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Türkische Presse Türkei

08.11.2010 – Gül, Irak, Atomgespräche, Iran, EU, Turkish Airlines

Die Themen des Tages sind: Abdullah Gül in London; Davutoğlu besucht Irak; Die Atomgespräche sollten in der Türkei stattfinden; Die Türkei vertraut der EU; Turkish Airlines zwischen Istanbul und Washington DC

VONBYEGM, TRT

DATUM8. November 2010

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RESSORTTürkische Presse Türkei

QUELLE Die “Türkische Presse Türkei” wird MiGAZIN von der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara und der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World) zur Verfügung gestellt und unverändert übernommen.

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Presseschau der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara

Abdullah Gül in London
Staatspräsident Abdullah Gül hat seine Großbritannien-Reise angetreten. Am 9. November wird Staatspräsident Abdullah Gül den 2010-Chatham House Preis entgegennehmen. Den Preis wird die britische Königin Elizabeth II. überreichen.

Gül ist gestern im Rahmen seiner Reise mit türkischen Bürgern in London zusammengekommen. An einer Rezeption, die der Botschafter der Türkei Ünal Çeviköz veranstaltete, nahm Abdullah Gül mit seiner Gattin Hayrünnisa Gül teil. Bei einem Vortrag, den Gül bei der Rezeption hielt sagte er, dass in England fast 400 tausend Türken leben und das dies eine sehr wichtige Zahl ist. Gül unterstrich außerdem, dass England zu den Ländern gehört, die eine Mitgliedschaft der Türkei unterstützen und sagte “Wir legen großen Wert darauf, dass wir in so einem Land gut vertreten werden.”

In London wird der Staatspräsident mit Vertretern der türkischen Gemeinde zusammen kommen und das „Türkische Kulturzentrum der Yunus Emre Stiftung“ eröffnen. Gül sagte „Ich bin mir sicher, dass dieses Zentrum London eine schöne Atmosphäre verschaffen wird.“(Sabah)

Davutoğlu besucht Irak
Bei den Wahlen am 7. März hat das Bündnis des früheren schiitischen Regierungschefs Ijad Allawi hat bei der Parlamentswahl im Irak die meisten Stimmen erhalten. Wie die künftige Regierung aussehen wird, ist aber immer noch unklar. Seit den Wahlen im Irak herrscht im Land eine Regierungskrise. Regierungssprecher Ali Al-Dabbağ erklärte nun, dass endlich eine Einigung erzielt wurde. Demnach werden Präsident Celal Talabani und Premierminister Nuri El Maliki im Amt bleiben.

Außenminister Ahmet Davutoğlu befindet sich derzeit auf einer Irak-Reise. Davutoğlu kam in Arbil mit Mesud Barzani zusammen und reiste anschließend nach Bagdad weiter.

Davutoğlu sagte vor der Einigung im Irak, dass er hoffe, dass nach seinen Gesprächen im Irak, in Sachen der Regierungsbildung wichtige Fortschritte erzielt werden. Außenminister Davutoğlu hatte außerdem auch bekannt gegeben, dass die Türkei für eine Regierungsbildung im Irak ihre Arbeiten erweitert hat und auch regen Telefonverkehr geführt hat. (Cumhuriyet)

Mottaki: „Die Atomgespräche sollten in der Türkei stattfinden“
Der Iran erklärte sich bereit, die internationalen Gespräche über sein Atomprogramm wieder aufzunehmen und schlug als Verhandlungsort die Türkei vor. Der iranische Außenminister Manuchehr Mottaki erklärte am Sonntag vor der Presse in Teheran: „Wir haben unsere türkischen Freunde informiert, dass wir in Bezug auf diese Gespräche mit der Türkei übereinstimmen.“ Außenminister Mottaki wies auch darauf hin, der Iran könne „so bald wie möglich“ an den Verhandlungstisch zurückkehren.

Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton hatte im Namen der 5+1-Gruppe, die aus den fünf ständigen Mitgliedern des Sicherheitsrates (China, Frankreich, Großbritannien, Russland, USA) sowie Deutschland besteht, Gespräche am 15. November in Wien vorgeschlagen. Die Türkei hatte sich mehrfach als Vermittler angeboten.

