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Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU), Deutsche Presse-Agentur (18.01.2013)

Türkische Presse Türkei

25.01.2011 – Israel, Terror, Çavuşoğlu, Erdoğan, Moskau

Die Themen des Tages sind: Gül: „Der israelischer Bericht ist Völkerrecht nicht von Belang“; Davutoğlu: „Mit Terroristen führen wir keinen Dialog“; Babacan reist nach Davos; Çağlayan: “Wohnungsbau gegen Erdöl“; Çavuşoğlu zum zweiten mal Versammlungspräsident; Selbstmordanschlag in Moskau; 2020 – Astronauten-Plan der türkischen Luftwaffe

VONBYEGM, TRT

DATUM25. Januar 2011

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RESSORTTürkische Presse Türkei

QUELLE Die “Türkische Presse Türkei” wird MiGAZIN von der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara und der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World) zur Verfügung gestellt und unverändert übernommen.

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Presseschau der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara

Gül: „Der israelischer Bericht ist Völkerrecht nicht von Belang“
Staatspräsident Abdullah Gül, hat den durch eine israelische Untersuchungskommission erstellten Bericht über den Militäreinsatz gegen die Gaza-Hilfsflotte „Mavi Marmara“ als völkerrechtlich belanglos bezeichnet. Gül, der vor seinem Abflug nach Straßburg, die Fragen der Journalisten beantwortete sagte: “Das was Israel getan hat, ist mit dem Völkerrecht nicht zu vereinbaren.“ Der Bericht wurde auch durch die israelischen Medien als nicht glaubwürdig bewertet. (Türkiye)

Davutoğlu: „Mit Terroristen führen wir keinen Dialog“
Außenminister Ahmet Davutoğlu, der auf der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, die Fragen der Mitglieder beantwortete, warnte auf die Frage was er von Dialog mit Abdullah Öcalan halte? „Türkei ist ein Land, das nach demokratischen Grundsätzen regiert wird und der Dialog mit Terroristen, würde einer demokratischen Gesellschaft nur schaden.“ Davutoğlu, der daran erinnerte, dass alle, in der Türkei lebenden Menschen die gleichen Rechte besitzen unterstrich dass diese Themen nicht miteinander vermischt werden sollten. (Star)

FOX in Ankara
Verteidigungsminister Vecdi Gönül empfing gestern seinen britischen Amtskollegen Liam Fox. In einer gemeinsamen Pressekonferenz nach dem Gespräch betonte Gönül die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern und sagte: „Für die Unterstützung und Zusammenarbeit Großbritanniens auf unserem Weg in die EU sind wir ihnen dankbar. Wir wünschen dass diese Zusammenarbeit fortgeführt wird. “Fox sagte seinerseits: „Es besteht eine starke Freundschaft zwischen Großbritannien und der Türkei. Wir haben auch gemeinsame Vorteile, die unsere Zusammenarbeit verstärken.“ Fox besuchte im Anschluss, Generalstabschef Işık Koşaner. (Cumhuriyet-Hürriyet)

Babacan reist nach Davos
Staatsminister Ali Babacan wird an dem Gipfeltreffen des Weltwirtschaftsforums in Davos teilnehmen. Am Treffen, das vom 26. bis zum 30. Januar stattfindet, werden rund 2500 Funktionsträger aus aller Welt erwartet. Am Rande des Treffens wird Babacan auch bilaterale Gespräche führen. Finanzminister Mehmet Şimşek und Zentralbankpräsident Durmuş Yılmaz werden auch an dem Treffen teilnehmen. (Milliyet)

Çağlayan: “Wohnungsbau gegen Erdöl“
Staatsminister Zafer Çağlayan wird in Februar Venezuela besuchen um den Vorschlag Venezuelas gegen Erdöl, Wohnungen zu bauen, näher zu besprechen. Zu Beratung des Vorschlages von Venezuela traf sich Çağlayan zuvor mit Taner Yıldız dem Minister für Energie und Naturschätze, Erdal Eren dem Vorsitzenden des Verbandes türkischer Bauunternehmer (TMB) sowie dem stellvertretenden Vorsitzenden der Wohnungsbaugesellschaft (TOKİ) Ercan Tıraş im türkischen Staatssekretariat für Außenhandel.
Der Vorschlag wurde Taner Yıldız bei seinem Besuch letzte Woche in Venezuela unterbreitet, Erdöl und Erdgas zu fördern und im Gegenzug dafür bei der Deckung des Wohnungsbedarfes Venezuelas zu helfen. (Milliyet-Türkiye-Sabah)

