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Demnach waren die Arbeitgeber bestrebt, diejenigen ausländischen Arbeitnehmer zu halten, die sich in mehrjähriger Beschäftigung bewährt hatten, zumal bei ihnen die Anpassungs- und hier vor allem die Sprachschwierigkeiten … überwunden waren.

Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung, 1968

TV-Tipps des Tages

22.06.2011 – Dubai, Troja, Türkei, Ausländer, Berlin, Judentum, Holocaust

Die TV-Tipps des Tages sind: Die rosa Taxis von Dubai; PHOENIX RUNDE; Troja ist überall – Der Siegeszug der Archäologie; Wunderwelt der Türkei – Eine reise durch Kappadokien; Berliner Ecken und Kanten; Orientierung – Religionsmagazin: Zurück zur Thora: Renaissance des Judentums in Lettland

VONÜmit Küçük

DATUM22. Juni 2011

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Die rosa Taxis von Dubai
Dokumentation – Immer häufiger sind auf Dubais Straßen rosafarbene Taxis zu sehen. Gelenkt werden sie von Frauen. Diese für ein arabisches Land revolutionäre Neuheit verschafft den Fahrerinnen, aber vor allem den weiblichen Fahrgästen mehr Bewegungsfreiheit.

Dass Frauen hinter dem Steuer von nicht für rein private Fahrten genutzten Fahrzeugen sitzen, ist in den Vereinigten Arabischen Emiraten eine echte Revolution – und gleichzeitig eine große Errungenschaft für islamische Frauen. Das gilt jedoch nicht nur für die neuen hauptberuflichen Fahrerinnen.

Die rosafarbenen Taxis bringen vor allem den weiblichen Fahrgästen mehr Bewegungsfreiheit, denn muslimische Frauen dürfen sich nicht mit einem anderen Mann als ihrem Ehemann allein in einem Raum aufhalten, also auch nicht mit einem männlichen Taxifahrer in einem Auto. Indem die Dokumentation die weiblichen Taxichauffeure auf ihren Fahrten durch den auch in Dubai immer dichter werdenden Verkehr begleitet, gewährt sie Einblick in die Lebensweise muslimischer Frauen in den Vereinigten Arabischen Emiraten. (09:15-10:05 • arte)

PHOENIX RUNDE
Die PHOENIX RUNDE ist ein Forum für die aktuelle politische Debatte. Kompetente Gäste diskutieren Fragen zum politischen, wirtschaftlichen und sozialen Leben in Deutschland. Zudem widmet sich die Sendung aktuellen Ereignissen aus dem Ausland. (09:15-10:00 • PHOENIX)

Troja ist überall – Der Siegeszug der Archäologie
Dokumentation (Kultur – Altertum) – Hissarlik, ein Hügel im Nordwesten der Türkei, rückt am 5. August 1873 ins Zentrum der Weltöffentlichkeit: Heinrich Schliemann findet dort nach jahrelanger Suche einen Goldschatz, den er fälschlicherweise König Priamos zuschreibt. Er kann die Existenz von Troja nicht beweisen, doch Einiges spricht dafür, dass Schliemann mit seinen Thesen Recht hatte. Der Film „Troja ist überall – Der Siegeszug der Archäologie“ begleitet die Arbeit von Archäologen in der Türkei. (14:45-15:30 • 3sat)

Wunderwelt der Türkei
Eine reise durch Kappadokien (18:30-19:15 • PHOENIX)

Berliner Ecken und Kanten
Zwischen Kleistpark und Potsdamer Platz erstreckt sie sich, als Türkenkiez, als Sammelbecken der Übriggebliebenen, als Rotlichtviertel und Tummelpunkt der Kunstszene.

Für den Wirt ist sie eine in die Tage gekommene Schönheit. Für den Makler ein Kiez, der viel zu billig ist. Und der Schriftsteller ist sich sicher: Die lebt nur noch von ihrer Vergangenheit.

