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Migration und Integration in Deutschland

Niemand lässt sich so gut ausbeuten wie Mitglieder einer Gemeinschaft, die ohne Hilfe der anderen in Deutschland nicht überleben können – illegal und ohne Sprachkenntnisse.

Neske/Heckmann/Rühl, Menschenschmuggel, 2004

TV-Tipps des Tages

14.05.2011 – Terror, Migranten, Türkei, Melaka, Moschee, Juden, Integration

Die TV-Tipps des Tages sind: Cosmo TV; alpha-Campus; Schätze der Welt – Erbe der Menschheit; Jaffa – die älteste Stadt am Mittelmeer; Mit offenen Karten; Integration geht jeden etwas an, ob im Beruf, in der Schule oder unter Nachbarn.

VONÜmit Küçük

DATUM14. Mai 2011

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Cosmo TV
Die Terrorverdächtigen aus NRW
Düsseldorf/Bochum. Ein mit Nägeln und Eisenteilen gespickter Sprengsatz sollte es werden, so die Ermittler, gezündet in einer Menschenmenge. Und angeblich geplant von drei jungen Männern aus NRW. Adeladim El-K., ausgebildet in einem Terrorlager am Hindukusch. Jamil S., ein arbeitsloser Elektriker, und Amid C., einem Abiturienten. Wo haben die drei sich kennen gelernt? Wie haben sie sich radikalisiert? Was hat sie verbunden? Cosmo TV begibt sich auf eine Spurensuche und zeichnet ein Bild der drei mutmaßlichen Täter.

Die Polen sind schon längst da
Emmerich. Seit dem ersten Mai ist der deutsche Arbeitsmarkt offen für acht osteuropäische Länder. Bei manch einem ist die Sorge groß, dass jetzt viele Osteuropäer kommen und es zu Lohndumping kommt. Dabei sind viele Arbeitswillige schon längst da, in der Grenzstadt Emmerich zum Beispiel. Dort wohnen viele Polen, die in den Niederlanden arbeiten – weil ihnen dort schon seit langem die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit gewährt wird. 700 sind offiziell gemeldet. Inoffiziell sind es aber noch sehr viel mehr: schätzungsweise 2.000. Die Stadt versucht nun mit Informationskampagnen die neuen Mitbürger dazu zu bekommen, sich auch in Emmerich anzumelden – und die schrumpfende Stadt als neue Heimat zu sehen. Cosmo TV über die Grenzstadt und die Folgen der europäischen Arbeitsmigration.

Der türkische Kleingärtner aus Duisburg
Duisburg. Typisch deutsch, so ein Schrebergarten. Aber die kleine Parzelle im Grünen wird auch bei Migranten immer beliebter. Fast 100.000 Kleingärtner mit ausländischen Wurzeln gibt es in Deutschland. Einer von ihnen ist Turgay Diker, Vorsitzender des Kleingartenvereins „Borgsche Hütte“ in Duisburg. Korrekt, wie die Deutschen es lieben, lebt er dort sein Ehrenamt. Und so mancher Gartennachbar ist überzeugt: Turgay Diker ist deutscher als deutsch – bei der Erfüllung dieser Aufgabe. Cosmo TV mit dem Portrait eines typisch deutsch-türkischen Kleingärtners. (09:00-09:30 • WDR)

alpha-Campus
Campus Europa: Universitäten in Griechenland und in der Türkei – Zwischen Orient und Okzident. alpha-campus, das Bildungsforum, vermittelt Wissen aktuell, kompakt und informativ. (12:15-12:45 • BR-alpha)

Schätze der Welt – Erbe der Menschheit
Zwei alte Seehandelsstädte in Malaysia, an einer der am stärksten befahrenen Wasserstraßen der Welt. Über Jahrhunderte zogen sie Kaufleute und Handwerker, Seefahrer, Piraten und Glücksritter aus vieler Herren Länder an.

