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Der große Wert der Ausländerbeschäftigung liegt darin, dass wir hiermit über ein mobiles Arbeitskräftepotential verfügen. Es wäre gefährlich, diese Mobilität durch eine Ansiedlungspolitik größeren Stils einzuschränken.

Ulrich Freiherr von Gienanth, Der Arbeitgeber, 1966

TV-Tipps des Tages

04.03.2011 – Balkan, Islam, Erdoğan, Kosovo, Sibirien, Iran, Türkei

Die TV-Tipps des Tages sind: Karambolage; dok‘ mal – Fragen an die Filmemacherin von „Eiki – vielleicht nach Japan“; ach so! fragen – forschen – verstehen; Mit dem Zug durch …; auslandsjournal extra; Cosmo TV; Kreuzzug durch Sibirien; ARTE Reportage; Türkei – Land, Leute und Sprache

VONÜmit Küçük

DATUM4. März 2011

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Karambolage
Themen u.a.: Der Gegenstand: „Tesbih“; Die Lautmalerei: „Tür zuschlagen“; Der Ausdruck: Corneille-Wahl.

Der Gegenstand: Tonguc Baykurt ist Türke und lebt in Hamburg. Er ist Drehbuch-Autor. Er stellt uns einen sehr persönlichen Gegenstand vor, den er stets bei sich trägt: Sein „Tesbih“.

Die Lautmalerei: Wie sagen die Deutschen, wenn Sie eine Tür zuschlagen, und wie sagen die Franzosen?

Der Ausdruck: Franzosen stehen manchmal vor einer „choix cornélien“, einer Corneille-Wahl. Jeanette Konrad erzählt uns, was dieser Ausdruck bedeutet. (06:45 – 07:00, arte)

dok‘ mal – Fragen an die Filmemacherin von „Eiki – vielleicht nach Japan“
Der 13-jährige Eiki besucht die japanische Schule in Düsseldorf. Vorher war er auf einer deutschen Schule. Aber vielleicht muss er mit seiner Familie bald nach Japan zurück. Auf diesen Wechsel muss Eiki vorbereitet sein. Der Junge ist in beiden Welten heimisch und kann deutlich Vor-und Nachteile der Kulturen benennen. Aber gerade weil für den Umzug nach Japan kein konkreter Zeitpunkt feststeht, ist sein Alltag geprägt von einer großen Ungewissheit darüber, wie sein Lebensweg weitergehen wird. Susanne Mi-Son Questers Dokumentarfilm thematisiert am Beispiel von Eicki die Suche von Migrantenkindern nach einer inneren Heimat und einer eigenen Identität. Im anschließenden Interview mit der Filmemacherin berichtet Susanne Mi-Son Quester beispielsweise über Musik, Bildsprache und Drehorte in ihrem Film. So verdeutlicht sie ihre Arbeitsweise und die Entstehung des Films.

Wer mehr darüber wissen will, wie Filme gemacht werden, mit welchen filmischen Mitteln sie arbeiten, was einen Dokumentarfilm von Doku-Soaps unterscheidet, findet auf der Schülerplattform www.dokmal.de jede Menge attraktive Angebote. (07:30 – 07:35, WDR)

ach so! fragen – forschen – verstehen
Glauben – was heißt das? – Adan erforscht den Glauben der Menschen, ihr Bedürfnis, nach dem Sinn des Lebens zu suchen. Er begegnet dabei einem jüdischen Rabbiner, christlichen Mönchen und einem muslimischen Jungen. Adan stellt fest, dass der Glaube den Menschen hilft sich zu orientieren und Werte festzulegen. Aber er erfährt auch, dass die Menschen sich wegen ihres Glaubens streiten und sich sogar bekriegen.

Neben Sachthemen greift „ach so!“ vor allem die Sinnfragen von Kindern auf. Ziel derSendung ist es dabei, Kindern eigenständiges Denken bewusst zu machen und sozialesHandeln zu fördern. (13:45 – 14:15, BR-alpha)

Mit dem Zug durch …
Den Balkan – Der Gare de l’Est in Paris war ab 1883 Anfangs-beziehungsweise Endbahnhof des legendären „Orientexpress“, ein Luxuszug für Könige und Diplomaten. Dreieinhalb Tage benötigte er nach Istanbul – damals eine Rekordzeit.

Vor 125 Jahren fuhr erstmals ein Luxuszug von Paris nach Istanbul. Das rollende Hotel mit Salon-, Speise-und Schlafwagen trug den Namen „Orientexpress“ und hat bis heute seinen legendären Ruf behalten, obwohl es die Direktverbindung von Paris nach Istanbul längst nicht mehr gibt.

Heute fährt stattdessen ein Sonderzug von Deutschland, auf teils historischen Bahnlinien, in die Metropole am Bosporus. Es ist eine Reise der ganz besonderen Art, denn die gesamten 2.500 Kilometer zum alten Istanbuler Bahnhof Sirkeci werden mit Dampfloks zurückgelegt.

