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Migration und Integration in Deutschland

Bei Philipp Rösler würde ich allerdings gerne wissen, ob unsere Gesellschaft schon so weit ist, einen asiatisch aussehenden Vizekanzler auch noch länger zu akzeptieren.

Hessischer Integrationsminsiter Jörg-Uwe Hahn (FDP), Frankfurter Neue Presse, 7.2.2013

Deutsche Presse

12. bis 17.04.2010 – Islamophobie, DIK, Imamausbildung, Doppelstaatigkeit

Deutsche Islam Konferenz, Islamophobie, Imamausbildung, Moscheebau, Religionsunterricht: Die deutsche Presselandschaft beschäftigt sich mit den Herausforderungen, die es bei der Integration von Muslimen gibt. Ferner werden die Maßnahmen der türkischen Regierung in Bezug auf türkischstämmige Migranten in Deutschland thematisiert. Weitere Themen sind Doppelstaatigkeit, Unterwanderung der CDU durch Rechtsextreme, u.v.m.

DATUM20. April 2010

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RESSORTDeutsche Presse

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SZ: Türkei führt Deutsch-Türken an der Hand
Die Süddeutsche Zeitung kritisiert das Vorgehen der türkischen Regierung in Bezug auf die türkischstämmigen Migranten in Deutschland: „Wer mit seinen Kindern in guter Verbindung bleiben will, muss ihnen Freiheiten lassen. Diese Erkenntnis hat die türkische Regierung noch nicht verinnerlicht. Sie möchte auch 50 Jahre nach Beginn der Auswandererwellen nach Deutschland die Türken und ihre Nachfahren weiter an der Hand führen. Wenige Monate nachdem Bund und Länder ihre Pläne für eine Imam-Ausbildung an deutschen Hochschulen vorgestellt haben, propagiert die Türkei nun die Ausbildung türkischstämmiger Studenten aus ganz Europa an ihren Hochschulen und konterkariert damit die deutschen Pläne.

Berlin und Ankara arbeiten bei der Integration also wieder einmal gegeneinander. Jüngst erst haben Angela Merkel und der türkische Premier Tayyip Erdogan die Einrichtung türkischer Gymnasien in Deutschland erörtert, zuvor hatten sie sich über die strengen Nachzugsregeln für türkische Ehepartner und die Abschaffung deutsch-türkischer Staatsbürgerschaften gestritten. Die Debatte ist reich an Fehlern und Missverständnissen auf beiden Seiten, meist zum Schaden der in Deutschland lebenden Türken.“

14. April 2010

IZ: ZMD fordert Reform der Islamkonferenz
Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) hat eine Reform der Deustchen Islamkonferenz (DIK) gefordert: „Einen Monat vor der Neuauflage der Deutschen Islamkonferenz hat der Zentralrat der Muslime bei Themenwahl und personeller Besetzung zahlreiche Änderungen verlangt. ‚Wir wollen keine unverbindliche Konferenz, das wäre sinnlos, was wir brauchen, sind zeitnahe und konkrete Lösungen von Problemen wie der Islamfeindlichkeit‘, sagte der Zentralrats-Vorsitzende Ayyub Axel Köhler der Nachrichtenagentur dpa am Dienstag in Köln. Köhler kritisierte erneut die von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) eingeschränkte Teilnehmerliste für die Konferenz am 17. Mai. 2006 war die Islamkonferenz vom damaligen Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) zur besseren Integration der rund vier Millionen Muslime in Deutschland ins Leben gerufen worden. Nun habe der Nachfolger de Maizière für die zweite große Runde ‚über die Köpfe der Muslime hinweg über Konzepte, personelle Zusammensetzung, Inhalt und Themen entschieden‘, sagte Köhler. Er habe den Minister daher erneut um ein klärendes Gespräch gebeten. Davon hänge ab, ob der Zentralrat an der Neuauflage der Islamkonferenz teilnimmt.“

TAZ: Pro NRW grenzt sich von NPD ab
Die TAZ berichtet über erfolglose Bemühungen der rechtsextremen pro NRW, sich von der NPD abzugrenzen, um sich so von „Altparteien“ abzugrenzen: „Zur NRW-Wahl tritt neben der islamfeindlichen ‚Bürgerbewegung Pro NRW‘ auch die NPD an und hat das Feindbild Islam für sich entdeckt. Pro NRW wittert die große Verschwörung. Markus Beisicht ist mächtig sauer. Was den Vorsitzenden der ‚Bürgerbewegung Pro NRW‘ in Rage bringt, sind Sprüche wie ‚Heimat statt Minarette‘ oder ‚Sicherheit statt Islamisierung‘. Nicht der Inhalt erbost den strammen Rechtsausleger, sondern die Partei, die die platten Parolen im NRW-Wahlkampf plakatiert: die NPD.

