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Hans-Günter Kleff, Vom Bauern zum Industriearbeiter, 1985

Türkische Presse Türkei

24.02.2011 – Erdoğan, Merkel, CeBIT, Libyen, Sarkozy, Platini, Iran

Die Themen des Tages sind: Erdoğan und Merkel werden zusammen die CeBIT eröffnen; Davutoğlu über die Evakuierung der türkischen Bürger aus Libyen; Sarkozy wird die Türkei besuchen; Kılıçdaroğlus Ausland-Tour; Erdoğan empfing Platini; Emine Erdoğan in New York; Die Mittelmeerspiele 2013 werden in Mersin stattfinden

VONBYEGM, TRT

DATUM24. Februar 2011

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RESSORTTürkische Presse Türkei

QUELLE Die “Türkische Presse Türkei” wird MiGAZIN von der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara und der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World) zur Verfügung gestellt und unverändert übernommen.

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Presseschau der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara

Erdoğan und Merkel werden zusammen die CeBIT eröffnen
Am 28. Februar 2011 wird die weltweit wichtigste Messe für die digitale Industrie, die CeBIT ihre Türen öffnen. Zum feierlichen Auftakt im Hannover Congress Centrum werden etwa 2.000 Gäste erwartet, darunter die Bundeskanzlerin Angela Merkel und der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan. Gemeinsam werden sie die CeBIT 2011 eröffnen.

Die Messe ist in vier Bereiche gegliedert: CeBIT pro, CeBIT gov, CeBIT lab und CeBIT life. Das Leitthema der Messe heißt „Work and Life with the Cloud“. 2011 ist die Türkei unter der Schirmherrschaft von ITO das Partnerland der CeBIT in Hannover. (Türkiye)

Davutoğlu über die Evakuierung der türkischen Bürger aus Libyen
Die Türkei versucht mit allen Mitteln ihre Bürger aus Libyen zu retten. Der türkische Außenminister Ahmet Davutoğlu sprach von der größten Rettungsaktion in der Geschichte der Türkei.

Für die Evakuierung der 25 Tausend Türken in Libyen wurde im Außenministerium ein Krisenstab gebildet. Außenminister Davutoğlu machte hier eine Presseerklärung.

„Die Politik der Türkei besteht aus drei Hauptpfeilern. Es ist wichtig, dass die gesellschaftliche Transformation –unter Einbeziehung der Wünsche der Völker- friedlich vervollständigt wird.” Die Türkei leitete nach Angaben von Außenminister Ahmet Davutoğlu die größte Evakuierungsaktion ihrer Geschichte ein. In Libyen, früher ein Teil des Osmanischen Reiches, leben 25.000 Türken. Allein aus der östlichen Stadt Benghasi wurden 3.000 Türken mit einer Fähre in Sicherheit gebracht, nachdem sie in einem Fußballstadion Zuflucht gefunden hatten. Insgesamt 21 Länder hätten um Unterstützung gebeten, sagte Davutoğlu.

In den vergangenen 72 Stunden seien fast 5000 von insgesamt 25.000 Staatsbürgern aus dem nordafrikanischen Land herausgeholt worden, sagte Davutoğlu. Er mahnte in einer komplizierten Lage zu äußerster Vorsicht. «Wir dürfen keine Fehler machen. Zur richtigen Zeit die richtige Erklärung», sagte er.
Davutoğlu erläuterte außerdem auch, dass Recep Tayyip Erdoğan zwei Mal mit dem libyschen Staatschefs Muammar al-Gaddafi telefoniert habe. Davutoğlu bestätigte auch den Tod des türkischen Staatsbürgers Yunus Emre Çelik (Hürriyet-Cumhuriyet)

Sarkozy wird die Türkei besuchen
Der französische Präsident Nicolas Sarkozy wird morgen für einen Staatsbesuch die Türkei besuchen. Sarkozy wird im Rahmen seines Türkei-Besuches zuerst Anıtkabir, das Mausoleum von Atatürk besuchen und danach mit Staatspräsident Abdullah Gül und Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan zusammenkommen. Bei den Gesprächen zwischen den Führern werden hauptsächlich die Beziehungen der Türkei zur EU, die Zypern-Frage, die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten und die Reform der G-20 erörtert. (Sabah-Milliyet)

Kılıçdaroğlus Ausland-Tour
Kemal Kılıçdaroğlu, Vorsitzender der Republikanischen Volkspartei (CHP) wird für einige Kontakte nach England und Deutschland reisen. Kılıçdaroğlu wird zuerst am 28. Februar nach London reisen und an einem Treffen der „Freunde der türkischen Arbeiterpartei Gruppe“ teilnehmen. CHP Vorsitzender Kılıçdaroğlu wird nach seinen Kontakten in England am 3. März nach Deutschland weiterreisen und dort an Veranstaltungen und Aktivitäten teilnehmen. (Sabah)

Erdoğan empfing Platini
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan empfing gestern UEFA-Präsident Michel Platini. Platini, der sich für die UEFA-Präsidentschaftswahl bewerben wird, besuchte gestern im Rahmen einer Unterstützungstour die türkischen Behörden. Das Treffen dauerte rund 1 Stunde und bei dem Treffen war auch Staatsminister Faruk Nafiz Özak anwesend. Platini hatte bei der Abstimmung der Vergabe der Fußball-Europameisterschaft 2016 großen Einfluss. (Cumhuriyet-Star)

Emine Erdoğan in New York
Die Frau des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoğan sprach in New York vor der UN-Frauenstatuskommission. Das 55.Treffen der UN-Frauenstatuskommission steht unter dem Motto „Geschlechter in der Gesellschaft, Bildung und Beschäftigung“. Emine Erdogan sprach in ihrer Rede über Gewalt gegenüber Frauen.

