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Migration und Integration in Deutschland

Niemand lässt sich so gut ausbeuten wie Mitglieder einer Gemeinschaft, die ohne Hilfe der anderen in Deutschland nicht überleben können – illegal und ohne Sprachkenntnisse.

Neske/Heckmann/Rühl, Menschenschmuggel, 2004

TV-Tipps des Tages

13.02.2011 – Salafisten, Kasachstan, Kiyak, Ägypten, Judentum

Die TV-Tipps des Tages sind: Ein Bürgerverein kämpft gegen die Salafisten; Mein sibirisches Abenteuer; Schätze der Welt – Erbe der Menschheit; Das Sonntagsgespräch; Lindenstraße; Weltspiegel; Benny Lévy – Die unmögliche Revolution; Der Auftrag des Erzengels

VONÜmit Küçük

DATUM13. Februar 2011

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Cosmo TV
07:30 – 08:00, SWR BW, SWR RP, SWR SR
Ein Bürgerverein kämpft gegen die Salafisten; Auf euch wartet keiner!; Flucht ins Leben? Ein Bürgerverein kämpft gegen die Salafisten. Eine Islamschule für junge Männer, und das mitten in Eicken, einem Stadtteil vonMönchengladbach: das möchte die Islamorganisation „Einladung zum Paradies“. Sie wollen beten und religiös leben, sagen die Männer, die Salafisten sind.

Auf euch wartet keiner! Wie jeder dritte Schüler mit Migrationshintergrund war auch Ivan „nur“ auf der Hauptschule. Seine Eltern kamen aus Kasachstan, er will es hier zu einem anständigen Ausbildungsberuf schaffen – doch das ist alles andere als leicht. Bewerbungen hat erin seinem letzten Schuljahr losgeschickt.

Mein sibirisches Abenteuer
10:30 – 11:00, SWR BW, SWR RP, SWR SR
Eine deutsche Pastorin in Nowosibirsk – Aus der Reihe: Menschen unter uns – Bei minus 40 Grad friert gern mal die Wasserleitung ein oder versagt schon mal häufiger die Autobatterie. Wenn dann noch einer kommt, der murmelt, das Weib habe eigentlich in der Gemeinde zu schweigen, holt sie erst einmal tief Luft.

Stefanie Fendler ist Pastorin und erlebt seit 2007 mit Mann und drei Kindern ihr sibirisches Abenteuer. Ihre russlanddeutsche Gemeinde in Nowosibirsk hat mit stoischer Knorrigkeit die langen Jahre der Verfolgung überlebt und merkt nun, dass sich im fernen Deutschland die Zeiten geändert haben. Stärkung erfährt die junge Pastorin von Rückkehrern, die das Leben im windschiefen sibirischen Holzhaus mit Plumpsklo und Kuh dem bequemen, aber anonymen Leben im 10. Stock einer deutschen Großstadt vorziehen, und darum jetzt wieder in Sibirien leben. Sie kennen das Deutschland von heute und unterstützen die Pastorin in ihrem Bemühen, die Gemeinde für die Zukunft fit zu machen, vor allem aber junge Leute für die Kirchengemeinde zu begeistern.

Schätze der Welt – Erbe der Menschheit
10:30 – 10:45, PHOENIX
Dokumentation – Das Mausoleum des Hodscha Ahmed Yasawi – Pilgerfahrt nach Turkestan – Kasachstan – Die wertvollsten Natur-und Kulturdenkmäler der Welt schützt die UNESCO seit 1972 als „Erbe der Menschheit“. Die Fernsehreihe „Schätze der Welt“ erzählt von diesen Orten in eindrucksvollen Bildern.

Am Rand der riesigen Steppe Kasachstans steht eine prächtige Grabmoschee. Hier liegt ein Mann begraben, der den Kasachen heilig ist: Hodcha Ahmed Yassaui, ein asketischer Poet, Mystiker und Religionsstifter, jener Mann der einst den nomadischen Steppenvölkern den Islam nahe brachte. Verantwortlicher: Bernd Girrbach

Das Sonntagsgespräch
10:45 – 11:15, 04:50 – 05:20, HR
Georg M. Hafner im Gespräch mit Alexander Brill (Theaterregisseur)
Gäste: Mely Kiyak – Alexander Brill ist ein Theatermensch mit Leib und Seele. Georg M. Hafner spricht mit Alexander Brill über die verzwickte und nicht immer konfliktfreie interkulturelle Arbeit mit jungen Migranten.

