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Migration und Integration in Deutschland

Das Beitragsaufkommen [in den Rentenversicherungen beträgt] auf Grund der Beschäftigung der ausländischen Arbeitnehmer jährlich rd. 1,2 Milliarden DM, während sich die Rentenzahlungen an ausländische Arbeitnehmer jährlich auf rd. 127 Millionen DM, also etwa ein Zehntel, belaufen.

Ludwig Kattenstroth, Staatssekretär im Arbeitsministerium, März 1966, Bundesvereinigung der Dt. Arbeitgeberverbände

TV-Tipps des Tages

10.04.2011 – Islamkonferenz, Integration, Istanbuls Hagia Sophia, Türkei

Die TV-Tipps des Tages sind: Cosmo TV; Istanbuls Hagia Sophia – Kirche, Moschee, Museum; Unterwegs in der Türkei; Kapverden; Fremde Kinder: Über den Dächern von Delhi; Der Weg nach Europa; Freunde in der Mäulesmühle; Weltspiegel

VONÜmit Küçük

DATUM10. April 2011

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Cosmo TV
Moderation: Til Nassif – Themen: Fünf Jahre Islamkonferenz – aber kein Grund zu Feiern; Schimmel statt Tapete – Migranten wehren sich gegen Wohnungselend; Lampedusa hat keinen Platz mehr – die Flüchtlingspolitik der EU; Fünf Jahre Islamkonferenz – aber kein Grund zu Feiern

BERLIN/KÖLN. Als der ehemalige Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble die deutsche Islamkonferenz 2006 ins Leben rief, war für ihn klar: Der Islam ist ein Teil Deutschlands. Heute, fünf Jahre später, ist das für den neuen Innenminister Hans-Peter Friedrich nicht so selbstverständlich – zumindest historisch gesehen. Und auch das Ziel der Islamkonferenz, flächendeckend Islamunterricht an unseren Schulen einzuführen, wird noch immer fleißig diskutiert. Die Muslimverbände tun sich schwer mit einer einheitlichen Haltung. Cosmo TV fragt: Ist die Deutsche Islamkonferenz nach fünf Jahren schon am Ende? Schimmel statt Tapete – Migranten wehren sich gegen Wohnungselend (07:30 – 08:00, SWR BW, SWR RP, SWR SR )

Istanbuls Hagia Sophia
Kirche, Moschee, Museum (11:05 – 12:00, N24)

Unterwegs in der Türkei
Überwintern in der Türkei – Statt mit kleiner Rente bei Nieselwetter in der Wohnung zu sitzen, vor dem eigenen Häuschen in der Sonne liegen: Hunderte von Pensionären haben sich den Traum vom Lebensabend an der türkischen Riviera erfüllt.

„Unterwegs in der Türkei“ – Auswanderer in ihrem Alltag und Langzeiturlauber, die in „All-inclusive-Hotels“ überwintern, werden vorgestellt. Verantwortlicher: Birgit Elisabeth Muth (14:45 – 15:15, BR)

Kapverden
Die wieder entdeckten Inseln – Film von Andreas Lueg – Die Kapverden: 500 Kilometer westlich von Afrika, sechs Flugstunden von Deutschland. Romantiker finden hier „die verlorenen Trauminseln des Atlantik“, andere nur sonnenverbrannte Flecken im Meer, „wo die Ziegen Steine fressen“. Der Film fängt die dramatische Vielseitigkeit der Archipels ein: die schroffe Kargheit der Landschaft, seine spröde Schönheit, den unauslöschlichen Optimismus der Bewohner. Zwei Drittel aller Kapverdier leben als Arbeitsemigranten in Übersee. Doch „Sodade“, die tiefverwurzelte Sehnsucht nach ihren Inseln, treibt viele zurück.

Schauplätze des Films sind Sal, touristisches Einfallstor, Sand-und Badeinsel mit weißem Sand, türkisfarbenem Meer und (meist) blauem Himmel über reichlich Hotels und Resorts.

Eine Flugstunde weiter südlich: Fogo mit seinem gleichnamigen Bilderbuch-Vulkan, an dessen Kraterrand sich Kletter-Enthusiasten aus aller Welt versammeln. Die Nachbarinsel Santiago fasziniert mit ihrer Kultur-Melange aus portugiesisch kolonialer Vergangenheit, afrikanischem Lebensgefühl und einem Hauch Brasilien. Und schließlich die „unbekannte Perle“ São Nicolau – von hier brachen die meisten… (16:00 – 16:30, Das Erste (ARD))

