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[Es würde im Interesse der deutschen Arbeiter liegen, wenn wir sie zu Fachkräften ausbilden.] Dafür müssen wir natürlich dann die relativ primitiveren Arbeiten … von ausländischen Arbeitskräften besorgen lassen.

Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard, NWDR-Interview vom 9. April 1954

TV-Tipps des Tages

23.05.2011 – Russisch, Religion, Politik, Tunesien, Türkei, Ausland, England

Die TV-Tipps des Tages sind: Russisch, bitte!; Religionen der Welt; Berliner Gespräch; Morgenrot am Mittelmeer – Das Leben nach der Revolution; WISO-Tipp: Krank im Ausland; Einmal England und zurück

VONÜmit Küçük

DATUM23. Mai 2011

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Russisch, bitte!
Russisch lernen vom Fernsehsessel aus! Anfänger können das kyrillische Alphabet und den Grundwortschatz dieser als schwierig geltenden Sprache erlernen – eine nützliche Einführung beispielsweise für Touristen, die nach Russland reisen wollen.

Zu verwirrend soll es nicht werden. Dafür sorgt u.a. die Russischlehrerin Olga Barbian, die charmant durch die Sendung führt. (07:45-08:15 • BR-alpha)

Religionen der Welt
Die Sendereihe zeigt anschaulich die Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam aus Sicht junger Gläubiger.

Die Filme begleiten sie in ihrem Alltag, zeigen die Wurzeln und die Geschichte der Religion, die Werte und Weltbilder sowie die Bräuche und Riten.

Die 15-jährige Messdienerin Claudia bereitet mit einer Gruppe von Jungen und Mädchen einen großen Gottesdienst vor. Zum ersten Mal werden Claudias Schützlinge Messdiener in einem Gottesdienst sein. Die Archäologiestudentin Jasmin entdeckt ein lateinisches „Vaterunser“ und taucht tief in die Geschichte des Christentums ein. Pastor Bernd Siggelkow hat in Berlin die Arche, einen Zufluchtsort für Kinder inmitten eines sozialen Brennpunktes, gegründet. (08:30-09:00 • BR-alpha)

Berliner Gespräch
Zu keinem Zeitpunkt der Geschichte waren Menschen und Güter so mobil wie heute, ob privat oder beruflich, sozial und kulturell, virtuell im Netz oder auch ganz physisch mit Fahrrad, Auto oder Flugzeug. Die meisten Menschen begreifen Mobilität dabei als Zugewinn an individueller Freiheit und Lebensqualität. Gleichzeitig erleben wir aber auch die negativen Folgen dieser Mobilität, seien es Lärm, der morgendliche Verkehrsstau oder die weltweite Umweltverschmutzung, seien es die Gefühle von Entwurzelung, Überforderung oder die wachsende Zahl an Fernbeziehungen. Ist ständig steigende Mobilität also Segen oder Fluch? Und wohin führt sie? Legen wir künftig Wert auf einen nachhaltigeren Fortschritt? Wird es eine sich verschärfende soziale Kluft geben zwischen freiwillig mobilen Menschen und Arbeitsmigranten aus purer Not? Oder führt die enorme Mobilität gar zu rasendem Stillstand? Wenn sich alles bewegt, bewegt sich nichts mehr?

Zum Auftakt der ARD-Themenwoche geht ARD-Moderatorin Susanne Holst diesen und ähnlichen Fragen mit ihren Diskutanten beim „Berliner Gespräch“ nach. Zuvor begrüßen die ARD-Vorsitzende Monika Piel sowie der Intendant des SWR, Peter Boudgoust, die geladenen Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft im ARD-Hauptstadtstudio in Berlin.

