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Hans-Günter Kleff, Vom Bauern zum Industriearbeiter, 1985

Türkische Presse Türkei

17.02.2011 – Gül, Zypern, Erdoğan, EU Iran, RWE, Täbris

Die Themen des Tages sind: Gül in Täbris; Besuch aus der TRNZ; Überraschende Einladung; Erdoğan als vorbild; RWE investiert in die Türkei; Erdoğan wird Belgien besuchen; OMV wird in der Türkei stärker; Jeder Ort ist Tahrir; Projekt anerkannt: 4 Aufträge

VONBYEGM, TRT

DATUM17. Februar 2011

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RESSORTTürkische Presse Türkei

QUELLE Die “Türkische Presse Türkei” wird MiGAZIN von der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara und der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World) zur Verfügung gestellt und unverändert übernommen.

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Presseschau der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara

Gül in Täbris
Gestern am vierten Tag seiner Iran-Visite hat Staatspräsident Abdullah Gül Täbris besucht. Gül, der in den Morgenstunden von Isfahan nach Täbris weiterreiste, wurde am Flughafen vom Gouverneur der Provinz Ostaserbaidschan Ahmet Ali Rıza Beygi empfangen. Staatspräsident Gül empfing anschließend im Hotel den Gouverneur der Provinz und nahm am Bankett des Gouverneurs teil. Danach besuchte Gül die historischen und kulturellen Sehenswürdigkeiten der Stadt. (Sabah)

Besuch aus der TRNZ
Ministerpräsident der Türkischen Republik Nord Zypern (TRNZ) İrsen Küçük wird heute die Türkei besuchen. TRNZ Außenminister Hüseyin Özgürgün, Finanzminister Ersin Tatar und Wirtschaftsminister Sunak Atun werden Küçük in seiner Ankara Reise begleiten. Küçük wird mit Staatsminister Cemil Çiçek besuchen und nachher mit Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan zusammen kommen. Die Beziehung zwischen der Türkei und TRNZ ist auf der Tagesordnung des Besuches. (Cumhuriyet)

Überraschende Einladung
Der Präsident der Europäischen Kommission José Manuel Barroso hat Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan, der am 28. Februar Deutschland besuchen wird, mit einer Einladung nach Brüssel überrascht. Demnach wird das Treffen zwischen Erdoğan und Barroso nach Eineinhalbjahren Pause am 1. März stattfinden, an dem die Beziehungen der Türkei zu EU näher erörtert werden sollen. (Sabah)

Erdoğan als vorbild
Der Europaminister der britischen Regierung David Lidington hat im Rahmen seines Wien- Besuches die EU-Mitgliedschaft der Türkei bewertet. Hierin unterstrich Lidington, die Bedeutung der Türkei als einen wichtigen Partner der EU und würdigte seiner Funktion als Brücke zum Osten und zur islamischen Welt. Lidington erklärte, zudem, dass sie die Türkei bei ihrem Weg in die EU weiterhin unterstützen würden und empfahl Jugendlichen in den arabischen und muslimischen Ländern, anstatt des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad, den türkischen Ministerpräsidenten Erdoğan als Vorbild zu betrachten. (Akşam)

RWE investiert in die Türkei
Energieerzeugungs – und Stromversorgungsunternehmen RWE will die Türkei zu ihren Stromerzeugung- und Verteilungsbasis machen. Der Vorsitzende der RWE Türkei, Andreas Radmacher erklärte, dass die Türkei sich mit ihrer wachsenden Bevölkerung zu einem wichtigen Markt entwickelt habe. In diesem Zusammenhang planen sie ein Elektrizitätswerk, dass mit 775 MW Kapazität arbeiten und 500 Millionen Euro betragen soll 2012 in Denizli in Betrieb zu nehmen. (Cumhuriyet)

Presseschau der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World)

Gül besucht Täbris
In Zaman lesen wir, Staatspräsident Abdullah Gül sei bei seinem Besuch im iranischen Täbris jubelnd vom Volk empfangen worden. In der Zeitungsmeldung wird auch auf die guten Beziehungen zwischen der Türkei und dem Iran hingewiesen. Die Zahl der Bus- und Zugfahrten sowie der Linienflüge zwischen beiden Ländern sei ein Beweis dafür.

Erdoğan wird Belgien besuchen
In einem weiteren Artikel von Zaman lesen wir, Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan werde am 1. März als Gast von EU-Kommissionspräsident Barroso nach Belgien reisen. Beim Abendessen werde Erdogan mit Barroso und dem Präsidenten des Europarates, Rumpoy Gespräche führen. Auf dem weiteren Programm von Erdogan stehe auch ein Treffen mit dem belgischen Ministerpräsidenten. Im Rahmen seiner Kontakte werde Erdogan auch die ständige Vertretung der Türkei bei der Europäischen Union eröffnen, die in ihr neues Gebäude umgezogen ist.

OMV wird in der Türkei stärker
In Sabah lesen wir über die Erklärungen des Generaldirektors des österreichischen Mineralölkonzerns OMV, Wolfgang Ruttenstorfer, wonach OMV mit dem Erwerb von Anteilen des türkischen Mineralölkonzerns Petrol Ofisi ihre Position in der Türkei gestärkt habe. Ruttenstorfer zufolge werde das tatsächliche Wachstum in der Energie in den nächsten zehn Jahren in und um die Türkei verwirklicht. Diese Chance wollten sie nutzen, in dem sie Istanbul zum Verwaltungszentrum des Gebietes machten.

Jeder Ort ist Tahrir
In Yeni Safak heißt es unter der Schlagzeile „Jeder Ort ist Tahrir“, nach Tunesien, Ägypten, Algerien und Jemen sei es nun auch in Bahrain und in Libyen zu Aufständen gekommen. Auf dem Perlen-Platz in Bahrain hätten sich ähnliche Vorfälle wie auf dem Tahrir-Platz abgespielt. Bei Demonstrationen im Jemen seien zwei Menschen ums Leben gekommen. Bei Protesten im Irak hingegen seien drei Menschen getötet worden.

Projekt anerkannt: 4 Aufträge
Star berichtet unter dem Titel „Projekt anerkannt: 4 Aufträge“, das von einem türkischen Unternehmen durchgeführte Projekt „Wüstenbazar“ in Turkmenistan sei eröffnet worden. Der Bazar mit einer Ausstellungsfläche von 1 Million Quadratmeter zähle zu den größten weltweit. Der turkmenische Staatspräsident Gurbanguli Berdimuhamedov habe den berühmten Wüstenbazar eröffnet. Der turkmenische Staatspräsident Gurbanguli Berdimuhamedov habe den Wüstenbazar, das wichtigste kommerzielle und historische Symbol Turkmenistans, besucht und sich dabei bei den türkischen Firmenverwaltern bedankt. Auch habe er die Gründung von Bazaren in weiteren vier turkmenischen Provinzen gefordert.

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