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Bundesanstalt für Arbeit, Repräsentativuntersuchung ’72 über die Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer…, 1973

Türkische Presse Türkei

25.11.2010 – Gül, Erdoğan, EU-Beitritt der Türkei, Bosnien, Libanon

Die Themen des Tages sind: Gül besucht die Schweiz; Erdoğans Libanon Reise; Abkommen zur Vorbeugung von Steuerhinterziehung; Hochkommissar der Vereinten Nationen in der Türkei; Athen schlägt der Türkei ein EU-Gipfel vor; Europazweiter beim Wirtschaftswachstum

VONBYEGM, TRT

DATUM25. November 2010

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RESSORTTürkische Presse Türkei

QUELLE Die “Türkische Presse Türkei” wird MiGAZIN von der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara und der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World) zur Verfügung gestellt und unverändert übernommen.

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Presseschau der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara

Gül besucht die Schweiz
Staatspräsident Abdullah Gül wird auf Einladung der schweizerischen Bundespräsidentin Doris Leuthard heute die Schweiz besuchen. Gül wird im Rahmen seiner Kontakte in der Schweiz mit Leuthard und Erika Forster Vannini, der Präsidentin des Ständerats sowie den Vertretern des Bundesrates zusammenkommen. Anlässlich des Lehrertages hat Abdullah Gül gestern einige Lehrer in seiner Residenz empfangen. Gül sagte, dass die Erwartungen der Lehrer erfüllt werden sollte. (Sabah)

Erdoğans Libanon Reise
Am ersten Tag seiner zweitägigen offiziellen Reise nach Libanon, hat Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan, die Führung im politisch gespaltenen Libanon vor neuer Gewalt gewarnt. Vor der erwarteten Fertigstellung einer Anklageschrift im Fall des 2005 ermordeten Ministerpräsidenten Rafik Hariri sagte Erdoğan, sein Land werde keinen neuen Bürgerkrieg zulassen. Erdoğan sagte der libanesischen Tageszeitung „Al-Safir“ gegenüber:“Nun ist es an der Zeit für Einigkeit im Libanon. Die Türkei werde nicht zulassen, dass Bürgerkrieg im Libanon herrscht „. Des Weiteren will Erdoğan mit libanesischen Staatsvertretern und Parlamentsabgeordneten der Hisbollah-Bewegung über die gespannte Lage sprechen sowie ein Abkommen über wirtschaftliche Zusammenarbeit unterzeichnen. (Türkiye-Hürriyet-Cumhuriyet)

Ministerpräsident wird über YÖK diskutieren
Um die Reformierung des Hochschulrates (YÖK) zu besprechen, wird Ministerpräsident Erdoğan am Montag in Dolmabahçe Palast mit den Rektoren zusammenkommen. An dem Treffen werden auch der Vorsitzende des türkischen Hochschulrates (YÖK) Yusuf Ziya Özcan, der Erziehungsminister Nimet Çubukçu, Finanzminister Mehmet Şimşek und Stellvertretender Vorsitzender und ehemalige Erziehungsminister der AK-Partei Hüseyin Çelik teilnehmen. (Akşam)

Abkommen zur Vorbeugung von Steuerhinterziehung
Zur Unterbindung der Steuerhinterziehung hat das Finanzministerium, diesbezüglich ein Abkommen mit der Insel Jersey unterzeichnet. Finanzminister Mehmet Şimşek sagte in seiner Erklärung zum Abkommen: „Wir sind sehr zuversichtlich. Das Abkommen wird ganz sicher in die Tat umgesetzt.“ Finanzminister Şimşek bezeichnete das Abkommen zudem als einen wichtigen Schritt, dass durch den Austausch von Daten und Informationen im Bereich der Steuerhinterziehung vorbeugend dienen soll. (Sabah)

Hochkommissar der Vereinten Nationen in der Türkei
Der Leiter des Hochkommissariats der Vereinten Nationen für Flüchtlinge (UNHCR) António Guterres, wurde in die Türkei gesandt, um neue Wege der Zusammenarbeit bei der Lösung des Flüchtlingsproblems, zu finden. Wegen seiner geografischen Lage, bildet die Türkei das von Flüchtlingen am Meisten bevorzugte Transitland. Das Hochkommissariat, dass, von der aktiven und mutigen Außenpolitik der Türkei positiv beeindruckt ist, möchte, die Unterstützung der Türkei bei ihren Großeinsätzen für sich gewinnen. Guaterres wird in diesem Zusammenhang mit Staatspräsident Abdullah Gül, Außenminister Ahmet Davutoğlu und Innenminister Beşir Atalay zusammentreffen. (Hürriyet)

Athen schlägt der Türkei ein EU-Gipfel vor
Der Sprecher des griechischen Außenministeriums Grigoris Delavekuras schlug der Türkei vor nach den Wahlen im kommende Jahr in Athen ein EU-Gipfel zum „Beitrittsprozess der Türkei“ zu veranstalten. Delavekuras sagte ein solcher Gipfel wird den Beitrittsprozess der Türkei dass seiner Ansicht nach in „Schneckentempo“ läuft, positiv antreiben und zudem Wegweisend sein. (Akşam)

