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Migration und Integration in Deutschland

Wenn ich mir die Hauptschulen in Ballungszentren anschaue, sehe ich es als zentralen bildungspolitischen Auftrag für diese Schulart, dass sie […] Schülern ein niederschwelliges Bildungsangebot macht […]. Gerade für Jugendliche mit Migrationshintergrund.

Präsident der Kultusministerkonferenz Ludwig Spaenle (CSU), taz, 20. Januar 2010

Elifs Couch

Eine Psychiaterin sinniert über das Leben in Deutschland

Heute: Identitätsprobleme – Wenn Deutschland kein Einwanderungsland sein soll, wer sind dann die seit 50 Jahren hier lebenden Menschen? Von der Rückkehrillusion der ersten Generation zum multikulturellen Hybriden

VONElif Cindik

 Eine Psychiaterin sinniert über das Leben in Deutschland
Sie wurde 1970 in Istanbul geboren und wuchs in Frankfurt a.M. auf. Sie lebte 3 Jahre in den USA und führte ihre Dissertation und einen Zusatzstudiengang an der Harvard University durch. Mittlerweile ist sie als Psychiaterin und Therapeutin in München niedergelassen und engagiert sich sehr für die interkulturelle Öffnung des deutschen Gesundheits- wesens. Weiterhin ist sie stellvertr. Vorsitzende der Türkischen Gemeinde Deutschland und Mitglied des Integrationsrates in Bayern.

DATUM10. Februar 2011

KOMMENTARE26

RESSORTAktuell, Meinung

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Eine sich stets wiederholende Situation in meiner Praxis ist die Frage meiner Patienten, woher aus der Türkei ich denn käme. Meist antworte ich, dass ich ein „Frankfodder Mädsche“ sei und meine Eltern aus unterschiedlichen Regionen der Türkei kämen und seit mehr als 40 Jahren in Deutschland lebten. Viele Patienten sind dann irritiert. Häufig kommen Antworten wie: „Sie mögen sich hier zuhause fühlen und einen deutschen Pass haben, aber lassen Sie sich nicht täuschen, Sie werden bei den Deutschen nie dazugehören. Sie sind doch von Geburt fremd.“ Wenn ich dann sage, dass auch meine Eltern nach vielen Jahren Rückkehrillusion den Weg der Einbürgerung gegangen seien und ich das meinen Patienten auch anrate, nicken einige nachdenklich und sagen: „Naja um eine Sicherheit zu haben, nicht plötzlich ausgewiesen zu werden, wäre es vielleicht sinnvoll, den deutschen Pass zu haben. Aber den Bisherigen aufzugeben, wäre doch zu gefährlich. Das ist meine Hintertür, falls hier die Ausländerfeindlichkeit unerträglich wird, kann ich schnell in die alte Heimat fliehen. Erinnern Sie sich doch daran, was im 2. Weltkrieg passiert ist“

Viele meiner Patienten sind verbittert und erzählen davon, wie sie jahrzehntelang problemlos funktioniert und alles gemacht hätten, was man ihnen bei der Arbeit und auf Ämtern auftrug. Sie hätten die Gewinne ihrer Arbeitgeber aus voller Kraft unterstützt. Und nun, da sie krank und arbeitslos geworden seien, wolle man sie am liebsten loswerden, sie würden als integrationsunwillige fremdländische Schmarotzer gelten und häufig Diskriminierung erleben.

Diese Patienten schildern unter anderem ein typisch deutsches Problem. Auch wenn das „ius sanguinis“ seit 2000 abgeschafft wurde, ist in der Bevölkerung immer noch die Vorstellung verbreitet, dass man entweder ein „echter Deutscher“ oder ein Zugereister sei. Das Annehmen der deutschen Staatsbürgerschaft löst keine Zugehörigkeitsgefühle und keinen Patriotismus aus, wie man es z.B. bei Einwanderern in den USA beobachten kann, die sich z.B. als Italian-, Asian-, oder Turkish-American fühlen.

