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Migration und Integration in Deutschland

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Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister, Anlässlich „50 Jahre deutsch-türkisches Anwerbeabkommen“, 28.03.11, Hannover

Studie

Integrationsprobleme bei Türken besonders groß

Nach einer Studie des Bundeamtes für Migration und Flüchtlinge haben türkischstämmige Migranten die größten Integrationsprobleme. Dies berichtet die „Welt am Sonntag“.

DATUM20. April 2010

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RESSORTGesellschaft

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In Deutschland würden rund 6,8 Millionen Ausländer leben, von denen die Mehrzahl gut integriert ist. Die meisten der Befragten beherrschten die deutsche Sprache so gut, dass sie das alltägliche Leben weitgehend problemlos bewältigen.

Die größten Probleme hätten jedoch die türkischstämmigen Migranten. Jeder fünfte würde nur ein mangelhaftes oder gar kein Deutsch sprechen. Dagegen würde es Polen, Italiener, Griechen und auch Migranten aus dem ehemaligen Jugoslawien wesentlich leichter fallen, sich in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt einzufügen.

Die Untersuchung stellt besonders bei der Bildung große Unterschiede unter den Migrantengruppen fest. 60 Prozent der Griechen und fast zwei Drittel der Polen in Deutschland besitzen eine mittlere oder hohe Schulbildung. Die Italienern und Migranten aus dem früheren Jugoslawien liegt dieser Wert bei 44 Prozent, gefolgt von Migranten aus der Türkei mit 41 Prozent. Bei den Analphabeten seien die Türken zugleich mit sieben Prozent überrepräsentiert, was wohl zumeist auf die erste Generation der angeworbenen Gastarbeiter zurückzuführen sein dürfte.

Erhebliche seien auch die sozialen Unterschiede bei den Migranten. Mehr als 15 Prozent der türkischstämmigen würden von Hartz IV leben, bei den Griechen währen dies nur 7,6 Prozent. Außerdem würde die Hälfte der Türken keine häufigen Kontakte zur deutschen Bevölkerung pflegen, während der Großteil der Italiener und der Migranten aus dem früheren Jugoslawien angab, mehrmals in der Woche freundschaftliche Kontakte zu Deutschen zu haben. Was die Gründe für diese Diskrepanz sind, klärte die Studie jedoch nicht auf.

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