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Migration und Integration in Deutschland

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Es sei denn, man würde die Lebensverhältnisse der Ausländer in der Bundesrepublik derartig nachhaltig verschlechtern, dass ein Leben am Rande des Existenzminimums in den Herkunftsländern vorteilhafter erschiene.

Forschungsverbund „Probleme der Ausländerbeschäftigung“, 1979

KAUSA-Medienpreis

Ausgezeichnete Beiträge, Bildungswege und Gewinner

Mit dem KAUSA-Medienpreis 2010 hat das Bundesbildungsministerium (BMBF) erstmals junge Journalisten ausgezeichnet, die zu einer differenzierten Berichterstattung über kulturelle Vielfalt in Berufsbildung und Arbeitswelt beitragen.

„Mit diesem Medienpreis unterstützen wir zum einen den journalistischen Nachwuchs. Zum anderen machen wir Gesichter und Geschichten von Menschen unterschiedlichster Herkunft bekannt, die von ihrem Bildungsweg in Deutschland erzählen. Positive Beispiele gelungener Integration sowie die individuellen Verdienste für die berufliche Bildung in Deutschland werden mit diesem Preis geehrt“, sagte der Staatsekretär im BMBF, Georg Schütte, am Dienstag bei der Preisverleihung in der Berliner Kalkscheune.

Er überreichte den KAUSA-Medienpreis in den Kategorien Print/Online, Hörfunk und Fernsehen. Aus 113 Einreichungen zum Thema „Bildungswege von Migrantinnen und Migranten“ hatte die Jury zuvor die jeweils drei besten Beiträge ausgewählt. „Die Medien können helfen, Zugangsbarrieren zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt abzubauen, indem sie die Potenziale der Menschen aufzeigen und nicht Vorurteile oder Vorbehalte schüren“, betonte Schütte.

Die Gewinner
Der KAUSA-Medienpreis in der Kategorie Print/Online geht an Anna Kistner mit ihrem Beitrag „Sie kennen kein Heimweh“ in der Süddeutschen Zeitung. In ihrem Artikel porträtiert die 29-jährige freie Journalistin die beiden afghanischen Flüchtlingsjungen Mohammed und Najid, die mit Ehrgeiz und Bildungswillen zeigen, dass Migranten keine Problemfälle sind, sondern zu solchen gemacht werden.

In der Kategorie Hörfunk entschied sich die Jury, gleich zwei Gewinnerinnen zu küren: Mareike Gries mit ihrem Beitrag „Ein schwarzes Käthchen – Schauspieler mit Migrationshintergrund“ sowie Marianna Mamonova für ihren Bericht „Deutsche Schulen: Sackgasse oder Aufstiegschance für Migranten?“. Die 29-jährige SWR 2-Redakteurin Mareike Gries stellt den jungen Schauspieler Bijan Zamani vor, der sich immer wieder gegen Klischeerollen wehren muss. Die 27 Jahre alte freie Autorin Marianna Mamonova lässt an einer Grundschule, einem Gymnasium und einer Universität Migranten zu Wort kommen, die über ihre Erfahrungen mit Diskriminierung berichten. Der Beitrag lief im Alex Radio Berlin.

Die Gewinner: Alle ausgezeichneten Beiträge zum kann man auf kausa-medienpreis.de lesen, hören und sehen. Der Medienpreis wird von KAUSA organisiert. KAUSA ist ein Programmbereich des BMBF- Ausbildungsstrukturprogramms JOBSTARTER beim Bundesinstitut für Berufsbildung.

In der Kategorie Fernsehen hat Vivian Perkovic (WDR) am meisten überzeugen können. In ihrem Beitrag „Von der Sonderschule zum Universitätspreis“ stellt die 33-jährige freie Autorin den schwierigen, letztlich aber erfolgreichen Bildungsweg von Ibrahim Ismail vor, der als libanesisches Flüchtlingskind nach Deutschland kam und heute ein vielbeachtetes Streetwork-Projekt für Jugendliche leitet.

Die Sieger und Platzierten können sich über Preisgelder in Höhe von insgesamt 25.000 Euro freuen. Die weiteren Platzierten sind: Im Bereich Print Platz 2 Nicole Lauscher (freundin) und Platz 3 Hannah Menne. In der Kategorie Hörfunk Platz 3 Basak Demir (WDR). Im Bereich Fernsehen: Platz 2 Elisabeth zu Eulenburg (ZDF) und Platz 3 Katharina Kerzdörfer (BR). (sds)

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