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Migration und Integration in Deutschland

So, wie wir mit den Minderheiten umgehen, die bei uns leben, so erwarten wir auch, dass Titularnationen mit den deutschen Minderheiten umgehen.

Angela Merkel, Aussiedler- und Minderheitenpolitik in Deutschland, 2008

Wochenrückblick

K13/11 – Islamkonferenz 2011: War es die letzte?

Islamkonferenz 2011: Necla Kelek lobt, das Türkisch-Deutsche Forum der CDU NRW tadelt den Minister; die muslimischen Teilnehmer erinnern ihn an den Zweck, und Uli Gellermann macht sich über die Konferenz lustig.

VONLeo Brux

 K13/11 – Islamkonferenz 2011: War es die letzte?
Leo Brux, 1950 in München geboren, ist u. a. Integrationskurs-Lehrer bei der InitiativGruppe – Interkulturelle Begegnung und Bildung e.V., einem großen Träger der Integrationsarbeit in München. Migrations- und Integrationsfragen beschäftigen ihn seit den frühen 70er Jahren sowohl praktisch als auch theoretisch, privat und beruflich. Für die InitiativGruppe schreibt er einen Migrationsblog.

DATUM4. April 2011

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Der bewusst widersprüchliche Umgang des Innenministers mit dem Islam und mit der Islamkonferenz – Friedrich will zugleich den ministeriellen Integrationsverpflichtungen genügen als auch den islamfeindichen Mob besänftigen – hat es wahrscheinlich gemacht, dass die Islamkonferenz nun gestorben ist. Abschaffen oder aussetzen, diese Forderung überwiegt in der Debatte.

Es gibt auch andere Meinungen. Zum Beispiel diese von Necla Kelek in der Welt: Friedrich sei

der erste Politiker, der den Moscheevereinen etwas abverlangt, nämlich zum Schutz der Gesellschaft aktiv zu werden. Das Geschrei bei den Vormündern ist groß. Denn wenn diese Haltung Schule macht und man von den Muslimen und ihren Verbänden aktiv Integrationsleistungen abverlangen kann, wenn wir darüber diskutieren können, ob ein Bürger dieses Landes zumindest in Sicherheitsfragen loyal gegenüber der Gesellschaft sein sollte, dann verändert sich auch das von der Sozialpolitik eingehegte Leben der Migranten.

Das heißt: Schäuble und de Maizère haben den Moscheevereinen nichts abverlangt, auch nicht, zum Schutz der Gesellschaft aktiv zu werden. Sie haben ihnen keine aktiven Integrationsleistungen abverlangt. Keine Loyalität zumindest in Sicherheitsfragen.

Behauptet Necla Kelek. Weiß sie eigentlich, was sie schreibt, wenn sie etwas schreibt?

Bundesinnenminister Friedrich in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung:

SZ: Ist der Islam für Sie eine böse Religion?

Friedrich: Deutschland ist ein religionsfreundliches Land, das schließt selbstverständlich auch den Islam mit ein. Jede Religion, auch der Islam, kann jedoch leider politisch missbraucht werden. Diesem Missbrauch von Religion ist entschieden entgegenzuwirken.

SZ: Ist der Islam die derzeit missbrauchteste Religion?

Friedrich: Mit Blick auf den Islamismus muss man sagen: Er ist zumindest stark missbraucht. Den Superlativ will ich da nicht gebrauchen. Der weitaus überwiegende Teil der Muslime in Deutschland vereinbart Religiosität mit Demokratie.

SZ: Es wird viel über einen deutschen Islam geredet als eine besondere Ausprägung des Islams. Sollte man versuchen, diesen fördernd zu schaffen?

Friedrich: Es ist nicht Aufgabe des Staates, sich in Inhalte von Religionen einzumischen. Unsere Aufgabe ist nur, einen rechtlichen Rahmen zu schaffen, in dem jeder seinen Glauben, seine Religion leben kann.

Vernünftige Worte – den Islamfeinden ins Stammbuch. Folgt nicht daraus, dass der Islam heute – bei 4 Millionen Muslimen im Land, 1,8 Millionen davon mit deutscher Staatsbürgerschaft – sehr wohl Teil von Deutschland geworden ist? – Wir müssen ja nicht in die Geschichte zurück gehen, wir brauchen auch nicht zu fragen, ob der Islam (oder das Judentum oder das griechisch-orthodoxe Christentum) zur Identität Deutschlands gehört.

Gut auch, dass Friedrich klar macht: Es ist nicht die Aufgabe des Staates, sich in die Inhalte von Religionen einzumischen. Das würde sich seine eigene katholische Kirche auch gewiss verbitten!