Koç: “Auch ohne die IWF läuft alles sehr gut“
Der Aufsichtsratsvorsitzende der Koç Holding, Mustafa Koç sagte in seiner Rede den Journalisten gegenüber, dass er mit Freude mittteilen kann, dass die Atmosphäre, welches zu Beginn der Krise Sorgen hervorrief, jetzt, Sicherheit und der Stabilität für die Zukunft bietet. Auch unterstrich Koç, dass die Türkei, wirtschaftlich betrachtet, im Vergleich zu Europa sehr viele Vorteile aufweisen würde. Trotzdem sei Vorsicht geboten. Auch müssten Ausländischer Investoren durch den Abbau von bürokratischen Hindernissen vermehrt ins Land geholt werden so Koç. (Hürriyet)

Ausstellung in Vatikan
In Zusammenarbeit zwischen der Bahçeşehir Universität und dem Ministerium für Kultur und Tourismus wird ein Weltkarteausstellung „Von Piri Reis bis Katip Çelebi: Die Betrachtung der Welt aus der Perspektive des osmanischen Reiches“ das zwischen dem 30. November bis 8. Dezember auf dem Palazzo della Cancelleria in Vatikan präsentiert. (Akşam)

Presseschau der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World)

Empfang wie für den Friedensbotschafter
Unter der Schlagzeile ‚Empfang wie für den Friedensbotschafter‘ berichtet die Tageszeitung Sabah über den zweitägigen offiziellen Libanonbesuch von Ministerpräsident Erdogan. Weiter heißt es, Außenminister Ahmet Davutoglu, die Staatsminister Zafer Caglayan und Faruk Celik seien in den Mittagstunden vom libanesischen Ministerpräsidenten Saad Hariri im Flughafen mit einer militärischen Zeremonie empfangen worden. Bei der Empfangszeremonie seien auch die Mitglieder des libanesischen Ministerrats und in Beirut akkreditierte Botschafter aus anderen Ländern anwesend gewesen.

Ferner lesen wir, der libanesische Ministerpräsident Hariri habe nach bilateralen Gesprächen und dem Treffen mit Ministerpräsident Erdogan eine gemeinsame Pressekonferenz gegeben. Auf Fragen der Journalisten zu der erwarteten Rolle von Erdogan bei der Lösung der Krise im Libanon habe Hariri auf die konstruktive Rolle hingewiesen, die die Türkei für die Stabilität schon immer gespielt habe.

Beim Treffen von Erdogan und Hariri seien der Meldung zufolge 30 Abkommen unterzeichnet worden, darunter auch der Partnerschaftsabkommen zum Bau einer Freihandelszone und der politische Partnerschaftsdokument für die Gründung eines hochrangigen strategischen Kooperationsrates zwischen der Türkei und Libanon. Ferner lesen wir, Erdogan sei auch mit dem libanesischen Staatspräsidenten Michel Suleyman und dem libanesischen Parlamentspräsidenten Nebih Berri zusammen gekommen.

Europazweiter beim Wirtschaftswachstum
Auf der Wirtschaftsseite der Tageszeitung Star lesen wir unter der Schlagzeile ‚Europazweiter beim Wirtschaftswachstum‘, nach Schätzungen des IWF werde die Türkei eins der drei Länder in Europa sein, die zwischen 2010 und 2011 einen Wachstum über 5 % aufweisen werden. Für die Türkei, die sich am schnellsten von der globalen Finanzkrise erholen konnte, werde ein durchschnittliches Wirtschaftswachstum von 5,84 % erwartet.

Weiter heißt es, dem letzten OECD-Bericht zufolge werde sich das Wirtschaftswachstum in der Türkei für dieses Jahr auf 8,2 % belaufen.

NUR aus Gaza hofft auf Türkei
Habertürk schreibt unter der Schlagzeile ‚NUR aus Gaza hofft auf Türkei‘, das von Geburt aus herzkranke Baby NUR Ebu Lehiya aus Gaza werde in Istanbul behandelt. Der Botschaftssekretär der Türkischen Botschaft in Kairo Sadi Altınok habe von den ägyptischen Behörden die Genehmigung erhalten, Nur, die derzeit im Schifa Krankenhaus in Gaza behandelt wird, über Ägypten in die Türkei zu bringen.

Haftstrafen wegen Bosnien – Massaker
Star schreibt, die beiden Verantwortlichen des Massakers von 1992, die in der bosnischen Stadt Zvornik an einem Tag 700 Bosniaken massakriert hatten, seien in der serbischen Hauptstadt Belgrad vom Kriegsverbrechergericht zu Haftstrafen zwischen sechs und 15 Jahren verurteilt worden. Die Familien der Opfer und verschiedene nicht staatliche Organisationen in Bosnien-Herzegowina hätten gegen das Urteil Reaktion gezeigt. Die Staatsanwälte würden gegen das unzureichende Urteil in Berufung gehen.

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