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Armin Laschet, Nordrhein-Westfälischer Integrationsminister, MiGAZIN, 28. Januar 2010

TV-Tipps des Tages

26.03.2011 – Russland, Moskau, Anatolien, Studiengebühren, Moschee, Kosovo, Terror

Die TV-Tipps des Tages sind: Russlands strenge Zensoren; Die Geschichte Norddeutschlands; Der Blogger; „Ohne Deutsch kann man hier nichts machen“; Halbmond über Köln; Strebel und seine Bluthunde; Auf der Spur des Terrors; Korichor; OSS 117 – Der Spion, der sich liebte

VONÜmit Küçük

DATUM26. März 2011

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Russlands strenge Zensoren
Jelenas großes Vorbild ist Anna Politkovskaja, die mutige Journalistin, die für ihre kritischen und offenen Artikel sterben musste.

Jelenas großes Vorbild ist Anna Politkovskaja, die mutige Journalistin, die für ihre kritischen und offenen Artikel sterben musste. Wie Anna arbeitet auch Jelena bei der Novaja Gaseta, und wie Anna schreibt sie über Dinge, die der Obrigkeit unangenehm sind. Dabei ist Jelena gerade mal 23 Jahre alt und arbeitet nach ihrem Journalistik- Studium bei der Novaja Gaseta – hier gilt sie als neue Generation, als große Hoffnung für die Zukunft. Doch die sieht düster aus für unabhängige Journalisten in Russland. Gemeinsam mit Jelena dokumentiert Britta Hilpert, wie die Presse auf vielfältige Weise „auf Linie“ gebracht wird. Verantwortlicher: Britta Hilpert, Cornelia Schiemenz (08:15 – 9:00, PHOENIX)

Mord in Moskau
Wer erschoss Stanislaw Merkelow – „Die Mörder sind unter uns“-das sagte der Menschenrechtsanwalt Stanislaw Markelow. Kurz danach war er tot, erschossen auf offener Straße in Moskau. Gewalt und Selbstjustiz an Andersdenkenden, das ist Alltag in Russland.

„Die Mörder sind unter uns“-das sagte der Menschenrechtsanwalt Stanislaw Markelow. Kurz danach war er tot, erschossen auf offener Straße in Moskau. Gewalt und Selbstjustiz an Andersdenkenden, das ist Alltag in Russland. Ina Ruck und Stephan Stuchlik machen sich auf Spurensuche. Verantwortlicher: Ina Ruck, Stephan Stuchlik (09:00 – 09:30, PHOENIX)

Chodorkowskij – Ein russischer Prozess
Das Urteil: Schuldig. Auch im zweiten Prozess gegen den ehemaligen Ölmagnaten Michail Chodorkowskij blieb der Kreml hart und der russische Rechtsstaat auf der Strecke.

Das Urteil: Schuldig. Auch im zweiten Prozess gegen den ehemaligen Ölmagnaten Michail Chodorkowskij blieb der Kreml hart und der russische Rechtsstaat auf der Strecke. Sibirien, Straflager, Dauer 14 Jahre – so geht die Führung in Russland mit denen um, die sie für Staatsfeinde und damit für gefährlich hält. Verantwortlicher: Ina Ruck (09:30 – 10:15, PHOENIX)

Die Geschichte Norddeutschlands
(3) Im Zeichen des Kreuzes – Glaubenskriege und Hexenverfolgung stehen im Mittelpunkt der dritten Folge. Anhand authentischer Fälle zeigt der Film, wie lang und schmerzhaft der Abschied vom Mittelalter in Norddeutschland war.

Für den Bildhauer Hans Brüggemann, der zu Beginn des 16. Jahrhunderts einen zwölf Meter hohen Altar für die Klosterkirche in Bordesholm anfertigte, bedeutete die Reformation eine existenzielle Bedrohung. Brüggemann musste seine Tätigkeit als Altarschnitzer aufgeben, denn die Heiligenbilder wurden aus der Kirche verbannt. Im Verlauf der Gegenreformation wurden die Spannungen zwischen Katholiken und Protestanten immer größer. 1618 brach ein Krieg aus, der 30 Jahre dauern sollte. Mit der Schlacht bei Lutter geriet auch Norddeutschland in die Wirren des Dreißigjährigen Krieges, gewaltige Zerstörungen und hohe Opfer in der Zivilbevölkerung waren zu beklagen. Nach dem Krieg kam es in Mecklenburg zu einem starken Anstieg von Hexenprozessen. Innerhalb von 50 Jahren wurden mehr als 2.000 Menschen auf dem Scheiterhaufen verbrannt, darunter auch Catrina Zeleke aus dem Dorf Lancken bei Parchim. Sie war eine der ersten Frauen, die dem neuen Hexenwahn zum Opfer fielen. (11:30 – 12:15, NDR Mecklenburg-Vorpommern, NDR Niedersachsen, NDR Schleswig-Holstein)

Der Blogger
Teures Studium! – Diesmal ermittelt der Blogger in London, wo die Studiengebühren um das Zwei-oder gar Dreifache gestiegen sind, und in Dänemark, wo Studenten aus dem außereuropäischen Ausland für die anderen zahlen müssen. Ausgangspunkt sind die Studentenproteste gegen die Kürzungen der Bildungshaushalte in Bulgarien, Portugal, Italien, Serbien, Großbritannien, Griechenland und den Niederlanden.