Uli Gellermann nimmt für ReadersEdition diesen Punkt satirisch aufs Korn. Er fingiert ein Interview mit Friedrich bezüglich einer „Christenkonferenz“, auf der es um eine „Sicherheitspartnerschaft“ gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern gehen soll:

Aber Herr Minister, es gibt doch Millionen Christen, die sich nie an Kindern vergriffen haben. Ist diese “Sicherheitspartnerschaft” nicht eine Art Vorverurteilung?

Ich bitte Sie! Wer in die Schmuddeleien nicht verwickelt war, der kann sich doch von diesem Vorwurf durch meine Maßnahme prima reinwaschen, wenn er meinem Ministerium Verdachtsmomente gegen die Schänder liefert. Ich will nur das Umfeld der Täter zur Mitarbeit aufrufen, wenn die Christen selbst darauf achten, ob sich jemand in ihrer Umgebung verdächtig macht, dann kommen sie nur ihren staatsbürgerlichen Pflichten nach. Das ist der erste Schritt in die Integration der Christen in einen laizistischen Staat.

Gellermann scheint auch an einige der Kommentatoren im MiGAZIN gedacht zu haben, als er diese Passage schrieb. Der fiktive Friedrich kündigt an:

Als nächstes nehmen wir uns mal das Verhältnis der Christen zu den Frauen vor. Zum Beispiel hat einer ihrer Propheten gesagt “Die Weiber seien untertan ihren Männern als dem Herrn. Denn der Mann ist des Weibes Haupt, gleichwie auch Christus das Haupt ist der Gemeinde, und er ist seines Leibes Heiland.”

Das widerspricht eindeutig dem Gleichheitsgebot des Grundgesetzes.

Und nicht zuletzt: Alle, die in dieser Religion was zu sagen haben, sind Männer: Jesus, die Jünger, die Evangelisten. Ich kann nur sagen, die Christen werden wir demnächst gendern, dass ihnen das Hören und Sehen vergeht!

Das Deutsch-Türkische Forum der CDU Nordrhein-Westfalen ist unzufrieden mit dem Minister:

„Innenminister Friedrich beschädigt den Dialog mit den Muslimen in Deutschland. Den Fokus der Islam Konferenz auf sicherheitspolitische Fragestellungen zu legen, ist der falsche Weg.

Denn das hochsensible Thema der Prävention vor islamistischem Extremismus und Terrorismus darf nicht mit der Integration von Muslimen in Deutschland vermengt werden.

Auch in der Themenbehandlung der Islam Konferenz muss durch Innenminister Friedrich herausgearbeitet werden, dass Islam und Islamismus klar zu unterscheiden sind.

Viele Muslime fühlen sich unter Generalverdacht gestellt, wenn im Zusammenhang mit der Islam Konferenz vor allem die innere Sicherheit debattiert wird.

Die Angst vor dem Islam in Teilen der deutschen Bevölkerung wird mit diesem Vorgehen eher gefördert als ihr entgegenzuwirken.“

Im Dialog um Integration die Sicherheitsfragen hervorzuheben, war eine absichtsvolle Provokation, die auf beiden Seiten durchaus angekommen ist. Ich brauche die Kritik daran hier nicht ausgiebig zu zitieren. Für die Islamfeinde ist es eine Bestätigung.

Neun der zehn nicht organisationsgebundenen muslimischen Mitglieder der Islamkonferenz (DIK) haben dem Innenminister einen Brief geschrieben:

Der Grundgedanke der DIK ist eine ideologiefreie und versachlichte Auseinandersetzung mit dem Islam in Deutschland unter Einbeziehug von allen wichtigen Akteuren und mit Blick auf eine Zukunftsgestaltung, in der Inklusivität und Kooperation, und nicht Marginalisierung und Polarisierung herrschen. Im ersten Jahr der zweiten Mandatsperiode der DIK, in welcher der Fokus auf einer verstärkten Hinwendung zur praktischen Umsetzung dieses Prinzips lag, herrschte über diesen Grundgedanken weitestgehend Konsens bei muslimischen wie nichtmuslimischen Teilnehmern.

Der neue Duktus aus dem Innenministerium lässt nun Zweifel daran aufkommen, ob diese Dialog- und Integrationsfunktion der DIK aus staatlicher Perspektive weiterhin angestrebt wird. Es scheint, dass die vielfältigen Erscheinungsformen des Islams in Deutschland wieder einmal auf extremistisches Potential und Gefahrenmomente reduziert werden sollen.

