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Migration und Integration in Deutschland

Warum werden sie hineingelassen? Um die Bürger des Staates von harter und unangenehmer Arbeit zu befreien?

Michael Walzer, Sphären der Gerechtigkeit, 2006

TV-Tipps des Tages

08.03.2011 – Juden, Muslime, Rabbiner, Fremdenangst, Russland, Türkei

Die TV-Tipps des Tages sind: ach so! fragen – forschen – verstehen; Als Europa Französisch sprach; Himmel und Erde; Die Frauen von der Graefewirtschaft; „Let the Sun Shine“ – Beatrice Achaleke; Neuer Präsident, alte Leier?; Die Prinzessin von Sansibar

VONÜmit Küçük

DATUM8. März 2011

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ach so! fragen – forschen – verstehen
Glauben – was heißt das? – Adan erforscht den Glauben der Menschen, ihr Bedürfnis, nach dem Sinn des Lebens zu suchen. Er begegnet dabei einem jüdischen Rabbiner, christlichen Mönchen und einem muslimischen Jungen. Adan stellt fest, dass der Glaube den Menschen hilft sich zu orientieren und Werte festzulegen. Aber er erfährt auch, dass die Menschen sich wegen ihres Glaubens streiten und sich sogar bekriegen.

Hintergrundinformationen: Neben Sachthemen greift „ach so!“ vor allem die Sinnfragen von Kindern auf. Ziel der Sendung ist es dabei, Kindern eigenständiges Denken bewusst zu machen und soziales Handeln zu fördern. (08:30 – 09:00, BR-alpha)

Als Europa Französisch sprach
Dokumentation – Frankreich – Schaufenster Europas: Der Schriftsteller und Historiker Marc Fumaroli lädt ein, dem Europa der Aufklärung nachzuspüren – einem Europa, das französisch dachte, sprach, liebte und schrieb.

Denkart und Lebensqualität – schon in der Aufklärung verband man die französische Sprache mit Kultur, Zivilisation und Literatur: Im 18. Jahrhundert sprach fast ganz Europa Französisch. Vor dieser Zeit, die von der Herrschaft Ludwigs XIV. bis zum Ausbruch der Französischen Revolution dauerte, waren die dominierenden Sprachen Italienisch und Spanisch gewesen, eine Rolle, die heute weltweit dem Englischen zukommt.

War die Vorherrschaft des Französischen lediglich historisch bedingt, oder verkörpert die Sprache Voltaires auch weiterhin allgemeingültige Werte? Die Dokumentation geht den Ursachen der damaligen Verbreitung des Französischen auf den Grund und bemüht dazu eine maßgebliche Figur der französischen Aufklärung: Voltaire. (10:25 – 11:20, arte)

Himmel und Erde
Magazin zu Religion und Kirche – Moderation: Friederike Sittler – Themen: Die Frauen von der Graefewirtschaft; Jung und gläubig; Lila Villa und Kinderzimmer im Kaufhaus; Charlotte sucht sich eine Oma; Jewrovision 2011

Die Frauen von der Graefewirtschaft
Sechs langzeitarbeitslose Migrantinnen und eine Deutsche haben sich 2008 gemeinsam auf den Weg aus Hartz IV gemacht, um ein soziales Unternehmen zu gründen:

Die Graefewirtschaft. Catering, Nähwerkstatt und – Weltküche.

Jung und gläubig
Betül ist in Berlin geboren und aufgewachsen. Eines von sechs Kindern eines kurdischen Gastarbeiters. In der zweiten Generation ist Betül in Deutschland angekommen, sie hat Abitur gemacht und studiert. Was ihre Kleidung verrät: Betül ist gläubige Muslima. (10:30 – 11:00, 01:20 – 01:50, RBB Berlin, RBB Brandenburg)

„Let the Sun Shine“ – Beatrice Achaleke
Dokumentation (Gesellschaft – Lebensstile/-entwürfe) – Film von Christina Kronaus – „Let the sun Shine“ ist ihr Leitspruch, und „Schirm, Charme und Okra“ sind ihre Geheimwaffen. Selbstbewusst und stark wie einst Emma Peel kämpft die aus Kamerun stammende Beatrice Achaleke dafür, dass schwarze Menschen in Österreich gehört und respektiert werden. Ihre eigene erfolgreiche Integrationsgeschichte ist ihr stärkstes Argument gegen jene Politik, die mit Fremdenangst Emotionen schürt. Die 40-Jährige setzt sich gezielt für Menschen-und Frauenrechte in Österreich ein. Sie möchte, dass sich ihre zwei Kinder, die sie mit einem Vorarlberger hat, eines Tages nicht mehr für ihre dunkle Hautfarbe rechtfertigen müssen. Der Film stellt Beatrice Achaleke vor und ihren Kampf für Menschen-und Frauenrechte in Österreich. (12:30 – 13:00, 3sat)

Neuer Präsident, alte Leier?
Russlands Frauen und die Politik – In kaum einem anderen Land sind so viele Frauen im Management beschäftigt wie in Russland. Die meisten wagten sich aus wirtschaftlicher Not in die Geschäftswelt und waren schließlich erfolgreicher als die Männer.