Die Fahrt dauert insgesamt sieben Tage und führt durch sechs Länder: Über Wien und Budapest geht es nach Rumänien. Weitere Stationen folgen in Bulgarien: Veliko Tarnovo, die einstige Hauptstadt des Landes und Plovdiv, eine der ältesten Städte Europas. Der letzte Streckenabschnitt führt durch den gesamten europäischen Teil der Türkei. Hier legt sich schon orientalisches Flair über die Reise. (14:00 – 14:45, arte)

auslandsjournal extra
Magazin (Gesellschaft) – ZDF-Korrespondenten berichten aus aller Welt – „auslandsjournal extra“ zeigt politische Entwicklungen und gesellschaftliche Veränderungen in den Ländern der Welt. Das Magazin blickt hinter die Konflikte, beobachtet Entwicklungen der internationalen Politik und Auslandskorrespondenten liefern Analysen. (21:00 – 21:30, 3sat)

Cosmo TV
Themen: Türkischer Premier Erdogan überraschend in Düsseldorf; Die Kosovo Braut; Giz: Eine Frau boxt sich durch.

Türkischer Premier Erdogan überraschend in Düsseldorf
Eigentlich wurde der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan am Montag auf die Eröffnungsrede halten. Doch nun wird bekannt: der türkische Premier ist bereits am Sonntag in Deutschland und hält eine Rede vor 12.000 Anhängern im ISS Dome in Düsseldorf.

Die Kosovo Braut
Seit drei Jahren kennt und liebt Dieter M. seine Ajshe, eine gebürtige Kosovo-Albanerin. Daran ändert sich auch nichts als sie ihm gesteht, dass sie zwar vor 18 Jahren wegen des Krieges legal nach Deutschland einreisen durfte, ihre Aufenthaltserlaubnis aber (22:02 – 22:32, 01:15 – 01:45, 05:10 – 05:45, EinsExtra)

Kreuzzug durch Sibirien
Mit orthodoxen Priestern unterwegs – Ein Missionszug der orthodoxen Kirche fährt mit rund einem Dutzend Priestern an Bord durch die Weiten Sibiriens. Die Zugverbindung zwischen Bratsk und Khani gehört zu den abgelegensten Strecken in Russland.

Ein Missionszug der orthodoxen Kirche fährt mit rund einem Dutzend Priestern an Bord durch die Weiten Sibiriens. Die Zugverbindung zwischen Bratsk und Khani gehört zu den abgelegensten Strecken in Russland. Entlang dieser Bahnstrecke hat die Sowjetmacht einst Menschen angesiedelt, die heute meist nur noch weg wollen. Was sie hält, ist die Angst vor dem Ungewissen. Da kommen die Priester mit ihren göttlichen Gewissheiten gerade recht. Sie treibt zwar ein ehrlicher Missionsgedanke, dennoch nützt der Missionszug vor allem dem Staat, in dem er die Menschen zu gottesfürchtiger Duldsamkeit bringt. (05:45 – 06:15, PHOENIX)

ARTE Reportage
Magazin – Themen: Iran: Revolution strengstens verboten; Irak: Chaos statt Frieden?; Tiefenschärfe: Ägyptische Impressionen; Iran: Revolution strengstens verboten

Tausende Iraner liefen am 11. Februar 2011 durch die Straßen Teherans und feierten auch den Sieg des ägyptischen Volkes über den Diktator Mubarak. Aber diese Iraner Handlanger des Regimes von Ahmadinedschad: Sie feierten am Freitag, den 11. Februar 2011, den 32. Jahrestag der Gründung ihrer Islamischen Republik.

Die Opposition, die « Grünen », verfolgten die ägyptische Revolution zuhause vor dem Fernseher – mit Tränen in den Augen und Wut im Bauch. Ihre Revolte, ihr Versuch das Regime von Ahmadinedschad nach der gefälschten Wiederwahl des Präsidenten 2009 zu Fall zu bringen, der war gescheitert. Ahmadinedschad und seine Handlanger schlugen vor zwei Jahren massiv zurück mit Festnahmen, Folter und ferngesteuerten (06:00 – 06:45, arte)

Türkei – Land, Leute und Sprache
Von Hasankeyf zum Arart – Moderation: Murat Gencosman – In dieser Folge: eine Fahrt durch die wirtschaftlich schlecht gestellte Van-Region, der Besuch des Van- Sees, per Schiff zur Klosterinsel Ahtamar, die Vorstellung von Produkten der Van- Region, die Weiterfahrt über Hakkari zum Ishak-Palast …

Spielerische Einführung in die türkische Sprache durch Begleitung der vier aufgeschlossenen jungen Touristen Renate, Sylvia, Peter und Vedat bei ihren Erlebnissen während einer Rundreise durch die Türkei.

Spielszenen in türkischer und deutscher Sprache werden ergänzt durch ausführliche Informationen über Land und Leute durch im Hintergrund wirkenden, die Reise begleitenden Kommentator. (06:30 – 07:00, NDR Hamburg, NDR Mecklenburg-Vorpommern, NDR Niedersachsen, NDR Schleswig-Holstein)

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