeltern (Eva Maria Bauer, Hans Teuscher) und arbeitet im örtlichen Supermarkt als Kassiererin. Dort lernt sie eines Tages den gut aussehenden Sizilianer Gaetano (Gunther Gillian) kennen. Der temperamentvolle Charmeur macht Vera nach allen Regeln der Kunst den Hof, und es dauert nicht lange, bis die beiden sich ineinander verlieben.

Obwohl Veras Großeltern die Verbindung nicht gerne sehen, und trotz der Anfeindungen ihres schmierigen Chefs (Martin Semmelrogge), zieht Vera mit Gaetano zusammen. Seine Familie schätzt Vera sehr, vor allem Schwester Anna (Carolina Vera) und der einflussreiche Onkel Carlo (Mario Adorf) aus Sizilien haben die junge Frau in ihr Herz geschlossen. Doch die Beziehung scheint unter keinem guten Stern zu stehen: Am Tag der Verlobungsfeier stirbt Veras Großvater an einem Herzinfarkt. Und es dauert nicht lange, bis sie den stets gut gelaunten Gaetano, der dem romantischen Traum einer Karriere hinterherläuft, von einer anderen Seite kennenlernt: Er hält es in keinem Job lange aus, verspielt Veras gesamte Ersparnisse und nimmt schließlich eine Stelle im Nachtclub seines halbseidenen Landsmanns Toni (Max Tidof) an.

Als Gaetano den Posten aus Liebe zu Vera aufgeben will, kommt es nachts in dem Club zu einer dramatischen Schlägerei mit einer konkurrierenden deutschen Bande, in deren Verlauf Gaetano einen Mann ersticht. Am Tag seiner Hochzeit kommt er unter Mordverdacht in Haft. Da das Gericht auf Notwehr erkennt, wird Gaetano freigesprochen. Nach all diesen Erfahrungen sieht er in Deutschland keine Zukunftsperspektiven mehr – er will nach Sizilien zurückkehren. Die schwangere Vera ist bereit, diesen Schritt mit ihm zu gehen, obwohl sie dafür ihre verwitwete Großmutter alleine in Deutschland zurücklassen muss. Gemeinsam hofft das junge Paar, in Italien das ersehnte Familienglück zu finden.

Mit viel Gespür für Zeitkolorit fängt Starregisseur Joseph Vilsmaier die Atmosphäre der 60er Jahre ein. In den Hauptrollen glänzen Lara Joy Körner und Gunther Gillian als Traumpaar, das sich gesellschaftlichen Konventionen widersetzt. In weiteren Rollen überzeugen Martin Semmelrogge, Eva Maria Bauer, Mario Adorf, Heinz Hoenig, Max Tidof und Carolina Vera. (22:45-00:20 • MDR Sachsen, MDR Sachsen-Anhalt, MDR Thüringen)

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