Beide Städte sind geprägt von ethnischer und kultureller Vielfalt, von kolonialer Herrschaft und enormen Reichtümern, die hier umgeschlagen wurden: Melaka und George Town. Die Anfänge Melakas reichen bis ins 15. Jahrhundert zurück. Rasch wurde der Hafen zu einem Knotenpunkt des frühen maritimen Welthandels, strategisch zentral gelegen an der Durchfahrt zwischen der malaiischen Halbinsel und der Insel Sumatra. Bald wurde die Passage zwischen Ost und West nur noch „Straße von Melaka“ genannt. Hier trafen Händler aus China auf indische, arabische und bald auch europäische Kaufleute, vermischten sich Rassen und Kulturen. Die Kontrolle über Melaka zu gewinnen, wurde zum erklärten Ziel der portugiesischen Krone. 1511 eroberten die Portugiesen die Stadt und bauten ein mächtiges Fort. 130 Jahre lang konnten sie enorme Gewinne aus ihrem Handelsmonopol mit Fernost ziehen. Dann eroberten die Holländer Melaka und kontrollierten ihrerseits für rund 150 Jahre den lukrativen Handel mit Gewürzen, Opium oder Porzellan. Ende des 18. Jahrhunderts übernahmen die Briten die Stadt. Sie gründeten auch die 400 Kilometer nördlich gelegene Handelsstadt George Town, die Melaka bald überflügelte. Auch in George Town entwickelte sich eine multiethnische, multikulturelle Gesellschaft, siedelten Inder, Chinesen, Malaien oder Armenier. Die Briten prägten das offizielle Gesicht der Stadt mit viktorianischen Verwaltungsbauten, während ein enges Nebeneinander von muslimischen Moscheen, buddhistischen und hinduistischen Tempeln, von chinesischen, indischen, malaiischen Läden und Gewerken das Bild der Altstadt bestimmt. Private Paläste und prachtvoll ausgestattete Kongsi, Familientempel und Versammlungsorte chinesischer Clans, zeigen, welche Reichtümer in George Town und den anderen Handelsmetropolen an der Straße von Melaka zu verdienen waren (13:50-14:05 • SWR BW, SWR RP)

Jaffa – die älteste Stadt am Mittelmeer
Weltreisen – Film von Richard C. Schneider. Jaffa ist die älteste Stadt am Mittelmeer. Die Legende sagt, Yephet, der Sohn Noahs habe sie gegründet – daher käme der Name. Hier bestieg schon der „unwillige“ Prophet Jona ein Schiff, um Gottes Anordnungen zu entkommen und landete doch nur im Bauch eines Wals. Direkt vor Jaffa ist der Andromeda-Felsen. Dort wurde Andromeda von dem Meeresgott Poseidon gefangen gehalten. Sie wartete darauf, geopfert zu werden, als ihr Geliebter Perseus mit den geflügelten Sandalen des Hermes herbeieilte und sie rettete.

Der Hafen von Jaffa war Jahrtausende lang das Tor zum Nahen Osten. Es wurde vom ägyptischen Pharao Ramses II beherrscht, von Hasmonäern und Griechen, Kreuzfahrern und Sarazenen, Türken und Arabern und schließlich von Israelis. Auch Napoleon I. zog hier durch.

Der Film zeigt das alte und das neue Jaffa, die historischen Bauten, die Synagogen, Kirchen und Moscheen, aber auch das Leben von heute: wie Juden, Christen und Muslime zusammenleben, wie gefeiert und gegessen wird, wie Geschäfte gemacht werden oder wie man es sich einfach nur am Strand von Jaffa gemütlich macht. (16:00-16:30 • Das Erste (ARD))

Mit offenen Karten
Kartographie der Religionen – Das Magazin entwirft eine globale Kartografie der Religionen: von den beiden großen missionierenden Bekenntnissen Christentum und Islam über geografisch begrenzte Religionen wie Hinduismus und Buddhismus bis zu kleineren Konfessionen. Hintergrundinformationen: Das Magazin „Mit offenen Karten“ bietet immer samstags um 19.15 Uhr einschlägige Erklärungen und Hintergrundinformationen zur geopolitischen Situation in verschiedenen Ländern dieser Erde. Die Sendung ist ein wahrer Fundus an Informationen und weist auf weiterführende Literatur zum jeweiligen Thema hin. (19:15-19:30 • arte)

Cosmo TV
Integration geht jeden etwas an, ob im Beruf, in der Schule oder unter Nachbarn. Deshalb ist Cosmo TV ein Magazin für alle, Zugewanderte und Deutsche. (06:45-07:15 • HR, 07:30-08:00 • SWR BW, SWR RP, SWR SR)

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