MiGAZIN

Migration und Integration in Deutschland

Wenn ich mir die Hauptschulen in Ballungszentren anschaue, sehe ich es als zentralen bildungspolitischen Auftrag für diese Schulart, dass sie […] Schülern ein niederschwelliges Bildungsangebot macht […]. Gerade für Jugendliche mit Migrationshintergrund.

Präsident der Kultusministerkonferenz Ludwig Spaenle (CSU), taz, 20. Januar 2010

Türkische Presse Türkei

07.02.2011 – Erdoğan, Ägypten, Sicherheitskonferenz, Arınç, 25. Winter-Universiade

Die Themen des Tages sind: Erdoğan trifft Assad; Erdoğan über die Entwicklungen in Ägypten; Davutoğlu in München; Arınç in Deutschland; Faruk Çelik in Sudan; Zusammenarbeit zwischen der Türkei und dem Iran; NYT: „Türkei als modell für Ägypten“; Grundstein für einen Staudamm auf dem Fluss Asi

VONBYEGM, TRT

DATUM7. Februar 2011

KOMMENTAREKeine

RESSORTTürkische Presse Türkei

QUELLE Die “Türkische Presse Türkei” wird MiGAZIN von der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara und der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World) zur Verfügung gestellt und unverändert übernommen.

SCHLAGWÖRTER

DRUCKENAnsicht

MEHR ZUM ARTIKEL

DANKE,
ich möchte MiGAZIN auch in Zukunft lesen!

Presseschau der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara

Erdoğan trifft Assad
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan und sein syrischer Amtskollege Naci Itri haben gestern an der Grundsteinlegung des „Freundschaftsstaudamms“ an der türkisch-syrischen Grenze teilgenommen. Erdoğan sahte in seiner Rede, dass die Türkei und Syrien auch andere Projekte bis Ende des Jahres 2011 ausbauen werden. Nachher wurde Erdoğan beim syrischen Staatspräsident Baschar al-Assad empfangen.

In dem Gespräch zwischen Erdoğan und Assad wurden die jüngsten Entwicklungen in Ägypten besprochen. Eine Schriftliche Erklärung lautete, Erdoğan und al-Assad werden sich gemeinsam darum bemühen, dass die Forderungen sowie Erwartungen der ägyptischen Bevölkerung erfüllt und neue Leiden verhindert werden. (Türkiye)

Erdoğan über die Entwicklungen in Ägypten
Gestern vor seiner Reise nach Hatay hat Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan eine Erklärung zu aktuellen Themen abgegeben.

Auf dem Istanbuler Sabiha Gökcen Flughafen sagte Erdoğan vor Journalisten zu den Entwicklungen in Ägypten, derzeit werde die Unterstützung der ägyptischen Bevölkerung für die Proteste immer größer. In Betracht auf die Bilder aus Ägypten könne die Entschlossenheit der Bevölkerung gesehen werden. Diese Entschlossenheit habe sich mittlerweile von Kairo in andere Städte ausgeweitet. Die derzeitige ägyptische Regierung stehe vor ernsthaften Problemen.

Erdoğan führte auch ein Telefongespräch mit seinem griechischen Amtskollegen Giorgos Papandreou. Das Gespräch fand auf Gesuch von Papandreou statt. Im Mittelpunkt standen die jüngsten Entwicklungen in Ägypten. Dabei tauschten die beiden Regierungschefs auch ihre Informationen von ihren diesbezüglichen anderen Kontakten aus. Ferner wurde beschlossen den Meinungsaustausch fortzusetzen. (Milliyet-Sabah)

Davutoğlu in München
Außenminister Ahmet Davutoğlu hat diese Wochenende an dem Münchener Sicherheitskonferenz in Deutschland teilgenommen. Am Rande der Konferenz kam Davutoğlu mit UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zu einem bilateralen Gespräch zusammen. Der 4. Konferenz der Vereinten Nationen über die am Wenigsten Entwickelten Länder, der am Mai in Istanbul stadtfinden wird, wurde bei dem Gespräch in die Hand genommen. (Hürriyet)

