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Soli Party

freitext – das Kultur- und Gesellschaftsmagazin

freitext beschäftigt sich aus transkultureller Perspektive mit Kulturproduktion in Deutschland – seit sieben Jahren! Eine Soli-Party soll helfen, die finanziellen Schwierigkeiten, auf die ein solches Format immer wieder stoßen muss, zu verringern.

freitext. So heißt ein Magazin, das es bereits seit sieben Jahren gibt. Und das seit dem macht, was es für richtig hält. Am Mittwoch feiert es das Erscheinen der neuen Ausgabe „Blank“ im Berliner Kunstraum Kreuzberg/Bethanien. Eine Soli-Bar soll helfen, die finanziellen Schwierigkeiten, auf die ein solches Format immer wieder stoßen muss, zu verringern.

Der Untertitel „Kultur- und Gesellschaftsmagazins“ verrät dabei kaum, was es mit dem Magazin inhaltlich auf sich hat. Auf der Homepage heißt es: „freitext beschäftigt sich aus transkultureller Perspektive mit Kulturproduktion in Deutschland, präsentiert Werke bildender Künstler/innen und veröffentlicht belletristische wie philosophisch-essayistische Arbeiten.“ Und in der Tat ist freitext eines der ersten, wenn nicht das erste Print-Magazin, das migrantische und minoritäre Kulturen als Teil Deutschlands ansieht und die Gesellschaft von dieser Warte aus zu verstehen versucht. Vorher gab es schon zahlreiche Community- oder bikulturelle Zeitschriften, die „Freitextler“ hingegen versuchen nicht den Dialog zwischen verschiedener Kulturen. Sie versuchen, die Entstehung einer neuen Kultur mitwirkend zu beobachten.

freitext-Soli-Party:
27. April 2011, 20h
Kunstraum, Kreuzberg/Bethanien
Mariannenplatz 2, 10997 Berlin
Eintritt: 3 Euro
Weitere Infos…

Nun liegt das Magazin mit der 17. Ausgabe vor. Thema ist der Zusammenhang von Geld und Ethnizität. Das Stück von Marianna Salzmann und Deniz Utlu „Tod eines Superhelden“, das mit der Akademie der Autodidakten im Ballhaus Naunynstrasse uraufgeführt wurde, ist abgedruckt. Sowie ein Interview mit Jasbir Puar über Vorzeigeminoritäten und ein Essay über das Grundeinkommen. Außerdem hat freitext eine kleine soziologische Studie zum Thema „Sprachhierarchien“ in Auftrag gegeben. Im belletristischen Teil des Magazins sind Gedichte abgedruckt von Michael Küppers-Adebisi und dem Dichter Oskar Ansull, der in den 80er Jahren mit seinem Lyrikband „Entsicherte Zeit“ Aufmerksamkeit erregt hatte.

Auf der Launch-Feier wird es zwei Spoken Word Performences geben: Michael Küppers-Adebisi performt die Gedichte aus dem Heft, Philipp Khabo Köpsell ist mit seinem Lyrikband „Die Akte James Knopf“ mit dabei, später tritt noch Volkan T. auf, bevor der Abend mit DJ Pasha ausklingen darf. (me)