Çavuşoğlu zum zweiten mal Versammlungspräsident
Die Parlamentarische Versammlung des Europarates hat diese Woche den AK Partei Abgeordneten Mevlüt Çavuşoğlu zum zweiten Mal als Versammlungspräsident gewählt. Çavuşoğlu wird ein weiteres Jahr die Präsidentschaft übernehmen. Die Vizepräsidenten sind: Jose Vera Jardim (Portugal), Konstantinos Vrettos (Griechenland), Joachim Hörster (Deutschland), Robert Walter (Großbritannien), Jean-Claude Mignon (Frankreich), Sinikka Hurskainen (Finnland), Frank Fahey (Irland), Tiny Kox (die Niederlande), Gebhard Negele (Liechtenstein), Karin S. Oldseth (Norwegen), Luigi Vitali (Italien), Dariusz Lipinski (Polen), Andris Berzins (Lettland), Emanuelis Zingeris (Litauen), Ana Guçu (Moldawien), Konstantin Kosachev (Russland), Marton Braun (Ungarn), Ivan Popescu (Ukraine), Petre Tsiskarishvili (Armenien) und AK Partei Erol Aslan Cebeci (Türkei). (Akşam)

Gedenken an Evliya Çelebi
Die UNESCO widmete das Jahr 2011, anlässlich des 400. Geburtsjahres dem osmanischen Schriftsteller Evliya Çelebi. Zu Ehren des Reisenden Schriftstellers, soll zwischen dem 23. und 25. März ein Internationales Symposium stattfinden. Dadurch soll der Schriftsteller aus einer wissenschaftlichen Perspektive betrachtet und ihm dadurch mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung geschenkt werden. (Türkiye)

Presseschau der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World)

Der israelische Bericht hat keine Glaubwürdigkeit
Milliyet meldet unter der Schlagzeile „der israelische Bericht hat keine Glaubwürdigkeit“, Staatspräsident Abdullah Gül habe über den israelischen Bericht zum Angriff auf das Schiff „Mavi Marmara“ gesagt, für die Türkei sei der Bericht nicht glaubwürdig. In dem Bericht werde der Tot von neun Menschen in internationalen Gewässern auf unseriöse Weise bewertet und abgeschlossen. Gül zufolge stehe das Vorgehen Israels auch nicht mit dem internationalen Recht im Einklang.

Selbstmordanschlag in Moskau
Haber Türk berichtet unter der Schlagzeile „Selbstmordanschlag in Moskau“, 10 Monate nach dem tschetschenischen Anschlag auf die Moskauer Metro mit 39 Todesopfern sei auf den Domodedova Flughafen in Moskau gestern ein Selbstmordanschlag verübt worden. Der Selbstmordattentäter habe sich in der Gepäckabteilung im internationalen Terminal des größten Flughafens in Russland in die Luft gejagt und mindestens 35 Menschen mit in den Tod gerissen. Mehr als 170 Personen seien verletzt worden. Ersten polizeilichen Ermittlungen nach könnte der Anschlag von mehreren Tätern verübt worden sein. Ferner schreibt das Blatt unter Berufung auf die russische Polizei, dass der Sprengsatz eine Kraft von rund sieben Kilogramm TNT hatte.

In Milliyet lesen wir, der russische Präsident Dmitri Medwedew habe nach dem Selbstmordanschlag per Twitter die Verschärfung der Sicherheitsvorkehrungen an alle Flughäfen und Bahnhöfen bekanntgegeben. Ferner habe Medwedew über Twitter verkündet, dass die Drahtzieher des Terrorakts nun Tag und Nacht gejagt werden. Die Organisatoren würden zur Strecke gebracht und bestraft.

2020 – Astronauten-Plan der türkischen Luftwaffe
Sabah meldet unter der Schlagzeile „2020 – Astronauten-Plan der türkischen Luftwaffe“, für Weltraumforschungen unter Obhut der türkischen Luftwaffe seien 150 Millionen Lira zur Verfügung gestellt worden. Staatssekretär der Verteidigungsindustrie Murad Bayar habe gesagt, um einen türkischen Astronauten ins All zu schicken, würden mit Russland Gespräche geführt und seit dem Jahr 2000 verschiedene Vorbereitungen getroffen.

Dem Blatt zufolge habe der Nationale Sicherheitsrat das nationale Weltraumforschungsprogramm verabschiedet. Dem Programm entsprechend werde der erste türkische Astronaut aus den Reihen der türkischen Luftwaffepiloten gewählt. Diesbezüglich lege die Türkei vor allem auf die Zusammenarbeit mit den USA großen Wert. Aber auch mit der Europäischen Luftfahrtagentur werde eng kooperiert.

Rama sollte keinen zweiten Putsch versuchen
Hürriyet berichtet unter der Schlagzeile „Rama sollte keinen zweiten Putsch versuchen“, nachdem am Freitag bei einer Kundgebung der oppositionellen Sozialisten in der albanischen Hauptstadt Tirana drei Demonstranten getötet wurden, würden sich Ministerpräsident Sali Berisha und Oppositionsführer Edi Rama weiterhin gegenseitig beschuldigen. Die Botschafter der USA und EU-Länder hätten sich vergebens um einen Kompromiss zwischen den beiden albanischen Politikern bemüht. In einem Interview für die Nachrichtenagentur AP habe Berisha dem sozialistischen Parteivorsitzenden Edi Rama einen „gewaltsamen Putschversuch“ vorgeworfen.

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