Was für die einen ein Albtraum ist, ist für die anderen ein Dorf, aus dem sie nie weg wollten. 16.000 Autos fahren täglich durch die , die durch ihre Ausstrahlung und Bebauung einzigartig ist. Der Film von Jean Boué erzählt von der in Berlin und ihren Bewohnern, die den Zustand ihrer geliebten „Potse“ spiegeln. (21:00-21:45 • RBB Berlin, RBB Brandenburg)

Orientierung
Religionsmagazin – alpha-Österreich – Themen: Zurück zur Thora: Renaissance des Judentums in Lettland; China im Wandel: Neuer Umgang mit Religionsgemeinschaften?; Italien: San Domenico und das Fest der Schlangenfänger

Zurück zur Thora: Renaissance des Judentums in Lettland
Die wechselvolle Geschichte der jüdischen Bevölkerung in Lettland reicht weit zurück. Vor gut vierhundert Jahren hatten sich die ersten Juden im damaligen Livland niedergelassen. 1941 lebten mehr als 70.000 Juden in Lettland, und es gab 210 Synagogen. Nach dem Einmarsch der Nazis am 1. Juli 1941 konnten 20.000 Juden nach Russland fliehen, die meisten wurden im Holocaust ermordet. Nur 185 Juden überlebten Ghetto und Konzentrationslager in Lettland. Nach dem Zweiten Weltkrieg, als Lettland eine Teilrepublik der Sowjetunion wurde, war jede Form von Religionsausübung verpönt. Erst seit Lettlands Unabhängigkeit vor 20 Jahren haben sich wieder jüdische Gemeinden formiert – zögerlich, denn auch in der Republik Lettland waren antisemitische Strömungen latent vorhanden. Viele lettische Jüdinnen und Juden versuchten daher, nach Israel auszuwandern. Nun hat sich einiges geändert. Das offizielle Lettland hat sich zu seiner Mitschuld an der Shoah bekannt und beteiligt sich finanziell an der Errichtung eines Holocaust-Museums.

China im Wandel: Neuer Umgang mit Religionsgemeinschaften?
Nach dem Beginn der Protestwelle in zahlreichen Ländern der arabischen Welt hat China in den vergangenen Monaten eine harte Kampagne gegen Andersdenkende gestartet. Ins Visier der Behörden sind dabei auch viele christliche Gemeinden geraten. Dutzende Priester und Gläubige – oft Angehörige von so genannten Hauskirchen – stehen mittlerweile unter Hausarrest oder wurden verhaftet. Anders scheint es um die Lage jener Christen zu stehen, die den staatlich anerkannten und kontrollierten Kirchen zugerechnet werden. Ihnen gegenüber signalisiert die chinesische Führung zunehmend Toleranz. „Kontrollieren ist besser als verbieten“ dürfte die Devise sein. Ein „Orientierung“-Team hat sich in einer protestantischen Gemeinde in der ostchinesischen Provinz Jiangsu umgesehen.

Italien: San Domenico und das Fest der Schlangenfänger
An die Vertreibung aus dem Paradies denken viele, wenn von Schlangen die Rede ist. Aber nicht nur daran: Tatsächlich ist kaum ein Wesen so mythenbesetzt wie dieses Tier. Schon im antiken Griechenland galten Schlangen als heilig, in Indien sind sie Teil der Schöpfungsgeschichten, im alten Ägypten verehrte man Schlangengottheiten und in Italien war es die Volksgruppe der Marser, die vor 4000 Jahren der Schlangen beschwörenden Göttin Angitia huldigte. Noch heute erinnert im kleinen Abruzzen-Dorf Cocullo der „rito dei serpari“ an diesen Brauch. Die Schlangenfänger-Prozession von Cocullo gilt als eines der ungewöhnlichsten Feste Europas – und ist seit tausend Jahren eng mit der Figur des wundertätigen Heiligen Dominikus von Sora verbunden. (21:00-21:45 • BR-alpha)

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