Emine Erdoğan nahm in New York auch im türkischen Haus an zwei Veranstaltungen teil. Emine Erdoğan wird von ihrer Tochter Sümeyye Erdoğan und der Staatsministerin, Selma Aliye Kavaf begleitet. (Star)

Die Mittelmeerspiele 2013 werden in Mersin stattfinden
Die Mittelmeerspiele 2013 hatten ursprünglich in Griechenland ausgetragen werden sollen, das in Nöten steckende Land hatte seine Zusage jedoch aufgrund der Wirtschaftskrise zurückgezogen.
Daraufhin wurde die Kandidatur Mersins bei einem Besuch einer Delegation aus Mersin unter der Leitung des Provinzgouverneurs Hasan Basri Güzeloğlu bei einem Treffen mit dem Vorsitzenden des Internationalen Komitees für die Mittelmeerspiele in Algerien offiziell verkündet.

Nun hat sich das Internationale Komitee für die Mittelmeerspiele entschieden. Die Stadt Mersin wird die Mittelmeerspiele 2013 austragen. Athleten aus Staaten rund um das Mittelmeer treffen sich alle vier Jahre. Es gibt 25 Disziplinen. Die ersten Spiele hatten 1951 im ägyptischen Alexandria stattgefunden. (Türkiye)

Presseschau der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World)

Türkischen Bürger in Libyen
Haber Türk schreibt, Außenminister, Ahmet Davutoglu habe auf der Pressekonferenz in der Krisenzentrale des Außenministeriums gesagt, dass die Türkei sich bemühe die 25.000 in Libyen lebenden 25.000 türkischen Bürger zu evakuieren. Das Schicksal Libyens sei das Schicksal der Türkei, habe Davutoglu hinzugefügt. Ein Tropfen vergossenes Blut des libyschen Volkes sei das Blut des türkischen Volkes. Die Evakuierung der türkischen Bürger aus Libyen bedeute nicht, dass man Libyen verlasse. Sobald die politische Krise beendet sei, werden die türkischen Bürger wieder ins Land zurückkehren.

Das Massaker hält an
Dieselbe Zeitung titelt mit der Schlagzeile „Das Massaker hält an“ und schreibt, nachdem der libysche Führer, Muammar Gadaffi erklärt haabe, er werde bis zum Tod als Märtyrer weiterkämpfen, sei das Land gestern zu einem Schauplatz von Gefechten geworden. Weiter heißt es in der Zeitungsmeldung, Scharfschützen hätten in der libyschen Hauptstadt Tripolis das Feuer eröffnet und gezielt auf Demonstranten geschossen. Der Nachricht zufolge, habe der italienische Aussenminister, Franco Frattini behauptet, dass die Zahl der Todesopfer auf rund 1000 gestiegen sei.

Orhan Gazi-1
Die Tageszeitung Sabah schreibt, das Fährschiff, „Orhan Gazi-1“ sei mit 1516 Passagieren aus der Hafenstadt Benghasi in Marmaris mit großer Begeisterung und Freude empfangen worden. Der Zeitung zufolge, seien an Bord der „Orhan Gazi-1“ laut, der vom Außenministerium veröffentlichten Passagierliste 1486 türkische und 30 ausländische Passagiere gewesen.

Tahrir-Angst beim Nachbarn
Hürriyet titelt mit der Schlagzeile „Tahrir-Angst beim Nachbarn“ und schreibt, dass das verschuldete Griechenland weiter mit der Wirtschaftskrise zu kämpfen habe. Der Zeitungsmeldung zufolge hätten Demonstranten auf den Strassen mit dem Slogan skandiert, den Sintagma Platz in der griechischen Hauptstadt Athen in den Tahrir-Platz zu verwandeln. Dabei sei es zwischen Demonstranten und der Polizei zu Auseinandersetzungen gekommen. Die Demonstranten hätten vor dem Parlamentsgebäude symbolisch einen Sarg mit der Aufschrift “Wir sterben” gestellt.

Zwei iranische Kriegsschiffe in Suezkanal
Das Blatt Yeni Safak schreibt, zwei iranische Kriegsschiffe hätten zu Übungszwecken den Suezkanal passiert und für neue Spannung in der Region gesorgt. NATO-Sprecher, Oana Lungescu habe erklärt, die Allianz beobachte, die ins Mittelmeer eingefahrenen iranischen Schiffe. Laut Zeitung seien die iranischen Kriegschiffe zu Übungszwecken auf den Weg nach Syrien. Seit der islamischen Revolution 1979 hatte Kairo der iranischen Marine die Durchfahrt zum Mittelmeer immer verwehrt. Nach dem Sturz des ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak hätten erstmals iranische Kriegsschiffe den Suezkanal wieder passiert. Israel würde den iranischen Zug als eine „Provokation“ betrachten und habe deshalb die Marine, die regelmäßig den Suezkanal passiere in Alarmbereitschaft versetzt.

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