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Migration und Integration in Deutschland

Wir haben unsere Behörden über Jahrzehnte in eine Abschottungskultur hineinentwickelt. Man hat gesagt: Haltet uns die Leute vom Hals, die wollen alle nur in unsere Sozialsysteme einwandern. Jetzt müssen wir deutlich machen, dass wir Fachkräfte brauchen, dass wir um sie werben müssen.

Peter Clever, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, April 2013

Uraufführung

Warten auf Adam Spielman

Eine düstere Vorahnung schwebt über der Welt. Hinter den mit wachsendem Eifer geführten ethnischen und religiösen Konflikten dräuen Katastrophe und Hoffnungslosgkeit.

DATUM27. September 2010

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Es gibt nur eine Hoffnung: Adam Spielman aus Detroit. Er ist eine der größten Legenden der Welt. Man sagt, er nähme einem alle bösen Gedanken fort, wenn man ihm nur begegne. Doch keiner weiß, wo er ist. Am Rande eines finsteren, magischen Waldes bei Detroit erwarten ihn sehnsüchtig

Termine: Premiere 7.10.2010, 20 Uhr; weitere Vorstellungen: 8.–10.10. und 14.–17.10.2010, 20 Uhr im Ballhaus Naunynstraße

Menschen aus aller Welt. Aus Israel, der Türkei, Venezuela, Teheran, Beirut und Berlin sind sie angereist, um seine Rückkehr zu erleben. Adam soll die Menschheit retten. Und mit ihr die Jüdin Zipora, die vergessen will, den Berliner Malik und seine schwangere Frau Gül, die einen Namen für ihr Baby suchen. Die Perserin Samira und ihren Freund Galip, der in Film und Fernsehen keine Kanakenrollen mehr spielen will. Und den schwulen Diabetiker Emil, der verzweifelt sein Gedächtnis sucht.

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Alle, die sich unter den festen Identitäten unwohl fühlen, die ihnen der Run-Down zur Apokalypse auferlegt, suchen den ehemaligen Junkie-Musiker Adam Spielman. Und wie alle anderen armen Seelen auf der Welt glauben sie doch an die Legende, selbst wenn die Legende Realität wird.

Die grotesk komische Tragödie des jungen deutsch-türkischen Autors Hakan Savaş Mican wird in der Regie des israelischen Nachwuchsregisseurs Michael Ronen mit Live-Musik von Daniel Kahn (The Painted Bird) und einem deutsch-türkisch-libanesisch-israelischen Ensemble am Ballhaus Naunynstraße uraufgeführt.

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