Arınç in Deutschland
Staatsminister und Vize-Premier Bülent Arınç befand sich für offizielle Kontakte in Deutschland. Arınç sagte in einer Rede “Die türkische Gesellschaft in Deutschland ist eine starke Gesellschaft. Die in Deutschland lebende Zahle der Türken beträgt etwa drei Millionen. Unsere politischen Beziehungen mit Deutschland sind holperig, aber trotzdem pflegen wir gute Beziehungen. Die Türkei ist ein starkes Land. Niemand kann die Türkei unterschätzen. Niemand kann die Worte der Türkei in den Wind schlagen. Die Türkei ist in der Weltpolitik sehr effektiv und Deutschland ist sich hierüber bewusst. Aber einige Ängste und Vorurteile können dazu beitragen, dass einige Politikern falsche Äußerungen über die Türkei machen. Die Türkei weiß, was sie tut und auch in der Zukunft tun wird. Es werden schöne Dinge geschehen.” (Sabah)

Faruk Çelik in Sudan
Staatsminister Faruk Çelik hat in Sudan an einer Grundsteinlegung eines Krankenhauses teilgenommen. Dieses Krankenhaus mit einer Bettenkapazität von 150 Patienten wird von der türkischen Organisation für Entwicklung und Zusammenarbeit (TİKA) gebaut. Staatsminister Çelik sagte in seiner Rede bei der Grundsteinlegung, dass er es sehr erfreut darüber ist im Bruderland Sudan zu sein. Çelik übermittelte dem Volk von Sudan auch die Grüsse von Staatspräsident Abdullah Gül und Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan. Çelik “Auch wenn wir weit von einander entfernt sind, die Türkei und der Sudan sind Brüder. Unsere Herzen schlagen zusammen.” So Çelik.(Sabah-Türkiye)

Zusammenarbeit zwischen der Türkei und dem Iran
Türkei und Iran unterzeichneten gestern das gemeinsame Handels- und Wirtschaftsausschuss (KEK) Protokoll um die bestehende Zusammenarbeit weiter zu entwickeln und neue Zusammenarbeitsmöglichkeiten zu finden. Staatsminister Cevdet Yılmaz und Der iranische Außenminister Ali Ekber Salihi unterzeichneten das Protokoll. (Türkei)

NYT: „Türkei als modell für Ägypten“
Das renommierte US-Blatt New York Times hat die Türkei als ein Modell für Ägypten präsentiert und Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan als die einflussreichste Persönlichkeit des Nahen Ostens bezeichnet. Die US-Zeitung kommentierte, dass die Ägypter, die sich versuchen neu zu definieren, viel von der Türkei und den türkischen Funktionären zu lernen haben. Unterdessen wurde auch bekannt gegeben, die US-Administration sehe für Ägypten einen Aktionsplan vor, in dem die Türkei als Vorbild betrachtet werde. Laut New York Times werde der steigende Einfluss der Türkei im Nahen Osten von einigen arabischen Staatschefs beneidet. (Akşam-Türkiye)

Presseschau der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World)

Grundstein für einen Staudamm auf dem Fluss Asi
Die heutige Zeitung Yeni Safak schreibt, Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan und der syrische Ministerpräsident Naji Otri hätten gestern in Hatay den Grundstein für einen Staudamm auf dem Fluss Asi gelegt. Der Meldung zufolge sei Erdogan nach der Grundsteinlegung in Aleppo mit dem syrischen Staatspräsidenten Bashar al-Assad zusammengekommen. Erdogan habe eine Botschaft über die Entwicklungen in Ägypten und Tunesien gegeben.