Hintergrundinformationen: „Der Blogger“, präsentiert durch den französischen Journalisten Anthony Bellanger, widmet sich jede Woche einer europarelevanten Fragestellung und vergleicht die Lösungsansätze der verschiedenen EU-Mitgliedsstaaten. Er recherchiert im Internet, wertet Statistiken und Pressestimmen aus, veranschaulicht das jeweilige Thema mit dynamisch animiertem Kartenmaterial und führt Expertengespräche, um schließlich eine pointierte Schlussfolgerung liefern zu können. (12:30 – 13:00, arte)

„Ohne Deutsch kann man hier nichts machen“
Sprachförderung von Migrantenkindern – Ein bundesweites Projekt der Stiftung Mercator – „Ohne Deutsch kann man hier nichts machen“ – so beschreibt die 12-jährige Schülerin Alena aus Russland ihre Zukunftsaussichten in Deutschland.

Sie ist eine von mehr als 6.000 Förderschülern mit Migrationshintergrund, die im Projekt „Förderunterricht“ sprachlich und fachlich von mehr als 1.100 Lehramtsstudierenden unterstützt werden. Der Journalist Paul Schwarz begleitet das Modellprojekt, bei dem sowohl Schüler als auch Studierende etwas lernen, und stellt es mit all seinen Facetten dar. (13:15 – 13:45, BR-alpha)

Russisch, bitte!
Ein Sprachkurs für Anfänger – Russisch lernen vom Fernsehsessel aus! In insgesamt 30 Sendungen à 30 Minuten können Anfänger das kyrillische Alphabet und den Grundwortschatz dieser als schwierig geltenden Sprache erlernen – eine nützliche Einführung.

Zum Beispiel für Touristen, die nach Russland reisen wollen. Zu verwirrend soll es nicht werden. Dafür sorgt u.a. die Russischlehrerin Olga Barbian, die charmant durch die Sendung führt. (13:45 – 14:15, BR-alpha)

Halbmond über Köln
Der Streit um den Bau der Moschee – In Köln leben über 120.000 Muslime. Damit ist die rheinische Metropole im Verhältnis die größte türkische Stadt Deutschlands. Bisher war der berühmte gotische Dom das Wahrzeichen der Stadt.

Das spektakuläre Bauwerk spaltet die Stadt in vehemente Gegner und Befürworter, ein hochemotionaler Streit um die Integration von Muslimen entsteht. Mittendrin: der ehemalige Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU), Bezirksbürgermeister Josef Wirges (SPD), der Schriftsteller Ralph Giordano und der Dialogbeauftragte des Bauherrn, der DITIB, Bekir Alboga. Während der jüdische Publizist Giordano sich vehement und provokant gegen den Bau des repräsentativen Bauwerks ausspricht, kämpfen die Politiker Seite an Seite mit der DITIB für den Neubau. Ein weiterer Gegenspieler ist die rechtsextreme Gruppe Pro Köln, die die Ängste vieler alteingesessener Kölner kennt und sie für ihre politischen Ziele instrumentalisiert. Schauplatz der Handlung ist der ehemalige Arbeitervorort Ehrenfeld. Er wird gerne als der Kölner Stadtteil gelobt, in dem das multikulturelle Zusammenleben besonders gut funktioniert: Die Deutschen kaufen in den türkischen Gemüseläden ein, die Studenten… (16:55 – 17:45, arte)

Strebel und seine Bluthunde
Reportage (Gesellschaft – Arbeits-und Berufsleben) – Von der Akademie für Privatdetektive – Reportage von Simon Christen – (aus der SF-Reihe „Reporter“) Bruno Strebel ist seit über 30 Jahren Privatdetektiv. Die Zeit sei reif, sein Wissen weiterzugeben, fand er im März 2010 – und gründete in Zürich die Akademie für Privatdetektive. In 200 Lektionen, verteilt auf acht Monate, begleitet sie die Anwärter auf dem Weg zum professionellen „Schnüffler“ – Kostenpunkt 8.500 Franken.