Überall auf der Welt findet ein Weggehen und Ankommen statt, und die migrierenden Menschen müssen ihren Heimatbegriff neu definieren. Meine Großeltern mütterlicherseits stammen aus der Gegend um Saloniki. Sie wurden in den 30er Jahren nach dem Befreiungskrieg der Türkei nach Istanbul zwangsumgesiedelt. Meine Großeltern väterlicherseits stammen aus einer malerischen kleinen Stadt am Schwarzen Meer. Mein Vater kam als junger Mann nach Istanbul, wo bereits seine binnenmigrierten Brüder lebten. Nach Heirat, 2 Kindern und Hausbau, wollte er für kurze Zeit nach Deutschland, um schnelles Geld zu verdienen.

Aus der einjährigen Stippvisite wurde fast ein Jahrzehnt, sodass auch der Rest der Familie nachzog. Auch meine Familie identifizierte sich noch lange Jahre mit der Türkei als unserer Heimat und lebte mit der Vorstellung, bald in die Heimat zurückzukehren. Ich kam als Einjährige und als ich 23 wurde, waren wir immer noch hier. Auch ich ärgerte mich über Benachteiligungen im Alltag. Von Kleinigkeiten wie z.B. ein Visum für eine Wochenendfahrt mit Freunden in ein anderes europäisches Land beantragen zu müssen bis hin zu der Tatsache, dass man nicht wählen kann. Also ließ ich mich im Alter von 23 Jahren einbürgern. Mein Lebensmittelpunkt war ja schließlich hier.
Die hier geborenen Kinder von Einwanderern sind allenfalls Herkunftsfremde aber eben bereits Deutsche, zumindest sollten sie sich gleichberechtigt und dazugehörig fühlen. Leider werden sie nicht so behandelt. Es gibt immer wieder Ressentiments und Bedingungen, die sie erfüllen sollen, um dazuzugehören.

Identität
Es erscheint logisch, den deutschen Pass anzunehmen, aber warum gibt es immer noch so viel inneren Widerstand, warum ist in vielen Familien die Rückkehrillusion immer noch präsent? Warum wird die Einbürgerung von vielen Menschen als Verrat an der Herkunftskultur und Identität empfunden? Sind diese Menschen in der gleichen Ethnisierungsfalle gefangen, wie die Deutschstämmigen? Was genau ist Identität, wie entsteht sie und wie wird sie beeinflusst? Psychisch gesehen reift ein Kind durch Identifikation mit den Werten und Normen seiner Eltern und der Umgebung, in die es hineingeboren wird. Seine Identität wird beeinflusst von seinen Beziehungen (z.B. Nachbarn, Schulfreunde, Sportverein, bekannte Vorbilder, Idole aus Musik und Fernsehen, etc.). Das Kind nimmt eine Geschlechterrolle ein, wird geprägt von der Sprache, dem sozioökonomischen Status und dem Beruf der Eltern. Die Herkunftskultur und Religion sind ebenfalls Aspekte der Persönlichkeit. Die unterschiedlichen Erfahrungen während des Heranwachsens werden verarbeitet, sodass ein persönliches Selbstbild und Selbstwertgefühl entsteht. Neben der Eigenwahrnehmung spielt die Fremdbeurteilung eine wichtige Rolle. In Deutschland ist man eben so fremd, wie man nach vielen Jahren friedlichen Zusammenlebens von der Mehrheitsgesellschaft als Fremder etikettiert wird.

Fakt ist doch, dass die Identitäten der hier geborenen und zugewanderten Menschen, längst gemischt sind und zwischen den sogenannten Fremden und den Deutschen viele Gemeinsamkeiten und Schnittmengen existieren, manche schon seit Einreise. Wie einige Studien zeigen, unterscheiden sich der Alltag und die Vorstellungen einer türkischen Familie kaum von denen einer deutschen. Alle wollen ein besseres Leben für sich und ihre Kinder.

Bikulturelle Hybride
Nach vielen Jahren Leben in Deutschland gibt es also Menschen, die sich subjektiv sowohl zur Mehrheitsgesellschaft als auch zur Minderheitsgesellschaft zugehörig fühlen. In der Wissenschaft gibt es für diese Menschen einen Begriff: bikulturelle Hybride. Als hybride Identität vereint man Elemente der Herkunfts- und der Aufnahmekultur, woraus etwas Neuartiges entsteht, etwas „individuelles Postmigrantisches“. Man sitzt also nicht mehr zwischen 2 Stühlen, sondern hat einen Dritten dazugestellt.