Gäste: Dr. Peter Ramsauer (Bundesminister für Verkehr Bau und Stadtentwicklung); Prof. Dr. Jutta Allmendinger (Präsidentin des Wissenschaftszentrum Berlin WZB); Prof. Albert Speer (Architekt / Stadtplaner); Prof. Dr. Heiner Monheim (Verkehrsforscher Uni Trier); Prof. Dr. Claudia Kemfert (Leiterin Abteilung Energie / Verkehr & Umwelt DIW); Kay Oberbeck (Direktor Kommunikation / Öffentlichkeitsarbeit Google Nordeuropa); Prof. Stephan Rammler (Institut für Transportation Design an der HbK Braunschweig). (11:45-13:00 • BR)

Morgenrot am Mittelmeer – Das Leben nach der Revolution
WELTWEIT-Reportage – Das Morgenland verändert sich radikal, Generation Facebook und verzweifelte Bürger machten es möglich. Am Anfang stand die Turborevolution in Tunesien. Wie weit ist es mit der Zivilgesellschaft und der Demokratie dort?

Ägypten machte es erfolgreich nach, Mubarak gab nach zähem Ringen auf. Ist das Leben jetzt dort ein anderes, ein besseres? Wie finden sich die Menschen nach Jahrzehnten der Diktatur in einem ungeordneten und freien Alltag wieder?

Die deutschen Touristen kommen schon wieder ins nachrevolutionäre Land am Nil. Doch welchen Umschwung finden sie an ihren Traumstränden?

Viele in Nordafrika schauen sehnsüchtig auf die Türkei. Doch: Geht es wirklich zusammen, der Islam und die Demokratie? Vier WELTWEIT-Reporter suchen die Spuren und die Möglichkeiten der Veränderung in drei Ländern- vor allem bei jungen Menschen. (14:30-15:00 • WDR)

WISO
Magazin (Wirtschaft) – mit Michael Opoczynski – Gefährliche Brücken – Länder und Kommunen sparen auf Kosten der Sicherheit WISO-Stichprobe: Mietwagen auf Mallorca – Wenn die Spritztour zum Risiko wird Erbpacht – Günstiges Grundstück oder Kostenfalle?

WISO-Tipp: Krank im Ausland – So sorgt man für den Ernstfall vor. Oft sind es nur kleine Blessuren: ein Insektenstich, Ohrenschmerzen oder ein Quallenstich. Meist kann der Hotelarzt helfen oder die Ambulanz am Urlaubsort. Der Preis dafür ist nicht selten eine saftige Rechnung, die man sofort bezahlen muss.

Noch mehr Ärger kann ein Notfall bereiten: Krankenhaus, Diagnostik, Rücktransport. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen nur das medizinisch Notwendige, den Rücktransport grundsätzlich nicht. Auch entspricht die medizinische Behandlung am Urlaubsort oft nicht dem deutschen Standard. Die fremde Sprache und eine andere Mentalität machen das Kranksein im Ausland zusätzlich kompliziert. Wichtig ist deshalb, vor dem Reiseantritt für den Ernstfall vorzusorgen.

Der WISO-Tipp erklärt, welche Kosten die gesetzliche Krankenkasse übernimmt, wie viel eine Auslandsreisekrankenversicherung leistet und was eine europäische Krankenversicherungskarte nutzt. (19:25-20:15 • ZDF)

Einmal England und zurück
Mit der alten AN 2, genannt „Tante Anna“, startet ein Kamerateam des MDR Fernsehens vom Flugplatz Ballenstedt in Richtung England. Ziel und Höhepunkt der Reise ist die Flugshow in Duxford.

Begleitet werden die Abenteurer von 2 weiteren Maschinen des Typs. Die Piloten und Passagiere sind Mitglieder der Flugvereine Dessau, Merseburg und Ballenstedt. Die AN 2 wurde vor 60 Jahren als robustes Allzweckflugzeug in Russland gebaut.

AN 2-Fliegen ist ein bisschen wie Trecker Fahren am Himmel. Die spartanische und ungedämmte Ausstattung macht jedes Luftloch und jede Böe zur Steilvorlage für die Wirbelsäule der Fluggäste. Doch die „tollkühnen Männer (und Frauen) in ihren fliegenden Kisten“ lassen sich nicht abschrecken. Ein Glück, denn aus der Perspektive des Zuschauers ist es eine genussvolle Reise mit attraktiven Bildern nicht nur für Liebhaber der Flug-Oldtimer. (02:35-02:50 • MDR Sachsen, Sachsen-Anhalt, MDR Thüringen)

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