Fremde Kinder: Über den Dächern von Delhi
Dokumentarfilm (902 – Gesellschaft – Kindheit/Jugend) – Dokumentarfilm von Sabiha Sumar, Pakistan 2007 – Der Traum der 14-jährigen Gulnaz ist es, eine Sängerin und ein Filmstar zu werden und in einem großen Haus zu leben. Ihr Alltag sieht jedoch anders aus: Zusammen mit ihren fünf Geschwistern und Eltern wohnt sie in einem einzigen Raum in Alt-Delhi. Einen Teil ihrer Freizeit verbringt Gulnaz mit ihren Freunden und Geschwistern auf dem Dach des Hauses. Gulnaz‘ kleine Schwester Manhaz glaubt nicht an den Traum der Schwester. Nüchtern stellt sie fest, dass Gulnaz‘ Stimme nicht gut genug sei. Außerdem wären teure Gesangsstunden nötig. Im Gegensatz zu Gulnaz, für die bald der Ernst des Lebens als Mitglied der muslimischen Gemeinde von Delhi beginnt, kann die zehnjährige Manhaz noch ihre Kindheit genießen. Die pakistanische Filmemacherin Sabiha Sumar, die selbst in Delhi lebt, erzählt in ihrem Dokumentarfilm von den hoffnungsvollen und nüchternen Seiten einer Kindheit in der indischen Großstadt. „Über den Dächern von Delhi“ ist ein Beitrag der 3sat-Dokumentarfilmreihe „Fremde Kinder“, die sich Jungen und Mädchen bis zu 14 Jahren aus allen Ländern der Welt in ihren oftmals schwierigen Lebenssituationen widmet, für sie Partei ergreift und ihnen eine Stimme verleiht. (18:30 – 19:00, 3sat)

Der Weg nach Europa
Dokumentation (Kultur – Politik allgemein) – Im Fokus: Europa – 50 Jahre Römische Verträge – Film von Nina Koshofer – Rom, 25. März 1957: Die Staatschefs Frankreichs, der Bundesrepublik Deutschland, Italiens, Luxemburgs und der Niederlande unterzeichnen die Römischen Verträge und gründen damit die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft EWG. Der Kommentar des damaligen deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer lautete: „Es ist schwer, geschichtliche Urteile abzugeben, wenn alles noch in Bewegung ist, aber vielleicht ist dieser Zusammenschluss das wichtigste Ereignis der Nachkriegszeit.“ Adenauer sollte Recht behalten. 2007, 50 Jahre nach der Unterzeichnung der Römischen Verträge, ist ein starkes Europa entstanden. Ein Europa, das in Frieden geeint ist und dessen Stimme weltpolitisches Gewicht hat. Der Film „Der Weg nach Europa“ erzählt von den Vätern und Gründern des modernen Europa, von Menschen, die trotz großer Widerstände den Europäischen Integrationsprozess in Gang setzten und formten. Historiker, Politiker und Journalisten beleuchten die Hintergründe des spannenden Wechselspiels von politischen Visionen, großen Erfolgen, enttäuschenden Rückschlägen und tiefen Krisen auf dem Weg zur Europäischen Union. (20:15 – 21:00, 3sat)

Freunde in der Mäulesmühle
Mitwirkende: Willy und Ernst, Uli Boettcher – Präsentiert von Albin Braig und Karlheinz Hartmann mit Willy und Ernst, Uli Boettcher sowie Herrn Stumpfes Zieh und Zupf Kapelle. Das Duo, der Wirt und sein Adlatus – Albin (Albin Braig) und Karle (Karlheinz Hartmann), thematisieren das Problem „Ausland und Ausländer“. Dabei kommen sie mit ihrer skurrilen Art, Dinge zu diskutieren, zu dem banalen Schluss, dass jeder Einzelne viel öfter Ausländer ist als Inländer. Selbst selbstverständliche Schlüsse bekommen bei den beiden durch die verschlungenen Wege, die sie gehen, äußerst interessante Aspekte und natürlich Witz und Hintersinn.

Aus dem benachbarten Ausland, aus der Pfalz, begrüßen sie als Gäste Willi und Ernst, ein Rentnerpaar, das dem Leben mit viel Humor begegnet. Und aus Oberschwaben Uli Boettcher, der die Problematik des Mannes über 40 beleuchtet. Herrn Stumpfes Zieh und Zupf Kapelle haben zum Thema Ausland das passende Lied: „Europa“. (21:15 – 21:45, SWR BW, SWR RP, SWR SR)

Weltspiegel
Auslandskorrespondenten berichten – Moderation: Tina Hassel – Themen: USA: Die nukleare Erblast; Frankreich: Der Vormarsch der Rechten; Elfenbeinküste: Der lange Kampf um die Macht; Großbritannien: Gang-Gewalt gegen Mädchen. (23:20 – 00:00, EinsExtra)

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