(Quelle: Deutsch-Türkische Nachrichten)

Die Islamverbände sollten es sich gut überlegen, ob sie an der angekündigten Sicherheitskoferenz teilnehmen – und unter welchen Bedingungen. Sie tun gegen gewalttätigen Islamismus was sie können – aus eigenem Interesse. Nur, islamistische Terroristen kümmern sich nicht um die für sie verächtlichen Islamverbände. Diese Sicherheitskonferenz dient dem Interesse des Ministers, der nochmal etwas für den Mob tun möchte.

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111 Kommentare
Diskutieren Sie mit!»

  1. Manfred O. sagt:

    @ Leo Brux

    Wir lernern: Wer den Islam und/oder seine Anhänger (z.B. Türken) kritisiert, gehört zum „Mob“.

    Zum „Mob“, Herr Brux, gehören DIE, die in der islamischen Welt Angehörige der UN brutal abschlachten. DAS ist MOB, Herr Brux.

    Sie vergessen sich !

  2. Leon sagt:

    Der islamistische Terrorismus ist eine reale Bedrohung – darüber besorgte Bürger als Mob zu titulieren, ist unterirdisch.

    Der Innenminister nimmt nur seine Pflichten wahr und versucht Bündnispartner im Kampf gegen den Terrorismus zu gewinnen.
    Das ist seine Aufgabe.
    Von Denunziantentum – wie unterstellt – hätte niemand etwas; das trifft nur Unschuldige und bindet unnötig Kräfte.

  3. Leo Brux sagt:

    Leon,

    wer etwas GEGEN islamistischen Terrorismus tun möchte, macht sich klugerweise zum Verbündeten derjenigen Muslime, die selber gegen diesen Terrorismus sind. Und das sind fast alle hier in Deutschland.

    Wer was FÜR den islamistischen Terrorismus tun möchte, verdächtigt direkt oder indirekt alle gläubigen Muslime.

    Friedrich hat doch deutlich genug gemacht, dass er KEIN BÜNDNISPARTNER der gläubigen Muslime und der Islamverbände sein will.

    Manfred O.,

    nicht wer kritisiert, sondern wer hetzt, gehört zum Mob.

    Zum Mob in Afghanistan: Interessanterweise gibt’s scheinbar nur dort gewalttätige Proteste gegen die Koranverbrennung. Die haben also wohl lokalen Charakter und damit zu tun, dass ziemlich viele Menschen in Afghanistan die inkompetente westliche Einmischung dort nicht mehr ertragen. Religion wird da mal wieder zum Vorwand.

    Eine Ähnlichkeit zwischen dem deutschen Mob der Islamfeinde und dem afghanischen Mob fällt auf: DIE machen für die Koranverbrennung Menschen verantwortlich, die nichts damit zu tun haben – außer, dass sie eben aus dem Westen kommen und mit der Gesellschaft vage verbunden sind, in der ein Pastor den Koran öffentlich und demonstrativ verbrennen kann. Der Mob hier bei uns macht die Muslime generell verantwortlich für etwas, das fast allen von ihnen fern liegt. In beiden Fällen liegt bösartige Verallgemeinerung vor.

  4. Leon sagt:

    Es gibt einen kleinen aber feinen Unterschied zwischen dem deutschen und dem afghanischen Mob: der eine kritisiert verbal und der andere schneidet Köpfe ab.

    Wo hat Friedrich Muslime generalverdächtigt? Ich gehöre politisch zwar zu einer Oppositionspartei, aber an seiner Stelle hätte ich die Islamkonferenz platzen lassen – denn positive Mitarbeit der Islamverbände hat es bisher nicht gegeben und ist auch nicht zu erwarten.

  5. Manfred O. sagt:

    @ Leo Brux

    Nur, das bei der EINEN „böswilligen Verallgemeinerung“ zahlreiche Mordopfer zu beklagen sind !

    Ihre Relativismus ist die eigentliche, unerträglich „Verallgemeinerung“.

    Man kann der bayer. Staatsregierung nur dankbar dafür sein, das ein Mensch mit solchem Gedankengut wie dem Ihren seit geraumer Zeit nicht mehr zum Unterricht/Erziehung auf Schüler losgelassen wird.

    Bei Ihnen, Herr Brux, wäre der VS an der „richtigen Adresse“ (wenn er es nicht schon ist).

  6. Leo Brux sagt:

    Manfred O.,
    ich unterrichte nach wie vor Integrationskurse. In Bayern. In einer Einrichtung, in der der CSU-Fraktionschef von München zum Kuratorium gehört.

    Ich blogge und schreibe auch ohne Maske. Warum wohl? Ich kann es mir leisten. Ich betreibe nicht Volksverhetzung, muss mich also nicht hinter einem anonymen Nick verstecken.