Grundvoraussetzung: Eine Schweizer Niederlassungsbewilligung und ein sauberer Strafregisterauszug. Strebel selbst startete seine Karriere bei der Zürcher Flughafenpolizei. In den 1970er Jahren machte er sich als Detektiv selbstständig. Damals beschattete er vor allem Ehemänner, die ihren Frauen untreu waren. Seit die Schuldfrage bei Scheidungen keine Rolle mehr spielt, observiert Strebel vor allem Wirtschaftskriminelle, sucht Vermisste im In-und Ausland und überführt Sozialhilfebetrüger. An Arbeit mangle es nicht, sagt Strebel, nur an gut ausgebildeten Detektiven. Reporter Simon Christen hat Bruno Strebel und seine angehenden Detektive während der Ausbildung begleitet. (18:30 – 19:00, 3sat)

Auf der Spur des Terrors
Eine Reise zu den Taliban – Lange Jahre sah der Westen darüber hinweg, dass radikale Islamisten im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet immer stärker wurden. Doch nach dem 11. Lange Jahre sah der Westen darüber hinweg, dass radikale Islamisten im afghanisch pakistanischen Grenzgebiet immer stärker wurden. Doch nach dem 11. September wurde schnell deutlich: Hier liegt die Keimzelle der radikal-islamischen Terrororganisation Al Kaida. Bis heute sind die Stammesgebiete an der Grenze von Pakistan und Afghanistan das Rückzugsgebiet der Taliban. (18:30 – 19:15, PHOENIX)

Korichor
Dokumentation (Gesellschaft – Musik allgemein) – 35 Kinder, 2 Welten, 1 Chor – Film von Jan Poldervaart – Zwei Welten treffen aufeinander, als die Konzertchöre der Jugendmusikschulen aus Gjilan im Kosovo und Zürich im Frühjahr 2008 zusammen auf die Konzerttournee „Balkan Spring“ in der Schweiz gehen. Zwei Kulturen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, versuchen, sich in der Musik zu finden. „Balkan Spring“ findet im Rahmen eines Jugendaustauschprojekts statt. Die 35 Kinder und Jugendlichen der beiden Chöre nehmen zwischen Proben und Konzerten an einem sorgfältig aufgebauten kulturellen und sozialen Austauschprogramm teil. Vier Jugendliche aus der Schweiz reisten im Vorfeld nach Gjilan, 50 Kilometer südöstlich von Pristina gelegen, lebten bei Gastfamilien, nahmen an den Proben des dortigen Chors teil und erhielten so Eindrücke von Land und Leuten. Zusammen mit dem Chor aus Gjilan reisen sie zurück in die Schweiz, nach Magliaso im Tessin, wo die Jugendmusikschule Zürich ihr jährliches Frühlings-Musikcamp veranstaltet. Während einer ganzen Woche proben alle beteiligten Kinder und Jugendlichen beider Länder für die Konzerte. Die kosovarischen Chormitglieder leben während der Tournee bei Gastfamilien in Zürich. „Korichor“ dokumentiert das Projekt „Balkan Spring“ aus der Sicht der jugendlichen Sängerinnen und Sänger. (22:50 – 23:45, 3sat)

OSS 117 – Der Spion, der sich liebte
Spielfilm – OSS 117: Le Caire, nid d’Espions – Ägypten, 1955. Die Suezkrise spitzt sich immer weiter zu. Um Frieden zwischen Amerikanern, Europäern und Ägyptern zu stiften, schicken die Franzosen einen Spion nach Kairo, von dem man nicht genau weiß, ob er der beste Mann oder der größte Trottel des französischen Geheimdienstes ist. Getarnt als harmloser Hühnerzüchter, bekommt OSS 117 es mit schönen Frauen und brutalen Killern zu tun, mit größen wahnsinnigen Islamisten und schließlich sogar mit einer Horde von Altnazis. Für den Superspion alles kein Problem – oder vielleicht doch? Entstanden nach dem gleichnamigen Romanen von Jean Bruce, präsentiert sich der französische Kinohit „OSS 117 – Der Spion der sich liebte“ als köstliche Mischung aus überdrehter Agentenfilmparodie und klassischem Abenteuerfilm. Die Titelrolle spielt „Lucky-Luke“-Star Jean Dujardin.

Seine Name ist de La Bath – Hubert Bonisseur de La Bath, Deckname: OSS 117 (Jean Dujardin), Spezialagent der französischen Regierung. Sein neuester Auftrag führt ihn nach Ägypten. Man schreibt das Jahr 1955, die Suezkrise zwischen der westlichen Welt, Israel und Ägypten nähert sich ihrem Höhepunkt. Nach dem mysteriösen Verschwinden seines Kollegen OSS 283 (Philippe Lefebvre) entsendet Frankreich OSS 117 nach… (23:30 – 01:05, Das Erste (ARD))

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