Die internationale Gemeinschaft verdächtigt den Iran, heimlich am Bau von Atomwaffen zu arbeiten. Teheran bestreitet dies nachdrücklich. Ashton geht nach früheren Angaben von EU-Diplomaten davon aus, dass bei einem Treffen auch über die Forderung der internationalen Gemeinschaft nach einem Stopp der Urananreicherung im Iran gesprochen wird. Der Iran hatte zuvor mehrfach erklärt, er wolle über regionale Sicherheit und beispielsweise Israels mutmaßlichen Besitz von Atomwaffen diskutieren. (Milliyet)

Frattini: „Die Türkei vertraut der EU“
Der italienische Außenminister Franco Frattini erklärte im Vorfeld des 7. türkisch-italienischen Forums, dass die Türkei bedingungslos zur EU gehöre. Frattini, der die Fragen der türkischen Tageszeitung „Hürriyet“ beantwortete sagte: „Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan und die Türkei vertrauen der EU. Unsere Beziehungen zur Türkei sind perfekt und wir unterstützen ihre EU-Vollmitgliedschaft mit voller Entschlossenheit. Wir haben -außer der NATO-Mitgliedschaft- weitere gemeinsame Interessen. Die Türkei könnte eine bedeutende Dialog Rolle zwischen dem Islam und Europa spielen. Wir sind auch bereit zwischen der Türkei und Israel zu vermitteln und unterstützen auch den Dialog mit dem Iran.“

Außenminister Franco Frattini betonte unterdessen auch, dass sie eine sehr gute Freundschaft mit dem türkischen Außenminister Ahmet Davutoğlu haben und Frattini plane ihn beim Forum zu treffen. (Hürriyet)

Presseschau der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World)

Gül ist in London mit den Türken zusammengekommen
Milliyet schreibt unter der Schlagzeile, „Gül ist in London mit den Türken zusammengekommen“, dass der Staatspräsident Abdullah Gül und seine Gattin Hayrünnisa Gül beim Bankett der türkischen Botschaft in London mit den im Land lebenden türkischen Staatsbürgern zusammengekommen sind.

In seiner Rede habe Gül gesagt, dass den in Großbritannien lebenden rund 400 Tausend Türken wichtige Aufgaben zufallen. Der Staatspräsident habe ferner darauf hingewiesen, dass Großbritannien unter den wichtigsten Ländern sei, das die Weltpolitik mitbestimme und den EU-Beitritt der Türkei unterstütze. „Daher messen wir einer einflussreichen türkischen Lobby große Bedeutung bei. Je einflussreicher sie in diesem Land im kulturellen, sozialen und politischen Bereich sind und ihre Thesen übertragen, umso mehr können sie der Türkei dienen“, habe Gül vermerkt.

Atomgespräche mit Iran
Cumhuriyet informiert über die Bereitschaft Teherans zur Aufnahme der Verhandlungen mit den P5 +1 Staaten in der Türkei. Im Detail der Meldung heißt es, der iranische Außenminister Manucher Mottaki habe erklärt, sein Land sei bereit, mit den aus den USA, Russland, Großbritannien, Frankreich, China und Deutschland bestehenden 5+1 Staaten die Verhandlungen in der Türkei aufzunehmen. Wie vom Außenministerium verlautete, habe man sich für die Verhandlungen in der Türkei prinzipiell geeinigt.

Außenminister Davutoğlu in Irak
Sabah berichtet über die Kontakte von Außenminister Ahmet Davutoglu im Irak. Davutoglu sei in Bagdad mit dem irakischen Premier Nuri El Maliki sowie dem Führer der Regionalverwaltung im Norden des Irak, Mesud Barzani und anderen Funktionären zusammengekommen. Zudem habe Außenminister Davutoglu eine Regierung im Irak gefordert, die alle Fraktionen im Land vertritt.

Die türkische Wirtschaft zeigt Widerstand gegen die Krise
„Die türkische Wirtschaft zeigt Widerstand gegen die Krise“ lautet die Überschrift einer Wirtschaftsmeldung der Zeitung Zaman. Im Detail heißt es, ein Tag vor der Veröffentlichung des EU-Fortschrittberichts, sei im Berichtsentwurf die Wirtschaftsführung gelobt und darauf hingewiesen worden, die Finanzdisziplin nicht locker lassende Regierung habe die Türkei aus der Wirtschaftskrise rasant herausgeholt. Jedoch sei davor gewarnt worden, aufgrund des steigenden Außenhandelsdefizits und der Inflationsgefahr bedachtsam zu sein.

Turkish Airlines zwischen Istanbul und Washington DC
In Sabah lesen wir über die Direktflüge der Turkish Airlines zwischen Istanbul und Washington DC. Beim ersten Flug von Istanbul nach Washington seien unter den Flugpassagieren, der türkische Botschafter in Washington, Namik Tan, US-Abgeordnete, Geschäftsleute und 25 amerikanische Ureinwohner, darunter 17 aus einem Indianerstamm gewesen.

In seiner Rede habe der THY Generaldirektor, Temel Kotil gesagt, dass mit diesen Flügen sowohl Unternehmer und Politiker als auch die Völker beider Länder gegenseitig leichter erreichen werden. Kotil habe ferner gesagt, dass sie sehr froh darüber seien, diese Flüge gestartet zu haben. Die Direktflüge der THY nach Washington hätten alle Passagiere gewürdigt.

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