    Was die Ähnlichkeiten angeht: Es kann Ähnlichkeiten geben zwischen Leuten, die andere umbringen, und solchen, die es (noch?) nicht tun. Nur wenige der Antisemiten des Jahres 1930 sind direkt zu Judenmördern geworden, zum Beispiel.

    Mord ist Mord, Hetze ist Hetze – zwei verschiedene Dinge, aber doch auch mit einander verwoben. Lieber werde ich Opfer von Hetze als Opfer eines Mords, werter Manfred O.. Da relativiere ich nicht … Aber Hetze ist deshalb nicht harmlos.

    Das ist auch zu
    Leon
    gesagt.

    Friedrich hat die Muslime insofern ins Licht einer Generalverdächtigung gestellt, als er meinte, ausgerechnet mit integrierten und entschieden gewaltfrei orientierten Muslimen müsse er eine Sicherheitskonferenz machen, damit die BEI SICH aufpassen:
    1. machen sie das sowieso,
    2. ist für eine Sicherheitspartnerschaft der Wortbestandteil -partnerschaft ziemlich gewichtig. Wenn Friedrich meint, zwar die Muslime, aber nicht den Islam als Teil Deutschlands betrachten zu können, dann heißt das, dass er künstlich trennt, was natürlich nur zusammen einen Sinn ergibt (man kann schlecht Christ sein ohne Christentum, und wenn man Homosexuelle anerkennt, aber nicht die Homosexualität, dann spielt man ein böses Spiel) – wenn das so ist, dann liegt hier kein Partnerschaft vor und kein Integrationsbemühen. Dann soll die Sache platzen.

    Dass es positive Zusammenarbeit mit den Muslimverbänden gibt, mit allen vieren sogar, hat NRW gezeigt. Die nächste Regierung (rot-grün?) wird richten müssen und richten können, was Friedrich verbockt hat.

  7. Manfred O. sagt:

    @ Leo Brux

    …und wenn man Homosexuelle anerkennt, aber nicht die Homosexualität,dann spielt man ein böses Spiel…

    DAS sollten Sie einmal INTENSIV mit Ihren Freunden bei DITEM besprechen, oder mit den anderen islamischen Verbänden.

    Ich gebe Ihnen gerne die Adresse des LSVD Berlin/Brandenburg dazu, da können Sie sich darüber informieren, wie da so DIE MEINUNG zu diesem Thema ist.

    Da gibts noch ein weeeeites Feld and Aufklärungsarbeit für Sie, Herr Brux, ein weeeeeites Feld. Aber vielleicht teilen Sie ja die Meinung der Verbände/muslimischer Bürger dazu ? Ja dann sollten Sie das im Kreis Ihres GRÜNEN Ortsverbandes tunlichst verschweigen,gell ?

  8. Leon sagt:

    @ Leo Brux

    Mit wem, wenn nicht mit den KRM-Verbänden hätte er denn eine Sicherheitskonferenz machen sollen? Mit Vertretern der 40 bis 50 radikalen Moscheegemeinden etwa, die Durchlauferhitzer für Terroristen darstellen?
    Dann könnte er die Terrorverdächtigen und Gefährder gleich persönlich einbestellen.

    Terroristen werden ja nicht geboren, sondern sie entwickeln sich. Die sozialisieren sich auch nicht nur in salafistischen Gemeinden, sondern starten
    in den normalen Moscheegemeinden. Ist es da zuviel verlangt, gleich Denunziation, gleich Generalverdacht, wenn darum gebeten wird, auf Leute ein Auge zu werfen, die richtig abdrehen?

  9. Europa sagt:

    @Leon
    „…denn positive Mitarbeit der Islamverbände hat es bisher nicht gegeben und ist auch nicht zu erwarten.“

    Wie recht Sie doch haben, diese Tatsache ist nicht von der Hand zu weisen! Zu einer Annäherung haben die Islamkonferenzen nicht gedient, ganz im gegenteil hatte man noch eher das Gefühl die Verbände würden versuchen eine Art Politik vertreten zu müssen, leider immer die Politik der Oppsoition. Wer sein Verband als Teil einer politischen Partei sieht, der darf sich nicht wundern, wenn am Ende nichts dabei rauskommt.

    @Leo Brux
    „Was die Ähnlichkeiten angeht: Es kann Ähnlichkeiten geben zwischen Leuten, die andere umbringen, und solchen, die es (noch?) nicht tun. Nur wenige der Antisemiten des Jahres 1930 sind direkt zu Judenmördern geworden, zum Beispiel. “

    Also laut dieser Logik: Es kann Ähnlichkeiten geben zwischen Muslimen die keine Ehrenmorde begehn und Muslimen die Ehrenmorde befürworten würden, denn hier gibt es auch Ähnlichkeiten zwischen Leute die andere umbringen, und solchen, die es (noch?) nicht tun. Nur wenige der ehrenmord befürsprechenden Muslime sind direkt auch zu Ehrenmördern geworden.