Alexander Brill ist gelernter Schauspieler, seit 1968 stand er auf den verschiedensten Bühnen Deutschlands und der Schweiz und wechselte 1984 in die Regie. Bekannt wurde Brill durch seine ungewöhnliche Arbeit mit jugendlichen Laien am Schauspiel Produktionen auf die Bühne. Insgesamt über 300 junge Menschen im Alter von fünfzehn bis dreißig Jahren erarbeiteten dabei auch international beachtete Theaterstücke.

Lindenstraße
18:50 – 19:20, Das Erste (ARD)
Fernsehserie – Enzo erfährt, dass Jack schwanger ist. Natürlich möchte erwissen, wer der Vater des Kindes ist. Jack erzählt ihm von einer einmaligen Liebesnacht mit einem Schweden namens Ole. Eine Lüge! In Wahrheit ist sie die Leihmutter für Sandras und Vasilys Kind. Lisa gerät in Rage. Orkan und Paul werden bei einem Diebstahl erwischt. Lisa hat schonseit längerer Zeit das Gefühl, dass der junge Türke einen schlechten Einfluss auf ihren Sohn hat. Sie möchte, dass Orkan wieder zurück zu seiner Familie nach Berlin geschickt wird. Hajos alter Spürsinn hat ihn nicht getäuscht. Seit längerem vermutet er, dass Angelina und Dr. Dressler ein krummes Geschäft abwickeln. Angelina gesteht Hajo, dass sie für Dressler eine große Summe Schwarzgeld gewaschen hat.

Weltspiegel
19:20 – 19:58, Das Erste (ARD)
Auslandskorrespondenten berichten – Geplante Themen:-Ägypten: Chaos oder Hängepartie in Kairo?-Ägypten: Keine Ruhe – Der Protest in der Provinz-Israel: Verunsichert – Was kommt nach Mubarak?

Benny Lévy – Die unmögliche Revolution
01:35 – 03:20, arte
Dokumentarfilm – Das Rückkehrgesetz – Dokumentarfilm Frankreich 2008 – Der Mai 1968 bleibt in manchen Teilen ein rätselhaftes Kapitel der Geschichte. Isy Morgenszterns Film über Benny Lévy erhebt nicht den Anspruch, alle offenen Fragen zubeantworten oder ein völlig neues Licht auf die 68er-Bewegung zu werfen.

Elite student, Führer der proletarischen Linken zu Zeiten der 68er-Bewegung und schließlich Privatsekretär von Jean-Paul-Sartre: Das Leben von Benny Lévy war geprägt von Politik, Philosophie und den Idealen des Mai 68.1945 in Ägypten geboren, wanderte Lévy 1956 mit seiner Familie nach Belgien aus. Mit 18 Jahren ging er nach Paris und besuchte dort die Elitehochschule „École Normale Supérieure“. 1968 ließ sich der brillante Intellektuelle vom Zeitgeschehen mitreißen, schloss sich kommunistischen Studentengruppen an und führte unter dem Pseudonym Pierre Victor die maoistische Proletarische Linke an. In der Zeit nach dem Mai 68 setzte er sich mit dem christlichen Schriftsteller und Journalisten Maurice Clavel und mit dem Philosophen Michel Foucault auseinander.1972 gehörte er zu den Gründern der linken Tageszeitung „Libération“, wurde zwei …

Der Auftrag des Erzengels
03:20 – 04:05, ZDF
Dokumentation (Kultur – Religion, Kirche) – Auf den Spuren der „Gabriel-Offenbarung“ – Film von Friedrich Klütsch – Hat es bereits vor Jesus eine Auferstehunggegeben? Ist die Hoffnung auf eine Überwindung des Todes eine gängige, und keineswegs eine einzigartige Idee innerhalb messianischer Bewegungen im Judentum? Eine rätselhafte Steintafel gibt Einblick in die Umbruchsituation in Israel um die Zeitenwende – und könnte dabei traditionelle christliche Vorstellungen von derAuferstehung erschüttern. Der Schweizer Sammler David Jeselsohn wird 1998 zu einerAuktion biblischer Antiquitäten in London eingeladen. Unter den Objekten, die er von einem jordanischen Händler erwirbt, ist eine beschriftete Steintafel von einem MeterLänge und 40 Zentimetern Breite. Die in drei Stücke zerbrochene Tafel weist zwei Spalten mit insgesamt 87 Zeilen in frühhebräischer Schrift auf. Der Treuhänder aus Zürich ist versiert genug, um in Zeile 77 den Namen des biblischen Erzengels Gabriel identifizieren zu können. Das Objekt wird fortan als „die Offenbarung des Gabriel“ bezeichnet. 2005 steht es in Jeselsohns Wohnung, als die renommierte Schriftexpertin der Hebrew University, Ada Yardeni, den Sammler für eine Expertise auf sucht. Dr.Yardeni ist Mitherausgeberin der Schriftrollen vom Toten Meer.

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