Die Industrie hat die Vorteile dieser vielseitigen Kompetenz bereits gut erkannt, sie wird bei allen internationalen Vertragsverhandlungen mit Gewinn eingesetzt. Wir brauchen diese neue Generation, die sich in mehreren Kulturen heimisch fühlt und dadurch eine Vermittlerrolle einnehmen kann. Ihre Vielseitigkeit ist ihre Stärke. Also warten wir nur die neue Generation ab und dann ist alles Friede, Freude, Eierkuchen?

So einfach ist es leider nicht. Entscheidend ist, dass kein Kulturkampf entsteht, was unweigerlich in einer Identitätskrise enden würde. Bei Ausgrenzung und konsekutiver Gruppenbildung, mit der Folge eines Wir-Ihr-Dialoges und Kompetenzgerangel verlieren in der Regel diejenigen, die Berührungspunkte zu mehreren Kulturen haben und sich nicht für eine Leitkultur entscheiden möchten.

Die Eingewöhnung in ein neues Land stellt per se eine starke psychische Belastung dar. Mehrere Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen dem Grad der Akkulturation und dem psychischen Wohlbefinden von Migranten. Wenn ein Migrant sich weder in der Aufnahmegesellschaft noch in der Herkunftskultur heimisch fühlt, kommt es zur Marginalisierung mit psychischer Dekompensation wie z.B. Depression. Auch weiß man mittlerweile, dass eine „Assimilierung mit Aufgabe der Herkunftskultur“ keinerlei Vorteile für die psychische Gesundheit und einen Akkulturationsprozess bringen. Daher sollten sich die Kinder von Einwanderern nicht nur in der Aufnahmegesellschaft heimisch fühlen, sondern auch weiterhin die Sprache und Kultur ihres Herkunftslandes zur Stärkung ihrer Wurzeln beherrschen. Dies verhilft ihnen zu einem hohen Selbstwert.

Es ist noch ein weiter Weg zur positiven Sicht bikultureller Hybride und der Akzeptanz eines modernen pluralistischen Deutschland mit Neuen Deutschen. Dieser Prozess braucht Unterstützung und ein strukturiertes Vorgehen. Der Staat ist verpflichtet eine Politik zu betreiben, die eine Diskriminierung und Marginalisierung von Einwanderern verhindert. Es geht auch nicht darum, die Erfolgreichen von den kriminellen und sogenannten Transferleistungsempfängern zu trennen, wenn wir so leistungsbezogen denken würden, müssten wir eine beachtliche Zahl der deutsch-deutschen Bevölkerung ausbürgern. Um integrativ zu wirken, müssen Politiker und Medien ihre Verantwortung wahrnehmen und die Gemeinsamkeiten der Migranten mit der Aufnahmekultur identifizieren. Seit Zuwanderung der ersten Gastarbeiter vor ca. 50 Jahren bis heute fehlt eine positive Öffentlichkeitsarbeit, die den Erfolg der Migration darstellt, gegenseitige Akzeptanz und den Dialog auf Augenhöhe propagiert. Wir brauchen eine Willkommenskultur. Das „Deutschsein“ darf nicht mehr mit einem Abstammungsprinzip assoziiert werden.

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26 Kommentare
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  1. Karl Willemsen sagt:

    „…wenn wir so leistungsbezogen denken würden, müssten wir eine beachtliche Zahl der deutsch-deutschen Bevölkerung ausbürgern.“

    Man muss schon Türke sein um auf solche Ideen zu kommen! 😉 Aber man kann es ihnen eigentlich auch nicht verdenken – wenn man aus einem Land stammt, wo es seit 50 Jahren üblich ist, die Unterschicht millionenfach in die Süpernanny-Republik West-Almanya abzuschieben, dann hält man das irgendwann für das Normalste auf der Welt.

