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In allen Zielstaaten der Arbeitsmigration weisen die Eltern der als Migranten erfassten Jugendlichen eine kürzere Schulbesuchszeit und einen geringeren ökonomischen, sozialen und kulturellen Status auf als die Eltern von Nichtmigranten. Nirgendwo ist dieser Unterschied … aber so stark wie in Deutschland.

Konsortium Bildungberichterstattung, Bildung in Deutschland, 2006

Türkische Presse Türkei

07.10.10 – Appell an EU, China, Irak, Kasachstan, Wachstum

Die Themen des Tages sind: Erdoğan appelliert an die EU; Globale Zusammenarbeit zwischen Ankara und Peking; Davutoğlu-Isavi Treffen; Şahin besucht Kasachstan; Şimşek: „Türkei verzeichnet einen Wachstum von 11 Prozent“

DATUM7. Oktober 2010

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RESSORTTürkische Presse Türkei

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Erdoğan appelliert an die EU
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan, der gestern an der in Istanbul stattfindenden Konferenz des Verbandes Unabhängiger Industrieller und Unternehmer (MUSIAD) eine Rede hielt, appellierte an die EU und sagte: „Haltet uns nicht auf.“ Schließlich habe die Türkei wichtige Schritte in Richtung Demokratisierung getan und verfüge zudem über eine wachsende Volkswirtschaft. Erdoğan kritisierte die doppelgleisige Haltung der EU gegenüber der Türkei. Die Konferenz in Istanbul fand unter Beteiligung von fast drei Tausend Geschäftsleuten aus 65 Ländern statt. (Hürriyet-Milliyet-Star-Akşam-Cumhuriyet)

Globale Zusammenarbeit zwischen Ankara und Peking
Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao besucht auf Einladung von Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoğan heute die Türkei. Erdoğan wird seinen chinesischen Amtskollegen offiziell im Präsidialamt empfangen. Es steht auch ein Treffen zwischen Wen und Staatspräsident Abdullah Gül vor. Laut Presseberichten sollen Themen wie Kultur, Energie, Transport und Gesundheit auf der Tagesordnung stehen. Nach dem Treffen mit Erdoğan soll Wen weiter nach Istanbul reisen um dort mit einigen Geschäftsleuten zusammen zu kommen. (Sabah-Akşam)

Davutoğlu-Isavi Treffen
Bei dem gestrigen Treffen mit Außenminister Ahmet Davutoğlu betonte der stellvertretender Ministerpräsident Iraks, Rafi Al Isavi, die Beziehungen zwischen beiden Ländern seien aufgrund der unparteiischen Haltung der Türkei auf einer sehr optimalen Ebene.

Unter anderem sagte Davutoğlu, dass sich das global-politisches Gleichgewicht verändert hätte und deshalb die UN und die internationale Weltordnung neugeregelt werden müsse. Ferner betonte er, die global-politische Ordnung müsse neudefiniert werden um aus dieser Perspektive heraus für die kommenden10 Jahre planen zu können. (Sabah)

Şahin besucht Kasachstan
Parlamentspräsident Mehmet Ali Şahin, der gestern nach Kasachstan gereist ist wurde am Flughafen vom seinem kasachischen Gegenpart Ural B. Muhammedjanov empfangen. Şahin erklärte nach seinem Gespräch mit Muhammedjanov, dass sie die guten Beziehungen zwischen beiden Ländern vertiefen wollen.

Auch Muhammedjanov verwies auf die guten Beziehungen hin und sagte, dass diese Beziehungen Beispiel für andere darstellen sollten. (AA-Sabah)

Şimşek: „Türkei verzeichnet einen Wachstum von 11 Prozent“
Finanzminister Mehmet Ali Şimşek, der an der Konferenz für Deutsch-Türkische Investoren, welche durch die Kommission für Außenwirtschaftliche Beziehungen (DEIK) in Berlin veranstaltet wurde teilnahm, sagte: „Die Türkei ist auch von der globalen Krise beeinflusst worden, jedoch im ersten Quartal des Jahres ein Wachstum von 11 Prozent verzeichnet. Dieser Trend wird weiter gehen. Laut Şimşek sei das stabile Bankensystem, eines der Hautgründe für die rasche Überwindung der Krise. Auch sei die „Türkei nicht die alte Türkei“ so Şimşek.

Der Vorsitzende der DEIK Ferit Şahenk erklärte unterdessen, dass die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Türkei weiter intensiviert werden müsse, damit sich beide Länder besser ergänzen können. Die Basis dafür sei gegeben.

Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, Wolf Rudolf verwies in diesem Zusammenhang auf den EU-Beitrittsprozess der Türkei und sagte: „Bitte führen sie die Verhandlungen weiterhin fort.“
EU-Verhandlungsführer Egemen Bağış dagegen, kritisierte die Haltung mancher EU-Länder und unterstrich, dass ein sehr wichtiges Verhandlungskapitel wie „Energie“ bisher ausblieb und von den 33 Verhandlungskapiteln bisher lediglich 13 geöffnet werden konnten. (Hürriyet-Milliyet)

Gül bei der Eröffnungszeremonie
Staatspräsident Abdullah Gül nahm gestern an der Eröffnungszeremonie zum Studienjahr 2010-2011 der Technischen Universität Yıldız in Istanbul teil. In seiner Eröffnungsrede betonte Gül, dass die Universitäten intensiver in die Wissenschaft investieren müssen, damit Technologie und Wissen produziert werden kann, um diese dann an andere weiter zu übertragen. Ferner unterstrich er, die Türkei müsse der neuen Weltordnung unbedingt positive Beiträge leisten. (Star-Milliyet-Akşam)

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