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Hans-Günter Kleff, Vom Bauern zum Industriearbeiter, 1985

Türkische Presse Türkei

17.03.2011 – Visumspflicht, Russland, Erdoğan, Libyen, Japan, Turkish Airlines

Die Themen des Tages sind: Koşaner empfing seinen pakistanischen Amtskollegen; Aufhebung der Visumspflicht; Erdoğan führte Gespärche mit Putin; Davutoğlu: „Militärischer Einsatz kann nur schaden“; Außenministerium warnt vor Reisen nach Japan; Zachau: „Türkei gutes Beispiel für weitere Länder“

VONBYEGM, TRT

DATUM17. März 2011

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RESSORTTürkische Presse Türkei

QUELLE Die “Türkische Presse Türkei” wird MiGAZIN von der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara und der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World) zur Verfügung gestellt und unverändert übernommen.

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Presseschau der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara

Koşaner empfing seinen pakistanischen Amtskollegen
Der pakistanische Generalstabchef Khalid Shamim Vayne besuchte Generalstabchef Işık Koşaner, der seinen Amtskollegen im Hauptquartier im Generalstab mit einer offiziellen Zeremonie empfing. Der pakistanische Generalstabchef wird sich zu Kontakten bis zum 21. März in Ankara weilen. Vayne wurde auch von Staatsminister Abdullah Gül empfangen. Die Gespräche in der Çankaya Residenz wurden der Presse geschlossen geführt. Auch Generalstabchef Işık Koşaner und der pakistanische Botschafter in Ankara Tarik Azizuddin nahmen an dem Gespräch teil.

Aufhebung der Visumspflicht
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan kam am letzten Tag seines drei tägigen Arbeitsbesuches in Russland, mit Präsident Dmitri Medwedjew zusammen. Im Rahmen der Kooperationssitzung zwischen Russland und der Türkei wurden Gespräche zur Zusammenarbeit im Bereich der Energie wie zum Bau von Atomkernkraftwerken geführt. Zudem wurden zwischen beiden Politikern Gespräche, über das Inkrafttreten bilateraler Abkommen, die einen visafreien Reiseverkehr ermöglichen sollen, geführt. Mit der Einführung des visafreien Reiseverkehrs, sollen für Touristen, die für einen Monat die Türkei besuchen werden, die Visumspflicht aufgehoben werden. Die Türkei ist ein bevorzugtes Urlaubsland von russischen Touristen.

In den Gesprächen zwischen Außenminister Ahmet Davutoğlu und seinem Gegenpart Sergej Lawrow wurde zudem über die Readmission (Rückführung illegaler Einwanderer) beraten.

Erdoğan führte Gespärche mit Putin
Im Rahmen seines Moskau-Besuchs kamen Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan und Ministerpräsident Wladimir Putin zusammen. Das Treffen fand im „Weißen Haus“ statt und dauerte über zwei Stunden. Nach den Kontakten in Moskau reiste Erdoğan in die Teilrepublik Tatarstan weiter. Auf seinem Besuchsprogram in der Hauptstadt Kasan, standen Verhandlungen zum Thema „Ausbau der handelspolitischen, wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen“. Im vorigen Jahr betrug der Warenumsatz zwischen der Türkei und Tatarstan 1,37 Milliarden US-Dollar.

Unteranderem wurde Erdoğan mit dem Ehrendoktortitel von der Diplomatischen Akademie in Russland ausgezeichnet. Bei der Preisverleihung appellierte Erdoğan an die Studenten und sagte: „Hier möchte ich die Terror-Angriffe in Russland vom letzten Jahr im März und diesem Jahr in Februar noch einmal verurteilen. Die Türkei, die seit 30 Jahren den Kampf gegen den Terror führt, ist eines der Länder, die die Sorge Russlands am besten versteht.

Davutoğlu: „Militärischer Einsatz kann nur schaden“
Außenminister Ahmet Davutoğlu, der zu den Entwicklungen im Nahen Osten Stellung nahm, beschrieb diese als einen historisch notwendigen Wandel. Davutoğlu bezeichnete Schritte in Richtung militärischer Einsätze gegen Libyen als den falschen Weg. Davutoğlu sagte: „Militärische Einsätze führen zu neuen Polarisierung und neuen Konflikten. Zum Schutz vom Menschen, sind wir für humanitäre Einsätze.“

Außenministerium warnt vor Reisen nach Japan
Das türkische Außenministerium hat die Bürger vor Reisen nach Japan gewarnt. Nach der durchsage des Außenministeriums bestehen in Japan weiterhin die Auswirkungen des Beben und Tsunamis. Der Botschafter der Türkei in Tokio Sermet Atacanlı empfiehl den türkischen Bürgern das Land zu verlassen. Auf der Internet Seite der Botschaft kam gestern die folgende Warnung: „Falls sie keinen wichtigen Grund zum bleiben haben, wäre gut, dass unsere Bürger Japan verlassen. Diese Durchsage ist nur Empfehlung. Es ist nicht der Fall, dass wir unsere Bürger aus Japan evakuieren.