    Liebe Fr. Cindik, es gibt leider keine deutschen Kolonien (mehr) oder sonstige Länder, die bereit wären sich der deutschen Unterschichten anzunehmen – geschweige denn diese auch noch zu subventionieren. Dafür müssen wir schon selber sorgen! Die wenigen deutschen H4-Empfänger in zb. Spanien oder USA (und man kann sie sich wirklich an einer Hand abzählen) werden dort nur geduldet, eben weil sie ihre Sozialhilfe aus D beziehen!

  2. Dr. Rita Zellerhoff sagt:

    Frau Dr. Cindik ist zu ihrem ermutigenden Lebensweg zu beglückwünschen!
    Die Bezeichnung „hybride“ Persönlichkeit ist in unserer Sprache jedoch negativ besetzt, wird doch z.B. bei einem Hybriden aus der Tierwelt ein Merkmal der einen Art durch ein Merkmal der anderen Art ersetzt.
    Vielen Menschen mit zwei oder mehr kulturellen Wurzeln, bereichern jedoch die Gesellschaft mit Konzepten aus beiden Kulturen, sodass eine neue Identität entstehen kann, die mehr ist als die Summe ihrer Teile.
    Vielleicht sollte man diese Identität transkulturell nennen.

  3. Pragmatikerin sagt:

    Hallo Elif Cindik 🙂

    Die Beschreibung Ihres Lebensweges – auch hier in Deutschland – hat mich fasziniert (das passiert selten 😉 ) vielleicht hat es mir auch darum besonders gefallen, weil Sie Frankfurt am Main kennen (so wie ich, denn ich lebe dort).

    Viele Ihrer Aussagen finde ich gut, weil diese auch meiner Meinung entsprechen. Vielleicht werde ich manchmal nicht verstanden, weil ich eben einen Deutschen Nick habe……….

    Ich habe mir Ihren Beitrag kopiert und abgelegt, denn sollte ich – wieder einmal – Schwierigkeiten haben, ein Lebensgefühl auszudrücken, werde ich mir diesen Beitrag als Vorbild nehmen.

    Danke

    mit freundlichem Gruss
    Pragmatikerin

  4. Jos. Blatter sagt:

    „In Deutschland ist man eben so fremd, wie man nach vielen Jahren friedlichen Zusammenlebens von der Mehrheitsgesellschaft als Fremder etikettiert wird.“
    Ein wenig einseitig dargestellt. Mal abgesehen von dem etwas bizarren Teil des Satzes(…viele Jahren friedlichen Zusammenlebens?!…), stimmt die Aussage natürlich, ist allerdings wohl einseitig verkürzt.
    Fakt ist, Deutsche und Türken sind sich fremd ob ihrer absolut unterschiedlichen Kultur. Das ist nicht gut oder schlecht, es ist real. Daran hat sich, wie Frau Cindik treffend klug feststellt, nicht nur in 40 Jahren nichts geändert, sondern wird sich in weiteren 40 Jahren auch nichts ändern. Was ist daran schlimm, wenn sich wesensfremde Kulturen als nicht kompatibel zeigen?
    Die Deutschen in Deutschland und die Türken in Deutschland sind ganz einfach einem Irrtum erlegen, so einfach ist das.

  5. Gast1962 sagt:

    @Karl willemsen ich muß Ihnen im wesentlichen recht geben. Die Türkei hat sich mittlerweile daran gewöhnt daß Deutschland eine türkische Exklave in Europa und eine Ausenstelle ihrer Wohlfartsbehörden geworden ist. Es ist mir auch bekannt geworden daß es bei den öffentlich rechtlichen Krankenversicherungen zwischenstaatliche Verträge gibt die Deutschland einseitig benachteiligen. So zahlt Deutschland als einziges land zum Beispiel den in der Türkei lebenden Türkischen Eltern hier lebender Türken eine Krankenversicherung. Leute wie die Autorin dieses Berichtes können wir brauchen aber dieser Zuzug in die sozialen Sicherungssysteme muß unterbunden werden. Die Schweiz ist da schon viel weiter. Aber da hat die schweizer Volkspartei auch 29,5 % geholt und dominiert mit ihren Initiativen (Ausschaffungsinitiative , Minarettinitiative ) die Volksentscheide.