Nach den Worten von Erdogan würden sie jetzt wissen, dass die Angelegenheiten eines Landes in dieser Region sich nicht nur auf das jeweilige Volk, sondern auf die gesamte Region auswirken. Die Türkei würde sich für die Region nur Frieden, Harmonie, Stabilität und Entwicklung wünschen. Bei dem zweistündigen Gespräch zwischen Assad und Erdogan seien auch Außenminister Ahmet Davutoglu und der syrische Ministerpräsident Naji Otri anwesend gewesen. Erdogan und Assad hätten dabei auf die Bedeutung auf die Fortsetzung der bilateralen Beziehungen und den Dialog auf hochrangiger Ebene zur Überwindung der regionalen Probleme hingewiesen.

25. Winter-Universiade in Erzurum
In Vatan lesen wir, die 25. Winter-Universiade in Erzurum sei gestern Abend mit einer prächtigen Abschlussfeier zu Ende gegangen. Die Tanzgruppe „Anatolische Feuer“ habe zu diesem Anlass die Darbietungen „Troja“ und „Arche Noah“ mit 1.500 Tänzern aufgeführt. Das Spektakel hätten unter anderem der Staatsminister zuständig für Sport, Faruk Özat, Gesundheitsminister Recep Akdag und Kultur- und Tourismusminister Ertugrul Günay verfolgt. Die Abschlussfeier, bei der Kirac ein Konzert gab und eine Feuerwerks-Show veranstaltet wurde, sei gelobt worden.

Istanbul Fashion Week
In Star heißt es, die dieses Jahr zum vierten Mal veranstaltete Istanbul Fashion Week sei gestern Abend zu Ende gegangen. Die viertägige Modewoche sei von rund 40.000 Personen verfolgt worden. Ingesamt seien 21 Modeschauen, darunter neuen Marken und neun Modedesigner, aufgeführt worden.

Die Welt will Türkisch lernen
Zaman schreibt unter der Schlagzeile „Die Welt will Türkisch lernen“, aufgrund der effektiven Außenpolitik der Türkei in den letzten Jahren, der Aufhebung der Visumspflicht in 64 Länder, der Investitionen türkischer Geschäftsmänner weltweit und aufgrund der Ausstrahlung von türkischen TV-Serien im Ausland sei ein Anstieg bei der Türkisch-Nachfrage festgehalten worden.

So würden rund 100 Länder, darunter Kuwait, Katar, Äthiopien, der Sudan, Peru, Kuba, Nordkorea und Indien Schlange stehen um Türkisch zu lernen. Die Türkische Agentur für Zusammenarbeit und Entwicklung (TIKA) habe aufgrund des Bedarfs in 30 Länder Türkisch-Sprachkurse organisiert, die aber die Nachfrage nicht decken würden. Aus diesem Grund würde die TIKA mit dem Türkischen Hochschulrat zusammenarbeiten.

Testen Sie den kostenlosen MiGAZIN Newsletter:
Bitte beachten Sie unsere Netiquette. Vielen Dank!

Ihr Kommentar dazu:

MiGAZIN

Ziel und Zweck von MiGAZIN ist die Förderung der politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Partizipation von Migrant(inn)en in der Aufnahmegesellschaft. In diesem Sinne soll MiGAZIN die Kommunikation fördern und füreinander sensibilisieren. Mehr über uns...

MiGMACHEN

Die Redaktionsmitglieder von MiGAZIN haben vor allem eins gelernt: Wer über sein Wissen und seine Erfahrungen schreibt, lernt immens dazu. Die kritische Diskussion mit Lesern eröffnet neue Horizonte. Daher hat das MiGAZIN-Team die Aktion-MiGMACHEN ins Leben gerufen. Hier bieten wir allen Interessierten die Möglichkeit, MiGAZIN als Autor, Pate oder Jungautor mitzugestalten. Nähere Informationen...

GRIMME Online Award 2012

    Begründung der Jury: "Über Migranten und Migration wird in Deutschland viel gesprochen. Vor allem von Deutschen. Im Chor der vielen und oft sehr lauten Stimmen fehlen aber zumeist die der Migranten. Und genau diese Lücke füllt das MiGAZIN mit qualitativ hochwertigen Texten und verständlicher Berichterstattung." Weiter ...