In kaum einem anderen Land sind so viele Frauen im Management beschäftigt wie in Russland. Die meisten wagten sich aus wirtschaftlicher Not in die Geschäftswelt und waren schließlich erfolgreicher als die Männer. In der russischen Politik sind Frauen dagegen kaum zu finden. Warum ist Politik in Russland immer noch überwiegend Männersache? (14:10 – 14:40, PHOENIX)

Die Prinzessin von Sansibar
Jahr 1866 verliebt sich Sayida Salme, die Schwester des Sultans von Oman und Sansibar, in den jungen Hamburger Kaufmann Heinrich Ruete. Trotz aller kulturellen Unterschiede verlässt sie ihre Familie und zieht mit ihm nach Deutschland.

Im Jahr 1866 verliebt sich Sayida Salme, die Schwester des Sultans von Oman und Sansibar, in den jungen Hamburger Kaufmann Heinrich Ruete. Trotz aller kulturellen Unterschiede verlässt sie ihre Familie und zieht mit ihm nach Deutschland. Der Film von Tink Diaz lässt sowohl die ostafrikanische Insel als auch das Deutschland des 19. Jahrhunderts wieder aufleben und erzählt auf beeindruckende Weise die dramatische Lebensgeschichte einer der ersten Musliminnen in Deutschland und ihrer großen Liebe zu einem Deutschen. (16:55 – 17:55, PHOENIX)

1990 – Aufbruch zur Einheit
Unbekanntes aus Mitteldeutschland – Deutschland am 3. Oktober 1990, der Tag der Tage. Die Menschen bejubeln die lang ersehnte Deutsche Wiedervereinigung, ein großer Festakt in Berlin würdigt die friedliche Revolution.

Zukunftsträume füllen an diesem Tag die Köpfe der Menschen, doch allzu oft sind sie bereits nach kurzer Zeit wieder geplatzt. Am Tag der Einheit sind auch die Schützes aus Zschopau noch voller Hoffnung. Ihr Obst-und Gemüsegeschäft läuft erfolgreich, doch sie müssen sich immer größerer Konkurrenz erwehren. Um weiter auf der Erfolgswelle schwimmen zu können, muss das Ehepaar mehr riskieren und investieren. Mit großem Mut und Tatendrang eröffnen sie zusätzlich ein Molkerei-Geschäft, die Euphorie ist jedoch schnell verflogen. Ernüchterung macht sich langsam breit. Können sich die Schützes gegen die prominenten Mitstreiter aus dem Westen durchsetzen?

Geringe Chancen im neuen System haben auch Pädagogen, die politisch untragbar geworden sind. Lehrer, die ein Jahr zuvor noch zu den Stützen des Systems gehört hatten, sind plötzlich nicht mehr erwünscht. (22:05 – 22:48, MDR Sachsen, MDR Sachsen-Anhalt, MDR Thüringen)

Mohn
Blume des Schlafes – Die Dokumentation verfolgt die Verwendung des Mohns von der Antike bis in die Neuzeit: In der Türkei besucht das Kamerateam die größten – staatlich kontrollierten – Schlafmohngebiete der Welt.

In Österreich werden zwischen Linz und Wien riesige Mohnplantagen kultiviert, das wichtigste Produktionsgebiet für Speisemohn in ganz Europa. Hier werden die Mohnsamen von alters her für die typisch österreichischen Speisen produziert: Mohnstrudel, Mohnbrötchen, Mohnzopf und Germknödel.

Hintergrundinformationen: Die Dokumentation geht in ruhigen Bildern von der Schönheit der blühenden Mohnpflanze aus, die mit ihren zarten zerknitterten Blütenblättern in den knalligsten Farben ganze Felder optisch so verwandelt, als stünden sie in Flammen. (23:30 – 23:29, BR-alpha)

auslandsjournal XXL
Magazin (Politik – Politik Ausland) – Die Macht der Frauen – die Zukunft ist weiblich mit Theo Koll – Es ist die bemerkenswerteste globale Revolution der letzten 50 Jahre – so jedenfalls sieht es der „economist“. Die Zukunft ist weiblich: in den USA, wo mehr Frauen als Männer im Berufsleben stehen, in China, wo 40 Prozent der privaten Unternehmen von Frauen geführt werden, oder in Ruanda, dem ersten Land der Welt, in dem mehr als die Hälfte der Parlamentarier Frauen sind. Frauen sind inzwischen besser ausgebildet als Männer, ihr Pro-Kopf-Einkommen steigt doppelt so stark.

Die Unternehmensberatung McKinsey fand in einer Studie heraus, dass mit mehr Frauen in den Firmen der wirtschaftliche Erfolg wächst. Die Zukunft ist weiblich – oder zumindest weiblicher. Denn Frauen geben nicht nur innerhalb der Unternehmen immer stärker die Richtung vor, auch als Konsumentinnen bestimmen sie über Erfolg oder Misserfolg von Produkten. In einer globalen Welt werden Frauen also immer wichtiger – auch aus demografischen Gründen: Bei sinkenden Geburtenraten in vielen Teilen der Welt steigt der Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern. Durch Migration allein lässt sich das Problem nicht lösen. Warum verdienen Frauen immer noch weniger als Männer? Warum tragen Frauen noch viel zu selten Führungsverantwortung? (23:45 – 23:44, ZDFinfokanal)

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