Beisicht wittert eine Verschwörung: ‚Offenbar versuchen die Geheimdienste über ihre V-Leute die neonazistische NPD für den Kampf gegen Pro NRW einzubinden.‘ Beisicht schimpft: ‚Man schafft sich seine eigenen NS-Karikaturen und setzt diese gezielt gegen islamkritische rechte Demokraten ein.‘“

SZ: Neues Integrationskonzept der Berliner CDU
Die Süddeutsche Zeitung (SZ) und die Berliner Morgenpost berichten über ein neues Integrationskonzept, das die Berliner CDU ausgearbeitet hat: „Der Kleine Parteitag der Berliner CDU hat am Dienstagabend das neue, betont liberale Integrationskonzept für die Hauptstadt angenommen. Mit umfangreichen Fördermaßnahmen sollen Migranten dazu gebracht werden, besser Deutsch zu lernen, ihre Ausbildung abzuschließen und die deutsche Staatsbürgerschaft zu erwerben. Das 45-seitige Papier war bereits vor dem Kleinen Landesparteitag in den meisten Kreisverbänden diskutiert worden. Die vorgeschlagenen Projekte würden 100 Millionen Euro jährlich kosten, sagte die Vize-Landesvorsitzende Monika Grütters. In dem Papier wird auch für einen gelassenen Umgang mit dem Thema Kopftuch plädiert. Das kommunale Wahlrecht für Ausländer und die doppelte Staatsbürgerschaft werden abgelehnt. Grütters sieht in dem Konzept ‚auch ein Angebot an die Wähler mit Migrationshintergrund‘. Es könne zudem ein Impuls für die Bundespartei sein.“ (SZ)

FAZ: Innenminister wirbt für eine Ausbildung bei der Polizei
Die FAZ berichtet über einen Schulbesuch des Bundesinnenministers de Mazière in Wiesbaden, bei dem er für die Polizei um Migrantenkinder warb: „Zu wenige Schulabgänger mit ausländischen Wurzeln zeigten Interesse an einer Karriere bei der Bundespolizei. Das soll sich ändern mit der Initiative, die de Maizière in Wiesbaden startete: Die Bundespolizei wolle künftig gezielter Migranten anwerben. Denn das Personal solle die Gesellschaft widerspiegeln. Das tue es bisher aber nicht: Nur zwei Prozent der Bundespolizisten hätten einen Migrationshintergrund, sagte der Minister.“

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4 Kommentare
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  1. Yakamoz sagt:

    Schade, dass es die tägliche deutsche Presseschau nicht mehr gibt!
    Wie dem jedoch sei,
    hier fehlt unbedingt die äußerst lesenswerte Interview mit Lamya Kaddor im Tagesspiegel vom 18.4.:

    http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/diese-typen-haben-den-koran-nie-aufgeschlagen/1802764.html

  2. hoko sagt:

    Das Interview ist toll, sehr empfehlenswert. Man kann Frau Kaddor nur viel Erfolg wünschen

  3. Boli sagt:

    Bei uns gibt es islamophobie. In muslimischen Ländern christianophobie. Und bei uns wurden nicht gut eine Millionen Muslime vertrieben wie im Nahen Osten. Merkt ihr was?

  4. Boli sagt:

    Die Debatte ist reich an Fehlern und Missverständnissen auf beiden Seiten, meist zum Schaden der in Deutschland lebenden Türken.“

    Nun ich frage mich auch schon lange wo die Türken in Deutschland sind die Erdogan mal richtig die Meinung geigen. Dieser Mann schadet den Türken in Deutschland mehr als er ihnen nützt. Er missbraucht sie massiv für seine Machtinteressen.

    […]



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