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Türkische Presse Türkei

14.04.2011 – Gül, Pakistan, Erdoğan, Libyen, Davutoğlu, RWE, Europarat

Die Themen des Tages sind: Staatspräsident Abdullah Gül emfing seinen pakistanischen Amtskollegen; Unterstützung für Erdoğans Libyen-Plan; Die Libyen-Kontaktgruppe berät in Doha; Grundstein für das Gaskraftwerk wurde gelegt; Die türkischen Luftstreitkräfte feiern ihr 100 jähriges Jubiläum

VONBYEGM, TRT

DATUM14. April 2011

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RESSORTTürkische Presse Türkei

QUELLE Die “Türkische Presse Türkei” wird MiGAZIN von der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara und der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World) zur Verfügung gestellt und unverändert übernommen.

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Presseschau der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara

Staatspräsident Abdullah Gül emfing seinen pakistanischen Amtskollegen
Staatspräsident Abdullah Gül empfing seinen pakistanischen Amtskollegen im Palais Çankaya. Der Staatspräsident von Pakistan, Asif Ali Zardari wurde mit einer militärischen Zeremonie empfangen. Abschließend gaben Gül und der Staatspräsident von Pakistan, Asif Ali Zardari eine Pressekonferenz. Bei der gemeinsamen Pressekonferenz, sagte Präsident Zardari, dass sein Besuch ein neues Kapitel im Bereich der Zusammenarbeit und des Engagements zwischen den beiden Ländern darstellen würde. Auf der Tagesordnung der Kontakte von Zardari stehen die Beziehungen zwischen beiden Ländern, die jüngsten Entwicklungen in Nahost und Nordafrika, sowie internationale Themen.

Unterstützung für Erdoğans Libyen-Plan
Von der libyschen Opposition kam für die Vermittlerrolle der Türkei eine überraschende Unterstützung. Der Sprecher der Libyen-Kontaktgruppe Mahmud Awam Schamam sagte gestern bei der Versammlung in Doha, der Hauptstadt von Katar: „Wir sehen die Vermittlerrolle der Türkei für einen friedlichen Übergang in Libyen positiv. Jedoch muss Gaddafi gehen.“

Eine friedliche Lösung des Libyen-Konflikts war die Hauptgrundlage des Friedenplans von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan. Erdoğan betonte auch, dass die Türkei für die Vermittlung zwischen Gaddafi und der Aufständischen bereit sei.

Unteranderem sagte Außenminister Ahmet Davutoğlu in Doha: „Es muss auf jeden Fall eine politische Änderung geben, jedoch muss dieser Weg friedlich sein.“

Am Ende der Versammlung in Doha wurde in einer Erklärung erneut betont, dass „das Gaddafi Regime“ ihre
Legitimität verloren hat und „die Führung“ aufgeben soll. Die bevorstehende Versammlung der Libyen-Kontaktgruppe wird in Italien stattfinden.

Die Libyen-Kontaktgruppe berät in Doha
Nach dem Scheitern der Initiative der Afrikanischen Union sucht die internationale Staatsgemeinschaft nach einer Lösungsstrategie in Libyen. Die Kontaktgruppe hat unter Leitung der Co-Präsidentschaft von Katar und Großbritannien in Doha, der Hauptstadt von Katar, mit der ersten Konferenz begonnen. Libyen wird bei der Konferenz von Vertretern der Oppositionellen und die Türkei von Außenminister Ahmet Davutoğlu vertreten. Bei der Konferenz wurde über die jüngste Lage in Libyen, über die Bedürfnisse des libyschen Volkes und über die Zukunft des Landes gesprochen. Außerdem traf sich Außenminister Ahmet Davutoğlu mit dem Emir von Katar, Scheich Hamad bin Khalifa al-Thani und mit dem katarischen Ministerpräsidenten und Außenminister Hamid bin Casim bin Cabir Al Tani. Bei dem Gespräch wurde über den “Friedensfahrplan“ der Türkei für Libyen gesprochen.

Grundstein für das Gaskraftwerk wurde gelegt
Der Grundstein für das Gaskraftwerk des Energiekonzerns RWE wurde in der Stadt Denizli gelegt. An der Zeremonie nahmen Energieminister Taner Yildiz, der deutsche Botschafter in Ankara Eckart Cuntz und RWE Chef Jürgen Großmann teil. Yıldız bedankte sich an die Einwohner in Denizli und sagte: „Die Führung des Energiekonzerns RWE versprach bei der Versammlung im Zimmer von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan, dass sie 3 Milliarden Euro investieren werden. 500 Millionen Euro wurden bereits in Denizli investiert.“

Die Anlage soll Ende 2012 in Betrieb gehen und 2 Prozent Beitrag für den Energiebedarf in der Türkei leisten. Das Kraftwerk hat unteranderem eine Leistung von 775 Megawatt (MW). Die Anlage in Denizli soll binnen 90 Minuten die volle Produktivität erreichen.