    Verblüffend, oder? Erkennen Sie die Ähnlichkeiten? Sie sind genauso ein Hetzer wie wir laut ihrer Theorie auch.

    Also Herr Brux, jetzt nochmal: Wir leben im Jahre 2011 nach Christus und nicht in den 30ern. Mag ja sein, dass Sie die damalige Zeit besser kennen als die Heutige, aber ihre andauernden Nazivergleiche sind nur noch langweilig und stumpfsinnig. Es gibt in Deutschland keine Hetze und es wird keine geben, also lehnen Sie sich doch mal zurück und versuchen nicht andauernd krampfhaft jede Diskussion mit Geschehnissen aus längst vergangener Zeit zu vergleichen. Sie wollen nicht argumentieren sondern lediglich Maulkörbe verpassen um sich selbst auf die „Gute“ Seite zu stellen und von ihren muslimischen Freunden auf die Schulter geklopft zu bekommen..
    Sie merken gar nicht wie verengt ihr Blick bezüglich jeder Islamkritik ist. Wenn Sie glauben der Islam dürfte weniger kritisiert werden als das Christentum nur, weil grösstenteils Ausländer diese Religion praktizieren, dann tun Sie mir nur leid.
    Sie denken alleine die Wahrheit zu kennen nur weil Sie ein paar muslimische Freunde mehr haben als ich oder vllt andere Forenbesucher!? Aber was ist denn mit Necla Kelek? Hatte Sie nicht auch muslimische Freunde und hat sich trotzdem gegen ihre ehemalige Religion gestellt? Oder erklären Sie diese Frau in Ihrer unendlichen Weisheit auch als Hetzer, Nazi oder Islamophob oder einfach als verrückt?
    Sie machen sich hier auf Migazin und in ihrem Blog hochgradig lächerlich, aber das werden Sie höchstwahrscheinlich nie verstehen, da Sie ja immer noch den tieferen Grund der Islamdebatte in den 30er Jahre suchen.
    Ich kann ihnen nur viel Glück dabei wünschen in den von ihnen so beliebten braunen Exkrementen der Geschichte rumzuwühlen, aber halten Sie ihre hanebüchenen Theorien bitte nicht den falschen Leuten hier unter die Nase!
    Vorallem sollten Sie nicht vergessen, dass Deutschland nicht das einzige Land auf der Erde ist in dem es Volksverhetzung und ein Völkermord gab! Im nahen Osten, da wo der Islam herrscht, war man (und ist auch Heute) noch nicht viel braver! Aber es muss schön sein für Leute wie Sie, wenn ein Land solch eine Schandtat zugibt und die Verantwortung übernimmt und man diesem Land über ein halbes Jahrhundert udn 3-4 Generationen später noch diese Fehler unter die Nase reiben kann, sogar dann wenn die ganzen Kriegsgenerationen und ehemaligen Judenhetzer fast alle tot sind. Dass das irgendwie unangebracht sein könnte, darauf kommen Sie nicht.

  10. Leo Brux sagt:

    Manfred O.,
    ich schätze mal, dass ich bessere Chancen als Sie habe, Muslime bzw. Migranten von der Natürlichkeit und einem positiven Umgang mit der Homosexualität zu überzeugen. Dies zu tun gehört übrigens zu meinen Aufgaben im Integrationskurs. Es macht mir immer wieder Vergnügen. Die Abwehr gegen Homosexualität ist nicht an eine Religion gebunden – auch ganz säkulare Menschen oder Christen aus Afrika zum Beispiel sind regelmäßig verblüfft, wenn ein so netter und kompetenter Mensch wie ich zu erläutern anfange, wie wir hier bei uns mit der Homosexualität umgehen, und wenn ich dafür werbe.

    Auch mit Leuten von der Sendlinger Moschee hab ich bei Gelegenheit über das Thema gesprochen – wir haben uns darüber unterhalten, wieso grade die Grünen sich so für die Muslime, auf für konservative Muslime einsetzen – wo doch zwischen Grünen und konservativen Muslimen der größte Kulturgegensatz besteht.

    Es kommt halt nicht darauf an, ob und wie groß die Kulturunterschiede sind, sondern wie man mit so etwas umgeht.

    Finden Sie meinen Umgang mit Kulturunterschieden nicht fruchtbarer?


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