  6. Sinan Sayman sagt:

    Liebe Frau Dr. Cindik,
    was Sie beschreiben, ist nicht neu, leider. Sie betonen, dass die Kultur und Sprache der Herkunftsländer betont werden müssen, aber gerade das wollen die meisten Einheimischen nicht und wie es scheint, überschlagen sich meine Einwanderer darin, sich besonders angepasst zu geben. Wenn ich mich nicht irre, haben auch Sie, die diese kulturellen Werte betont, massive Sprachprobleme mit Türkisch, vermutlich auch mit der Kultur. Wie wollen Sie Einheimische überzeugen, wenn Sie selbst kein gutes Beispiel sind?
    Bitte keine Lippenbekenntnisse, die Einwanderer sind am Anschlag, aber ein Versuch war es wert oder wie man in den USA gerne sagt, nice try Mrs Cindik but let it be.
    Sinan Sayman

  7. MoBo sagt:

    @ Karl Willemsen: „es gibt leider keine deutschen Kolonien (mehr)“

    Wenn Sie sich auch mal eine Minute mit der deutschen Kolonialgeschichte beschäftigt haben sollten Sie wissen, wie Menschenverachtend dieser Satz ist.
    ich finde es auch sehr bedenklich, dass Sie Frau Cindik vorwerfen „man muss schon Türke sein“. Sie ist in Deutschland aufgewachsen und hat einen deutschen Pass, ist damit Deutsche. Und überhaupt, wie kann die Meinung von Frau Cindik stellvertretend für eine „Türkische Meinung“ sein, Ihre Aussagen sind ja auch nicht stellvertretend für „die Deutschen“.

  8. Kehrhelm Kröger sagt:

    Das „Deutschsein“ darf nicht mehr mit einem Abstammungsprinzip assoziiert werden.

    Das ist die Meinung der Autorin. Klar, sie selbst ist ja auch keine richtige Deutsche nach dem Abstammungsprinzip. Wer den Teich trocken legen will, darf nicht die Frösche fragen. Das Abstammungspinzip als Grundlage des deutschen Staatsbürgerschaftsrecht von 1913 war ein zivilisatorischer Fortschritt. Dessen Aufhebung durch die Konstruktion eines hybriden Mulitkultimenschen zwischen den Stühlen ist dagegen ein zivilistorischer Rückschritt. Die Türken und die Deutschen passen nicht zueinander weil sie völlig verschiedenen Kulturen und Religionen entstammen. Und ein Türke bleibt auch dann noch Türke, wenn man ihm einen deutschen Pass zusteckt, genauso wie ein Kind, das von deutschen Urlaubern in der Türkei geboren wird, deutsch und nicht etwa türkisch ist. Die Türken haben den Europäern weiß Gott genug Leid zugefügt und es hat die Europäer unsägliche Kraftanstrengungen gebraucht, um sich von der Türkenbedrohung zu befreien. Vielleicht ist auch das ein Grund für die Skepsis der Deutschen gegenüber diesen Fremden.

  9. Fikret Cerci sagt:

    Frau Cindik. Was Sie schildern ist leider richtig. Es existiert hierzulande einer Art Rassismus. Dieser Rassismus äußert sich sich hauptsächlich als instutionneler Rassismus. Wenn Gentheorien und biologischer Darwinismus vom Sarrazin ( der von Genen keine Ahnung hat) ein Verkaufsschlager wird dann wissen Sie Bescheid. Die Presse spielt dabei meistens eine negative Rolle. Es ist die deutsche Gesellschaft die eigentlich integrieren kann,aber nicht inrtegrieren will. Stattdessen wir die Schuld woanders gesucht.Schade…

  10. Pragmatikerin sagt:

    @Fikret Cerci
    Sie schrieben:
    „Es ist die deutsche Gesellschaft die eigentlich integrieren kann,aber nicht inrtegrieren will. Stattdessen wir die Schuld woanders gesucht.Schade…“

    Ihre Aussage ist einfach lächerlich!!!!!

    Wir leben hier in Deutschland, wie es uns gefällt, wenn es Zugewanderten nicht gefällt, iet es deren Problem. Obwohl dieses lässt sich leicht lösen: „Einfach wieder zurückwandern“ 😉

    Pragmatikerin


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