Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) geht davon aus, dass in der CDU bereits mit einem Zwei-Säulen-Modell geplant wird, bei dem Haupt- und Realschulen zusammengeführt werden und die Gymnasien unverändert weiter bestehen sollen. Das lehnt die GEW ab.
„CDU und FDP wissen genau, dass sie derzeit kein tragfähiges Konzept für die Schullandschaft in Baden-Württemberg haben und mit dem fragwürdigen Werkrealschulkonzept vor der Landtagswahl nur schlechte Nachrichten über Schulschließungen vermeiden wollten“, sagte Doro Moritz, Landesvorsitzende der GEW, am Montag in Stuttgart. Ein Zwei-Säulen-Modell sei kein Fortschritt. Was man brauch seien Schulen, in denen Kinder nicht mehr getrennt, sondern alle bis zur 10. Klasse gemeinsam unterrichtet werden.
„Was wir nicht brauchen, ist ein Schulsystem, das aussortiert und abschult, ein Schulsystem, das Kinder immer der Gefahr aussetzt, ausgegrenzt zu werden, nicht dazuzugehören, das vielfach Angst erzeugt“, ergänzte Bernd Dieng, zweiter Vorsitzender des Vereins „Länger gemeinsam lernen“.
Das Netzwerk „In einer Schule gemeinsam lernen“, in dem 30 Organisationen Mitglied sind, macht sich für eine Schule stark, in der die Kinder bis zur zehnten Klasse gemeinsam lernen. (sb)