Für die Anlage werden zusammen mit dem Partner Turcas Petrol rund 500 Millionen Euro investiert.
Unteranderem kam Energieminister Taner Yıldız mit seinem mongolischen Amtskollegen Dashdorj Zorigt bei der Energie-Sitzung am Eurasien Wirtschaftsgipfel zusammen. Yıldız und Zorigt unterzeichneten ein Abkommen bezüglich der Zusammenarbeit im Bereich Erdöl und Erdgas. Yıldız sagte: „Die Zusammenarbeit mit dem Bruderland Mongolei ist für die Türkei sehr wichtig.“ Zorigt betonte unterdessen, dass der Grubenbetrieb das wichtigste Sektor in der Mongolei sei.

Die türkischen Luftstreitkräfte feiern ihr 100 jähriges Jubiläum
Das 100-jährige Bestehen der türkischen Luftstreitkräfte wurde mit einer Veranstaltung gefeiert. Anlässlich der Feierlichkeiten, besuchte der Kommandeur der Luftstreitkräfte General Hasan Aksay eine Kunstausstellung. Auf die Fragen der Journalisten antwortete General Hasan Aksay, dass die Vorbereitungen für die Produktion eines nationalen Kampfjets in der Türkei begonnen haben.

Presseschau der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World)

Rede von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan vor der parlamentarischen Versammlung des Europarates

In Zaman lesen wir über die gestrige historische Rede von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan vor der parlamentarischen Versammlung des Europarates in Strassburg. Erdogan habe in seiner Rede die Entwicklungen in den Beziehungen zwischen der Türkei und der Europäischen Union sowie im Nahenosten angesprochen. Auf Fragen armenischer Parlamentarier über die Öffnung der türkisch-armenischen Grenze habe Erdogan gesagt, die armenische Verwaltung handle gegenüber der Diaspora sehr ängstlich. Wenn diese Angst überwunden werden könnte, könnte auch das Problem über die Öffnung der türkisch-armenischen Grenze überwunden werden.

Asif Ali Zerdari in der Türkei
In Sabah lesen wir über die anhaltenden Kontakte des pakistanischen Staatspräsidenten Asif Ali Zerdari in der Türkei. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Staatspräsident Abdullah Gül habe Zerdari gesagt, das 21. Jahrhundert sei das Jahrhundert Asiens. Die Türkei und Pakistan wollten von den Möglichkeiten dieses Jahrhunderts profitieren. Im Zusammenhang mit der Lage in Afghanistan habe Zerdari erklärt, sein Land unterstütze jede Möglichkeit, die in Afghanistan Frieden herbeiführen sollte. Pakistan werde jede Bemühung um einen Frieden und für die Gewährleistung eines dauerhaften Friedens unterstützen.

Türkei-Besuch des pakistanischen Staatspräsidenten
In Star lesen wir auch über den Türkei-Besuch des pakistanischen Staatspräsidenten Asif Ali Zerdari. Staatspräsident Abdullah Gül habe bei den Kontakten erklärt, sie wollten die Zugverbindung zwischen der Türkei und Pakistan erneuern und die Dauer der Zugfahrt zwischen Istanbul und Islamabad bis auf zehn Tage reduzieren. Zerdari habe daraufhin erklärt, dass sie diese Zugverbindung „Gül Zug“ genannt haben. Mit Abschluss der Arbeiten werde man nach Angaben von Gül von Islamabad bis nach London fahren können. Pakistan werde somit leichter in europäische Länder exportieren können. Auch berichtet die Zeitung darüber, dass Staatspräsident Abdullah Gül Zerdari einen Staatsorden verliehen habe.

Libyschen Aufständischen unterstützen Türkei
In einem weiteren Artikel von Hürriyet heißt es, die libyschen Aufständischen hätte die Vermittlungsbemühungen der Türkei überraschend unterstützt. Der Sprecher der Aufständischen, Mahmud Awad Schaman habe bei der Tagung der Libyen-Kontakt-Gruppe, die sich aus Vertretern von 21 Ländern und internationalen Anstalten für die Herbeiführung einer Lösung der Libyen-Krise zusammensetzt, in Doha erklärt, sie seien gegenüber der türkischen Initiative für einen friedlichen Übergang in Libyen positiv eingestellt.

Mete holt Gold
In Yeni Safak lesen wir unter der Schlagzeile „Mete holt Gold“, bei der Gewichtheber-EM in Tatarstan habe Mete Binay in der Gewichtsklasse 69 Kilogramm 151 Kilogramm gehoben. Im zweiten Versuch habe Binay auch 154 Kilogramm gehoben, sei aber bei 156 Kilogramm gescheitert. Im Stoßen hingegen habe der Nationalsportler wegen einer Verletzung keinen Erfolg verzeichnet.

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