Zachau: „Türkei gutes Beispiel für weitere Länder“
Türkei-Direktor der Weltbank Ulrich Zachau würdigte die Türkei als einen wichtigen Akteur, der eine wichtige Rollenfunktion für weitere Staaten in seiner Region habe. Zachau sagte: “Türkei hat die globale Krise als Schwellenland gut überstanden und stellt ein sehr gutes Beispiel für entwickelte Länder dar. Auch hat die Türkei viel Anerkennung wegen der durchgeführten Reformen erlangt.“

Die Türkei habe zudem ihren Platz innerhalb der G-20 Länder eingenommen und gehöre zu den wichtigsten Investitionsländern, so Zachau.

Presseschau der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World)

Visumsfreie Einreise nach Russland
In Zaman lesen wir unter der Schlagzeile „Visumsfreie Einreise nach Russland“, die Türkei und Russland hätten die gegenseitige Visumspflicht aufgehoben. Das betreffende Abkommen, das nach 30 Tagen in Kraft treten wird, hätten Außenminister Ahmet Davutoglu und der russische Außenminister Sergej Lawrow unterzeichnet. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan, der in Begleitung von sieben Ministern und zahlreichen Unternehmern nach Moskau reiste, sei nach der Unterzeichnungszeremonie mit dem russischen Staatspräsidenten Dimitri Medwedew und seinem russischen Amtskollegen Putin zusammengekommen. Am zweiten Tag seines Russland-Besuches habe Ministerpräsident Erdogan an der Tagung des hochrangigen Kooperationsrates zwischen der Türkei und Russland teilgenommen, der beim Türkei-Besuch von Medwedew im Mai 2010 gegründet worden war.

Ministerpräsident Erdogan habe auch an der Tagung des türkisch-russischen Arbeitsforums im internationalen Handelszentrum teilgenommen. Seine Rede habe Erdogan hier vor 800 Teilnehmern des Forums gehalten. Erdogan habe erklärt, sie wollten den Handel mit Russland in den nächsten fünf Jahren auf 100 Milliarden Dollar erhöhen. Auch habe Ministerpräsident Erdogan erklärt, dass in den Themen Produktion von Energiemaschinen, der Automobilindustrie, der Chemieindustrie, der Schiffsbauindustrie, der Gesundheitsindustrie, der Luftfahrtindustrie, der Baumaterialienindustrie eine Einigung über den Ausbau der Kooperationen erzielt worden sei. Auch sei eine Übereinstimmung in der Kooperation zwischen den russischen Sonderwirtschaftsgebieten und den türkischen Freihandelsgebieten erzielt worden. Der Zeitungsmeldung zufolge sei Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan vom staatlichen Diplomatieinstitut in Moskau mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet worden.

Die Folgen der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Japan
In Sabah lesen wir über die Folgen der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Japan. Nachdem Beben mit einer Stärke von 9 auf der Richterskala seien Feuer in einer Atomanlage ausgebrochen. Der radioaktive Strahlungswert liege gegenwärtige bei fünf bis sechs. Fachmännern zufolge liege dieser Wert unter der radioaktiven Strahlung nach der Katastrophe von Tschernobyl. Der japanische Kaiser Akihito habe in seiner gestrigen Fernsehansprache sein Bedauern für die Opfer des Bebens und des Tsunamis zur Sprache gebracht. Zudem habe der japanische Kaiser vom Volk gefordert, die Hoffnung nicht aufzugeben. Auch habe er aber seine Bedenken über die Entwicklungen in der Atomanlage zum Ausdruck gebracht.

Kolumbien unterbreitet TOKI einen Vorschlag
In Yeni Safak lesen wir unter dem Titel „Kolumbien unterbreitet TOKI einen Vorschlag“, nach Venezuela habe Kolumbien der staatlichen Wohnungsbaubehörde, TOKI den Vorschlag nach Wohnungsbau unterbreitet. Die stellvertretende kolumbianische Ministerin für Infrastruktur und Verkehrswesen, Maria Constanza Garcia Botero habe von TOKI Unterstützung für die Lösung des Barackenbauproblems in ihrem Land gefordert. Die kolumbianische Ministerin sei zur Inspektion der TOKI-Projekte nach Ankara gekommen und habe Gespräche mit dem amtierenden TOKI-Präsidenten, Ahmet Haluk Karabel geführt.

Turkish Airlines sponsere die ukrainische Mannschaft FC Shakhtar Donetsk
Hürriyet schreibt, die türkische Fluggesellschaft, Turkish Airlines sponsere nun auch die ukrainische Mannschaft FC Shakhtar Donetsk. Im Zeitungsartikel wird darauf hingewiesen, dass die Turkish Airlines sechs Städte in der Ukraine anfliegt. Im Rahmen des Sponsorenabkommens werde das Logo der Turkish Airlines auf dem Trikot der Mannschaft zu sehen sein.

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